Montag, 20. Juli 2015

Hauptsache drin















Beim Anblick mancher Briefkästen kommt mir das kalte Grausen. Natürlich, da ist kein Aufkleber drauf, der klarmachen würde, dass der Empfänger keine Werbesendungen oder Wochenblätter haben möchte. Irgendwann passt halt nichts mehr rein. Dass es offensichtlich niemanden gibt, der diesen postalischen Mülleimer leert, scheint gewisse Leute nicht weiter zu stören. Und so vergeht der Sommer, ein Gewitter nach dem anderen sorgt für schwülwarme Luft. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der Starkregen verwandeln das vergilbte Igittpapier im Briefkasteninneren allmählich zu einem Pappmaschee-Klumpen, und endlich ist wieder a bisserl Platz zum Nachschieben.

Grrrraaaahhh!
Ich weiß nicht, wem ich zuerst ins Kreuz springen soll:
Dem Vermieter oder dem Zeitungszusteller?
Oder sollte ich in buddistischer Gleichmut auch diese Zeitung ins Altpapier werfen und den Briefkasten eigenhändig zukleben?

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Nachtrag Sommer 2016: Problem gelöst.
Zunächst hatte ich den Vermieter gebeten, die leeren Briefkästen zuzukleben. Das wurde auch zeitnah erledigt, vermutlich von einem Praktikanten mit einem besonderen Sinn für Ästhetik.


















Immerhin, jetzt konnten die Zusteller danach keine Werbung und keine Zeitungen mehr einwerfen. In einer ruhigen Minute habe ich dann ein graues Klebeband zur Hand genommen, um das visuelle Erscheinungsbild ein wenig aufzupeppen.



Seitdem ist Ruhe mit Werbung.

Lerneffekt: Es ändert sich doch etwas, wenn man sich darum kümmert.












Mein Sinn für Ästhetik leidet nur noch, wenn mein Blick die abgestellten McDonalds und Coffee-to-Go Becher streift, die auf der Treppe oder auf den Briefkästen vorm Büro abgestellt werden oder einfach auf dem Boden landen.







Mittwoch, 1. Juli 2015

Im neuen Gewand

















Nach einer erneut langen Sendepause im betrachtenswert Blog ist es mir gelungen, der Seite ein neues Gewand zu verpassen. Ich bin den mahnenden Worten diverser Internetexperten gefolgt, habe die Stichwörter bereinigt und ein paar Layoutprobleme beseitigt.Wie es beim Aufräumen so ist, findet man auch eine Menge alten Schrott.

Weg damit.

Im Rückblick sehe ich das Projekt "52 Fotos im Jahr xxxx" mit anderen Augen. Jede Woche ein Foto hochladen ist eigentlich ganz leicht. Jede Woche ein gutes Foto machen, das man sich auch nach sieben Jahren noch anschauen mag, ist schwieriger. Trotzdem ist der Blick auf viele der fotografisch weniger wertvollen Bilder interessant. Das Fototagebuch bringt Ereignisse und Erlebnisse zurück ins Gedächtnis.

Beim großzügigen Entrümpeln der Posts sind mir versehentlich ein paar Beiträge abhanden gekommen, unter anderem das oben gezeigte Motiv. "Street-Fashion" fasziniert mich immer wieder. Darunter fallen für mich nicht nur interessant gekleidete Menschen, sondern auch die gehäkelte und gestrickte Straßenmode an Laternenmasten, Straßenschildern und Bäumen ... Nicht immer schön als Foto, aber ein Ausdruck unserer postmodernen Zeit. Großmaschig gestrickte Pullover wie man sie in den 80er Jahren trug, werden sicher wieder in Mode kommen. Bis dahin kann man ja seinen Gartenzaun damit schmücken ;-)