Hauptsache drin















Beim Anblick mancher Briefkästen kommt mir das kalte Grausen. Natürlich, da ist kein Aufkleber drauf, der klarmachen würde, dass der Empfänger keine Werbesendungen oder Wochenblätter haben möchte. Irgendwann passt halt nichts mehr rein. Dass es offensichtlich niemanden gibt, der diesen postalischen Mülleimer leert, scheint gewisse Leute nicht weiter zu stören. Und so vergeht der Sommer, ein Gewitter nach dem anderen sorgt für schwülwarme Luft. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der Starkregen verwandeln das vergilbte Igittpapier im Briefkasteninneren allmählich zu einem Pappmaschee-Klumpen, und endlich ist wieder a bisserl Platz zum Nachschieben.

Grrrraaaahhh!
Ich weiß nicht, wem ich zuerst ins Kreuz springen soll:
Dem Vermieter oder dem Zeitungszusteller?
Oder sollte ich in buddistischer Gleichmut auch diese Zeitung ins Altpapier werfen und den Briefkasten eigenhändig zukleben?

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Nachtrag Sommer 2016: Problem gelöst.
Zunächst hatte ich den Vermieter gebeten, die leeren Briefkästen zuzukleben. Das wurde auch zeitnah erledigt, vermutlich von einem Praktikanten mit einem besonderen Sinn für Ästhetik.


















Immerhin, jetzt konnten die Zusteller danach keine Werbung und keine Zeitungen mehr einwerfen. In einer ruhigen Minute habe ich dann ein graues Klebeband zur Hand genommen, um das visuelle Erscheinungsbild ein wenig aufzupeppen.



Seitdem ist Ruhe mit Werbung.

Lerneffekt: Es ändert sich doch etwas, wenn man sich darum kümmert.












Mein Sinn für Ästhetik leidet nur noch, wenn mein Blick die abgestellten McDonalds und Coffee-to-Go Becher streift, die auf der Treppe oder auf den Briefkästen vorm Büro abgestellt werden oder einfach auf dem Boden landen.







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