Mittwoch, 31. Januar 2024

Relax

400 mm | 1/125 s | f4 | ISO 640 | Lumix FZ1000

Bekommen Sie schon beim Anblick dieser #Schaufensterpuppe Nackenschmerzen? Ich mache jetzt einmal wöchentlich professionell angeleitetes Rücken- und Entspannungstraining, und schon die erste Stunde gestern hat richtig gefunzt. Danach war ich so tiefenentspannt, dass ich die Nacht komplett durch- und heute tatsächlich verschlafen habe. Dafür spendiere ich einen Smiley 😊, weil es wirklich selten vorkommt, und dieses Gefühl der Tiefenentspannung immer noch nachwirkt.
Mit Mentaltechniken kann man schon viel erreichen, wenn man aber auf die Körper-Ebene runterkommt, und Regionen erreicht, in denen sich jahre-, oder jahrzehntelange Verspannungen eingegraben haben, wirkt das entspannungstechnisch wie ein Raketenbooster. Der Körper schüttet Glückshormone aus, und die kann man in alltäglichen Situationen immer gut gebrauchen.

Dienstag, 30. Januar 2024

München im Wandel

27 mm | 1/1000 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 Blick von der Eisenmannstraße Richtung Neuhauser Straße
#Baustellenslalom  #München  #März2023

"Die große Leere in der Altstadt - 25 Läden dicht", titelt heute die TZ München. Schon 2022 bemerkte der BR in einem Beitrag die "Leere Innenstadt - Was wird aus der Münchner Fußgängerzone?". Da hatte Corona gerade für einen massiven Kahlschlag gesorgt. Heute erfahren wir, dass die KaDeWe-Gruppe pleite ist, und "Warum das Oberpollinger insolvent ist, obwohl das Geschäft gut läuft". Mich wundert das alles nicht: Die "Weltstadt mit Herz" hat ihres verloren. 

In Anlehnung an Edgar Wallace fällt mir der Begriff "Die toten Augen von München" ein. Der City fehlt es an Wohlfühlatmosphäre. Zum Flanieren würde ich überall hingehen, nur nicht in die #Fußgängerzone. Auch die Sendlinger Straße versprüht nach dem Umbau den grusligen Charme einer Brutalistenpiste. Dabei dachte ich, ich lebe in einer der schönsten Städte Deutschlands? Das irritiert mich als gebürtige Münchnerin schon.

Vielleicht sollte ich noch einmal eine Erkundungstour machen, und mit offenem Herz der Frage nachgehen, warum speziell die Fußgängerzone so öde geworden ist. Liegt's an mir? Sind es die vom Handy ferngesteuerten Passanten, die wie die Walking Dead mit gesenkten Köpfen an den spiegelnden Hochglanzfassaden vorbeirennen? Oder ist vielleicht der Versuch gescheitert, eine ehemalige "Altstadt" in eine zeitgemäße, schicke Designer-City zu verwandeln?

Für meinen Selbstversuch warte ich auf die wärmere Jahreszeit und tolles Fotolicht, dann gebe ich Ihnen nochmal Bescheid. Vielleicht überzeugt mich unterwegs auch eine Tasse Kräuter-Teebeuteltee (!) für fünf Euro dreißig vom strahlenden Glanz dieser Metropole. 😏

Siehe auch: Chaos in der CitySo nah und doch so fern, Frauenplatz, Stimmung!, Ist denn schon...?, Engelische Tram-Tangene, Tradition und Moderne, Kleinod, Mobiliar, Nur zur Info, Das Ende einer Ära, Brutalistenpisten, Realsatire, Festplatten Feng-Shui, Schaufensterbummel, Baufortschritt

Weiterführende Links

  • Leere Innenstadt - Was wird aus der Münchner Fußgängerzone? - BR (2022)
  • KaDeWe-Gruppe pleite - TZ München (2024)

Montag, 29. Januar 2024

Baumschule

27 mm | 1/40 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone

#Glückskastanie #Pachira  #Zimmerpflanze 


Heute gibt's wieder etwas Tagesaktuelles, Wartezeiten und Wartezonen bieten ja auch hin und wieder fotografische Möglichkeiten.
Ich weiß nicht, ob Glückskastanien solche Verrenkungen in der Natur freiwillig machen würden? Da muss schon gärtnerisch Hand angelegt werden, und die Erziehung ist streng: Man braucht mindestens drei Einzelpflanzen, die in jungen Jahren, solange die Triebe nicht verholzt sind, miteinander verflochten werden. Bei Birkenfeigen habe ich solche Stämme auch schon gesehen, aber diese Verformungen hält wohl nicht jede Art gleichermaßen gut aus. Wenn man sich eine Glückskastanie ins Haus holt, sollte man wissen, dass sie bis zu zwei Meter hoch werden kann. In freier Wildbahn (Mexiko, Peru, Brasilien) wird Pachira aquatica zwanzig Meter hoch, und sieht dann aus, wie ein richtiger Baum.

Im asiatischen Raum beziehungsweise gemäß den Lehren des Feng Shui gilt die Glückskastanie als Symbol für Wohlstand und Glück, und soll mit ihren handähnlich angeordneten Blättern Geldstücke einfangen und festhalten. Wer glaubt denn sowas? Ich glaube, das war eine clevere Marketingstrategie irgendeiner asiatischen Gärtnerei. 😅

27 mm | 1/60 s | f1,6 | ISO 160 | Smartphone

 

Wenn man unter so einer Glückskastanie sitzt und nach oben schaut, fühlt man sich schon fast wie in den Tropen. Herabfallende Münzen tun weh, darum ist es schon gut, so ein Blätterdach über dem Kopf zu haben. 😆 Nach der heutigen Recherche wäre ich neugierig auf eine Begegnung mit einer ausgewachsenen Pachira in freier Natur, und ohne geflochtenen Stamm. Bei dieser Pflanze sind es übrigens nicht weniger als fünf Einzel-Individuen, die einen "Baum" bilden. Gemessen daran ist die Menge an Blattwerk wahrlich spärlich.

Siehe auch: Überwintern, Zimmerpflanzentrend, Blühende Freundschaft, Ab in Urlaub?, Auf Abwegen, Wunschberuf: Gärtner*in, Dorntülpchen, Mauerblümchen, Transportwesen, #Botanik, Schau-Fenster (11)

Weiterführende Links

Sonntag, 28. Januar 2024

Festplatten Feng-Shui

35 mm | 1/180 s | f8 | ISO 800 | Canon EOS 10D
Januar 2004

#Gegensätze  #Asymmetrie  #nachgereicht

Bei mir steht gerade das große Daten-Backup auf dem Programm, und das zieht sich üblicherweise über einen längeren Zeitraum hin. Im Prinzip könnte man das komplett automatisieren, dann bekommt man davon gar nichts mit. Wenn's irgendwo klemmt, lädt man sich einfach nur die Backup-Dateien zurück auf den Rechner und gut isses. Teilweise mache ich das so, weil es Zeit spart. Teilweise auch nicht, denn die Datenmigration zum Jahreswechsel nutze ich gerne für Aufräumungsarbeiten und Umstrukturierungsmaßnahmen. 

Geänderte Arbeitsabläufe und häufigere Ortswechsel wären eigentlich der Anlass, meine Daten in die vielzitierte und beliebte Cloud zu verlagern, aber das hatte ich schon mal ausprobiert und gar nicht gut gefunden.
Um sicherzugehen, dass speziell meine älteren Platten wirklich noch funktionieren, und nicht nur aus "Glitches" bestehen, schaue ich in viele Ordner rein. Es macht ja auch Spaß. 😊 Das heutige Bild ist ziemlich genau zwanzig Jahre alt. Wissen Sie noch, wer dieser ominöse "Schlecker" war? 😉 

Samstag, 27. Januar 2024

Wechselhaft

23 mm | 1/200 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Baumfreunde  #Moos  #Astbruch
#Aprilwetter im #Winter2023/24

Moos leuchtet erfreulicherweise auch im Winter intensiv grün. Solange das Drumherum in seiner graubraunen Farblosigkeit vom Winter kündet, sind die bemoosten Baumstämme eine echte Augenweide. Bei 12°C Mittagstemperatur im Freien kamen gestern beinahe Frühlingsgefühle auf. Im Inneren der großen Eiche, unter der ich für ein paar Minuten saß, knackte es einige Male sehr laut aus der Tiefe des voluminösen Stamms. Der abgebrochene Ast lag schon am Boden, und als der Wind merklich auffrischte, hielt ich es für keine gute Idee, dort länger sitzenzubleiben, Baumfreund hin oder her. Schade, denn es sind nicht nur die visuellen, sondern auch die akustischen Eindrücke, die den Aufenthalt im Wald so erholsam machen.

Vielleicht ist Baum nur aus dem Winterschlaf aufgewacht, und das Knacken war eine Art Gähnen oder eine Dehnungsübung?  Die Wissenschaft kümmert sich seit ein paar Jahren um die Sprache der Bäume, das nennt man Ökoakustik. Daher weiß man, dass durstige Bäume Knackgeräusche von sich geben, allerdings in einem Frequenzbereich, für den das menschliche Ohr nicht ausgelegt ist.

Im Wettermoderatorenjargon nennt man das derzeitige Hin und Her wechselhaft, mir gefällt das Wort abwechslungsreich besser. 😊 Nachts herrscht noch leichter Winterfrost, mittags kann man Frühlingsgefühle erleben, und abends dann einen stürmischen Starkregenschauer, wie bei einem Sommergewitter, und der Sturm wirbelt das Herbstlaub wieder durch die Luft. Es ist also alles dabei. Dazu passt: Four Seasons in One Day (Vier Jahreszeiten an einem Tag) von Crowded House.

Dass achthundert Meter Strecke ausreichen, um das gut geschützte Innenfach meines Survival-Ruckacks komplett zu durchnässen, habe ich - zumindest im Januar - auch noch nicht erlebt. Man lernt nie aus. Folglich denke ich über einen wasserdichten Rucksack nach, wenn der jetzige eines Tages ersetzt werden muss.

Siehe auch: Baumbruch, MitgenommenAprilwetter, Erkenntnis des Tages, Drei Freunde, oder sogar vier?, Auf den Kopf gestellt, Weather with you?, Großer Flauschangriff, Moosianna!, Filigrün#Baumfreunde

Weiterführende Links

Freitag, 26. Januar 2024

Vier Uhr morgens

300 mm | 1/13 s | f4,5 | ISO 800 | -1 2/3 LW | Nikon Coolpix P1000


#Januarvollmond

Wieder schlaflos? Nein, ich war nur ausnahmsweise sehr früh wach und ausgeschlafen. 😎
Es war tatsächlich exakt vier Uhr, als der Vollmond heute durch die Wolken schimmerte. Nachdem ich im letzten Jahr ziemlich oft nachts mit der Kamera auf ihn gezielt hatte, ist ein Fotoprojekt daraus geworden, das ich in meinem Archiv jetzt "Mondmissionen" genannt habe.
Wolken machen das Thema interessanter, und weil es aus Zeit- und Organisationsgründen gerade weniger tagesaktuelle Bilder gibt, hat mich das frühmorgendliche Motiv für heute erst mal gerettet. 

Mehr Text gibt es ein anderes Mal, wobei ich Ihnen für zwischendurch noch eine Doku/Reportage empfehlen möchte, sie handelt von den Psychotricks der Social Media: Wie Algorithmen uns manipulieren. Die Inhalte finden Sie auch kompakt zum Nachlesen  bei SWR Wissen.

Siehe auch: Morgendliche Mondmission, #Mond oder Manipulationstechniken, die Sie kennen sollten, TV-Tipps für Unerschrockene

Weiterführende Links

Donnerstag, 25. Januar 2024

Glitch beim Check-In

Smartphone, Juli 2014, Flughafen München

#kryptisch  #Zahlensalat  #Buchstabensalat  #Error in #Digitalien

<?8? Was soll das denn bitte heißen? 😜
Diesen Schnappschuss hatte ich vor einiger Zeit aus einem alten Ordner herausgezogen, und er passt zum gestrigen Beitrag. Das Foto ist noch mit einem uralten Handy aufgenommen, das bis aufs Aufnahmedatum keine Kameraeinstellungsdaten mitgeliefert hat. Die sind bei so einem Motiv auch völlig nebensächlich, da zählt der Inhalt. 😁

Was ist das?, werden Sie vielleicht fragen, und warum hatte ich es fotografiert? Nun, mein Mann und ich standen im Sommer 2014 am Flughafen München und wollten einchecken. Wir hatten schon damals vom online Check-In Gebrauch gemacht, und unsere Sitzplätze im Flugzeug am Abend zuvor reserviert. Es hätte alles ganz reibungslos laufen können oder sollen, wenn nicht irgendein Computerproblem am Flughafen die dortigen Druckersysteme vorübergehend lahmgelegt hätte. 

Mittwoch, 24. Januar 2024

Grüße aus Digitalien

#Scanografie  #Photoshopgebastel
 

#Zimmerpflanzen  #Buntnessel  #digitalisiert

Das heutige Fotomotiv ist gar kein Foto, sondern eine digitale Fotomontage, manchmal auch Bildcomposing genannt, und beruht auf einer Scanografie. Ahm, wie bitte?

Nochmal von vorne: Sie sehen ein paar wahrlich knallig bunte, authentische Buntnesselblätter, akkurat auf weißem Hintergrund arrangiert. Diese Blätter hätte ich fotografieren können, stattdessen hatte ich sie auf einen Flachbettscanner gelegt. Es waren tatsächlich verschiedene Pflanzenblätter, aber sie lagen nicht so auf dem Scanner.
Das finale Arrangement besteht aus einer Kombination, die in Photoshop aus mehreren Ebenen zusammengesetzt wurde. Teilweise besteht es aus demselben Ursprungsmotiv, das mehrfach gespiegelt, gedreht, verkleinert, vergrößert, und in überlappenden Schichten zusammengestellt ist. Ich könnte diese Bildmontage nicht wiederholen, denn im Verlauf des kreativen Prozesses entscheide ich intuitiv darüber, wo welches Element am Ende landet, das ist also fast wie beim Erstellen einer Collage aus Papier oder anderen Materialien, oder beim Malen.

Das Endergebnis ist hier ein digitales Kunstprodukt, das mit der realen Pflanze nicht mehr viel zu tun hat. In unserer digitalisierten Welt läuft mittlerweile vieles auf eine ähnliche Weise: Das Digitale und das Analoge vermischen sich, es entsteht etwas Neues, das andersartig ist, und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das ist künstlerisch absolut reizvoll, birgt aber auch gewisse Risiken, je nachdem, wo die Technik zum Einsatz kommt: Fake News und Propaganda, jetzt auch KI-gestützt, im Gegensatz zur "zwecklosen" kreativen Spielerei.

Dienstag, 23. Januar 2024

Mittagssonne

17 mm | 1/950 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone
Panorama aus 3 Aufnahmen
 

#Sturmwolken #Isar  #Thalkirchen  #München

Sieht schon deutlich besser aus als in der Früh bei den Eisgespenstern. 😊

Siehe auch: Zwölf Grad, RegenUnterwegs im Regen, Wintersonnenwende, Treibholz im Wintergrau

Eisgespenst

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone

#Tauwetter  #Eis  #Gesichter
#Winter2023/24

Am Fuß der Rutsche lauern die Eisgespenster. Schauen Sie genau hin: Es sind zwei! 😀 Naja, vielleicht hat sich das große Eisgespenst ja auch nur einen Hut aus einem kleineren Eistier aufgesetzt?

Der #Regen wird sie im Tagesverlauf vermutlich wegwaschen. Um solche Fabelwesen einzufangen muss man mit der Kamera schnell sein. Heute ist kein Fahrradwetter, aber laut Regenradar komme ich in der Mittagszeit halbwegs trocken zu meinem Termin, und wieder zurück. Falls nicht, hat wenigstens mein Smartie eine wasserdichte Schutzhülle, um die Ungenauigkeit der Wettervorhersagen zu dokumentieren. Die Windwarnung habe ich auch schon gesehen. 

Heute vor einem Jahr: Fräulein Smilla ruft (nicht) an.

Siehe auch: Anlehnungsbedürftig, Ist das ein Nasobehm?, Augen auf!, Fantasie, Nicht kleckern, sondern putzen!, Eisklumpen, Schneeball, Frühlingsgrau, Helau!?, Schmodderschnee, Transformation, Eisplattenreport 12/23, Fräulein Smilla beobachtet den Schnee (2), Fräulein Smilla beobachtet den Schnee (1), Die Wetter-Apps sind ungenau!

Montag, 22. Januar 2024

Flugtaxi bitte!

28 mm | 1/829 s | f1,9 | ISO 40 | Smartphone


 #Dreiecksbeziehung

Man muss die Kamera nicht immer gerade halten. 😏 Vor allem dann nicht, wenn sich bei einem Kameradrehungswinkel von 45° nach links eine Bildaufteilung ergibt, in der man im 4:3-Rechteck drei nahezu rechtwinklige Dreiecke unterbringen kann, die unterschiedlicher Natur sind. Über sowas denken Sie nicht nach? Das kann ich absolut verstehen.

Dieses Foto ist aus dem Archiv #nachgereicht, weil ich heute unterwegs noch nichts Lustiges und auch nichts Schönes gesehen habe. Die Tram war voll, aber pünktlich, dafür standen Autos und Busse in einem wirklich krassen Mega-Stau. Da kann man als Fußgänger gemütlich bei Rot die Straße überqueren, und dem Autofahrer, der an seiner grünen Ampel nicht weiterkommt, mit einer mitfühlenden Geste vermitteln, dass so ein Stau echt Scheiße ist für ihn, und dass man zu Fuß an so einem Tag die besseren Karten hat. Seine Antwortgeste und sein Blick signalisierten Verständnis, und wir waren uns vermutlich einig: Wo bleiben die Flugtaxis, für die Andi Scheuer so viel (Steuer)Geld ausgegeben hat? 

Jetzt fehlt nur noch, dass meine Mutter fragt, woher der Ausdruck "bescheuert" kommt. 😅

Siehe auch: Sauber geparkt, Es ist wieder Stau, Nur damit Sie wissen..., Die Qual der Wahl, Think Big!, Herr der Hindernisse, Futuristisch, Bahn frei, Gewimmel am Himmel, Hindernislauf, Pole!, Mit dem Lastenfahrrad ins Weltall, Sachen gibt's..., Gut geparkt ist halb gewonnen, Regelwerk, Lustig, Hoch innovativ, Aufreger?

Weiterführende Links

  • Scheuer hält Verkehr mit Flugtaxis in drei Jahren für realistisch - heise (Mai 2020) 
  • Scheuer macht für Münchner Mega-Projekt halbe Milliarde locker - „damit auch Flugtaxis landen können“ - Merkur (März 2020)
  • Millionenförderung für Flugtaxis: Grüne kritisieren Scheuer - Business-Insider (September 2021)

Sonntag, 21. Januar 2024

Vorsicht Glatteis!

28 mm | 1/127 s | f1,9 | ISO 40 | Smartphone
21. Januar 2021

 

#MemorableMoments  #nachgereicht

Stellen Sie sich vor, Sie treten eine neue Arbeitsstelle an, und Sie gehen zum ersten Mal ins neue Büro. Das Projekt, an dem Sie ab sofort arbeiten werden, ist extrem wichtig, und Sie müssen sofort loslegen, weil Sie noch vor dem Mittagessen erste Ergebnisse abliefern müssen. Als Sie das Büro betreten, stellen Sie fest, dass Ihre Arbeitsgeräte - Computer, Telefon und noch nicht mal der Schreibtisch - da sind. Außerdem hat Ihnen niemand vorher gesagt, dass Sie schnellstmöglich Chinesisch lernen müssen.

Ungefähr so war die Situation im Mutterhome am 21. Januar 2021. Es war der Morgen, an dem meine Mutter nach ihrem Schlaganfall und knapp vier Monaten Aufenthalt in verschiedenen Kliniken und Reha-Einrichtungen nach Hause entlassen wurde. 

Das blanke Glatteis auf der Straße, das ich an diesem Morgen fotografiert hatte, steht sinnbildlich für das Glatteis, auf das ich geraten bin, als ich in meiner Naivität dachte, dass Pflege im häuslichen Umfeld zu schaffen sei. Irgendwie ist das auch zu schaffen. Welchen Preis es kostet, habe ich seit jenem Tag vor drei Jahren auf die harte Tour lernen müssen.

Samstag, 20. Januar 2024

Ein Hauch von Blau

16 mm | 1/150 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Baumfreunde  #Siebenbrunn  #München
#Winter2023/24  #Jahreszeiten

Was machen Bäume im Winter? Die können nicht weg, weil der Sitzplatz im Flieger zu eng ist. 😏 Darum verharren sie an Ort und Stelle, auch wenn es ungemütlich ist. Bäume sind genetisch so programmiert, dass sie das Beste aus der Sache machen, und warten gleichmütig auf den Frühling. Menschen sind anders drauf, vor allem mobiler und geneigt, sich das Leben angenehmer zu gestalten: Überwintern an warmen, sonnigen Orten ist zum Beispiel sehr beliebt. 🌞🍸🍹

Neun von zehn Deutschen würden sich gerne eine längere Auszeit nehmen, und in einer Umfrage gaben 80% der befragten Arbeitnehmer*innen an, dass sie nach einem Sabbatical glücklicher waren als vorher. Rente ist natürlich auch fein, wenn sie denn hoch genug ausfällt. Dafür bin ich derzeit noch zu jung, es steht also nicht zur Debatte.

Im Krankheitsfall wird man automatisch ruhig gestellt, damit sich der Körper erholen kann. Für den "Geist" oder die "Seele" sind solche Auszeiten auch nützlich: Man hat Zeit zum Nachdenken. Oder doch lieber Ablenkungen suchen? Es gibt ja so viele Möglichkeiten... Meine Mutter hat nach der Servus TV Abschaltung den Sender Deluxe Music (TV) für sich entdeckt. Seitdem schaut sie den ganzen Tag Schlagermusikvideos. Am Samstagnachmittag gibt es sogar den "Ligaticker" mit Musik und Fußball; für meine Mutter ist das ein optimaler Zeitvertreib. Das niemals endende Musikprogramm lenkt sie von der Tatsache ab, dass es mit ihrer Gesundheit und Mobilität weiter bergab geht. 

Freitag, 19. Januar 2024

Helau!?

27 mm | 1/160 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Luftballon in #pink für #Smilla
#StreetArt mit #LostThings aus #Plastik
#Winter2023/24

Das Fundstück des Tages lässt einen gewissen Interpretationsspielraum, aber ich überlasse es Ihrer Phantasie, sich einen eigenen Reim auf das Fotomotiv zu  machen. 

Mir ging es natürlich ums #Wetter, was sonst? Schnee on, Schnee off: Es ist ein Januar des Hin und Her. Da kann einem schon mal die Luft ausgehen, und oder gar die rosige Haut faltig werden. Auch der Fasching - anderswo als Karneval bezeichnet, Helau! - nähert sich unaufhaltsam. In der Bäckerei gibt es bereits Krapfen im Sonderangebot, und die Schachtel, gefüllt mit allerlei Gebäckvariationen war beim Niederknien auf den Asphalt ausgesprochen hinderlich.
Großartige Street Art am Straßenrand darf man nicht unfotografiert liegenlassen, auch wenn der dafür erforderliche Balanceakt für Vorbeigehende skurril ausgesehen haben mag. 😂 Die noch tiefere Froschperspektive des Motivs ist leider verwackelt, dafür sind die Krapfen heil geblieben.

Siehe auch: Street-Wear, Smiley ToGoAusgetoastet, Neujahrsgrüße, Bitte warten..., Sachenfinder, Artenvielfalt, Wenn die Zeit reif ist, Rosarote Brille, Foto-Spielkind, #pink, Avis gespensticus qualleniensis, Isarvenus, Schmodderschnee, Transformation, Mal so richtig den Flamingo rauslassen, Oh Valentine...

Donnerstag, 18. Januar 2024

Gscheidhaferl-Gesetz §1

24 mm | 1/30 s | f2,2 | ISO 400 | Smartphone
 

#Hintertür für #Muttergeschichten
#Candidplatz #Untergiesing #München

Begutachtet man das Ärztehaus am Candidplatz aus dieser Perspektive, kann man schon zur An- oder Einsicht kommen, dass an diesem Gebäude etwas getan werden muss. Dass es nun gleich ein vierundsechzig Meter hoher Turm werden soll, der neben und auf den vermoosten "Altbestand" gepropft wird, findet nicht jede*r hier im Viertel gut. Ich auch nicht, weil ich unter anderem nicht möchte, dass die Leute von der geplanten "öffentlichen Dachterrasse mit Weitblick" auf unseren Balkon glotzen, und uns den Blick auf den Sonnenuntergang vermiesen. Das ist natürlich total egoistisch, und sollte dem angeblich nachhaltigen Monsterbau nicht im Wege stehen.
Es gibt viele und deutlich bessere Gründe, warum man hier etwas kleinere Brötchen backen, und aufeinanderstapeln sollte. Genehmigt ist das Projekt noch nicht, aber das sagt gar nichts. Okay, in China wäre der Turm längst fertig und in Betrieb. Die fackeln da nicht so lange herum, und für meine Anmerkungen bekäme ich vermutlich einen Punktabzug in meinem Sozialverträglichkeitskonto. Sind Sie immer lieb und freundlich? 😏

Triggerwarnung: Kennen Sie diese Einblendungen, wenn Sie einen Film streamen? Da steht oben am Bildrand, worauf Sie sich gefasst machen müssen, wenn Sie sich die nachfolgende Sendung anschauen. Es können dann Begriffe erscheinen wie: Fluchen, Alkohol, Rauchen, Sex, Drogen, Gewalt... Werden Sie nicht nervös: Mein Mann und ich sind Cineasten und Quentin Tarantino Fans, da kommt man ohne solche Warnhinweise gar nicht weiter.
Ich habe mir überlegt, ob ich selbige für meinen Blog auch einführen sollte. Vielleicht macht so eine Warnung die Sache gleich viel interessanter. 😆 Also, wenn Sie jetzt weiterlesen, können Sie nicht behaupten, ich hätte Sie nicht gewarnt, es wird #derb.

Mittwoch, 17. Januar 2024

Zeitwahrnehmung

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 125| Smartphone

 #Uhr  #Zeit  #Deko

Diese Uhr ist kaputt, sie steht (un)dekorativ in einem Vitrinenschrank herum, und glänzt mich manchmal gülden an, wenn ich die frisch gewaschenen Geschirrhandtücher in der Schublade darunter verstaue. Wie viele andere, scheinbar nutzlose Dinge, die sich in einem Haushalt über die Jahre ansammeln, könnte diese Uhr längst weg, aber mein Mann will sie behalten. Genauso geht es mir mit einer anderen alten Uhr, in die ich mich auf einem Flohmarkt verliebt hatte. Also darf jeder seinen Uhrenschrott behalten, das nennt sich dann Partnerschaft auf Augenhöhe. 😀

Dienstag, 16. Januar 2024

Noppensocken

26 mm | 1/25 s | f2,2 | ISO 500 | Smartphone

 #Noppensocken  #detailverliebt  #minimalistisch

Zwei Tage ohne neue Fotos, ja Hilfe. Was mache ich denn da? 😅😉
Ich habe kalte Füße und meine kuschlig warmen Lieblingssocken mussten in die Wäsche, darum habe ich mir heute diese Noppensocken angezogen. Das ist ein schönes Wort: Noppensocken... Auf Parkett sind diese Dinger super, weil man nicht ausrutscht. Meiner Mutter würden sie mehr Sicherheit beim Gehen und Stehen bieten, aber sie wollte dieses neumodische Zeugs nicht. Also habe ich diese Dinger übernommen, obwohl ich auch ohne Noppen rutschfrei um die Kurven komme. 

Heute stelle ich fest, dass ich jede dieser Noppen an den Fußsohlen spüre, so als würde ich auf Linsen laufen. Das ist ungewohnt und fühlt sich komisch an, fast ein bisschen wie Reflexzonenmassage. Also auch irgendwie gut, zumindest bis meine Lieblingssocken wieder zur Verfügung stehen. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Körper ja an solche neuen Eindrücke, dann blendet das Gehirn die Signale von Linsennoppe auf Fußsohle automatisch aus, und vorbei ist es mit dem belebenden Massage-Effekt beim Durchschreiten des Raumes. Das will ich gezielt einsetzen. 😆

In Ermangelung sensationeller Fotomotive habe ich heute also mit dem Smartie ein Erinnerungsfoto an den Moment der "Noppenfußmassage" festgehalten. Was machen Sie so, wenn Sie krank(geschrieben) sind? Arbeiten Sie trotzdem aus dem Homeoffice weiter?

Sonntag, 14. Januar 2024

Hilfreiche Lektüre

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 160 | Smartphone


#Situationskomik  #Lesestoff

Heute gibt es kein tagesaktuelles Foto von draußen, es ist wieder "Schonung" angesagt, nebst Kontaktvermeidung. Gut, dass ich noch Motive von letzter Woche in Reserve habe: Im offenen Bücherschrank ist es deutlich leerer geworden, aber es gibt immer noch hilfreiche Lektüre für schwierige und elementare Lebenslagen. 😆 

Samstag, 13. Januar 2024

Überfällig

27 mm | 1/2100 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Weihnachtsdeko im #Januar
#Winter2023/24

Kaum scheint die Sonne, sieht die Welt ganz anders aus. 😍 Haben Sie Ihre Weihnachtsdeko schon abgehängt? Normalerweise macht man das spätestens um den 6. Januar herum, aber unweit der #Templerkirche waren die kahlen Sträucher vor den Häusern gestern noch voller Weihnachtsgebömsel. Viel hilft viel, mag als Dekorationsmotto zur Anwendung gekommen sein. Es ist ein jahreszeitlicher Hingucker, auch wenn ich mich mit meinem Bildausschnitt auf eine schlichte Variante beschränkt habe.

Sonnenlicht erhellt das Gemüt, ändert aber nichts an der Tatsache, dass gestern und vorgestern zwei ziemlich stressige Tage für mich waren. Mit Eigenbeteiligung, muss ich dazu sagen: Ich hätte eben nicht versuchen sollen, den seit 1. Januar abgeschalteten Sender Servus TV aus der Kanalliste im Mutter-TV zu löschen. Geräteseitig ist Servus TV gespeichert, senderseitig hat man den Kanal einfach mit anderen Inhalten gefüttert. Solche technischen Vorgänge brauche ich meiner Mutter nicht erklären, sie versteht das nicht.

Dummerweise fragt sie mich seitdem mehrmals täglich, wieso da oben am Bildschirm immer noch Servus TV steht, wenn gar kein Servus TV gesendet wird. Da kommt nicht mehr ihre schöne Morgenmusik, sondern irgendein anderer Scheiß, den sie nicht mag, und der eine Beleidigung für den Zuschauer ist, wie sie es formuliert. Das ist nicht gut für die Gesundheit, fügte sie hinzu. Vielleicht habe ich mir deswegen schon wieder einen Infekt eingefangen? Der hat mich letzte Nacht aus dem Nichts angefallen, wie ein Raubtier. Allmählich reicht's. 😡

Das Fernsehgerät im Mutterhome ist über zehn Jahre alt, und dass es bei diesem Hersteller ein Problem mit dem Bearbeiten und Sortieren von Senderlisten gibt, hatte ich gemerkt. Bei der Suche nach einer Lösung hatte ich am Donnerstag aus Versehen den ganzen Fernseher nebst reduzierter und vorsortierter Senderliste "zurückgesetzt". Nach dem automatischen Sendersuchlauf haben wir nun den Kanalsalat mit +300 Sendern, von denen wir 280 gar nicht brauchen, sie aber nicht aus der Liste entfernen können... 
Es wird noch die eine oder andere Stunde dauern, bis dieses Durcheinander - womöglich auch mithilfe der Hotline - wieder geradegezogen ist. Never change a running system, kann ich da nur sagen, muss jetzt aber erst mal mit Wärmflasche im Bett bleiben und Hühnersuppe schlürfen. Derweil kann ich mir ja die Hilfe-Videos des Geräteherstellers anschauen. 😫

Siehe auch: Alle ausgeflogen, Zwiebelturm, Verfilzt, Nadelt nicht, Weihnachtsburger, Winterromantik, #Deko, #Kitsch, Zippi-Zappi, Sendeschluss, Da muss ich ja denken!, Weltuntergang

Donnerstag, 11. Januar 2024

Eisklumpen

27 mm | 1/190 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone


#Eis #Winter2023/24 #Smilla
#Jahreszeiten

Es ist immer noch kalt, aber nicht mehr so bitterkalt wie noch vor ein paar Tagen. Um die Jahreszeit fotografisch einzufangen, wollte ich heute auf dem Weg ins Mutterhome "irgendwas Tagesaktuelles mit Schnee oder Eis" fotografieren. Da gibt es ja momentan ziemlich viel zur Auswahl. Interessante Bilder aus dem hochnebeligen Wintergrau hervorzukitzeln ist dann wieder eine andere Herausforderung. 

Ob der Winter seine liebste Jahreszeit sei, wurde der ehemalige Skispringer Sven Hannawald in der NDR Talkshow DAS! gefragt. Skispringen ist schließlich eine Winterssportart, aber den Schnee braucht man nicht unbedingt: Dank moderner Technik und entsprechender Materialien kann man im Training längst im Sommer von einer Schanze springen, und somit ließe sich die ganze Sportart von der Jahreszeit abkoppeln. Sven Hannawald meinte, dass ihm besonders der Frühling und der Herbst gefallen, wegen der Farben und dem Licht. Wenn Schnee liegt, habe man im Winter wenigstens die Helligkeit. Das klingt nach einem schnöden Allgemeinplatz, spricht aber für eine sehr genaue Beobachtungsgabe. Speziell nachts macht es einen Riesen-Unterschied, ob Schnee in der (urbanen) Landschaft liegt, oder nicht. Vielleicht haben Sie Lust, diese Veränderungen selbst einmal (fotografisch) zu erkunden.

Hannawald hat 2002 als Erster alle vier Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen, und sich im Alter von nur 28 Jahren einen Eintrag in den Geschichtsbüchern des Wintersports gesichert. Im selben Jahr wurde er zum Sportler des Jahres gekürt, war vierfacher Weltmeister und Olympiasieger im Team. Nur drei Jahre später beendete er seine Karriere nach einem Burnout. Heute gibt er in Seminaren auf Skisprungschanzen Impulse für Stress- und Burnout-Prävention und ist Botschafter der "Offensive Psychische Gesundheit" der Bundesregierung. (ARD)
Den Link zum ganzen Interview finden Sie unten. 

Kälte + trübes Wetter = Winterblues? Nicht unbedingt. Die Tage werden schon wieder länger, eine kleine Extrarunde zu Fuß, und die Motivsuche haben mich heute ganz gut bei Laune gehalten. Mein Selbstmotivationsmotor stottert noch ein bisschen, springt aber wieder an.

Siehe auch: Winterlicher Tulpengruß, Eiszeit 2008, 2012, 2021Eisblumen, Atsvents 3/2022, Zucker!?, Langeweile-Loop, Schneedecke, Jetzt denken Sie doch endlich positiv!, Boreoutbewältigung: Musikmedizin, Sommerblues, Auf und ab, Licht und Bewegung, Lichtblicke

Weiterführende Links

Mittwoch, 10. Januar 2024

Post liefert Ende 2024 nicht mehr?

27 mm | 1/400 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone
19.12.2023

#Postkutsche2023  #Fahrrad

Vielleicht sind Sie auch irgendwo im Internetz an diese wirklich geniale Aufmacherschlagzeile geraten? Wie bitte? Die Post stellt ihren Dienst ein? Was wird aus den Briefzusteller*innen? Was mache ich dann mit den ganzen Briefmarken, die noch bei mir herumliegen? Wer transportiert künftig meine wichtige Briefpost, die Briefwahlunterlagen, die analogen Urlaubs- und die schönen Weihnachtskarten? Kreisch! 🙀

Alles halb so wild. Hinter dieser Da-muss-ich-doch-sofort-draufklicken Schreckensmeldung geht es um einen kleinen, aber feinen Service der Deutschen Post, von dem Sie vielleicht auch noch nie etwas gehört hatten. Auf den Serviceseiten der Post findet man dazu nichts (mehr):

"Wer einen Schlüssel findet, der einen Anhänger mit einer zustellfähigen Anschrift hat, kann ihn einfach in einen Briefkasten der Deutschen Post einwerfen – unverpackt. Die Post stellt den Schlüssel dann an die angegebene Anschrift zu. Der Empfänger muss dann zwar 8,50 Euro bezahlen, doch das dürfte in den allermeisten Fällen ein Klacks sein, gegenüber den Kosten, die entstehen, wenn man alle Schlüssel wieder besorgen muss." (inside digital)

Naja, ich würde mir den Schlüsselbund nicht unbedingt an die Adresse schicken lassen, an der er auch die Tür aufsperrt, aber dieser Service ist schon fein. Bis Ende des Jahres können Sie ihn noch nutzen, falls nötig. Damit ist Ende 2024 Schluss, Briefe werden weiterhin zugestellt. Dass trotz E-Mail und WhatsApp täglich fast 40 Millionen Deutsche Briefe per Post verschicken, und somit bedeutend mehr als in anderen Ländern, habe ich nebenbei aus demselben Artikel erfahren. Die Postkutsche ist also noch nicht tot, und das freut mich natürlich sehr. 

Nach wie vor beeindruckt bin ich von der Fähigkeit der Redakteure, wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht, und die klickbereite Leserschaft an der Nase herumführt. Oder auch am Rüssel. 😁

Siehe auch: Man darf nicht alles glauben!, Briefankündigung, Sie haben Post!, Briefwahl, Ein Plädoyer für die Urlaubskarte, Liebesbriefe?, #Fahrrad, Randnotizen: Dramaturgisch notwendig, Irrationale Schlüsselfragen, Engelische Tram-Tangene, Was hat uns die Katze denn heute wieder vor die Tür gelegt?

Weiterführende Links

Dienstag, 9. Januar 2024

Schweinderlmagie

27 mm | 1/60 s | f1,6 | ISO 200 | Smartphone

#Schweinderl #Aufkleber  #Giesing  #München
#Winter2023/24

Dieser Schweinderl-Aufkleber verfolgt mich überall hin. Der ist mittlerweile schon ein eigenes Fotoprojekt, und zu so einer Art Schnitzeljagd geworden. Visuell natürlich, und ganz vegan. 😆
Was dieses Schweinderl genau bedeuten soll, habe ich noch nicht herausgefunden, es muss irgendwas mit dem TSV1860 zu tun haben. Weil es ein rot-weiß gestreifter Schal ist, den das Schweinderl trägt, können nur "die Roten" gemeint sein, also der FCB und dessen Anhänger.
Meine Mutter war ja lange Zeit Bayern-Fan, jetzt ist sie das nicht mehr. Diese ganzen tagesaktuellen Fußball-Hintergrundgeschichten gehen grundsätzlich an mir vorbei. Im Mutterhome bewacht das Schweinderl die Klospülung, die seitdem nicht mehr unangenehm aufgefallen ist. Das ist magisches Denken in praktischer Anwendung. 😎 Oder schlichtweg auf diszipliniertes Entkalken zurückzuführen. In diesem Fall ist der Schweinderl-Aufkleber nichts weiter als eine visuelle Erinnerungnsotiz: Ey, wann hast Du zuletzt den Spülkasten entkalkt? Vor Weihnachten.

Montag, 8. Januar 2024

Sklavenhalter

27 mm | 1/60 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone

#Fehlermeldung

Wo ist er hin, der Sklave??? Oder auch die Sklavin? Ich musste schmunzeln, als ich diese Fehlermeldung* sah. Wahrscheinlich wissen Sie nicht, was das für ein komisches Ding ist, das ich da fotografiert habe: Es handelt sich um ein Vibrationstrainingsgerät im Fitnessstudio, das ich regelmäßig aufsuche. Die Wirkung dieser Geräte ist umstritten, aber ich lasse mich speziell am Ende des Krafttrainings gerne mal ein bisschen durchrütteln, und sei es nur zur Entspannung.
Als das Studio eröffnete gab es fünf dieser Geräte, aber die Zeiten sind hart. Das Studio und sein Inventar sind in die Jahre gekommen, die Maschinen nach und nach kaputtgegangen. Die Garantiefrist ist ab- oder der Servicevertrag ausgelaufen, jetzt gibt es nur noch diese eine, und auch die ist neuerdings oft außer Betrieb.

Es geht um's Geld, Personal wurde abgebaut, und es gibt keine Sklaven, die zur Reparatur vorbeikommen. Mögliche Lösungswege: Studio wechseln, selber so ein Gerät kaufen, oder einfach auf das Vibrationstraining verzichten. Das wird "in einer Vielzahl von Bereichen (Leistungssport, Fitness, Rehabilitation, Medizin, Vorsorge, Beauty) angeboten und zur Leistungssteigerung der Muskulatur und zur Verbesserung von Koordination und Gleichgewicht eingesetzt." (Wikipedia)  

Warum mache ich das? Um fit zu bleiben. Meine erste Begegnung mit so einer Maschine hatte ich in einer Reha-Einrichtung. Bevor meine Mutter ihren Schlaganfall hatte, war sie einige Male gestürzt. Mit Sport hatte sie es nicht so, und da reichte es schon, wenn ihr Hund an der Leine zerrte, und die Straße im Winter vereist war. Dass sie sich dabei nie etwas gebrochen hat, und mehrmals mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon gekommen war, kann man als Glück im Unglück bezeichnen. 

Sonntag, 7. Januar 2024

Schmodderschnee

17 mm | 1/120 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Schneematsch  #Wetter  #Smilla
#Winter2023/24

Heute ist Gummistiefelwetter, der schmierseifenartige Bodenbelag macht Patsch! unter den Schuhsohlen. Morgen ist dann wieder Zeit für einen Eisplattenreport, denn die Temperaturen sollen fallen - Verkehrskollaps? Das passt hervorragend zum angekündigten Bahnstreik, und diversen anderen herumschwirrenden Warnungen vor Protestaktionen, die sich dann in Summe wie ein "Generalstreik" anfühlen könnten. Es wird eine interessante Woche, wenn man nicht auf dem Sofa liegenbleiben kann.

Wir haben uns heute früh die Dokumentation "Alles und nichts: Die erstaunliche Wissenschaft des leeren Raums" angeschaut. Die dauert zwei Stunden, wird als geistig, abenteuerlich und erbaulich beschrieben, und das kommt hin. Nach der faszinierenden Reise durch den Kosmos und die Welt der Quantenphysik erkennt man, dass wir mit unserem Alltagschaos wirklich nur eine ausgesprochen kleine Randerscheinung im expandierenden Universum sind. 😊 Verschneite Sonntage eignen sich gut, um Gelassenheit zu erleben.

Gestern nachgereicht: Zehnspurig!

Siehe auch: TransformationHelau!?, Schweinderlmagie, Taghelle Nacht, Eisplattenreport 12/23, Wetter bewegt, Fräulein Smilla beobachtet den Schnee (2), Fräulein Smilla beobachtet den Schnee (1), Schneedecke, Ein Satz, wie ein Gemälde, Philosophische Poesie

Weiterführende Links

  • Deutschland stolpert in einen Generalstreik, den es offiziell nicht geben darf - The European via Focus
  • Alles und nichts: Die erstaunliche Wissenschaft des leeren Raums - Amazon

Samstag, 6. Januar 2024

Weihrauch, Myrrhe und Gold

135 mm | 1/250 s | f14 | ISO 100 | Canon EOS 7D

#Räucherstäbchen  #Rauch

Wenn heute Sternsinger bei Ihnen klingeln und Geld wollen, lesen Sie ihnen diesen Artikel vor. Die hauen sofort wieder ab. 😁

Die heidnischen Rauhnächte sind vorbei, und in einigen deutschen Bundesländern ist heute ein Feiertag, Heilige Drei Könige, oder auch Dreikönigstag. Der christlichen Überlieferung nach brachten drei Weise aus dem Morgenland drei Geschenke für den neugeborenen Jesus mit: Weihrauch, Myrrhe und Gold. Die Delegation, die vor gut zweitausend Jahren zum Geburtstagsfest angereist ist, war neuesten Erkenntnissen zufolge größer, es könnten bis zu zwölf persische Könige gewesen sein. Da erzählt jeder Chronist etwas anderes. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar hat man sich erst neunhundert Jahre später ausgedacht, und diese drei waren weder Könige noch sind sie heilig. Na sowas?! So geht Legendenbildung. 😅 Kommen wir lieber zu den Geschenken, denn darüber scheint historisch Einigkeit zu bestehen. 

Freitag, 5. Januar 2024

Rollgardina Pfefferminz

27 mm | 1/100 s | f1,6 | ISO 160 | Smartphone

#LostThings  #Mode

Heute ist der 05. Januar, und die letzte Rauhnacht steht bevor:, Rückblick auf den Monat Dezember 2023. Heute geht es darum, den Sinn der Impulse der letzten Nächte zu erkennen.

Haben Sie mitgemacht, bei dieser Übung oder diesem Spiel? Konnten Sie in der Zeit zwischen den Jahren ein bisschen innehalten, und zurückblicken auf 2023? Es war nicht alles schlecht. 😏 Vielleicht war Ihr 2023 sogar ein richtig gutes Jahr.
Hatten Sie irgendwann spontane, vielleicht auch ungewöhnliche Ideen für 2024? Ideen gibt es viele; die meisten erscheinen uns, bei Tageslicht und mit dem vielzitierten klaren Verstand betrachtet, ziemlich unsinnig, zu verrückt, oder auch zu unsicher. Nachts sind alle Katzen grau, und im (Halb)Schlaf kommen andere Impulse. Heute Nacht oder an diesem (letzten Ferien)Wochenende ist vielleicht noch einmal Zeit, um über diese Ideen nachzudenken. Welche könnten heuer dran sein, was kommt für die nächsten Rauhnächte auf Wiedervorlage, und was können Sie getrost über Bord werfen?

Ich habe derweil wieder einen Handschuh gefunden. Genauer gesagt: Der lag schon vor Weihnachten am Wegesrand, und ich hatte ihn sorgsam auf den Zaun gehängt, damit er nach Hause zurück findet. Das hat offensichtlich nicht geklappt. Schade, oder? 

Donnerstag, 4. Januar 2024

Tierfreunde

27 mm | 1/170 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 #Schwarznasenschaf in #München  #Giesing  #Siebenbrunn
vor #TSV1860  #Graffiti im #Winter2023/24

04. Januar: Die Rauhnächte nähern sich ihrem Ende. Heute ist die Rückschau auf den Monat November 2023 dran, und das Motto lautet: dankbar sein für das, was ist. 🙏
Vielleicht gibt es in Ihrem Leben ein paar Dinge, für die Sie nicht unbedingt oder gar nicht dankbar sind, die Sie gerne weg oder anders hätten. Aber wofür könnten Sie trotzdem dankbar sein? Vielleicht ist das Wort zu stark, dann nehmen Sie die Frage: Worüber freuen Sie sich? Was lässt Ihr Herz höher schlagen, und sei es nur vorübergehend? Was zaubert Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht? Nehmen Sie solche Momente bewusst(er) wahr.

Manchmal sind es ganz kleine Dinge. Bei mir war es heute früh die Entdeckung, dass die lustigen Schafe wieder da sind. "Viel zu fressen haben die aber nicht", meinte eine Frau am Zaun. Ja, diese kleine eingezäunte Weide hat es in sich. Da kommen die Menschen schnell ins Gespräch.
Fast alle, die die Schafe oder Ziegen dort entdecken, laufen an den Zaun und gucken erst mal. Eltern mit Kindern sowieso. Die Schafe sind zutraulich, und holen sich auch Streicheleinheiten ab. Füttern soll man sie natürlich nicht. 

Diese Schwarznasenschafherde hat seit letztem Jahr Nachwuchs bekommen, und ich habe mich gefreut, sie mal wieder zu sehen. Sie sind nicht immer auf diesem Grundstück, weil sie während des Jahres auf verschiedenen Brachflächen eingesetzt werden. Es könnte auch Schnee liegen, jetzt, Anfang Januar, aber bei aktuell 10° scheint es genug Grünes zu geben, das die Schafe fressen können. Nebenbei bemerkt: Die Haselnusssträucher blühen schon seit letzter Woche.

Mittwoch, 3. Januar 2024

Was ist...?

25 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone

 #Plakat  #Litfaßsäule  #StreetArt

Der Sturm, der meinem wetterfühligen Herbert ziemlich zugesetzt hat, hat gemeinsam mit dem Regen das Plakat der Turner-Ausstellung von der Litfaßsäule gerissen. Und so linst ein gelbgrüner Bärenkönig verhalten optimistisch dahinter hervor, bis die #Zufallskunst mit neuen Werbebotschaften überklebt wird. Was hat mehr Style? Kunst oder Comic? Oder ist es nicht gerade die Kombination aus der hoch angesehenen, klassischen Malerei, wie man sie im Museum findet, und der vermeintlich kulturellen Niederung zeitgenössischer Wegesrand-PopArt?

Ich bin jedenfalls ziemlich lange vor den abgerissenen Fetzen gestanden, und habe nach der optimalen Perspektive gesucht, um beide Welten auf ideale Weise miteinander zu vereinen. 😁
Ist das schon diese vielbeschworene Achtsamkeit im Hier und Jetzt?

Die wäre heute als Rauhnacht-Übung angesagt: 03. Januar, Rückblick auf den Monat Oktober 2023. Achtsam werden für das, was ist. Räucherwerk aus Kampfer, Weihrauch und Wacholderspitzen soll gut dafür sein, hilft vielleicht sogar gegen Husten und Schnupfen, falls Sie gerade irgendwas aufgeschnappt haben. Mir geht's gut, zumal ich für den Sommer eine Auslandsreise gebucht habe. Zum ersten Mal seit fünf Jahren ein richtiger URLAUB! Nicht nur ich, sondern auch Freunde und Therapeuten klatschen vor Freude in die Hände. Die Mutter hat nicht mal gefragt, wohin es gehen soll. Sie fühlt sich existenziell bedroht, und ich erhebe mein Glas auf den Pflegedienst. Verhalten optimistisch...

Siehe auch: Wetterfühliger Herbert, Woraus bestehen Sie?, Sturm!, Nicht in BierlauneIns Museum?, #StreetArt, #Plakat, #Litfaßsäule , #Muttergeschichten

Weiterführende Links

  • Turner-Ausstellung in München bis 10.3.24 - Lenbachhaus

Dienstag, 2. Januar 2024

(Fast) immer geöffnet

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 250 | Smartphone

#BlaueStunde vor der #Bäckerei
#Leuchtreklame  #Wortspiel

Sonntagsbäckereien gibt es nun schon sehr lange. Ich kann mich noch dunkel an Zeiten erinnern, als Supermärkte samstags um 13 Uhr dicht machten, und wochentags nur bis 18 Uhr geöffnet hatten. Manche hatten sogar mittags zwei Stunden oder am Mittwochnachmittag komplett geschlossen. Das Wort Internetz kannte noch keiner. Da musste man seine Einkäufe und den Tagesablauf gut planen, damit das Brot nicht ausgeht. Notfalls gab's die Tankstelle mit Apothekerpreisen. 😅
Nun, zumindest bei den Restaurants und Biergärten haben wir diesen Status fast wieder erreicht. #Veränderung ist allgegenwärtig. Und bei Ihnen?

Heute ist der 02. Januar, drei Rauhnächte liegen noch vor uns. Die Aufgabe für den heutigen Tag oder die Nacht lautet: Rückblick auf den Monat September 2023. Jetzt geht es darum, die Impulse der letzten Nächte zu prüfen und zu sortieren

Falls Sie noch keine hatten: Vielleicht kommen diese Impulse heute Nacht?

Siehe auch:  Ofenfrisch, Warten, Magritte wEISSbLAU, Va PensieroNeueröffnungIns Museum?, Selektiv wahrgenommen, SchickKleinodFotografisches Gedächtnis, Derweil an einem anderen Ort, Kaloriensparkalkulation, Kansas City Shuffle, Pass auf, was du denkst!, Pizzafrisur, Neulich in Babylon, 160 Jahre Telefon, Startklar

Montag, 1. Januar 2024

Neujahr24

27 mm | 18 s | f1,6 | ISO 64 | Smartphone

#Silvester  #Lichtspuren  #Feuerwerk  #München
aufgenommen mit der "Lightpainting-Funktion" am Smartie

Erst mal ein Gutes Neues Jahr für Sie. Fühlt es sich anders an als 2023? Bei mir schon, aber es ist ja in erster Linie die "innere Haltung", die unsere Wahrnehmung der Welt verändert.
Haben Sie die Rauhnacht-Übung gemacht, und Ihre Gefühle in der Silvester/Neujahrsnacht beobachtet?

Mein wackliges Lichtlinienfoto soll so ein bisschen das Auf und Ab des zurückliegenden Jahres symbolisieren, und das ist eine super Ausrede dafür, dass ich mir gar nicht erst die Mühe gemacht habe, ein klassisches Feuerwerksfoto aufzunehmen. Mitternacht, leichter Regen, überall Raketen - entweder man fotografiert "professionell", oder man genießt den Ausblick. Es wäre wirklich blöd gewesen, meinen Mann allein mit dem Sekt im Regen stehen zu lassen. Das geht gar nicht an so einem Tag, in so einer Nacht.

Und so haben wir den 01. Januar erreicht. Die heutige Übung lautet: Rückblick auf den Monat August 2023, und Entscheidungen fürs neue Jahr treffen