Montag, 15. Mai 2017

Es tut sich was




















Dieses leckere und nette Dankeschön war heute früh in unserem privaten Briefkasten.

Was ist passiert?
Wir waren den Anblick der kostenlosen Wochenzeitungen leid, die im Treppenhaus in der Ecke landeten. Also haben wir unsere Nachbarn im Haus mit einem Aushang darüber aufgeklärt, wie sie diese unerwünschte Werbung loswerden können. Wir haben Aufkleber besorgt und kostenlos verteilt. Dabei stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass 80% der HausbewohnerInnen die Zeitungen schon lange nicht mehr haben wollten.

Da wir schon bei den Zeitungsredaktionen per Mail Beschwerde eingelegt hatten, wurden diese Zeitungen nur noch in die Briefkästen mit den "falschen" Aufklebern gestopft. Inzwischen sind 80% der Briefkästen richtig beschriftet und wir bleiben dran. Sollten wieder Zeitschriften eingeworfen werden, gibt es sofort eine Meldung an die Redaktion und Verbraucherzentrale. Wir werden auch dranbleiben, dass die Zeitschriften stattdessen nicht vor dem Hauseingang oder auf der Treppe abgelegt werden.

Es ist die Mischung aus alten Gewohnheiten und die Unwissenheit, wie man sich gegen den "analogen Spam" zur Wehr setzen kann, der vielerorts noch zu solchen Straßenbildern führt.


Es wäre schön, wenn möglichst viele Leute mitmachen, damit dieser Wahnsinn weniger wird. Es kostet etwas Zeit und Nerven, aber man kann etwas dagegen tun.

Wichtig ist, dass man sich sofort dagegen wehrt, wenn die alten Gewohnheiten wieder einreißen, also wenn neue Zusteller im Stadtviertel unterwegs sind, die sich nicht nach den Ansagen auf den Aufklebern halten.

Warten Sie nicht darauf, bis andere etwas unternehmen. Werden Sie selbst aktiv - in Ihrem eigenen Hausflur.

So kommen Sie auch ins Gespräch mit Ihren Nachbarn ;-)

Noch ein Tipp:
Bei Werbung, die direkt an Sie adressiert ist, können Sie folgendermaßen vorgehen:

1. Streichen Sie Ihre Adresse durch.
2. Schreiben Sie "Annahme verweigert - zurück an Absender" auf die Werbung
3. Werfen Sie die Sendung in den nächsten Briefkasten.

Das ist etwas umständlicher, als die Post einfach auf den Fußboden zu werfen, aber damit sorgen Sie langfristig dafür, dass Sie nur noch die Post bzw. Werbung erhalten, die Sie wirklich haben wollen. 

Hier geht's zu den Aufklebern - viel Erfolg!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kunst to Go

Heute möchte ich Ihnen ein Meisterwerk der Digitalromantik 4.0 nahebringen. In diesem sonnendurchfluteten Idyll aus dem Jahr 2017 sieht man erst auf den zweiten Blick, dass sich die Künstlerin mit dem Sujet "Zweirad" beschäftigt hat. Der zerschlissene Plastiksattel in der rechten Bildmitte springt nicht sofort ins Auge. Erst wenn der Betrachter den Lenker des pedalgetriebenen Fahrzeugs erspäht, wird deutlich, wo sich das leuchtendgrüne Hauptobjekt befindet: auf einem Gepäckträger.

Die angedeuteten Teile einer Efeuhecke am rechten Bildrand lassen ahnen, dass sich das oft als "Drahtesel" bezeichnete Transportmittel an einem Wegesrand befindet. Das Fehlen einer typischerweise mit Fahrradschutzhelm bekleideten Person legt nahe, dass dieses Zweirad zum Zeitpunkt der digitalen Fotoaufnahme nicht aktiv betrieben wurde. Vielmehr scheint das Objekt schon seit längerer Zeit auf die Rückkehr seines Eigentümers zu warten.

Es ist nicht bekannt, ob diese Person wegen eines länger anhaltenden Regens auf das hier gezeigte Zweirad verzichtet hat, oder sich einfach nur im Park verirrt hat. Doch erst jene Abwesenheit hat die unvergleichliche Installation aus verknitterter Aluminiumfolie, halb zerdrückten PET-Flaschen, Coffee-To-Go-Bechern unterschiedlicher Couleur und zerknülltem Papier ermöglicht. Kunst to Go! lautet folglich auch der Titel dieses bis dato unübertroffenen Meisterwerks.







































Die sauber verlegten rechteckigen Platten am Boden stehen symbolisch für die Ordnungsliebe der Menschen, die tagtäglich jene hier im Hintergrund gezeigte Schwelle überschreiten. Hier verlassen Menschen den öffentlichen Weg. Sie treten ein in den grün bewiesten Park, erleben ihre Naturverbundenheit und kehren erfrischt zurück. Ihre Ordnungsliebe ist es auch, die sich in der kunstvollen Anordnung oben genannter Objekte widerspiegelt. Sie liegen nicht mehr im Park und auch nicht neben dem Zweirad. Nein, sie wurden sorgsam arrangiert.

Was zunächst nur als alternativer und kostenlos erhältlicher Fahrradkorb diente, in dem der Eigentümer des Zweirads sein Hab und Gut zu transportieren suchte, transformierte binnen weniger Tage zu einer beachtlichen Sammlung zeitgemäßer Alltagskunst.

Geradezu symbolisch wirkt in diesem Kontext der eigentliche Ursprung der grünen Box. Unverschlissen sieht sie aus, geradezu frisch und neu wirkt sie im Gegensatz zum Fahrradsattel. Hier zeigt die Künstlerin ihre Fähigkeit, subtil auf inhaltliche Kontraste hinzuweisen.

Mehr noch: in derlei grünen Kästen wurde zu Anfang des dritten Jahrtausends menschlicher Kultur üblicherweise transportiert, womit sich der Mensch ernährte: Obst und Gemüse.
Umfunktioniert zum Fahrradkorb erfüllt die Transportbox hier eine neue, moderne Funktion. Sie nimmt auf, was Spaziergänger im Park aufgelesen haben. Hier findet der seit Jahrtausenden in den menschlichen Genen angelegte Trieb des Jagens und Sammelns seinen ultimativen Ausdruck. Essbares war in diesen Objekten ursprünglich angelegt, Nahrung, die dem Überleben dient. Doch in diesem Werk schwingt auch ein Hauch von Vergänglichkeit mit: die Inhalte sind verloren, verbraucht, aufgegessen und getrunken. Geblieben ist jeweils nur die Hülle. Ja, sie ist farblich immer noch attraktiv, geradezu anziehend. Doch versucht man nach dem orangefarbenen Becher zu greifen, der in einem klassischen Kalt-Warm-Kontrast zum giftgrünen Korb gehalten ist, wird man zweifelsohne enttäuscht. Die Objekte sind kalt, leer, und verbreiten einen gewissen Odeur-de-Muff, doch diese Ebene der Kunstbetrachtung wird nur jenen zuteil, die das Werk leiblich und mit allen Sinnen in Augenschein nehmen.

Die spektralfarbene Sonnenflut, die sich von links oben über das Motiv ergießt, will förmlich über die Vergänglichkeit allen Seins hinwegtrösten. So mag man das Arrangement entleerter und sinnentfremdeter Nahrungsmittelbehältnisse in späteren Zeiten vielleicht als eine Form göttlicher Anbetung verstehen. Der Gott ToGo hatte in diesen Tagen viele, nein sehr viele Jünger.

Wir können in diesem Werk also auch eine Huldigung sehen, in dem die Schöpfer der Installation dem Gott des Genusses ihre Ehrerbietung zeigten. Es war eine Joggerin, der es gelang, diesem Ausdruck postmodernen ToGo-Schamanismus ein würdiges Denkmal zu setzen.

Aufgenommen mit einem für diese Zeit typischen Smartphone ist ein Meisterwerk der Digitalkunst 4.0 entstanden, das unübertroffen für den Zeitgeist steht, der die Menschen zu Beginn des dritten Jahrtausends beherrschte. Wir verneigen uns in Ehrfurcht!

Wenn Sie einen handsignierten Druck dieses Werks Ihrer Kunstsammlung hinzufügen wollen, wenden Sie sich an Sotheby's.  Stichwort: 1000 Meisterwerke #0001

Dienstag, 2. Mai 2017

Cat Content geht immer

Entschuldigung: Cat Content ist ein englisches Wortkonstrukt. Beim Schreiben versuche ich unnötige Anglizismen zu vermeiden, Werbesprache und Marketingkampfbegriffe sind mir ein Graus. Trotzdem habe ich mich diesmal ganz bewusst dafür entschieden, von Cat Content zu sprechen. Damit sind Inhalte (content) gemeint, die sich um Katzen (cat) drehen, vornehmlich Videos und Fotos. In den sozialen Medien und auf Youtube gibt es davon jede Menge. Meistens sind es grottenschlechte Fotos und ebenso schlechte Videos, aber sobald eine Katze auf der Bildfläche erscheint, wird der Verstand ausgehebelt. Die sind ja sooooo süüüüß! Der Inhalt wird angeklickt, angeschaut, geteilt und der Gefällt-Mir-Knopf läuft heiß. Bei Katzen wird offensichtlich eine Art Kindchenschema aktiviert, auch bei mir.

Interessanterweise gibt es auch Dog Content, also Inhalte mit Hunden, aber es gibt keinen Horse Content (Pferde) und erst recht keinen Kid Kontent als Begriff. Man findet lediglich "Content for Kids". Damit sind Inhalte gemeint, die für Kinder geeignet sind. Nun würde ich eigentlich annehmen, dass es genauso viele Menschen geben müsste, die Kinder ebenso süß finden wie Katzen. Trotzdem haben die samtpfötigen Vierbeiner im Internet die besseren, nein, die besten Karten. Das mag daran liegen, dass es unverfänglicher ist, Katzen beim Spielen zuzuschauen. Wer sich Kindervideos anschaut, gerät schnell in Verdacht, nicht ganz sauber zu sein.
Ob man eher auf Hunde- oder Katzenvideos steht, hängt davon ab, ob man im realen Leben ein Haustier der einen oder anderen Sorte besitzt. Ich hatte früher zwei Katzen und somit ist klar, welcher Fraktion ich angehöre.

Wenn ich mal schlechte Laune habe, oder eine Aufheiterung brauche, weiß ich, wo ich fündig werde. Meine Lieblings-Internetkatze ist Maru (Mumogu) aus Japan. Im September 2016 hatte diese Katze bei Youtube 325,704,506 Aufrufe angesammelt und erhielt einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. 



Berühmte Katzen gab es schon vor dem Internetzeitalter: Aristocats, Tom und Jerry, Felidae... Ich habe mit den Garfield Comics angefangen, jetzt schlägt mein Herz mehr für Simon's Cat. Der gestiefelte Kater aus dem Zeichentrick-Film Shrek hat die Zuschauer so begeistert, dass er einen eigenen Film bekommen hat. Grumpy Cat ist ein sogenanntes Internet-Phänomen. Die Katze mit mürrischem (grumpy) Gesichtsausdruck hat einen eigenen Agenten, wurde zum Hollywoodstar und ist in einem Wachsfigurenkabinett verewigt.
Gemeinsam haben all diese Katzenfiguren nicht nur, dass sie niedlich oder lustig sind, sondern dass sie ihre Besitzer oder Erfinder unglaublich reich gemacht haben.

Hätten Sie es gewusst?
Bereits vor einigen Jahren machte eine Nachricht die Runde, dass ein selbstlernender Algorithmus von Google Katzen aus einer Liste von 20'000 verschiedenen Elementen wiedererkennen konnte. Dabei hat das Google-Gehirn keinerlei Hilfestellungen bekommen, wie Merkmale identifiziert werden. Diese Fähigkeit hatte es sich selber beigebracht und die Wissenschaftler wussten anscheinend selbst nicht, wie das gelungen war. Womöglich haben sich die Algorithmen an der allgemeinen Vorliebe für Cat Content orientiert. Mittlerweile wird deutlich, wie sehr die künstliche Intelligenz menschliche Programmierungen, also alle menschlichen Vor- und Werturteile übernimmt, und keinesfalls neutral ist.

Ob Sie Katzenvideos lieben oder hassen, ob Sie solche Inhalte oder diesen Artikel nützlich oder total überflüssig finden: es gibt weitaus Schlimmeres, und ein Verbot von Katzenvideos muss wirklich nicht diskutiert werden, oder? ;-)

Freitag, 28. April 2017

Schubladendenken















"Gegen das Schubladendenken wehrt sich nur,
wer in keine Schublade passt." (Dr. House)

Schubladen sind etwas ausgesprochen Praktisches. Wenn man ordentlich ist, muss man nicht lange suchen. Man weiß man sofort, in welche Schublade man greifen muss, um das Besteck, die passenden Computerkabel, die Batterien oder Speicherkarten für die Kamera zu finden. Auch beim Denken helfen Schubladen: Das ist der Fotograf, das ist der Banker, das ist der Fachmann für...

Blöd ist, wenn man beim Einsortieren nicht genau hinschaut oder wenn man zuwenig Schubladen hat. Zu viele Schubladen wiederum sind auch nicht gut. Am Ende weiß man nicht mehr so genau, ob die Akkus oben links oder rechts in der Mitte sind. Dann braucht man entweder ein gutes Gedächtnis, eine gute Beschriftung oder viel Zeit zum Suchen.

Es gibt kleine, mittlere und große Schubladen, und es gibt immer Sachen, die nirgends so richtig reinpassen. Solche Dinge landen dann im Keller, oder man vergisst, wo man sie untergebracht hat. Das Ungewöhnliche und Sperrige hat es schwer, im praktischen und im übertragenen Sinn. Man geht lieber mit den guten Freunden in den Biergarten, als jemanden mitzunehmen, der total intelligent ist, aber auch komische Sachen sagt und damit andere Leute vor den Kopf stößt.

Kompliziert ist es auch mit den Dingen, die thematisch in mehrere Schubladen passen. Ein rotes Spielzeugauto passt in die Kategorien rot, Auto, Spielzeug. Es könnte aber auch in der Kategorie Kindheitserinnerungen oder Flohmarkt landen. Solch emotionale Bezüge sind manchmal schwer nachzuvollziehen und eine große Herausforderung für Suchalgorithmen.

Wie schwierig es ist, die richtigen Schlagwörter zu finden, erlebe ich gerade bei der Suche nach Fotomotiven in einer Bildagentur. Die Seite zeigt mir nur selten das, was ich wirklich brauche. Das Programm kennt mich nicht so gut wie Amazon, und selbst der Internetriese tut sich nach über zehn Jahren schwer mit mir. Da werden mir Männer T-Shirts und Heavy Metal Musik vorgeschlagen, obwohl ich LaBrassbanda und Haindling gekauft habe. Vielleicht liegt es daran, dass mein Mann unser Amazon Prime Fernsehprogramm zusammenstellt? Ganz sicher ist es untypisch, dass eine Frau vorwiegend in den Kategorien Elektronik, Computer und Foto herumstöbert. Ich bin mehr als dankbar, dass mir kaum Werbung für Beauty Produkte, Kleider oder Schuhe unter die Augen kommt, aber ich frage mich schon gelegentlich, was mir alles entgeht. Die sogenannte "Filterblase", in der eigene Überzeugungen stets verstärkt und abweichende Meinungen systematisch ausgeblendet werden, halte ich für keine erfreuliche Entwicklung. Wie soll man kreativ sein und auf neue Ideen kommen, wenn man immer das Gleiche und Bekannte zu sehen und zu lesen bekommt?

Ich werde also mal wieder aufräumen, alle realen und gedanklichen Schubladen öffnen und durchlüften. Ich bin neugierig, welche verloren geglaubten Schätze dort auf mich warten. Zudem kann ich bei diesem Frühjahrsputz umsortieren, ausmisten und Platz schaffen für neue, interessante Inspirationen.

Freitag, 7. April 2017

Bitte klingeln Sie mal woanders!

Die Packstation im Erdgeschoss - darüber hat die FAZ im Dezember 2015 berichtet und einen netten Beitrag in der Sendung quer des BR gab es ebenfalls zu diesem Thema. Beide journalistischen Beiträge enden mit dem Fazit, dass "die freundliche Oma von nebenan die Stütze der Paketgesellschaft bleibt" oder dass es wenigstens toll für das nachbarschaftliche Miteinander sei, wenn man sich gegenseitig hilft.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: ES NERVT TIERISCH, wenn es alle dreißig Minuten an der Tür klingelt!


Der ganz normale Wahnsinn in einer Erdgeschosswohnung










An guten Tagen ist es nur DHL oder Amazon. An schlechten Tagen kommt morgens um neun die Postbotin, die eine übergroße Briefsendung nicht einfach im Hausflur platzieren möchte, um zehn Uhr klingeln fremde Leute, die dem Nachbarn etwas in den Briefkasten einwerfen möchten, und dann beginnt das große Schaulaufen sämtlicher Paketdienste, von A wie Amazon bis U wie UPS. Ab Donnerstag gesellen sich die Austräger kostenloser Wochenenzeitungen hinzu und zwischendurch klingeln die Kids aus dem vierten Stock, weil die kinderreiche Familie es sich offensichtlich nicht leisten kann, jedem ihrer Sprößlinge einen eigenen Schlüssel zu geben.

Meine Mutter war jahrelang diese "freundliche Oma von nebenan", die für ihre Nachbarn Pakete angenommen hat. Nicht nur die kleinen, oft waren es richtig schwere Kisten, manche fast so groß wie ein Kühlschrank. Der Flur ist nur 1,50 Meter breit, manchmal konnte man die Wohnungstür kaum noch öffnen, wenn solche Kisten zwischengelagert wurden. Der übers Wochenende verreiste Nachbar kam schließlich nach drei Tagen, klingelte abends um halb zehn und holte seine Sendung aus der privaten Packstation. Dankeschön. Zum Kaffeeklatsch hat uns noch keiner eingeladen.

Mittlerweile kann meine Mutter kaum noch laufen, ist auf eine Gehhilfe angewiesen und braucht zwei Minuten, bis sie überhaupt an der Tür angekommen ist. Würde sie das Paket annehmen, hätte sie den gleichen Stress ein zweites Mal, nämlich dann, wenn der Nachbar (spät) abends klingelt, um sein Päckchen abzuholen. Was machen die Zusteller, wenn wir die Annahme verweigern? Sie lassen die Kisten einfach auf dem Treppenabsatz stehen, auch wenn der Empfänger im fünften Stock wohnt. Krass.

Dank moderner Trackingmethoden weiß man heute sehr genau, wann eine Sendung kommt. Mein Tipp: nur bei Händlern kaufen, die mit Tracking-ID versenden. Bei DHL kann man sich sogar einen alternativen Wunschtermin für die Zustellung aussuchen. Bei Amazon gibt es auch die Option, alle Bestandteile einer Bestellung in einer Sendung zusammenzufassen. "Kostenlose Lieferung sofort" ist zwar schön, aber warum muss der Fahrer an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einen Mini-Briefumschlag abliefern? Das ist doch irre.

Natürlich passiert es auch mir gelegentlich, dass eine Sendung ankommt, wenn ich gerade mal nicht da bin. Dann bin ich auch froh, wenn es jemanden nebenan gibt, der mein Päckchen annimmt. Solange das auf Gegenseitigkeit beruht, ist es wunderbar. Wenn es aber so läuft, dass immer nur einer für alle anderen da ist, muss man sich nicht wundern, wenn dieser eine irgendwann kein "Wunschnachbar" mehr sein möchte.

Mein besonderer Dank gilt in diesem Fall meinem Nachbarn Sven S., der auch in einer Erdgeschosswohnung zuhause ist. Ich werde ihm demnächst mal eine Tafel Schokolade in den Briefkasten stecken!