Donnerstag, 24. Mai 2018

Tiefgründig


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Mittwoch, 18. April 2018

Man darf nicht alles glauben!

This article is available in English

Vom berühmten Humoristen Loriot stammt folgende Betrachtung:


"Eine Semmel enthält 140 Kalorien,
700 Semmeln pro Jahr ergeben 98.000 Kalorien,
diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen.
Aber wozu?"

Loriot war ein begnadeter Humorist, aber kein Physiker. Ein guter Freund klärte mich auf:

Ein Elefant wiegt bis zu 5 Tonnen,
das sind ca. 50.000N Gewichtskraft.
Um den Elefanten um 1 m anzuheben ergibt sich ganz grob 50 kN * 1m = 50.000 Nm = 50.000 Joule = 50 kJ

Der horizontale Transport ("... weit zu tragen ...") benötigt im Idealfall keine Energie (echt jetzt??)

Unterstellt man hier Höhenschwankungen also noch mal 50.000 Joule drauf (bin großzügig), das macht also 100 kJ, umgerechnet 24 kcal = 24 Kalorien



Loriot hat sich also um den Faktor 4000 vertan, Fake News Alarm!!!

Schade. Loriots Berechnung ist viel unterhaltsamer als die eines Physikers, der sicher noch nicht experimentell nachgewiesen und nachgemessen hat, wieviel Energie wirklich nötig ist, um einen Elefanten neun Zentimeter weit über den Boden zu schieben. Ich plädiere an dieser Stelle dafür, den Reibungswiderstand in die Berechnung mit einfließen zu lassen! Befindet sich der Elefant auf einer glattpolierten Eisfläche, braucht man weniger Semmeln als in der Sahara. Ein Versuchsaufbau, bei dem der Elefant mit 700 Semmeln angelockt wird, und sich freiwillig 9 cm bewegt, ist in diesem Fall nicht Gegenstand der wissenschaftlichen Erörterung. Berechnen Sie stattdessen den Energieaufwand, unter der Grundannahme, dass der Elefant die 700 Semmeln bereits gefressen, und sich dabei nicht nur neun sondern neunzig Zentimeter in horizontaler Richtung bewegt hat. Ziehen Sie Schuhe mit dicken Profilsohlen oder Spikes an, bevor Sie die Eisfläche betreten, oder schicken Sie einen Assistenten in die Sahara, um Streusand zu organisieren. Geben Sie ihm ein paar Semmeln als Proviant mit, und denken Sie daran, diese Anzahl vom Gesamtkontingent (700) abzuziehen, bevor Sie sich an die Neuberechnung des Kalorienaufwands machen. Multiplizieren Sie die verbrauchten Kalorien mit dem Datum des heutigen Tages und dividieren Sie das Ergebnis durch Ihr aktuelles Alter. Das Ergebnis ist immer 23. Falls nicht, haben Sie etwas übersehen und müssen noch einmal von vorne anfangen. Essen Sie 700 Semmeln, um sich zu stärken, oder lassen Sie den Elefanten rechnen. Der hat einen größeren Kopf und kann besser denken.

Merke:
  1. Nicht alles, was sich gut anhört, ist automatisch richtig oder wahr.  
  2. Auch wenn Wissenschaftler alles ausrechnen können: Bleiben Sie kritisch und bestehen Sie mit Nachdruck auf den experimentellen Nachweis.
  3. Überprüfen Sie, was Sie behaupten, oder nennen Sie Ihre Quelle, dann können Sie die Schuld wenigstens auf andere schieben, oder
  4. wählen Sie einen Künstlernamen, der mit Donald anfängt und mit ump aufhört. Dann haben Sie Narrenfreiheit.
  5. Nennen Sie Ihre Behauptungen Satire, dann geht (fast) alles, außer Schmähgedicht. 
Sie sind noch nicht überzeugt? Dann nehmen Sie das. Es ist die einzige Antwort auf alle Unklarheiten.

Dienstag, 10. April 2018

Sakura


Die japanische Kirschblüte (jap. sakura) ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit (物の哀れ, mono no aware). Die Zeit der Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des Frühlings.
„Das Pathos der Dinge“ oder auch „das Herzzerreißende der Dinge“ (物の哀れ, mono no aware) bezeichnet jenes Gefühl von Traurigkeit, das der Vergänglichkeit der Dinge nachhängt und sich doch damit abfindet. Als Mitgefühl mit allen Dingen und deren unabdingbarem Ende ist mono no aware ein ästhetisches Prinzip, das vornehmlich ein Gefühl, eine Stimmung beschreibt. [Wikipedia]

Ein Bild, nur ein Bild...
die Blüte bald vergangen.
Geh raus und schau selbst!