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Es werden Posts vom 2016 angezeigt.

Der erste Schnee

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Als Kinder haben wir uns jedes Jahr mächtig gefreut, wenn im November die ersten Schneeflocken am Himmel tanzten. Der tiefgraue Himmel und die weiße Pracht waren eine Verheißung: Bald ist Weihnachten, bald gibt es Geschenke und bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Schlittenfahren. Damals blieb der Schnee meistens noch liegen und es war mehr als heute. Vielleicht ist diese Erinnerung aber auch falsch - im Rückblick verklären sich manche Dinge. Als ich heute früh aus dem Fenster schaute, und den Schnee sah, dachte ich nur: Oha... jetzt ist es wieder soweit. Es wird Winter :-(

Wetter ist für mich schon immer ein spannendes Thema gewesen. Nicht umsonst gibt es in diesem Blog eine eigene Rubrik mit "Wetterfotos". Ich liebe es, die Veränderungen in der Natur zu beobachten, das wechselnde Licht und die Farben des Himmels, der zu jeder Jahreszeit andere Nuancen hat. Den Wetterbericht im Fernsehen finde ich spannender als die Nachrichten, die Namen der deutschen TV-Meteorologen…

Als ich zehn war (Blogparade)

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Zwetschgenmann Lutz Prauser lädt ein zur Blogparade "Als ich zehn war"... Es war Raimund Verspohls Beitrag über seine Zeit als "Analogue Native", der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.
Mit zehn Jahren fängt – fast – ein anderes Leben an. War das so?, fragt Lutz Prauser.
Absolut: Ein radikaler Einschnitt.
Als ich zehn war, änderte sich in meinem Leben so ziemlich alles. Zwei Wochen vor meinem zehnten Geburtstag kam mein Bruder* auf die Welt. Aus war's mit der Ruhe. Ich bekam zwar das größere der beiden Kinderzimmer, aber die Lärmquelle direkt nebenan wurde für mich in den darauffolgenden Jahren zu einer permanenten Folter. Sorry, Bruder, du konntest nichts dafür. Dass du heute Musiker bist, freut mich übrigens sehr :-) Das Timing damals war unglücklich und die Rahmenbedingungen eher schlecht.
* Korrekt formuliert müsste ich "Halbbruder" schreiben, aber wir sind zusammen aufgewachsen, also ist er mein Bruder. Fertig, aus.

Es heißt, dass die Babyboo…

Kulturschock

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Es gibt Momente, in denen ich das, was ich sehe, nicht mehr so richtig zusammenbekomme. Der Hipster in Giesing war schon so ein Erlebnis, aber einen BMW mit Flügeltüren hatte ich noch nie gesehen. Was mag so ein Teil kosten? Alle Türen waren nach oben aufgeklappt, der Kofferraum auch - aber warum? Das Fahrzeug stand im AGFA-Park mitten auf dem breiten Gehweg. Im Hintergrund war die triste, fensterlose Wand mit dem großen, roten REWE-Schriftzug zu sehen. Der schneeweiße Wagen mit seinen blauen Rallye-Streifen passte nicht in diese meine Welt, darum hob es sich vor diesem Ambiente besonders gut ab: Es wirkte wie ein futuristischer Helikopter. Vielleicht war es auch nur ein Ufo, das kurz gelandet war, um humanoide Genproben einzusammeln?

Ich schaute mich vorsichtig um, und tatsächlich: Der Alien, der zu diesem Gefährt gehörte, hockte einige Meter weiter am Straßenrand. Als Yoga-Übende weiß ich, dass man die Körperhaltung, die dieses Wesen eingenommen hatte, am ehesten als "Malasana

#marketingfuzzidummsprech

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Als ich dieses Plakat sah, hatte ich fertig.

Unlängst habe ich gelernt, dass man heutzutage kein Angebot mehr abgibt, sondern an einem "Pitch" teilnimmt.

Das ist wieder so ein Wort, bei dem mir die Haare zu Berge stehen. Ja, ich benutze auch englische Wörter, und das nicht zu knapp. Computer, Tablet, Smartphone - alles Englisch. Ich bin wirklich die Letzte, die damit ein Problem hat.

"Pitch" und "Bitch" klingen ziemlich ähnlich, ob das ein Zufall ist? Also nicht verwechseln und deutlich sprechen! Googelt mal nach der Übersetzung, falls ihr des Englischen nicht mächtig seid.

Da fällt mir nur Leonardo di Caprio in Bestform ein: The Wolf of Wall Street. In diesem Film gibt es eine Szene, bei der ihr an das schöne Marketingwort "Elevator Pitch" denken und es nie mehr vergessen werdet. Im Trailer sieht man diese Szene nicht, der ganze Film dauert knapp drei Stunden. Wer ihn bis zum Ende durchhält, wird womöglich ganz laut "Tschakka!" rufe…

Blogparade: #handymania

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Aufruf zur Blogparade #handymania
Teilnahme: open end

Schickt mir den Link zu Eurem Artikel, ganz klassisch per E-Mail oder als Kommentar (moderiert) unter diesem Blogpost. Bitte fügt in Eurem Beitrag einen Link zu diesem Artikel ein.

Handys, Smartphones, Mobiltelefone
Ich bin sicher, die meisten werden mir widersprechen und eine flammende Liebeserklärung für ihr Gerät verfassen. Vielleicht auch nicht? So lange wie mein Artikel muss Eurer nicht werden, aber mich interessiert, wie Ihr Euch mit der Allgegenwart der mobilen Geräte fühlt. Dass diese "eierlegenden Wollmilchsäue" nützlich sind, steht außer Frage. Aber...
Ich bin neugierig! Hier ist meine Sicht der Dinge.














Das Pokémon-Go Fieber wäre gar nicht nötig gewesen. Schon vorher ist mir aufgefallen, dass der moderne Mensch nur eine Körperhaltung kennt: Mit nach vorne geneigtem Kopf nach unten blicken. Meist hat er - oder sie - feine, oftmals weiße Drähte aus den Ohren hängen, die mit einem flachen, eckigen Kasten verbunden …

Wiesn 2016: Nein danke.

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"Wir dürfen uns das Oktoberfest nicht vermiesen lassen", sagt der Wiesn-Chef.
In den letzten Jahren war ich immer mindestens einmal auf der Wiesn, oft sogar mehrmals. Einmal nur zum Fotografieren, einmal zum Eintauchen in den alljährlichen Wahnsinn, und einmal ganz gemütlich mit der Mama auf der Oidn Wiesn für die Nostalgie. Früher waren wir auch mal mit Kollegen zum Feiern dort, wenn eine Firma für uns reserviert hatte.

Letztes Jahr war ich pünktlich zum Wiesnstart eine Woche lang im Krankenhaus und danach weder fit noch geneigt für einen Wiesnbummel. Heuer gibt's ein neues Sicherheitskonzept: Rucksackverbot und Zäune rund ums Festgelände.
Rucksackverbot heißt: "Richtig" Fotografieren mit mehreren Objektiven und Stativ dürfte problematisch werden. Das ist nicht gar so schlimm, weil es gute kleine Kameras und Gorillapods gibt. Wir werden 2016 also vor allem Handyfotos zu sehen bekommen.

Ein eingezäuntes Festgelände geht für mich gar nicht. Ich erinnere mich n…

Always look on the bright side of life

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Mein buddhistischer Gleichmut wird manchmal schwer auf die Probe gestellt. Wenn das passiert, frage ich mich als erstes: Liegt's an mir? Bin ich in letzter Zeit aggressiver geworden und wenn ja: Woran liegt das?















Seit über siebzehn Jahren übe ich Zen-Meditation. Ich kann mich fast jederzeit bewusst entscheiden, ob ich mich über etwas aufregen will, oder ob ich es einfach sein lasse. Ich kann das Gefühl des Ärgers beobachten, zuschauen, wie es in mir aufsteigt. Ich spüre, wie das Adrenalin in meinen Adern kocht, wie es die Atmung beeinflusst und die Muskeln zum Zittern bringt. Ich spüre auch, wenn dieser Effekt wieder nachlässt. Ich kann tief durchatmen, um den Entspannungsprozess zu beschleunigen, und ich kann mich aus Situationen entfernen, die meinen Gleichmut beeinträchtigen.

Ich weiß, wo der Schalter in meinem Kopf ist, den ich umlegen kann, wenn ich mich nicht echauffieren will. Auf diese Weise kann ich mich aus fast allem raushalten, was mich ansonsten in Rage bringen würde. …

#webseidank

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Nach fast einem Jahr Sendepause ist die Blogparade von unserleben.digital ein wunderbarer Anlass, mal wieder etwas hier zu posten.

Die Seite betrachtenswert.de war mein großes nichtkommerzielles Internet-Herzensprojekt, das in den letzten Jahren unter die Räder gekommen ist.

Bei der Frage "Was hat mir das Web (menschlich) Gutes getan?" sind sofort viele Erinnerungen hochgekommen.


Als erstes fiel mir ein, dass ich in den späten 90er Jahren auf unglaublich viele tolle Internetseiten gestoßen bin, die mir geholfen haben, mich persönlich weiter zu entwickeln. Ganz vorneweg war das die Seite zeitzuleben.de, die ich bis heute sehr schätze.

Aus diesem Umfeld heraus bin ich über Foren und Diskussionsgruppen auf viele Menschen mit ähnlichen Interessen gestoßen: Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Fotografie. Aus einigen online Begegnungen wurden reale Treffen, es entwickelten sich echte Freundschaften, die bis heute fortbestehen. Motiviert durch andere "Web-Amateu…