Freitag, 15. Januar 2021

Mandarinen-Ente

 

Auf dem Weg über eine kleine Brücke am Bach kommen mir zwei Mütter mit drei kleinen Kindern entgegen. Die sind in ihre dicken Schneeanzüge eingemummt und machen keinen besonders gutgelaunten Eindruck. Es ist eiskalt und sauglatt. Während ich noch berechne, wer jetzt wem in welche Richtung ausweicht, zischen zwei Mandarin-Enten über meinen Kopf und landen platschend im Wasser.

Die eine Mutter ruft: "Ui, schaut mal! Eine China-Ente!" 

Die zweite Mutter ruft korrigierend: "Eine Mandarinen-Ente!"

Alle fünf eilen ans Geländer, damit die Kinder die bunten Enten im Wasser anschauen können. Das Ausweichproblem ist elegant gelöst, aber ich frage mich jetzt natürlich, ob ich die Peking-Ente süß sauer ins Spiel bringen soll? 

Nein. Als Optimistin vertraue ich darauf, dass engagierte Bio-Lehrer*innen diesen Homeschooling-Irrtum später korrigieren. Es reicht, wenn ich meinen Bildungsauftrag im Internet wahrnehme. Alles andere wäre Besserwisserei. 😉

Weil Wikipedia gerade den 20. Geburtstag feiert, bemühe ich diese Plattform doch auch gleich zum Löschen meines Wissensdurstes. Bei profanen Themen kann man sich auf die Online-Enzyklopädie meistens verlassen. Folgen Sie mir also in die Welt des Wissens!

Dienstag, 12. Januar 2021

Nomen est Omen

Wenn man morgens durch den verschneiten Park läuft, trifft man immer Leute. In diesen Tagen sind es weniger, weil es eisig und sehr glatt ist. Aber die Hundespaziergänger müssen raus, mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. Da rennt schon mal ein großer schwarzer Hund mit Vollkaracho hinter einem Eichhörnchen her, und vergisst total, dass er eigentlich bei Fuß gehen sollte.  

"Oger! Oger!" schallt es aus der Ferne. "Kommst du her!"

Oger? Moment mal. Das war doch dieser hässliche Kerl aus dem Film...! Also als Hund wäre ich beleidigt, wenn man mir so einen Namen gäbe.

Falls Sie nicht wissen, was ein Oger ist, Wikipedia hilft: Ein Oger ist ein menschenähnlicher Unhold in Märchen, Sagen, fantastischen oder ähnlichen Erzählungen. Das Wort bezeichnet heute ein fiktives, menschenartiges, aber missgestaltetes Wesen, das sich in der Regel durch enorme Körpergröße und Kraft auszeichnet. Oger wirken hässlich und scheuen den Kontakt mit Menschen.

Na bitte. Damit wäre geklärt, warum dieser Oger lieber zwischen den Bäumen verschwunden ist, oder auch warum man ihm diesen wahrlich ungewöhnlichen Namen verliehen hat.

Keine fünf Minuten später sehe ich einen kleinen dicken grauen Hund, eine extrem kurzbeinige Erscheinung mit wuscheligen Ohren, wahrscheinlich eine Mischung aus Terrier und Rauhaardackel. Der hat offensichtlich zu viele Weihnachtsplätzchen konsumiert, und Bewegung dringend nötig. Doch dieser gemütliche Vierbeiner steht wie eine Salzsäule am Wegesrand und schaut in die Ferne. Er schaut und schaut und schaut ... und steht  minutenlang da, als wäre er am Boden festgefroren. Hundert Meter weiter dreht sich ein Mann schließlich um und ruft entnervt: "Campino!" Es klingt wie "Menno, wo bleibst du denn wieder!"

Ich kann mir das Lachen nicht verkneifen. Haben hier der  Frontmann der Toten Hosen oder die bunten Bonbons aus meiner Kindheit als Namensgeber Pate gestanden? Ja, Campino ist wirklich süß, so ein richtig knuffiger Knuddelhund, aber seine Körperhaltung und sein strenger Blick signalisieren: Er ist heute schon weit genug gelaufen ist, und dieser Mensch da hinten soll sich jetzt endlich wieder auf den Rückweg machen. Immer diese Warterei, und das bei dieser Kälte! Es ist schon ein Kreuz mit diesen Menschen. 

Wenn ich mit Hunden sprechen könnte, würde ich sie gerne fragen, welche Namen sie für ihre Besitzer haben. 😅

Freitag, 8. Januar 2021

Bitte lächeln :-)

 

Da sage noch einer, dass der unbelebten Welt kein Geist innewohnt.
🙏 😏

Dienstag, 5. Januar 2021

Qualitätskriterien im Wandel der Zeit


 Die gute Nachricht des Tages:
Es gibt immer noch kussechte Lippenstifte. 💋
Schnell nachkaufen, bevor die aus der Mode kommen.

😛😷


Mittwoch, 30. Dezember 2020

Freitag, 18. Dezember 2020

Neulich in Babylon

 

Wer ist eigentlich dieser TOGO?
Und was hat er, was ich nicht habe,
dass für ihn geöffnet bleibt?

Freitag, 27. November 2020

Sonnenlicht heilt

  (Zitat aus dem Babylonischen Talmud, Nedarim. 65)

Freitag, 13. November 2020

Freitag, 6. November 2020

Donnerstag, 5. November 2020

Redensarten: Mit dem Fahrrad...


Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, begegnen mir viele Fahrradfahrende, wie man neuerdings korrekterweise sagt. Ich komme mit dieser neuen Formulierung nicht so gut klar. Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich manchmal in alte Muster zurückfalle. Sprache korrekt gendern ist umständlich. Für mich schreibt und liest es sich sehr holprig, aber das ist vermutlich eine Frage der Gewöhnung. Ja, auch das Sprachgefühl geht mit der Zeit. Sonst würden wir heute immer noch genauso schnabeln wie im Hochmittelalter, und das kann das Spracherfindende nicht gewollt haben.😏

Doch jetzt zur Geschichte, die ich Ihnen eigentlich erzählen wollte. Am Münchner Isarhochufer teilen sich Fußgänger, Jogger, Hundespaziergänger (m/w/d) und jene Fahrradfahrende einen ziemlich breiten Weg. Da ist Platz für alle, aber Murphys Gesetz besagt: Wenn zwei Radfahrende nebeneinander fahren und von weiteren Radfahrenden überholt werden, kommen garantiert Joggende oder Zufußgehende entgegen. Wie breit ein Weg auch sein mag: Es gibt immer wieder diese Schreckmomente. Abstand halten? Bremsen? Ach ne. Da geht's mittlerweile zu wie auf der Autobahn, inklusive Schwertransporter. Auch kommunikativ ist einiges los.

Dienstag, 3. November 2020

Freitag, 30. Oktober 2020

Tarnfahrzeug

 

Noch ein bis zwei Tage,
dann ist es von einem
#Laubhaufen kaum noch zu unterscheiden!
😂

Vorsicht beim "wilden Durchrennen".
Das könnte wehtun.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Laubhaufen ToGo

 

Ich bin zu alt,
um wild durch einen
#Müllhaufen zu rennen.

Ansonsten gerne. 😀

Dienstag, 27. Oktober 2020

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Lucy in the Sky oder so ähnlich

Wenn Sie sich jetzt fragen, was der Herr Cézanne möglicherweise geraucht hat, dann kann ich das ein Stück weit nachvollziehen. Ich habe Farbe bisher noch nicht als Ort wahrgenommen, aber man lernt bekanntlich nie aus. Kreativität bedeutet eben auch, scheinbar bekannte Dinge aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. 😎

Paul Cézanne, Wikipedia

Welche Wertsteigerung Cézannes Gemälde auf dem Kunstmarkt erreicht haben, ist aus dem Ergebnis einer Versteigerung am 10. Mai 1999 in New York ersichtlich: Das Stillleben mit Vorhang, Krug und Obstschale wurde für 60,5 Millionen US-Dollar versteigert. Es war damals die höchste Summe, die für ein Bild Cézannes je gezahlt wurde. Das Auktionshaus Sotheby’s hatte den Wert des Gemäldes nur auf 25 bis 35 Millionen Dollar geschätzt.


Mittwoch, 21. Oktober 2020

Stein-Zeit

 

Über die Steinschlange in Harlaching hatte ich im Mai erstmals berichtet. Während des Corona-Lockdowns hatten vor allem Kinder angefangen, Steine zu bemalen und sie entlang eines kilometerlangen Wegs zu platzieren. Einige Exemplare dieser aus Verzweiflung entstandenen Beschäftigungstherapie waren wirklich hübsch, was dazu führte, dass sie über Nacht verschwanden. Es folgten verzweifelte Hilferufe, dass die Diebe die kleinen Kunstwerke doch bitte an ihren Platz zurücklegen sollten, aber es sah nicht so aus, als ob dieser Aufruf Wirkung gezeigt hätte.

Die Motive auf den Steinen waren für mich von Anfang an interessante Forschungsobjekte, darum habe ich sie immer wieder fotografiert. In dieser Collage habe ich Motive zusammengestellt, die überwiegend von der "Popkultur" inspiriert sind - Barbapapa, Wickie und die starken Männer, Snoopy, Spiderman, aber auch Motive aus der Werbung und das auslösende Element Corona-Virus und eine Gesichtsmaske spiegeln die medialen Einflüsse. Wirklich kreative und eigenständige Einfälle waren ausgesprochen selten.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Freitag, 4. September 2020

Geheimnisvoll


Was ist ein wahres Geheimnis?
Etwas, das für jeden offen da liegt, -
der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

Laotse