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| 27 mm | 1/3200 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone |
#Street #Litfaßsäule #Plakat #Colorkey
#Frühling2024
#Muttergeschichten
Offiziell war gestern #Muttertag, aber ich war nicht im Mutterhome. Ich habe auch nicht angerufen, weil dieser #Aktionstag in unserer Familie keine hinreichende Relevanz hat. In der Schule habe ich natürlich gelernt, dass Mütter am Muttertag geehrt werden, und dass man ihnen zu diesem Anlass Geschenke macht, am besten selbstgebastelte. Im Alter von sieben bis neun Jahren verfügt man noch nicht über die finanziellen Ressourcen, um der Mutter ein Diamantcollier zu kaufen, das sie aufgrund der aufopferungsvollen Care-Arbeit, wie es heute heißt, auf jeden Fall verdient gehabt hätte.
Mit ungelenk hingekrakelten Kinderzeichnungen kann man sich nichts kaufen, aber sie kommen von Herzen, oder zumindest aus dem Gefühl, am Stichtag das getan zu haben, was so allgemein von einem erwartet wird. Der wiederholt ausgesprochene mütterliche Hinweis, dass es so etwas wie einen Muttertag nicht braucht!, hat zumindest mir klar gemacht, dass ich mir die Mühe mit den Zeichnungen sparen, und die Blümchen im Garten stehenlassen kann, wo sie auch nicht so schnell verwelken wie in der Blumenvase. Pralinen oder Schnaps haben sich in späteren Jahren als sinnvollere Geschenke erwiesen.
An meine Mutter gedacht habe ich an diesem Muttertag schon. Anlass war das Helene-Fischer-Plakat auf dem Weg zum Fitnessstudio. Die Helene gehört nun so gar nicht zu den musikalischen Favoritinnen meiner Mutter, aber es erinnerte mich daran, dass an diesem Wochenende irgendwas mit dem ESC war. Das hatte ich den Schlagzeilen der Tagespresse entnommen, es war aber nicht notwendig, die ganze Schlagzeile zu lesen. Zum Wochenauftakt sollte ich sowieso einen individuellen Erlebnisbericht von der TV-Übertragung erhalten, und bevor Sie weiterlesen, spreche ich an dieser Stelle vorsorglich eine Triggerwarnung aus... 😅