Montag, 27. Januar 2020

Neujahrsgrüße aus dem Reich der Mitte?



Nanu, hat am Wochenende jemand eine Bank ausgeraubt und auf der Flucht den Sack mit 500 EUR-Scheinen verloren? Nein, bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die bunten Geldscheine als waschechte "Blüten" - mehr noch, sie tragen asiatische Schriftzeichen. Geldfälscher am Werk?
Nein, auch nicht. 

Freitag, 24. Januar 2020

Anlehnungsbedürftig






























#Winter #Schneemann #Januar #München

Dienstag, 21. Januar 2020

Mit der Zeit gegangen


Es ist wieder einmal an der Zeit, Ihnen ein Meisterwerk der Digitalromantik 4.0 vorzustellen. Falls es Sie entfernt an unser erstes Werk "Kunst To Go" erinnert, dann liegen Sie nicht ganz falsch. Allerdings handelt es sich hier um eine Weiterentwicklung, die den Bedürfnissen der Fridays-for- Future-Bewegung Rechnung trägt. 

"Mit der Zeit gegangen" ist der Eigentümer eines Lastenfahrrads, als er sich angesichts der drohenden globalen Katastrophe entschlossen hatte, fürderhin nicht mehr mit einem motorisierten Vehikel von A nach B zu fahren. Die Entscheidung für das solide und zukunftsweisende Modell L.100 kg H.120 cm sollte zum Ausdruck bringen, dass man allein durch Muskelkraft auch größere Lasten CO2-neutral transportieren kann. Doch damit nicht genug. Es reicht nicht, nur mit einem Fahrrad durch die Gegend zu fahren. Hier wurde ein Zeichen gesetzt!

Freitag, 27. Dezember 2019

Die 2020er stehen vor der Tür


In welchen Kategorien denken Sie?

Nächste Woche beginnt ein neues Jahr. Es markiert kalendarisch auch ein neues Jahrzehnt.
Im Rückblick fällt es uns meist leichter, in größeren Abschnitten zu denken: Die Sechziger, Siebziger, Achtziger, Neunziger... Zu all diesen Begriffen haben wir Bilder, Erinnerungen - und meistens auch Musik im Ohr.

Aber wie ist es mit den "Nuller-Jahren" (2000-2009), oder den Jahren 2010 bis 2019?
Da haben wir vielleicht noch nicht genug Abstand.
Der Blick in die Zukunft ist, trotz aller Prognosen, unberechenbar.

Die Welt verändert sich und wir verändern uns im und mit dem Lauf der Zeit.

Du hast Dich gar nicht verändert?
Kennen Sie jemanden, der immer noch genau so ist, wie vor zehn oder zwanzig Jahren?
Ist das eher ein Kompliment oder kommt nicht auch manchmal der Gedanke: Hm, der oder die ist im letzten oder vorletzten Jahrhundert irgendwie "stehengeblieben"?
Muss man "mit der Zeit gehen" oder kann man "die Zeit überdauern"?

Wenn wir älter werden, kommt immer öfter der Satz: "Ich verstehe die Welt nicht mehr."
Da muss ich schmunzeln. Haben wir die Welt jemals verstanden?

Ich glaube nicht.
Wir können uns bestenfalls eine Meinung bilden, diese Meinung behalten, sie gegebenenfalls korrigieren oder über Bord werfen. Nehmen wir also eine Beobachterposition ein und schauen wir, wie es weitergeht.

Kommen Sie gut rüber. 😃

Noch ein kleiner Lesetipp: Der Weihnachtsnewsletter von Gerald Hüther.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Bald ist es wieder soweit!





























War Weihnachten früher schöner?
Wie stehen Sie zu diesem Fest? All diese Antworten habe ich schon gehört. Ist Ihre auch dabei?
  1. Ja, früher war es eindeutig schöner!
  2. Es ist immer noch sehr schön.
  3. Es ist mal so, mal so.
  4. Ich verstehe diese ganze Hysterie nicht.
  5. Ich könnte gut und gern auf Weihnachten verzichten.
  6. Ich habe noch nie Weihnachten gefeiert.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Kinder, Kinder...

Es war Sonntagmorgen, halb neun, und ich war unterwegs zum Fitnessstudio. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kam mir ein kleiner Junge entgegen, der offensichtlich gerade vom Bäcker kam. Die Tüte, die er dabeihatte, war fast genauso groß wie er, oben heftete ein langer Kassenzettel dran. Der kleine Pimpf reichte mir nicht mal bis zur Hüfte. Genau wie ich blieb er am Straßenrand stehen. Eine Ampel gibt es dort nicht, und "Einsicht in die Straße" konnte er nicht haben, dazu war er viel zu klein. Die riesige Bäckertüte verdeckte sein Sichtfeld zusätzlich. Ich sah, wie er mich beobachtete, und die Straße gleichzeitig mit mir überquerte. Ich dachte: Wow, Kleiner, wo sind deine Eltern? Ich schaute mich um, entdeckte auch einen jungen Vater mit Kind auf dem Arm, aber der steuerte in eine ganz andere Richtung.


Finden Sie es unverantwortlich, Kinder allein zum Bäcker zu schicken? Die Eltern dieses Jungen hatten ihm offensichtlich alles Nötige beigebracht, und er machte einen durchaus selbstbewussten und entspannten Eindruck. Die Situation erinnerte mich an meine eigene Kindheit: Kontoauszüge bei der Bank abholen, im Tante-Emma-Laden eine vergessene Zutat fürs Abendessen einkaufen - das war keine Last, sondern ein Zeichen dafür, dass unsere Eltern uns auch im Kindesalter schon etwas zutrauten.

Läuft etwas schief oder ist alles okay?

Montag, 9. Dezember 2019

Weiße Weihnacht?






























In zwei Wochen ist #Weihnachten. 
Wie jedes Jahr lautet die wichtigste Frage: 
Wird es weiße Weihnachten geben? 

Ach, es fühlt sich an wie in Punxsutawney. 😜

Freitag, 29. November 2019

Geld für Müll: Tintenpatronen und Tonerkartuschen recyceln


Normalerweise bringe ich leere Tintenpatronen zum Wertstoffhof. Weil ich es lange nicht geschafft hatte hinzufahren, hatten sich schon acht Patronen angesammelt. Durch Zufall bin ich auf die Internetseite geldfuermuell.de gestoßen, einem Recyclingunternehmen im fränkischen Hilpoltstein. Und siehe da: meine Druckerpatronen waren tatsächlich noch beinahe 30 Euro wert. Der Weg zum nächsten DHL-Laden war kürzer als der Weg zum Wertstoffhof, und innerhalb von einer Woche waren nicht nur die Patronen sinnvoll entsorgt, sondern auch die Überweisung auf dem Konto. So kann Recycling also auch funktionieren.

Mittwoch, 27. November 2019

Warum ich Snooker liebe

Mir ist klar, dass Sie überhaupt nicht wissen, was Snooker ist. Falls Sie beim Zappen durch Fernsehkanäle ab und zu Eurosport streifen, werden Sie mit Verwunderung feststellen, dass man dort Männer unterschiedlichen Alters in eleganten Westen an einem großen grünen Tisch mit vielen bunten Bällen sieht.

Dieser Tisch ist schon ziemlich abgeräumt, aber
das Spiel ist noch längst nicht entschieden.

Snooker ist eine besondere Variante des Billardspiels, nur erheblich schwieriger und komplizierter. Um beim Snooker erfolgreich zu sein, sind Präzision, Konzentration und strategisches Denken erforderlich. Darüber hinaus beeindrucken mich bei dieser Sportart vor allem die Korrektheit und Contenance der Spieler.

"Gentleman Sport"
Von Snookerspielern wird ein in jeder Hinsicht vorbildliches Verhalten erwartet. Contenance bedeutet, dass man am Spieltisch wenig bis keine Emotionen zeigt, auch wenn das eigene Spiel schlecht läuft.  Humor ist erlaubt und wird auch oft gezeigt. Früher habe ich Eishockeyspiele verfolgt, live im Stadion. Das hat mir gefallen, da war Stimmung. Das Tempo bei anderen Sportarten ist hoch, beim Eishockey gibt es den "Body Check", die Spieler knallen an die Bande, und dabei kochen natürlich auch die Emotionen hoch. Snooker ist das genaue Gegenteil, aber nicht weniger spannend.

Korrektheit bedeutet, dass ein Spieler, der einen Fehler (Foul) begeht, diesen Fehler selbst anzeigt, selbst wenn weder der Gegner noch der Schiedsrichter das Foul bemerkt haben. Stellen Sie sich das mal beim Fußball vor... 😆 Ob Sie es glauben oder nicht: Beim Snooker passiert das wirklich. Es ist zudem üblich, den gelungenen Stoß des Gegners durch Klopfen auf die Bande zu honorieren. In den Interviews nach einem Finale wird zunächst der Verlierer interviewt, der nicht selten seinen Gegner für sein tolles - besseres - Spiel lobt, und seine eigenen Fehler analysiert.
Weitgehend unbekannte Randsportart

Donnerstag, 14. November 2019

Intensiv



























#Kindheitserinnerungen  #Herbst

Haben Sie als Kind im Herbst auch diese weißen "Kirschen" von den Büschen gepflückt, um danach dem Knacken zu lauschen, wenn man diese Beeren auf dem Asphalt unter den Schuhsohlen zerplatzen lässt? Wann haben Sie zuletzt gehört, wie schön das Laub raschelt, wenn man hindurchläuft, oder wie es riecht? Wann haben Sie zum ersten Mal eine heiße Maroni gegessen? Wie war das? Haben Sie sich den Mund verbrannt, und waren Sie enttäuscht darüber, wie mehlig und komisch diese Dinger schmecken?  Wiederholen Sie ein paar dieser Erfahrungen - oder machen Sie neue. Jenseits der glatten Smartphone-Oberfläche gibt es in der Welt da draußen ziemlich viel zu entdecken.



Dienstag, 12. November 2019

Ich hasse Fußball

... so lautet der provokante Titel eines Buchs von Günter Spitzing. Gleich auf den ersten Seiten differenziert der Autor seine Aussage: Es ist nicht das Spiel, oder die SpielerInnen an sich, die seinen Unmut erregen, sondern das Drumherum. Insbesondere "das Geschrei der Zuschauermeute  und der Kautschpotatoes mit ihrer Bierdose in der Hand" sind ihm zuwider.

Als Anwohnerin lebe ich in unmittelbarer Nachbarschaft eines viel bespielten Stadions. So habe ich regelmäßig die Gelegenheit, mir die grölenden Fußballfans, und den Aufmarsch von Polizei-Einsatzkräften live anzuschauen. Ich möchte das Stadion und die Stimmung im Viertel nicht missen, für mich gehört das mit dazu, seit ich in #Giesing lebe - also schon sehr lange. Solange die Fans friedlich bleiben, habe ich mit dem Fußball kein Problem. In meinem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die in den Farben ihres Vereins ins Stadion gehen, und mit ihren Mannschaften alle Höhen und Tiefen durchleben. Im normalen Leben sind diese Männer liebevolle Familienväter, fleißige Arbeitnehmer und pflichtbewusste Menschen. Wie sie sich im Stadion in ihrer Gruppe verändern, kann ich nicht sagen, denn da bin ich nicht dabei. Was mir aber immer wieder auffällt, ist der Umstand, dass Menschen in uniformierten Gruppen mutiger werden, und Dinge tun, die sie im "normalen Leben", wenn sie auf sich allein gestellt sind, niemals tun würden. So mancher Fußballfan erhält in seiner Gruppe offensichtlich die Möglichkeit, einen Teil seiner Persönlichkeit nach außen zu kehren, der sonst nicht sichtbar ist.

In seinem sehr persönlichen Buch beschäftigt sich Günter Spitzing mit der Frage, warum gerade dieser Sport so wichtig genommen wird. Er kommt unter anderem zum Schluss, dass es eigentlich um Ekstase geht, also um einen Zustand, der einer Trance ähnelt.

"Tatsächlich entlastet durchlebte Trance von allen negativen Syndromen, die sich in den Menschen angesammelt haben, wie Wut, Trauer, Angst und Kummer. 
Vor allem aber fällt ein Leben zufriedenstellend und glücklich aus, wenn ausgeglichene ruhige Zeiten immer wieder einmal  durch ekstatisches Erleben unterbrochen werden.  Nicht die pure Gelassenheit für immer und ewig bedeutet Lebensglück, sondern der Wechsel zwischen Gelassenheit und Ekstase."

Neben einem kurzen Abriss der Geschichte des Fußballs beleuchtet das Buch auf 76 Seiten verschiedene Aspekte:

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Drahtseilakt






























#Mut   #Hoffnung  #Vertrauen  #Zuversicht

Freitag, 11. Oktober 2019

Widerstand ist zwecklos...

Sie werden assimiliert!

Wenn Sie diesen Spruch kennen, sind Sie wahrscheinlich ein "Trekkie", also ein Fan der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise. Für alle anderen, muss ich ein bisschen ausholen, und erklären, warum mich dieses Zitat letzte Woche verfolgte.



























Was Sie hier sehen, ist nur ein kleiner Ausschnitt eines stillgelegten Hüttenwerks in Duisburg. Es ist Teil des 180 Hektar großen Landschaftsparks Duisburg-Nord ("LaPaDu"), der als einer der zehn besten Stadtparks der Welt gilt. Ich kenne die anderen neun nicht, aber von meiner Seite aus: klares JA. 

Der Besuch dieser Anlage war das Highlight eines viertägigen Fotoworkshops, über den ich im Fotonanny-Blog noch mehr erzähle. Für eine Münchnerin, die sonst Motive wie das Oktoberfest, Schloß Neuschwanstein, Berge und Seen vor die Linse bekommt, sind Industrieanlagen absolutes Neuland. Es war nicht nur aus fotografischer Sicht interessant, es war insgesamt beeindruckend.

Dienstag, 24. September 2019

Donnerstag, 12. September 2019

Hänsel und Gretel im Perlacher Forst

Als ich unlängst versuchte, nach zehn Jahren meine alte Laufstrecke wiederzufinden, kam ich mir vor, als wäre ich in einem Paralleluniversum aufgewacht. Ein paar Stellen kamen mir noch entfernt bekannt vor, aber ohne Wander-App hätte ich mich im Perlacher Forst, der mir früher so vertraut war, wie meine Westentasche, beinahe verlaufen. Männer können sich besser orientieren, heißt es, aber auch mein Mann hatte auf dieser Tour Probleme. Im Märchen Hänsel und Gretel streuen die Kinder erst Brotkrumen und später Steine, um den Weg zu finden. So ähnlich fühlten wir uns. Gut, dass wir uns heute dem GPS anvertrauen können. 



Die Deutschen und ihr Wald - eine tiefe Liebe
Gerade geht das Thema durch die Medien: unsere Wälder sollen gerettet werden, weil es ihnen wegen des Klimawandels so schlecht geht. In Wirklichkeit ist es wohl die jahrzehntelange Missachtung grundlegender Zusammenhänge, von denen manche erst jetzt so richtig erforscht oder publik werden. Dass Fichtenmonokulturen keine gute Sache sind, weiß man nicht erst seit gestern. Jetzt soll es die Douglasie retten? Peter Wohlleben, der Förster, der durch sein Buch "Das geheime Leben der Bäume" bekannt geworden ist, plädiert dafür, die Wälder einfach naturnah und in Ruhe wachsen zu lassen. Der Perlacher Forst ist ein gut 13 Quadratkilometer großes Waldgebiet im Südosten Münchens. Es ist kein Naturwald, hat aber trotzdem seinen Reiz. Folgen Sie mir auf eine kleine Reise ins Grüne - und in die Vergangenheit.

Montag, 9. September 2019

Abgetaucht - Wenn Freunde einfach verschwinden

In Freundschaften und Beziehungen gibt es schon seit langem eine Verhaltensweise, die man früher als "Abtauchen" bezeichnet hat. Bei der modernen Partnersuche ist sie besonders verbreitet: Nach den ersten verheißungsvollen Begegnungen bricht eine Seite den Kontakt scheinbar grundlos ab, und ist nicht mehr erreichbar. Das gibt es auch in freundschaftlichen Beziehungen, und es scheint sich auszubreiten. Mittlerweile sprechen Fachleute von einem gesellschaftlichen Phänomen.



Abtauchen - "Ghosting"
„Sich einfach so lange nicht mehr melden, bis der andere es kapiert hat und aufgibt": im modernen Sprachjargon gibt es dafür den Begriff "Ghosting". Man klinkt sich bewusst aus, und lässt die andere Person im Unklaren darüber, warum man keine Lust mehr hat, die Beziehung oder Freundschaft fortzuführen. Die Betroffenen suchen den Fehler dann meistens bei sich selbst, und fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben. Dazu meint die Psychologin Yvonne Keßel: "Das ist falsch. Der andere hat etwas falsch gemacht.“  Tatsächlich sei die Ursache für Ghosting meist die Angst vor Konflikten. „Menschen, die keine andere Stressbewältigungsstrategie haben, umschiffen dadurch eine Situation, der sie sich nicht gewachsen fühlen“, so Keßel. Insofern sei Ghosting ein Ausdruck großer Hilflosigkeit. (Quelle: FAZ, siehe weiterführende Links)
  • Sind Freunde von Ihnen abgetaucht oder 
  • haben Sie selbst schon einmal "Ghosting" betrieben?
Für einen vorübergehenden Rückzug aus einer Freundschaft gibt es oft nachvollziehbare Gründe (siehe "Lebensabschnittsfreunde"). Wie in einer Liebesbeziehung können sich auch Freunde "auseinanderleben". Irgendwann hat man sich nichts mehr zu sagen, und lässt die Freundschaft allmählich einschlafen. Das geschieht meist in beiderseitigem Einvernehmen. Beim Abtauchen verschwindet nur eine/r.