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Es werden Posts vom Oktober, 2016 angezeigt.

Als ich zehn war (Blogparade)

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Zwetschgenmann Lutz Prauser lädt ein zur Blogparade "Als ich zehn war"... Es war Raimund Verspohls Beitrag über seine Zeit als "Analogue Native", der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.
Mit zehn Jahren fängt – fast – ein anderes Leben an. War das so?, fragt Lutz Prauser.
Absolut: Ein radikaler Einschnitt.
Als ich zehn war, änderte sich in meinem Leben so ziemlich alles. Zwei Wochen vor meinem zehnten Geburtstag kam mein Bruder* auf die Welt. Aus war's mit der Ruhe. Ich bekam zwar das größere der beiden Kinderzimmer, aber die Lärmquelle direkt nebenan wurde für mich in den darauffolgenden Jahren zu einer permanenten Folter. Sorry, Bruder, du konntest nichts dafür. Dass du heute Musiker bist, freut mich übrigens sehr :-) Das Timing damals war unglücklich und die Rahmenbedingungen eher schlecht.
* Korrekt formuliert müsste ich "Halbbruder" schreiben, aber wir sind zusammen aufgewachsen, also ist er mein Bruder. Fertig, aus.

Es heißt, dass die Babyboo…

Kulturschock

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Es gibt Momente, in denen ich das, was ich sehe, nicht mehr so richtig zusammenbekomme. Der Hipster in Giesing war schon so ein Erlebnis, aber einen BMW mit Flügeltüren hatte ich noch nie gesehen. Was mag so ein Teil kosten? Alle Türen waren nach oben aufgeklappt, der Kofferraum auch - aber warum? Das Fahrzeug stand im AGFA-Park mitten auf dem breiten Gehweg. Im Hintergrund war die triste, fensterlose Wand mit dem großen, roten REWE-Schriftzug zu sehen. Der schneeweiße Wagen mit seinen blauen Rallye-Streifen passte nicht in diese meine Welt, darum hob es sich vor diesem Ambiente besonders gut ab: Es wirkte wie ein futuristischer Helikopter. Vielleicht war es auch nur ein Ufo, das kurz gelandet war, um humanoide Genproben einzusammeln?

Ich schaute mich vorsichtig um, und tatsächlich: Der Alien, der zu diesem Gefährt gehörte, hockte einige Meter weiter am Straßenrand. Als Yoga-Übende weiß ich, dass man die Körperhaltung, die dieses Wesen eingenommen hatte, am ehesten als "Malasana

#marketingfuzzidummsprech

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Als ich dieses Plakat sah, hatte ich fertig.

Unlängst habe ich gelernt, dass man heutzutage kein Angebot mehr abgibt, sondern an einem "Pitch" teilnimmt.

Das ist wieder so ein Wort, bei dem mir die Haare zu Berge stehen. Ja, ich benutze auch englische Wörter, und das nicht zu knapp. Computer, Tablet, Smartphone - alles Englisch. Ich bin wirklich die Letzte, die damit ein Problem hat.

"Pitch" und "Bitch" klingen ziemlich ähnlich, ob das ein Zufall ist? Also nicht verwechseln und deutlich sprechen! Googelt mal nach der Übersetzung, falls ihr des Englischen nicht mächtig seid.

Da fällt mir nur Leonardo di Caprio in Bestform ein: The Wolf of Wall Street. In diesem Film gibt es eine Szene, bei der ihr an das schöne Marketingwort "Elevator Pitch" denken und es nie mehr vergessen werdet. Im Trailer sieht man diese Szene nicht, der ganze Film dauert knapp drei Stunden. Wer ihn bis zum Ende durchhält, wird womöglich ganz laut "Tschakka!" rufe…