Sonntag, 31. Juli 2022

Nostalgie in Rot

Design-Klassiker der Vergangenheit nennt man im Bereich der Mobilität #Oldtimer. Die sogenannte "Ente" heißt eigentlich 2CV. Wie langweilig. 😄 Ihr Anblick hat mich an meine allererste große Reise erinnert, die 1980 bis nach Leppikomäki in Finnland und wieder zurück führte - in einer grünen Ente. Die galt als Glücksbringer, wenn man sie sah. Wir wurden dauernd mit der Lichthupe gegrüßt, oder man winkte uns fröhlich zu. Bei unserer Ente war auf dem Hinweg die Kupplung kaputt, und auf dem Rückweg die Lichtmaschine. Es war abenteuerlich, aber wir kamen hin und wieder zurück. Also doch ein Glücksbringer, auch in widrigen Umständen, weil man stets freundliche Menschen um sich hat, die einem helfen.

In der Sendung Capriccio gab es letzte Woche einen schönen Essay: "Warum wir das Reisen brauchen". Darin heißt es sinngemäß: Wer Urlaub macht, spielt in der Fremde Zuhause nach. Wer reist, lässt sich auf ein Abenteuer ein. Fünf atmosphärisch-philosopische Minuten, zum Mit- und Nachsinnieren.

Siehe auch: Anachronismus, Hometogo 1982, Nur damit Sie wissen..., Grünes Parken im Duett, Grüner Rennfrosch, Design-Klassiker der Zukunft, Wackeldackel

Weiterführende Links

  • Warum wir das Reisen brauchen - Capriccio, BR-Mediathek (verfügbar bis 28.7.2023)
  • L'art de vivre - Warum die Ente Kult ist (ntv)
  • Stelldichein der Legenden - Warum die grüne Ente Glück bringt (Weser-Kurier)
  • Citroën 2CV - Wikipedia

Samstag, 30. Juli 2022

Singing in the rain

Es ist wieder Fußball vor der Haustür und dann auch gleich noch DFB-Pokal. "Unter dem frenetischen Jubel der Sechzig-Fans nähert sich das Spiel dem Ende." Wenn man das Ergebnis nicht kennt, könnte man anhand der Geräuschkulisse meinen, der TSV hätte haushoch gewonnen. Im Gegenteil: Spiel verloren, Pokal-Aus. Und trotzdem toll gesungen im abendlichen Regen. Stimmung unbezahlbar. #GiesingerMomente

Siehe auch: Explosive Nachbarschaft, Bier hinter Gittern, Übergrünt, #Stadion

Freitag, 29. Juli 2022

Bahn frei


Was beinahe aussieht wie im Lockdown, ist vermutlich nur dem Umstand geschuldet, dass in Bayern heute der letzte Schultag vor den Sommerferien ist. #Herdentrieb und #GuteReise
Dieses Meisterwerk der Verkehrslinientechnik am Münchner Ostfriedhof beeindruckt mich immer wieder. Auf dem kurzen Abschnitt der TeLa von hier bis zur Silberhornstraße kommen sich parkende und fahrende Autos, Lastwagen, Straßenbahnen, Busse und Radfahrer stets sehr nahe. Mit dem Rad gehört dieser Bereich definitiv nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Zu Fuß geht's, und macht sogar Spaß, weil es dort noch viele kleine Ladengeschäfte gibt.

Siehe auch: Wir wollen Sie gesund, Neueröffnung, Follow Me, Natur@work, Öha!, Gewimmel am Himmel, Ein Plädoyer für die Urlaubskarte, Anachronismus, Nur damit Sie wissen..., Hometogo 1982

Donnerstag, 28. Juli 2022

Morgendosis


Immer Sonnenschein macht die Wüste, lautet ein Sprichwort aus Arabien.
Es kommt - wie meistens - auf die Dosis an.

Siehe auch: Kraft tanken, Sonnenlicht heiltSonniges Gemüt, Müde?,
Der Nordwind und die Sonne, Sonnenschein-Rekord, Blinded by the Light


Mittwoch, 27. Juli 2022

Out of order

"Heute gibt es nichts zu lachen", sagte der sonst so freundliche Bäcker, als ich an der Reihe war. Auf seiner Stirn stand Schweiß, und hinter mir hatten schon die nächsten drei Kunden in der Warteschlange Aufstellung genommen. Wir warteten mit großem Abstand, also reichte die Schlange bis auf die Straße hinaus. Normalerweise ist dieser Verkäufer sehr nett und gesprächig, diesmal überhaupt nicht. Schon während er das Brot für die Kundin vor mir aus der Schneidemaschine geholt hatte, hatte ich ihn ärgerlich grummeln hören. Erstaunlich, denn dieser Verkäufer ist ein Meister im Brotschneiden. 

Scherzkeks

Verbotsschilder sind lästig, darum werden solche Hinweise gerne ignoriert. Hier ist das eindeutig anders. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, und das Regelwerk kreativ umformuliert. Was gestern noch verboten war, ist heute boten. Hm. An dieser Stelle hätte das Gscheidhaferl einen Verbesserungsvorschlag, der jedoch das Vorhandensein eines schwarzen Filzstifts erfordert. Dafür käme man mit weniger weißer Farbe aus. Im Gesamtergebnis wäre der neue Text schöner und weitaus eleganter. 

  1. Die Korrektur von Anbringen zu bringen ist wunderbar, könnte man sich aber sparen.
  2. Lassen Sie das Wort verboten stehen, und pinseln Sie nur das v aus: erboten
  3. Nun machen Sie mit ein bisschen weißer Farbe und dem schwarzen Filzstift aus dem o ein e, und schon steht an der Wand: bringen von Plakaten erbeten.

Jetzt werden Plakate gebracht, aber wenn Sie Anbringen stehenlassen, heißt es:

Anbringen von Plakaten erbeten.

Es genügt ein Buchstabe, und schon wird aus dem Verbot eine Einladung! Sie brauchen weniger Farbe und Sie sind schneller fertig mit Ihrem Kunstwerk. Das wiederum hat den Vorteil, dass Sie weniger Gefahr laufen, bei Ihrem schöpferischen Akt von potenziellen Zeugen beobachtet zu werden. Wenn Sie ein paar Tage später in der Zeitung oder auf einem Aushang lesen sollten: "Vandalismus am Verbotsschild - Polizei sucht Zeugen - Hinweise erbeten", können Sie milde lächeln.

Siehe auch: Witzbolde am Werk Sachen gibt's!, Regelwerk, Geheimbotschaft?, Situationskomik, Zu wörtlich genommen, Gscheidhaferl

Dienstag, 26. Juli 2022

Abkühlung

Zaunwinde
 

Nach ein paar sehr heißen Tagen in Folge hat es letzte Nacht stark geregnet. Wir haben Glück, hier in München. Man merkt zwar, dass es insgesamt sehr trocken ist, aber wenigstens bringen die Gewitter immer wieder Regen. Das ist nicht überall so... und andernorts kommt gerade viel zuviel Wasser von oben.
An solchen feuchten Sommertagen drehe ich meine Morgenrunde am liebsten im Grünen, weil die Natur besonders intensiv duftet. Mich stört es auch nicht, wenn es ein bisschen regnet: "Ich bin ja nicht aus Zucker", lautet mein Glaubenssatz dazu. Es sind eher die Kameras, die den Regenschutz unterwegs nötig haben. Geistig und körperlich erfrischt laufe ich danach im Mutterhome ein, und bekomme zu hören:
"Du läufst schon wieder halb nackig herum!"- weil ich ein ärmelloses T-Shirt trage.
"Ich friere immer", erklärt mir meine Mutter missvergnügt, und es entspinnt sich, wie fast jeden Tag, der gleiche Dialog. Es ist kalt draußen, ich soll mich nicht erkälten, der Sommer ist kein Sommer...
Faktencheck: Es hat abgekühlt, aber es ist nicht kalt: zwanzig Grad waren es heute früh auf unserem Thermometer am Schlafzimmerfenster.
"Was du immer misst", erklärt meine Mutter abfällig und führt die Pflegekraft als Zeugin an: "Die Aishe hat auch gesagt, dass es kalt ist." Subjektive Wahrnehmungen, dazwischen liegen Welten.
Nicht diskutieren, Frühstück servieren. Nächste Woche nehme ich zum ersten Mal acht Tage am Stück frei, und fahre weg! Vorher entkalke ich nochmal den Spülkasten...

Siehe auch: Zippi-Zappi, High Noon, Finde den Fehler, Heute ist wieder so ein Tag; #Blüten

Weiterführende Links

Montag, 25. Juli 2022

Finde den Fehler

Nein, dies wird keine Anleitung, wie man eine verkalkte Unterputzkastenspülung repariert. Wenn doch, dann nur indirekt. 😉

Zunächst vielen Dank für die besorgten und mitfühlenden Rückfragen, ob die Hexe schon wieder abgereist ist. Ja. Wir kennen uns, sie bleibt meistens nicht lange, weil sie Bewegung, bestimmte Dehnungsübungen und Faszienrollen nicht mag. Wenn ich damit ankomme, haut sie schnell wieder ab.
Kalk mag keinen Entkalker, und so läuft im Mutterhome alles erst mal wieder. Am viel zu heißen Wochenende war Zeit für eine Ablauf- und Fehleranalyse, im Sinne von: Woran hat's gelegen und: Ich will nicht, dass so eine Situation erneut eintritt. Tauchen wir also ein, in den realen und vor allem auch den "mentalen" Spülkasten.

Seafood & Chips


Das mit der Biene und den Blümchen ist definitiv out.
Die Pommes zum Seafood sind in der Eile über Bord gegangen? 😅
#Jugendkultur  #HintermBusch  #ZumVernaschen  #Sommer
Stille Orte im Grünen.

Siehe auch:  Vom Sushi wär noch was da, Tropische Nacht,
Und wer ist dein Herzblatt?, Hilfeee!, Situationskomik, WAP, Wap... was?

Sonntag, 24. Juli 2022

Houston, wir haben eine Doppeldelle!

"Am 4. März 2022 schlug auf dem Mond ein „Raketenteil“ ein, von dem bis heute niemand weiß, von welcher Mission es stammt und dessen Besitz alle bekannten raumfahrenden Nationen abstreiten. Jetzt hat die NASA-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ den Einschlagkrater des immer noch rätselhaften Objekts entdeckt und fotografiert – und wundert sich umso mehr", meldet die Internetseite Grenzwissenschaften.

Ach, ich bin so froh, dass ich nicht der einzige Mensch auf diesem Planeten bin, der sich wundert. Wenn nicht einmal die NASA weiß, was auf dem Mond einschlägt, dann muss ich mir als Laie nicht den Kopf zerbrechen. Auf dem ominösen Foto von der Rückseite des Mondes ist nicht nur ein Einschlagkrater zu sehen, sondern gleich zwei, direkt nebeneinander. Sowas gab's noch nie, und natürlich will's keiner gewesen sein. Man spekuliert anhand von Größe und Form der Krater, dass ein Objekt mit einem "nicht üblichen" Antriebssytem abgestürzt sei. Womöglich war es ein schwarzer Schwan mit Doppel-Düsenantrieb? Der Jadehase, der den Absturz beobachtet haben könnte, schweigt sich aus. Hasen sind generell nicht so gesprächig. Die sind vor allem schnell und gewinnen gerne Wettrennen, vor allem wenn ein Adler im Orbit auftaucht. Da ist's vorbei  mit der Ruhe in der Tranquility Base.

Freitag, 22. Juli 2022

High Noon

Optimistisch bleiben, lautet das Mantra, heute ganz besonders. Die Hexe hatte gestern mal wieder scharf geschossen, Rückenschmerzen. Gerade als ich mich abends ächzend ins Bett gelegt hatte, klingelte das Telefon. Mein Mann ging ran, und an seiner grabesschweren Stimme konnte ich schon hören, dass irgendetwas nicht so Gutes passiert sein musste. Im Mutterhome ist die Klospülung mal wieder ausgefallen. Es ist wie verhext, denn diese Klospülung geht regelmäßig kaputt, wenn ich gerade frei habe, oder gar in den Urlaub fahren will.

Donnerstag, 21. Juli 2022

Hoffnungsschimmer

Nachdem der Birnbaum letztes Jahr alle Früchte schon im Frühstadium verloren hatte, freut es mich sehr, dass sie heuer wieder heranreifen. Die rostgelben Flecken auf den Blättern waren 2020 überall. Ob die Kleingärtner bei der Genesung nachgeholfen haben, oder ob das Bäumchen das alleine geschafft hat, weiß ich (noch) nicht.

Siehe auch: Noch in Arbeit, Sommerfrucht, Verführerisch!, #grün

Mittwoch, 20. Juli 2022

Artefakt 2022-001


Herzlich Willkommen zu unserer heutigen Führung im Forschungszentrum für Modernes Menschsein. 

Am 20. Juli 1969 um 20:17:58 Uhr UTC vermeldete der Astronaut Neil Armstrong:

    “Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed!”
    „Houston, hier ist Tranquility Base. Der Adler ist gelandet!“

Dieses weltbewegende Ereignis liegt heute genau 53 Jahre zurück und war eine wirklich große Sache. Für meine außerirdischen Besucher muss ich erklären: Es war kein echter Adler, der 1969 auf dem Erdtrabanten gelandet ist. Es war eine sogenannte Mondlandefähre, die man als Adler bezeichnete. Menschen lieben Symbole, und sie mögen den Adler besonders gerne, weil er ein so stolzer Raubvogel ist, und so gut fliegen kann. Besuchen Sie eine Greifvogel-Flugshow, um sich einen Eindruck zu verschaffen, und vergleichen Sie den biologischen Adler mit dem von Menschen gebauten Fluggerät.

Der Mensch ist nicht nur eine seltsame und interessante Erfindung, er macht auch ebensolche. Hier sehen Sie zum Beispiel einen praktischen Wegwerf-Getränkedeckelbecher mit einem Loch in der Mitte. Dieses Loch ist für Strohhalme konzipiert, die nicht - wie es der Name vermuten lassen würde - aus Stroh, sondern ab Mitte des 20. Jahrhunderts ebenfalls aus Plastik gefertigt wurden. Solche Plastikhalme wurden Anfang des 21. Jahrhunderts in manchen Ländern verboten. Ein Pappstrohhalm im Plastikdeckel sorgte nun für mehr Umweltschutz. Unverzichtbar blieb das runde Element, das an eine abgestürzte fliegende Untertasse erinnert. Dieses Plastikelement blieb weiterhin erlaubt. Denken Sie nicht logisch, Sie befinden sich auf dem Planeten Erde. 😁 In der Kürze der Zeit Ihres Aufenthalts ist es leider nicht möglich, Sie mit der vollen Komplexität des Menschseins vertraut zu machen, darum empfehlen wir Ihnen weitere Urlaubs- und Studienaufenthalte.

Wurst!


Essen Sie noch Wurst? Ich muss mich wohl outen und zugeben, dass ich tatsächlich Wurst einkaufe, und bei den einschlägigen Lebensmittelhändlern entsprechende Datensignaturen hinterlassen habe. Zu meiner Verteidigung kann ich nur anführen, dass ich schon seit über fünf Jahren für zwei verschiedene Haushalte einkaufe: den meiner Mutter, und unseren eigenen. In Summe ist dabei ein ziemlich schräges Kundenprofil entstanden, auf das sich künstliche Intelligenzen vielleicht noch nicht so richtig eingestellt haben. 

Woher sollen die denn auch wissen, welche Produkte für mich, welche für meinen Mann, und welche für meine pflegebedürftige Mutter sind? So bekomme ich die Sonderangebote für Inkontinenzprodukte zugeschickt, und es dürfte den Modeversandalgorithmus gleichermaßen verwirren, dass ich Damenmode in völlig unterschiedlichen, um nicht zu sagen diametral entgegengesetzten Größen bestelle. Amazon hingegen hält mich immer noch für einen Mann mit weiblichem Vornamen, der sich für Technik interessiert und Playstation spielt. Eigentlich kann mir das wurst sein, aber vielleicht wird die korrekte Kundeneinordnung eines Tages elementar wichtig? Sie wissen schon, dieses "chinesische Modell". Wenn ich dann die falschen Sachen kaufe... oh oh. 

Dienstag, 19. Juli 2022

Federnkunde

Warum ein Vogel, der  überwiegend schwarz-weiße Federn hat, ausgerechnet Buntspecht heißt, muss mir auch erst mal jemand erklären. Rechtfertigt die Farbe Rot im Gefieder schon die Bezeichnung "bunt"? Das finde ich gewagt, weil Schwarz und Weiß nach der klassischen Farblehre sogenannte "Nicht-Farben" sind. Der Buntspecht müsste eher Rotkopf- oder Rotbauchspecht heißen, in Anlehnung an die Schwarzkopfmeise.

Die wiederum ist leicht zu verwechseln mit der Sumpfmeise, die den gleichen schwarzen Hut aufhat. Aber auch die Kohlmeise ist am Kopf schwarz! Bei der Blaumeise verstehe ich die Namensgebung noch, weil sie obenherum eindeutig blau ist. Untenherum ist sie allerdings gelb... Ich finde das alles ziemlich verwirrend. Mit Blau und Gelb im Gefieder wäre die Blaumeise viel eher eine Buntmeise als der angeblich bunte Specht mit seinen roten Applikationen. Systematisch ist diese Namensgebung nicht. Wahrscheinlich hat man sich deshalb auf lateinische Artenbezeichnungen geeinigt. Das versteht nicht jede*r, und da konnten sich die namensgebenden Experten mit ihrer Systematik in Ruhe austoben. Ob einer von denen eine Meise hatte, ist nicht überliefert. Diese Redensart hat sich etwa seit dem Jahr 1800 etabliert. 

Montag, 18. Juli 2022

Bevor Sie sterben

Ja was steht denn da beim Hinterhofflohmarkt auf dem grauen Kasten? Das erfolgreichste Reisebuch der Welt! 1000 Orte, die man gesehen haben sollte, bevor man stirbt. Der Titel ist wahrlich krass. Er erinnert uns an unsere Sterblichkeit. Tabubruch! Das zieht, und wie! Oh Himmel hilf, wo ist der nächste Jet, wann kann ich boarden? Wann und wie kann ich die neu beschriebenen, neu bereisten, neu geträumten Reiseziele erreichen?  In diesem Buch gibt es 200 neue Ziele, 28 neue Länder, 256 zusätzliche Seiten. Was ich da alles verpasse, wenn ich mich nicht sofort auf den Weg mache! Nein, ich will nicht sterben, und schon gar nicht, bevor ich das nicht alles gesehen, fotografiert und plattgetrampelt habe!

Aber wie soll ich das bloß schaffen? Tausend Reiseziele! Wenn ich jedes Jahr nur dreimal Urlaub machen kann, dann brauche ich ja schon rund 333 Jahre, um alle Destinationen aus diesem Buch abzuarbeiten! Ich könnte vielleicht mehrere Reiseziele in einer Reise zusammenfassen, und überall nur einen Tag hinfahren. Oder ich nehme mir sechs Jahre Urlaub... dann hätte ich schon mal ungefähr die Zeit. Das mit den Flugtickets, den Hotelübernachtugen und den kleinen Snacks und Getränken unterwegs muss ich nochmal durchrechnen. Wenn ich meine Wohnung untervermiete, könnte es klappen mit der "Lebensliste für Weltreisende". 28 neue Länder sind da drin! Hab ich was verpasst?

Umfunktioniert


Im benachbarten Stadtviertel war am Samstag Hinterhofflohmarkt. Dabei werden die Hauseingänge an der Straße mit bunten Luftballons markiert. Das ist ausgesprochen praktisch, denn so erkennt man auf Anhieb, wo es etwas zu (ver)kaufen gibt. Keine Luftballons zur Hand? Kreativ improvisieren. 😀

Siehe auch: Improvisieren, SonnenBrille, #skurril

Samstag, 16. Juli 2022

Sommerfrucht

Im Sinne des Surrealisten René Magritte würde ich sagen: "Dies ist keine Johannisbeere."
Es ist nur ein Foto davon. 😉

Ja, das ist Korinthenkackerei, aber trotzdem ein interessanter Perspektivwechsel.

Mögen Sie diese sauren Dinger? Läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen, weil Sie diese Früchte gerne mögen, oder weil Sie den sauren Geschmack kennen, und nicht so schätzen? Wie bei einer Zitrone wissen Sie genau, was passiert, wenn Sie sie essen. 

Spüren Sie nach, was gerade in Ihrem Mund passiert.

Wenn es unangenehm ist, dann wechseln Sie zu Heisskalt, und probieren Sie aus, wie das auf Ihre Sinnesorgane wirkt. 😋 

Siehe auch: #Foodporn

Weiterführende Links: René Magritte (Wikipedia)


Freitag, 15. Juli 2022

Familienbande

 
Wie verstehen Sie das Wort "Familienbande"? Gemeinhin steht es für das Band im Sinne einer genetischen und emotionalen Verbindung zwischen Familienangehörigen. Der Begriff lässt aber auch eine Wortspielerei zu: Eine Bande ist eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Individuen, die sich mehr oder weniger freiwillig zusammentun und, laut offizieller Definition, gemeinsam Straftaten begehen. 😅 Irgendeine*r ist der Kopf einer Bande, es gibt Hierarchien, eine Aufgaben- und Rollenverteilung, Gemeinsamkeiten und Rivalitäten. In der Familienbande ist Nachwuchsförderung eine der elementaren Aufgaben.
 
"In meinen Kindern lebe ich weiter", sagen viele stolze Eltern und damit haben sie recht. Kleine Menschen sind das lebende Abbild ihrer Eltern, aber auch ein "Produkt" der Umgebung, in der sie aufwachsen. Kinder lernen am Modell, plappern alles nach, und übernehmen die Verhaltensweisen und Denkmuster ihrer Eltern.
In den prägenden Phasen werden wir alle zunächst nur mit den Emotionen, Erfahrungen, dem Wissen und den Glaubenssätzen unserer unmittelbaren Bezugspersonen ausgestattet. "Hach, das Leben ist schwer", seufzte meine Großmutter regelmäßig. Ihr Leben war schwer, keine Frage. Aber gilt das auch für mich? Als Kind kann man das nicht beurteilen, und die Oma ist lieb. Die wird schon wissen, was sie sagt!? Nein, sie konnte nicht wissen, was sie mit solchen Sprüchen anrichtet.

Donnerstag, 14. Juli 2022

Tropische Nacht

Was wird denn so getrunken, im Sommer 2022? 😏

Siehe auch: Dramaturgisch notwendig, Akkurat aufgereiht, Galgenhumor, Maskenwechsel,
Am Wegesrand, Menschen im Park!

Müde?

Gestern waren Freunde zu Besuch und alle waren total müde. Sie auch? Vielleicht liegt's am Wetter. Die Heizung ist wieder aus, wenn man rausgeht ins Freie läuft man regelrecht gegen eine Wand, und in Portugal und Kroatien brennt es gerade lichterloh. 
Wenn Sie schlecht geschlafen haben, war's vielleicht der Vollmond, der letzte Nacht besonders groß und hell war, und sich zusätzlich an seinem erdnächsten Punkt für das Jahr 2022 befand.

Wie wäre es mit etwas Wissenschaft?

Die Sendung 42 - Die Antwort auf fast alles hat sich unlängst mit der Frage beschäftigt "Wie gefährlich ist das Weltraumwetter?" Das war wieder sehr interessant. Besonders beeindruckend ist der gut visualisierte Größenvergleich der verschiedenen Planeten unseres Sonnensystems im Vergleich zur Sonne, die wir ständig mit atemberaubender Geschwindigkeit umkreisen. 😲
Schauen Sie rein in die Mediathek, der Beitrag ist verfügbar bis 8.7.23.

Weiterführende Links

Siehe auch: #Sonne, #Wetter, 42 - Die Antwort auf fast alle Fragen, Mit dem Lastenfahrrad ins Weltall?, Der erste Schnee

Mittwoch, 13. Juli 2022

Neueröffnung

Nach gefühlten Jahrzehnten gibt es im kleinen Laden am Eck einen neuen Mieter. Ganz früher war dort ein "Tante Emma Laden". Damals gab es aber auch noch die Agfa-Werke direkt gegenüber, das ist also sehr lange her. Später sah der Laden so aus:

Jetzt haben wir also eine Änderungsschneiderei nebst Brautmodenanfertigung, und hübsche Blumenkästen statt Sperrmüll. 😃 Die Ecke wurde eindeutig aufgewertet, und noch dazu mit einfachen Mitteln. Ob es sich nur um eine sogenannte Zwischennutzung handelt, bevor "richtig" modernisiert wird, wird sich zeigen. #München #Giesing

Dienstag, 12. Juli 2022

Boreoutbewältigung: Musikmedizin

Gestern habe ich, obwohl Juli ist, die Heizung im Mutterhome vorübergehend wieder angemacht. Die alte Frau friert, auch wenn es draußen warm ist. Gestern war es nicht warm, selbst das Pflegepersonal hat das festgestellt. Auch die Physiotherapeutin hat die kalten Hände der alten Dame kommentiert. Wie wäre es mit einer dieser neu errichteten "Wärmestuben", dachte ich grimmig. Im Altenheim wird bestimmt super gut eingeheizt, aber da will sie nicht hin. Ob sie ihre Meinung ändert, wenn der Winter kommt, und unsere Gaszentralheizung ausfällt?
In der Hofpfisterei gibt es jetzt zehn Brotsorten weniger. Die sparen Gas. "Meine Sorten sind noch dabei", erklärte meine Mutter hoch erfreut, als ich ihr die Kundeninformation zum Lesen gab. Fein. Meine Sorten sind leider raus, jenseits des Mainstream, wie  mir der freundliche Verkäufer erklärte. Vielleicht schließen sie die kleinen Filialen demnächst schon mittags, wenn alles abverkauft ist, fügte er hinzu. Ja, da muss man schnell sein und früh aufstehen. Damit komme ich klar. Gestern war der Lieferwagen bei Edeka um halb neun noch nicht eingetroffen, die Obstauslage komplett leergefegt. In meiner Not habe ich abends eine halbe Packung von den Kirschtomaten gefuttert, die noch da waren: Heißhungerattacke. Es ist neue Normalität, ganz offensichtlich, und da gibt es so manchen Kollateralschaden. Womit kann ich mich selbst motivieren?

Sonntag, 10. Juli 2022

Improvisieren

August 2009, Amsterdam

Es gibt Tage, an denen ich unterwegs keine passenden Motive für den Blog finde. Draußen war ich heute schon, fotografiert habe ich auch. Aber ich wollte Ihnen nicht schon wieder einen doofen grauen Kasten präsentieren. Den gibt's ein andermal. 😏 Die lange Schlange vor dem Sonntagsbäcker... nicht der Rede wert. Auch der plattgefahrene Igel im Bordstein ist bei der Auswahl durchgefallen. Ja, ich bin urlaubsreif.
Es ist kalt und windig wie im April, ein Sofa-Tag, und da ist es schön, wenn die Festplatten mit dem Bildarchiv griffbereit liegen. Dieses alte Reisemotiv hat mich sofort gepackt: Wenn alles schräg ist, muss man sich eben zu helfen wissen.

Siehe auch: Gut geparkt ist halb gewonnen, Akkurat aufgereiht, Ab in Urlaub?, Froschkönig, oder mehr aus der Rubrik nachgereicht

Samstag, 9. Juli 2022

WAP, Wap... Was?

Dieses Programm ist nicht geeignet für Kinder, Jugendliche oder empfindsame Zuschauer, steht auf der Seite der arte-Mediathek. Okay, die Sendung ist FSK 16. In der Dokumentation "Pussy, Pleasure, Power!" geht es um "Die weibliche Lust in der Popkultur", und da wird es schon recht explizit in Bild und Wort. Hetero-Männer mögen das nicht, sagt jemand. Häh? Mein Mann hat die Sendung aufgezeichnet! Ach so, er ist Feminist. 😅

Ich lasse das Gezeigte auf mich wirken und verstehe nur Bahnhof. So viele Abkürzungen, die mir nicht vertraut sind. Außerdem konsumieren wir schon seit Jahren keine aktuelle Popmusik. Wir erfahren von einer heftigen Debatte um das WAP, und mein Mann stellt fest: Da ist einiges an uns vorbei gegangen. Madonna und Nina Hagen sind uns noch geläufig, aber mit diesen Zippi-Zappi-Leuten, ob Männlein oder Weiblein oder divers kennen wir uns überhaupt nicht aus. Was es da alles gibt! Faszinierend, würde Mister Spock sagen. 
Während wir beim Morgentee unsere Bildungslücke in zeitgenössischer Popkultur schließen, lerne ich, dass WAP wohl für Wet Ass Pussy steht. Wo bin ich gelandet? Ich muss an die Lehrstunde in Sachen Musik denken, die mir meine 84jährige Mutter neulich erteilt hat. Was gerade über unseren Bildschirm flimmert, fällt in die Rubrik Kultur, und bei arte denkt man ja auch nicht unmittelbar an ... ne, es ist kein Porno. Die Texte der vorgetragenen Musikstücke werden in der Doku übersetzt, da steht der Satz "Ich sage WAP WAP WAP" in der Fußzeile, während spärlich bekleidete Frauen im seichten Wasser turnen. Ich denke: Ui, da ist aber einiges passiert seit "Wir singen Tralala und tanzen Hopsassa" von Tony Marshall.

Freitag, 8. Juli 2022

Verschnaufpause

#München  #Siebenbrunn  #Kaffee beim #Fausto

Siehe auch: Kraft tanken, Daniel-Day-Lewis-Momente, Wegbegleitung, Freundschaft

Selber hingehen oder bestellen: Fausto

Donnerstag, 7. Juli 2022

Stadtmöblierung

Da stehen sie und sind hässlich. Manchmal kommt ein Sprüher vorbei und tobt sich aus. Manchmal dienen sie als Werbeflächen und sind mit einem Wechselrahmen bestückt, der in regelmäßigen Abständen von neuen Veranstaltungen oder Produkten kündet. Manchmal fährt ein Auto dagegen, dann hat die Nachbarschaft kein Internetz. Die hässlichen grauen Kästen am Straßenrand: Was steckt da drin? Es ist gar nicht so banal, wie es scheinen mag.

Mittwoch, 6. Juli 2022

Feldversuch

Menschen meiner Generation denken bei so einem Auto wahrscheinlich an K.I.T.T. aus der Fernsehserie Knight Rider. Dieses Foto ist schon älter, und es ist nicht unser Auto. Der Wagen steht oder stand oft im Stadtviertel, und ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn sehe. Der Zahn der Zeit nagt leider auch an diesem Pontiac Firebird Trans Am. 😥

Mein Mann kann gut autofahren und sehr gut einparken. Als ich ihm das Foto des gestrigen Blogposts zeigte, sagte er verwundert: "Wie geht das denn?" So etwas hatte er auch noch nicht gesehen. Dabei hätte ich es belassen können, aber mich treibt eine Frage um.

Dienstag, 5. Juli 2022

Öha!

 

Da ist es wieder, dieses Thema mit der selektiven Wahrnehmung: Kaum lästere ich über Leute, die so viel Abstand zum Bordstein halten, schon kommt eine Situation daher, die beweist, dass man auch absolut platzsparend einparken kann - das andere Extrem. Das muss man auch erst mal so hinkriegen...! Bei allem Respekt: Ich weiß jetzt nicht, wie das die anderen Parkierenden emotional aufnehmen. Zeit für ein Interview mit den Betroffenen blieb nicht, aber zumindest für den Fall, dass hinterher jemand per Aushang Lackschäden moniert, könnte ich mit einem Beweisfoto aufwarten. Genial parken bedeutet auch, dass man das Kennzeichen nicht mehr sehen kann, aber ich bin sicher: Wer so gut einparken kann, schafft das ohne Kratzer.

Montag, 4. Juli 2022

Man muss lernen mit seinen Schlappen umzugehen

Am Auer Mühlbach in München gibt es ganz besonders exotische Bäume und Sträucher. Das erlebe ich jedes Jahr aufs Neue. Zu wirklich jeder Jahreszeit reifen über Nacht Früchte heran, die man sonst nur für teuer Geld in ausgewählten Ladengeschäften oder online erhält. Aktuell ist der Baumschuhstrauch besonders ergiebig. Nach sehr heißen Badetagen kann man im Hochsommer Badehosen, Badeschlappen oder auch mal Bikini-Oberteile ernten, wenn nicht gerade FFP2-Maskensaison ist. Auch Taucherbrillen und Badehandtücher finden sich regelmäßig im Angebot für Selbstpflücker:innen.

Besonders fruchtbar sind die beständig nachwachsenden Behältnisse von Bier und Soft Drinks, die wiederum so heiß begehrt sind, dass sie selbst in leerem Zustand am Tag danach aufgesammelt, und in der nahegelegenen Supermarktfiliale zu Geld gemacht werden. Die Nachfrage ist derzeit extrem hoch.
Den dunkelgrauen Pullover, den jemand per Aushang gesucht hat, habe ich leider nicht gefunden: Der Pulloverstrauch blüht normalerweise erst im Spätsommer, also etwa ab Mitte August.

Heute nachgereicht: Maskenwechsel, Gut abgehangen, Umentschieden

Siehe auch: Hallo, hier!, Street-Wear, SonnenBrille, Galgenhumor, Eberhard, wo ist der Tee?, Tapirus bavaricus montaniensis, Gut bewacht

Sonntag, 3. Juli 2022

Halten Sie Abstand!?

Es ist ja sinnvoll, dass nicht mehr jede*r ein eigenes Auto hat, aber mangels Fahrpraxis häufen sich gewisse Auffälligkeiten, die es "früher" nicht so häufig gab. Moderne Leihfahrzeuge fallen im Straßenbild dadurch auf, dass sie ausgesprochen originell geparkt sind. Mein Fahrlehrer hätte zu dieser Variante gesagt: "Zum Gehsteig gehen wir zu Fuß."
Auch gerne gesehen: Parken für zwei, wo eigentlich drei Fahrzeuge gut neben- oder hintereinander gepasst hätten. Abstandhalten ist in Mode, im fließenden Verkehr jedoch seltener zu beobachten. Bis sich das autonome Gefahrenwerden nebst automatischem Einparken durchgesetzt hat, werden wohl noch viele Verkehrshindernisse aus Parklücken ragen...

Siehe auch: Öha!, Schnitzel, Anachronismus, #Auto, #Mobilität

Samstag, 2. Juli 2022

Mutmachung


Vorgestern habe ich das Fahrrad genommen, weil ich im Drogeriemarkt eine Menge voluminöser Hygieneartikel fürs Mutterhome einzukaufen hatte. Mein Rucksack sieht dann immer aus wie ein Astronautenkoffer, und was nicht reinpasst, kommt hinten auf den Fahrradkorb. Meinen schwarzen Pegasus nenne ich deshalb gerne meinen "Packesel".

Um mich selbst auf den bevorstehenden Haushaltstag einzustimmen, nehme ich nach dem Einkauf noch einen kleinen Umweg. Der führt mich durch die Isarauen und an einem Teich vorbei, an dem morgens die schläfrigen Enten mitten auf dem Weg ihr Nickerchen machen. Anschließend geht es über eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Mittleren Ring. Um auf diese Brücke zu gelangen, ist eine Steigung zu überwinden. Egal aus welcher Richtung man kommt: es geht bergauf. Ohne Elektroantrieb ist diese Steigung je nach Tagesform und Gepäckvolumen mehr oder weniger strapaziös für Fahrradfahrende. Ich hatte schlecht geschlafen, also war die Tagesform eher mau, während ich hochstrampelte. Von der anderen Seite kam mir ein Radfahrer entgegen, der genauso schnaufte und strampelte wie ich. Er sah mich und meinen Packesel an, und rief: "Des schaff' ma!" 

"Ja", rief ich zurück, "aber klar!"
Er fuhr weiter Richtung Westen, hatte den Scheitelpunkt der Steigung schon erreicht, und für ihn ging es danach wieder bergab. Ich  musste nach Süden abbiegen und hatte noch zwanzig Meter Steigung vor mir. Mit seinem aufmunternden "Des schaff' ma!" ging es gleich viel leichter. Es hatte mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Es war nicht dieses blöde "Wir schaffen das" aus dem Fernsehen, an das ich mich in diesem Moment auch erinnerte. Es war eine Zufallsbegegnung von zwei völlig fremden Leuten, die gerade am Strampeln waren, und sich vorgenommen hatten, über diesen anstrengenden Berg zu kommen. Es ergab sich spontan, war authentisch und genau deshalb so besonders.
Wir haben es geschafft, und egal welche Steigung gerade vor Ihnen liegen mag: Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg Menschen und Begegnungen, die Ihnen Mut machen, und die Sie an den Tagen mit schwerem Gepäck aufmuntern und anfeuern. Selbst wenn Sie am Strampeln und Schnaufen sind: Lächeln Sie zwischendurch so oft wie möglich. Man muss nicht Superman oder Superwoman sein, um andere aufzumuntern. Des schaff ma. 😎

Siehe auch: #Fahrrad, Halbzeit 2022: Und jetzt?, Michelangelo der Straßenkehrer, Der Unterschied

Heute nachgereicht: Transportwesen, Pegasus, der Packesel

Freitag, 1. Juli 2022

Kaloriensparkalkulation

Okay, die Preise für Semmeln und Brezen sind in letzter Zeit schon krass angestiegen. Aber hey, es gibt welche, wenn man zum Bäcker geht. Das ist nicht überall so. Neulich waren in meiner Stammbäckerei die Brezen aus, oder der Ofen im Laden war kaputt. Ich weiß nicht so genau, weil ich an diesem Tag Kuchen wollte. Heute nicht, obwohl der Lieblingskuchen im Angebot und echt günstig gewesen wäre.  Aber da hätte ich zwei Stück nehmen müssen, um 1,80 EUR mehr auszugeben als geplant, und meine Mutter will abnehmen. Brot zum Frühstück muss aber trotzdem sein. Das ist Brauch.

Jeden Tag das gleiche Brot zum Frühstück ist wiederum langweilig, die Tage sind sowieso wenig abwechslungsreich. Also dachte ich, ich gehe Semmeln  holen. Brötchen, wie die Norddeutschen sagen. Forsch an die Theke und alles aufzählen, was ich brauche, für heute und morgen: "Eine Mohn, eine Sesam, eine Breze und ein Butterhörnchen. Sie dürfen alles in eine Tüte packen", sagte ich noch dazu, weil die Frage immer kommt. Hörnchen und Brötchen mit der salzigen Breze in einer Tüte - das mag nicht jeder. Butterhörnchen sind übrigens keine fettigen Croissants, sondern so trockene Dinger, und genau das Gegenteil von Butter, aber das nur nebenbei.
Die Verkäuferin hinter der Theke lächelte erfreut über die Arbeitsersparnis, drehte sich zu den Brezen um, und dann wieder zurück zu mir. "Jetzt habe ich schon wieder vergessen...", sagte sie mit einem entschuldigenden Blick. Ja, das kann passieren. Also nochmal von vorne.