Mittwoch, 30. Juni 2021

So isset.

 

Die Natur bedarf keiner Erläuterung.
Um ihre Schönheit zu verstehen,
genügt ein offener Blick und ein empfängliches Gemüt. 

Karl Detlef (1836 - 1876),
Pseudonym von Klara Bauer, Romanschriftstellerin

Montag, 28. Juni 2021

Wenn du es mal wieder eilig hast...


Oder auch: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Freitag, 18. Juni 2021

Gut, wenn man rechnen kann


 

In Indien lebte einst ein König namens Sher Khan. Während seiner Herrschaft erfand jemand das Spiel, das heute Schach heisst. Der König war von diesem Spiel so begeistert, dass er dessen Erfinder zu sich an den Königshof rufen liess.

Als dieser weise Mann vor ihn trat, sagte der König, er wolle ihm für diese fantastische Erfindung eine Belohnung geben. Er war reich und mächtig genug, ihm jeden Wunsch zu erfüllen, wie ausgefallen dieser auch sein mochte.

Der Mann erbat sich Bedenkzeit bis zum nächsten Tag, um über seinen Wunsch nachzudenken. Dann, so sagte er, wolle er dem König seinen Wunsch mitteilen.

Als der Mann am nächsten Tag erneut vor den König trat, bat er um ein einziges Reiskorn auf dem ersten Feld des Schachbretts. Der König lachte und fragte ihn, ob das wirklich alles sei, er könne sich doch mehr wünschen. Da antwortete der Mann, er hätte gerne auf dem zweiten Feld zwei Reiskörner, auf dem dritten vier, auf dem vierten acht, auf dem fünften Feld sechzehn Reiskörner.

Die Berater des Königs begannen schallend zu lachen, weil sie diesen Wunsch für äußerst dumm hielten.

Dienstag, 15. Juni 2021

Auf Abwegen

 

Hinter vorgehaltener Hand hatte jemand der Heckenrose zugeflüstert,
dass es ein Leben jenseits des Kleingartens gab.

Montag, 14. Juni 2021

Wie gut ist Ihre Propriozeption?


Ja, das ist gemein. Dieses Zungenbrecher-Fremdwort habe ich vor etwa drei Monaten auch zum ersten Mal gehört. Aufgetaucht ist der Begriff in einer Sendung über den "sechsten Sinn".

Propriozeption bezeichnet die Wahrnehmung des eigenen Körpers nach dessen Lage im Raum, den Stellungen von Kopf, Rumpf und Gliedmaßen zueinander sowie deren Veränderungen als Bewegungen mitsamt dem Empfinden für Schwere, Spannung, Kraft und Geschwindigkeit. (Wikipedia)

Bevor Sie zum besseren Verständnis der Zusammenhänge einen langen Text lesen müssen, schauen Sie sich den vierminütigen Beitrag aus der Sendung W wie Wissen an, siehe weiterführende Links. 

Mit dem Begriff Körperwahrnehmung können die meisten Menschen wahrscheinlich mehr anfangen. Sportler*innen oder Tänzer*innen haben eine deutlich bessere Körperwahrnehmung als "Normalverbraucher", aber das kann man üben. 

Der Choreograph Yoann Bourgeois arbeitet bewusst mit der Propriozeption. Er lässt seine Tänzer*innen nahezu schwerelos durch den Raum pendeln, schwingen, fallen, wieder aufstehen... Die Faszination dieser Darbietungen kann man nicht erklären, man muss sie sehen. Lassen Sie sich also beeindrucken, bei Youtube finden Sie eine schöne Zusammenstellung verschiedener Choreographien.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Big John Carpenter

"Ich brauche ein paar Leute, die reinkommen und sterben. Und eine lange Reihe Leichen."

Als ich diesen Satz hörte, musste ich einfach nur lachen. Ja, vielleicht habe ich einen seltsamen Humor. Das Zitat stammt aus der Dokumentation "Big John Carpenter", die neulich auf Arte gezeigt wurde.

"John Carpenters Filme sollen keine Botschaften vermitteln, sondern Emotionen generieren", heißt es dort im Begleittext. Wenn Sie Horrorfilme mögen, kennen Sie wahrscheinlich Carpenters Klassiker Halloween, oder The Fog - Nebel des Grauens, von denen es jeweils mehrere Fortsetzungen gab. Nicht Ihr Genre? Meins auch nicht, aber ich finde die Lebensgeschichten von Menschen interessant, die hinter solchen Produktionen stehen. Arte kann Dokumentationen über Regisseure*innen und Schauspieler*innen besonders gut. Wenn Sie dem Link weiter unten folgen, finden Sie in der Mediathek weitere Dokumentationen in der Rubrik "Filmgrößen".

Ein anderes Zitat aus der Carpenter-Dokumentation: "Amerika ist anti-intellektuell, war es immer, und wird es immer sein. Wir sind hier eine Bande Taugenichtse, die aus Europa abgehauen sind. Wir wollten unsere Religionsfreiheit. Wir wollten Geld verdienen. Wir waren ein Haufen Banditen. Wir kamen her und rissen uns alles unter den Nagel. Klugen Leuten trauen wir nicht, den Oberschlauen.  Wir mögen die Intellektuellen da drüben (in Europa) nicht. Zuviel Nachdenken ist nicht gut. Wir sind solche Scheißkerle. Unglaublich." Und dann grinst er schelmisch. Schauen Sie mal rein, diese Textstelle finden Sie ab Minute 29:00. Aber reißen Sie nichts aus dem Kontext. Das wäre nicht intellektuell. ;-)

Dokumentation auf Arte, verfügbar bis 1.2.22 in der Mediathek

John Carpenter: Filmographie Auswahl  (Wikipedia)

Dienstag, 8. Juni 2021

Glücklicher Prentice

Prentice Mulford war ein „US-amerikanischer Journalist, Erzieher, Goldgräber und Warenhausbesitzer", der von 1834 bis 1891 lebte. Darum klingen seine Worte heutzutage ein bisschen altbacken. Von ihm gibt es viele Zitate und Aphorismen im Netz, sowie drei Werke mit gesammelten Essays, die im Projekt Gutenberg frei verfügbar sind:

Der Unfug des Lebens.
Der Unfug des Sterbens.
Das Ende des Unfugs.

Ins Deutsche übersetzt wurden diese drei Werke von "Sir Galahad". Wer ist das nun wieder? Bei Wikipedia erfährt man, dass sich eine Frau hinter diesem Pseudonym verbirgt. Sie soll über Prentice Mulford gesagt haben: "Wollte unser Herr Jesus Christus ihn in eine längere Offenbarung verwickeln, Prentice würde vielleicht höflich, jedenfalls entschieden ablehnen und zöge es vor, sich seine Informationen vom lieben Gott direkt zu holen.

Ein interessanter Typ, der tiefe Einblicke gesammelt hat, und seiner Zeit weit voraus war. Heutzutage wäre er Bestsellerautor im Bereich Lebensratgeber.

Weiterführende Links