Samstag, 27. November 2021

Moosianna!

 

#Herbst  #Moos  #Farbklecks

Freitag, 26. November 2021

Dumme Ideen

"Ich lasse mir einen Amazon-Katalog auf Papier ausdrucken", sagt mein Mann unvermittelt. "Das wär' doch was. Wieviele Seiten der wohl hätte?"
Ich schaue ihn erstaunt an. Normalerweise bin ich diejenige, die solche Ideen herausposaunt.
"Ein Telefonbuch wird nicht reichen", sinniert er weiter.
Bestimmt gibt es eine App, mit der man den Materialbedarf ausrechnen könnte, denke ich, aber das Handy meines Mannes ist fünfzehn Jahre alt, und weiß gar nicht, was eine App ist.
"Die Amazons könnten ihre Verpackungskartons wieder einsammeln, und darauf dann ihren Katalog drucken", schlage ich vor. "Ein Exemplar pro Haushalt, frei Haus, in recyclingfähigem Plastik verschweißt. Falls das Internet und der Strom ausfallen kann man bei Kerzenschein schön im Katalog blättern. Ganz wie früher, bei Otto, Quelle und Neckermann."
Als hätte uns das TV-Gerät belauscht, flimmert ein Beitrag über den aktuellen Rohstoffmangel über den Bildschirm. Wir lernen: Papier und Pappe sind gerade echt knapp.
"Komisch", sage ich. "Pappe und Papier sind Mangelware? Bei uns liegt das Zeug massenhaft in der Papiertonne. Sollen wir denen mal Bescheid sagen? Vielleicht kriegen wir Finderlohn."
Den brauchen wir auch, bei der aktuellen Inflationsrate. Wir lernen, dass der Preis für das Windlicht Louisiana XXL von 99,- auf 189,- Euro gestiegen ist.
"Mist!", rufe ich, "genau das wollte ich gerade bestellen. Es ist wirklich eine Schande. Hoffentlich lassen sie die Atomkraftwerke weiterlaufen, sonst sitzen wir nächstes Jahr bei Kälte im Dunklen und haben kein Windlicht, um die Amazon-Katalogseiten zu beleuchten."
"Ich ruf da jetzt an", sagt mein Mann.
"Wo?"
"Bei Amazon. Die sollen mir ein Atomkraftwerk schicken."
"Ja, aber sag denen auch gleich, dass sie es nicht in China fertigen lassen sollen!"
"Warum?"
"
Mal gibt es in den Herkunftsländern wie in China keinen Strom, mal sind die Rohmaterialien wahnsinnig teuer geworden. Mal ist die Fracht unglaublich teuer. Und aus dieser Gesamtheit wird es eben fürchterlich teuer", tönt es aus dem Fernseher. "Das merken die Kunden dann ab Januar: Plus 25 Prozent im Durchschnitt."
"Weißt du was?", sage ich, "wir bestellen das Kraftwerk gleich jetzt, am Black Friday, dann haben wir es schon mal - zum Schnäppchenpreis. Nächstes Jahr verkaufen wir dann unseren überschüssigen Atomstrom an der Strombörse und gleichen damit die Inflationsrate aus."
"Geht nicht", sagt mein Mann.
"Wieso?" Ich fand die Idee so super und auch so innovativ.
Er schüttelt bedauernd den Kopf: "Das Kraftwerk gibt's nur im gedruckten Amazon-Katalog."

Donnerstag, 25. November 2021

Dienstag, 23. November 2021

Montag, 22. November 2021

Pacman

 

In meiner Jugend waren der Wackeldackel und ein gehäkelter Klopapierrollenüberzug im Rückfenster eines Kraftfahrzeugs ein absolut üblicher Anblick. Das war dann mal weg, dafür kam der Wunderbaum. Er hat sich im modernen Straßenbild gewissermaßen als dekorativer Standard etabliert. Ergänzt wurde er im Jahr 2019 zunächst mit einer sogenannten OP-Maske, die als neues Design-Element für den Kfz-Innenraum für Furore sorgte. Eine Weiterentwicklung dieser ästhetisch und praktisch wirkungsvollen Kombination ist der sogenannte "FFP2-Pacman". So kann der Wunderbaum- erhältlich in verschiedenen Farb- und Duftnoten - seine wundersame Wirkung nicht nur im gut geschützten und hermetisch abgeschlossenen Fahrzeuginnenraum entfalten, sondern auch seinem flatternden Gegenüber eine längere Lebensdauer verleihen. Das wiederum sorgt für mehr Tragekomfort und führt zu positiven psychologischen Nebeneffekten: Mit einem nach Wunderbaum duftenden Mund- und Nasenschutz fühlen sich Maskentragende so sicher und geborgen wie in ihrem Auto. Der olfaktorische Anker macht's möglich. 

Geflügelte Worte (1)

Im neuesten Videospiel hat mein Mann ein Fahrzeug gefunden, das ganz interessant, weil geländegängig aussieht. Er fährt es in die Sammelgarage. Das komische Vehikel lässt sich offensichtlich schwer steuern, er bleibt beim Abbiegen dreimal in den virtuellen Leitplanken oder im Gebüsch hängen. Gut, dass ich nicht an der Konsole sitze. 😅 Schließlich steht der Buggy am Abgabeort und wird im Inventar gespeichert. Um das Auto für spätere Einsätze zu optimieren, schaut mein Mann im Menü nach, ob man es irgendwie verbessern kann: Griffigere Reifen, stärkerer Motor, mehr Beschleunigung, ein Rammgitter für gezielte Kollisionen? Nein, das geht bei diesem Fahrzeugtyp nicht. Die Fahrzeugbeschreibung lautet auch ganz lakonisch: Für Touristen, die jeden Wisch unterschreiben.  

"Ach, ich fahre sowieso nicht Auto", erklärt mein Mann kurzerhand. "Und wenn, dann nehme ich den Panzer."

Ich überlege, in welchen realen Situationen ich dieses neue geflügelte Wort künftig einsetzen könnte. In diesem Spiel hat man übrigens auch ein Kampfkrokodil als Begleiter. Es kann sich selbst automatisch wiederbeleben. Wenn ich hier also versehentlich dieses Krokodil überfahre, steht es anschließend wieder auf. 😁 Und wenn die Spielfigur eine bestimmte Hose anzieht, reparieren sich auch die Fahrzeuge vollautomatisch. Meine Güte - was für Welten denken sich Spiele-Entwickler*innen aus!? Ich glaube ich sollte den Beruf wechseln. Da wäre ich mit meiner überbordenden Phantasie wahrlich gut aufgehoben. 😜

Freitag, 19. November 2021

Warme Ohren?

Topfhandschuh???  

😜

Was es nicht alles gibt auf dieser Welt...

Donnerstag, 18. November 2021

Kalte Füße

 Für  #Blattversteher  #Laubbläser   #Ordnungmusssein

#vorher  #nachher  #Herbst



Mittwoch, 17. November 2021

Das ganze Bild

 

Doch nicht so einsam wie gedacht. 😏

Dienstag, 16. November 2021

Aussenseiter

Warte, bis der Laubbläser kommt. 😉

Montag, 15. November 2021

Wer schreitet so schnell...?

"Ach, ist das kalt", seufzte der Mann, dem ich oft unterwegs begegne. Er geht jeden Morgen mit seinem Hund spazieren. Ich bin die mit der Kamera, die wochentags einen Rucksack schleppt, und am Wochenende joggt. Wir grüßen uns freundlich im Vorbeigehen, manchmal ergibt sich eine kleine Unterhaltung.

"Am liebsten wäre es mir, wenn ich zweimal schlafen gehe, dann sind der Herbst und der Winter vorbei, und es ist wieder Frühling", führte er seine Gedanken weiter aus. Ja, Frühling würde mir jetzt auch gut tun: mehr Sonnenlicht und mehr Wärme. Dieses kleine Gespräch erinnerte mich wieder an die alte buddhistische Weisheit, dass es nur zu Unzufriedenheit und zu einem Gefühl von Unglück führt, wenn man sich gegen die real existierenden Umstände sträubt - es sei denn, man kann aktiv etwas tun, um die unangenehme Situation zu verbessern. 

Samstag, 13. November 2021

Nebelkalt

 #November  #Farben  #Stillsein  #Gucken

Freitag, 12. November 2021

Hurtig durch den Herbst


  Hurtig ist ein altes Wort,
das man nur noch selten hört.

Synonyme:
alert, behände, eilig, fix, flink, flott, flugs, geschwind, rasant, rasch, schnell, zügig.

Hurtig ist ein ritterlicher Turnierausdruck, und bedeutet ursprünglich "nach einem Anprall heftig losrennend". Bei Hunden sieht man das ziemlich oft, wenn sie urplötzlich bemerken, dass sie schon ziemlich weit von ihrem Menschen entfernt sind. Dann aber flugs losgerannt und hinterher! Wenn man die Kamera zu rasant hochreißt, um die Szene einzufangen, wird das Foto unscharf. Der Hund ist aber auch sehr schnell unterwegs... Mit ein bisschen Glück entsteht am Ende wenigstens noch ein flotter Wischeffekt im Bild.

Hurtig ist eine Entlehnung aus dem Altfranzösischen hurt, hurte für ‘Stoß, Anprall’ (frz. heurt), rückgebildet aus hurter, was stoßen, anprallen, aufschlagen, im Kampf zusammenstoßen bedeutet - und somit ein uraltes Fremdwort.

Donnerstag, 11. November 2021

Unfug

 

Manchmal wache ich sehr früh auf, also irgendwo zwischen halb vier und fünf Uhr. Um meinen Mann nicht zu wecken, bleibe ich liegen und schaue zum Fenster hinaus. Die Sterne am Himmel sieht man über München nur manchmal, im November bei kaltem Hochnebel eher nicht. Darum war ich erstaunt, als in meinem begrenzten Sichtfeld ein weißes Licht von oben nach unten fiel, es sich dann aber anders überlegte, und mit der gleichen Geschwindigkeit wieder nach oben hopste, bevor es genauso schnell verschwand, wie es erschienen war. Es bewegte sich wie ein Tennisball, der irgendwo weit oben gegen ein Hindernis geprallt war, und in einer ulkigen U-förmigen Flugbahn davonhüpfte. Ein Flugzeug war das nicht, so viel ist klar. Die fliegen geradeaus und ihre Lichter blinken anders. Eine Sternschnuppe im Nebel? Oder doch nur ein Stück Weltraumschrott - vielleicht aus der ISS? Kein Scherz! In einem TV-Bericht habe ich gelernt, dass die Unterwäsche der Astronauten auf genau diese Weise entsorgt wird. Die schmeißen ihren Müllcontainer einfach raus, dann taumelt er Richtung Erde, und verglüht in der Atmosphäre - heiße Höschen, im wahrsten Sinne des Wortes. 

Weil ich gedanklich schon beim Müllthema gelandet war, dachte ich weiter.  Heute ist der 11.11., da ist Lustigkeit angesagt. Mir kam der Gedanke, dass ich in einen dieser großen blauen Papiercontainer klettern könnte, mich dort hineinlege, schlafend stelle, und warte, bis jemand kommt, um seine Verpackungskartons reinzuwerfen. Versteckte Kamera live - wie reagieren die Leute? Natürlich habe ich diesen albernen Gedanken sofort wieder verworfen: Ich bin eine verantwortungsvolle Bürgerin und muss meine MitbewohnerInnen schützen. In unserer Wohnanlage wohnen viele alte Leute, gut über 80 Jahre alt. Die können zwar kaum noch laufen, aber sie tragen ihren Müll immer noch selbst zur Tonne - Respekt! Darum möchte ich nicht, dass jemand einen so großen Schreck bekommt, dass er oder sie im Müllhäusl einen Herzinfarkt erleidet, wenn ich da in der Tonne liege. Außerdem ist es sakkrisch kalt. Wer weiß, wie lange ich da herumliegen müsste, bis jemand den Deckel aufklappt. Und am Schluss sperrt mich noch jemand in der Tonne ein, und ich werde mit dem Altpapier ensorgt! Das wäre dann ein würdiges Ende für eine Autorin mit einem etwas zu schrägen Humor.  (Pippi Langstrumpf gefällt das.)

Mittwoch, 10. November 2021

Sachensucher

  

"Was ihr machen wollt, weiß ich nicht", sagte Pippi. "Ich werde jedenfalls nicht auf der faulen Haut liegen. Ich bin nämlich ein Sachensucher, und da hat man niemals eine freie Stunde."

Dienstag, 9. November 2021

Laubbläser im Wind

Immer wenn ich zum Frisör gehe, ist entweder Sturm oder Regen, oder beides. Meine Frisörin gibt sich so viel Mühe, jede einzelne Strähne auf meinem Kopf akkurat zurechtzuföhnen. Und dann, zack, raus ins Freie, einmal über die Straße gehen - vorbei ist es mit der perfekten Frisur. Schade, aber wenigstens passt der Schnitt wieder für eine Weile, und ich muss nicht wie ein zotteliges Shetland-Pony durch die viel zu langen Fransen linsen, die mir dauernd über die Augen rutschen. Ob mich das nicht stört, fragt meine Mutter gelegentlich. Nein, ich habe mich an den Vorhang vor meinen Augen gewöhnt. Mit der Maske über Mund und Nase tue ich mich immer noch schwer, aber ich denke positiv: Die doppelte Gesichtsverhüllung hat den Vorteil, dass sie meine dunklen Augenringe verdeckt. Die werden von Woche zu Woche tiefer, und das, obwohl ich eigentlich gut und lange schlafe. Wahre Schönheit kommt von innen... Außen wäre manchmal auch ganz nett. 

Die Frage, die ich zur Zeit am häufigsten höre, lautet: "Hast du abgenommen?" - "Ja." Schon wieder, könnte ich hinzufügen. Anderthalb Jahre Corona, gut ein Jahr seit dem Mutterschlaganfall - Krisen sind Chancen, tönt ein Echo in meinem Kopf. Ich werde es nicht los, manchmal ist es mir so lästig wie ein Ohrwurm, aber dieser widerhallende Refrain ist schlichtweg wahr. Alles hat zwei Seiten, und ich habe mein Idealgewicht endlich wieder erreicht. Das ist ein Grund zum Feiern, ohne Wenn und Aber.

Montag, 8. November 2021

Still-Leben

Wenn du das Leben 
begreifen willst, 

glaube nicht, was man sagt,
 und was man schreibt,

sondern beobachte selbst, und denke nach.

Anton Pawlowitsch Tschechow (1860 - 1904)