Freitag, 3. November 2023

Va Pensiero

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 80 | Smartphone

Vor drei Jahren, also im ersten Corona-Jahr, habe ich am 3. November das Mauerblümchen an der Wand vor dieser Pizzeria fotografiert. Da konnte man sich noch Essen zum Mitnehmen holen. Das heutige Foto ist tagesaktuell, das Restaurant schon seit einiger Zeit geschlossen. An der Tür hängt immerhin ein Schild mit dem Hinweis "Wegen Renovierung". So bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann eine Neu- oder Wiedereröffnung geben könnte. Dieses Beispiel ist leider kein Einzelfall.

Mehrere andere Gastronomiebetriebe im Viertel sind mittlerweile zu, oder arbeiten nur noch mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten. Biergarten im Sommer sonntags geschlossen? Ja, das gibt's. 😒 Selbst eine geniale Edel-Konditorei, der es nicht an Kundschaft gefehlt hatte, musste ihre beiden Geschäfte schließen: Es ist kein Fachpersonal zu finden. Anderswo fehlen die Kunden, weil natürlich auch die Kostenexplosion ihre Spuren überall hinterlässt. Und so wird der allgemeine Wandel auch im Straßenbild sichtbar. Wenn man nicht die ganze Zeit im Internetz abhängt, wo man 24/7/365 einkaufen kann, sieht man die vielen aufgegebenen (kleinen) Ladengeschäfte. Nichtsdestotrotz: "Krisenzeiten sind Gründerzeiten", und "nichts ist beständiger als der Wandel".

Va Pensiero ist nicht nur ein klingender Name für ein italienisches Restaurant, es ist vor allem der Titel eines Chorwerks aus dem dritten Akt der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi. Sie kennen es bestimmt, denn der Gefangenenchor oder Freiheitschor gilt als berühmtester aller Verdi-Chöre. "Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen“... Gibt es einen Gedanken oder einen Wunsch, den Sie gerade auf goldenen Schwingen losfliegen lassen möchten?

Siehe auch: Mauerblümchen, Selektiv wahrgenommen, Wo sind die alle?,   Kaloriensparkalkulation, Kansas City Shuffle, Pass auf, was du denkst!, (Wie) Geht das?, SchickKleinod, Neueröffnung, Ofenfrisch, Pizzafrisur, Neulich in Babylon

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