Donnerstag, 31. August 2023

Nessie

20 mm | 1/140 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Treibholz  #Hochwasser  #Isar  #München

Die Fluten der Isar haben wieder einige neue Fabelwesen mitgebracht. Während der Wasserstand schnell sinkt, wird an der Brudermühlbrücke auch schon wieder gesurft. Na, sagen wir eher: Es werden Surf-Versuche unternommen. Die Wellen sind sehr ungleichmäßig, manche sehr hoch und gleich daneben sieht es aus, als gäbe es tiefe Löcher im Untergrund. Die beiden Surfer, die ich heute früh beobachtet habe, kamen gar nicht erst auf ihre Bretter, oder wenn doch, dann stürzten sie nach gefühlt 0,2 Sekunden wieder ins Wasser. Wer sonst keine Herausforderung hat, sucht sich eben solche...?
Morgen und in den nächsten Tagen klappt's wahrscheinlich besser. Da flacht nicht nur das Wasser ab, es soll auch wieder sonniger und wärmer werden. Vielleicht sehen wir heute sogar den "Blauen Mond"?
Nach der Regenkälte ist der nahende Herbst deutlich spürbar. Im Supermarkt sind die ersten Lebkuchen der Saison eingetroffen, und an den Litfaßsäulen haben die Werbekampagnen für's perfekte Oktoberfest-Outfit Einzug gehalten. Derweil singt die Mutter das Lied "Tür an Tür mit Iris"...

Siehe auch: Tür an Tür mit... Doris?, Vollmondnächte im August, SchwemmlandbewohnerFabelwesen, Gähnende Leere, Sonniges Gemüt, Weather with you?Auf den Kopf gestellt, Treibholz im Wintergrau, Die Größe ist entscheidend, Isar-Tor, Hochwasser Meldestufe 1, Stolperfalle Flauchersteg, Zwölf Grad, Regen, Entwurzelte Riesen

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Mittwoch, 30. August 2023

Tür an Tür mit... Doris?

 #Muttergeschichten  #Musik

Meine Mutter fragt mich ja gelegentlich, welche Musik mir denn so gefällt. Wenn ich ihr das sage, oder ihr über mein Smartie etwas vorspiele, geht es ihr mit meiner Musik meistens so wie mir mit ihrer: damit kann sie nicht so viel anfangen. Gestern hatte sie eine Melodie im Kopf, die sie vor sich hinsummte: "Dadada... Tür an Tür mit Doris..." Sie schaute mich fragend an, weil sie merkte, dass irgendetwas nicht stimmte. "Wie heißt das?"
Ich musste lachen. "Alice", sagte ich. "Tür an Tür mit Alice."
"Ach ja! Alice..." Und dann sang meine Mutter den Refrain erneut: "Tür an Tür mit Doris."
Das wäre lustig, wenn es lustig wäre, und ich mache momentan meistens ein Gesicht, wie der Clown im Foto. Die Wortfindungsstörungen und Erinnerungslücken im Mutterhome nehmen gerade wieder deutlich zu, und auch das körperliche Wohlbefinden wird schlechter. 

Die Tage sind, trotz Pausen und Ablenkung durch ChatGPT sehr anstrengend. Mittlerweile habe ich professionelle Hilfe, und somit Unterstützung bei der Suche nach einem Ausgang aus der Mutter-Matrix. Wenn ich gelegentlich Musik höre, dann ist sie meistens instrumental, minimalistisch und lebt von vielen Wiederholungen. Das monotone Gebimmel beruhigt, oder belebt, je nach Tempo und Rhythmus.

Techno ist eigentlich Blasmusik.
Dieser Spruch stammt ausnahmsweise nicht von meiner Mutter, sondern aus einem Beitrag des Kulturmagazins ttt. Dort wurde Ende Juli der "Spielmannszug" Meute aus Hamburg vorgestellt. Kennen Sie den oder die? Falls nicht, gönnen Sie sich die knapp sechs informativen Minuten bei den weiterführenden Links.

Eine andere interessante Meldung aus der Welt der Wissenschaft lautet: Neurowissenschaftler rekonstruieren Rock-Song anhand der Gedankenmuster von Zuhörern. Computer-Algorithmen suchten in einem Experiment (Ludovic Bellier, University of California) nach Korrelationen zwischen der gespielten Musik und dem, was im Gehirn vor sich ging. Dabei ist es gelungen, den Song "Another Brick in the Wall" von Pink Floyd anhand der Gehirnwellenmuster der Probanden zu erkennen. Momentan braucht man dazu noch ins Gehirn implantierte Elektroden, aber "der Forschungserfolg trägt zu laufenden Bemühungen bei, Gehirnmuster besser zu entschlüsseln und Schnittstellen zwischen Gehirn und Maschine zu verbessern." (Quelle GreWi)

Unter diesem Artikel ist dann noch ein anderer Beitrag verlinkt, der besagt: "Künstliche Intelligenz übersetzt Gedanken in Sätze mit Fehlerrate von nur noch 3 Prozent." Das war eine Meldung aus dem Jahr 2020. Hören Sie jetzt am besten ein bisschen beruhigende oder inspirierende Musik.

Siehe auch: Boreoutbewältigung: Musikmedizin, Musik liegt in der Luft, #Musik

Muttergeschichten: Wie viele Finger sind das denn?, Sommerkonzert, Da muss ich ja denken!Weltuntergang, Hitze-Opfer, Unterhaltsam, Ein Untier ist los!Ein Hauch von Blau, Michelangelos neuester Hit, (Zehn)Tausend magische Momente..., Personalfragen, Fatzebuhk!

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Dienstag, 29. August 2023

Hundrose im Hundswetter

27 mm | 1/115s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Hagebutte

In den geheimen Gärten der Natur verbirgt sich eine kleine Frucht, die so raffiniert ist, dass selbst die griechischen Götter darüber flüstern! Ja, ich spreche von der berühmten Hagebutte – der kleine Superstar der Pflanzenwelt, der mehr Legenden und Mythen um sich gesponnen hat als eine Spinnenfamilie im Urlaub.

Die Hagebutte – auch bekannt als "Rosa canina" oder "Hundrose" – trägt nicht nur den Namen "Hund" in sich, sondern hat auch eine Geschichte, die so abenteuerlich ist, dass selbst Indiana Jones neidisch werden würde. Ein Gerücht besagt, dass die Hagebutte einst von einem verschlagenen Kobold mit einem Faible für Wildrosen gestohlen wurde. Der Kobold, der in einer von Efeu umrankten Hütte lebte, konnte den süßen Versuchungen der Hagebutte einfach nicht widerstehen. Also schnappte er sich ein Körbchen und machte sich auf den Weg durch den dornigen Wald, während er grummelte: "Wenn schon Dornen, dann wenigstens mit Stil!"

Montag, 28. August 2023

Menschen und ihre Abenteuerlust

27 mm | 1/300 s | f1,6 | ISO 50 | Serienbildfunktion | Smartphone

 

#Dauerregen  #Unwetterwarnung  #platschnass

Die Entscheidung eine Künstliche Intelligenz zu verwenden, hängt unter anderem davon ab, wie gut man mit ihr klar kommt. Sie wissen ja: dieser Onlinekurs... Am Samstag hatte mir ChatGTP in Windeseile ein leckeres Rezept für einen einfachen Apfel-Blaubeer-Käsekuchen geliefert, und heute habe ich einen Beitrag zur aktuellen Wetterlage angefordert. Der Auftrag lautete, dabei verschiedene Perspektiven einzunehmen. Als erstes bekam ich:

**Wenn der Himmel weint: Eine vielschichtige Betrachtung des Dauerregens** 

Das war informativ und super ausgewogen, und passt genau deshalb nicht so gut in meinen Blog. 😏 Radfahren war im ersten allgemeinen Überblick (natürlich) nicht mit dabei, das muss man explizit bestellen, also nachfragen. So bekam ich einen Überblick über die Vor- und Nachteile:

 **Nasse Herausforderung und erfrischende Freiheit: Fahrradfahren im Dauerregen**

Anschließend hat Chatty mir beide Texte kombiniert und insgesamt gekürzt. Der ganze Vorgang hat weniger als drei Minuten gedauert. Schauen wir mal, ob Sie das Ergebnis mögen.

Samstag, 26. August 2023

4711: ChatGPT im Mutterhome

 #KölnischWasser  #Sammlerin aus #Leidenschaft 
#Muttergeschichten

Wie Sie sehen liebt meine Mutter dieses Parfüm, und das Arrangement ist nur ein Ausschnitt aus dem Gesamt-Ensemble im Bad. Gestern erklärte mir meine Mutter zum wiederholten Mal, das man diese duftende Mixtur auch als Medizin einnehmen könne, das sei ein uralter Geheimtipp, den sie in ihrem Leben schon ab und zu befolgt habe: Ein Esslöffel, so wie Klosterfrau Melissengeist, wahrscheinlich? Ich dachte mir: Wenn ich gerade diesen Onlinekurs mache, und in der Aufgabe "Erste Schritte" mit der KI herumexperimentieren soll, warum nicht gleich eine der typischen Mutterfragen in den Chat weiter reichen?

Der folgende Dialog gibt die Antworten der KI wider (kursiv), meine Gedanken [in eckigen Klammern], sowie weitere Fragen (fett), die ich an ChatGPT im Gesprächsverlauf hatte. Die Auftaktfrage lautete:

Woraus besteht "Kölnisch Wasser 4711", kann man es auch als Medizin trinken, und wenn ja in welcher Dosierung?

Freitag, 25. August 2023

Und wer bist du?

Nein, das ist weder ein Alien noch ein Roboter, aber die Fahrzeugdesigner haben sich bestimmt etwas dabei gedacht. 😎 

Ich nehme jetzt erst mal an einem zweiwöchigen Onlinekurs teil, um ChatGPT ein bisschen genauer kennenzulernen. Die Zeit für meine Fortbildung muss ich irgendwo anders einsparen, und das heißt, dass ich hier vielleicht nicht mehr täglich poste. Womöglich ergibt sich auch ein Win-Win-Effekt, und ich lasse meine Beiträge gleich von der KI erstellen. Mal sehen, ob die in der Lage ist, mich zu ersetzen, und mal sehen, ob Sie das bemerken würden. 😁 

Falls es Sie interessiert, was im Mutterhome gerade passiert - business as usual. Nachdem die Zimmertemperatur mehrere Tage über 26°C erreicht, und gestern den hitverdächtigen Rekord von  28°C geknackt hatte, meinte die Mutter: "Jetzt ist es endlich so warm, dass ich nicht mehr friere." (Sie trägt unter ihrem T-Shirt noch ein ärmelloses Unterhemd, und schläft nachts immer noch unter der doppelten Winterdecke.)
Ich habe ihr die Nebenkostenabrechnung für 2022, eine Anpassung der Nebenkostenvorauszahlungen überreicht (+150%), und ihr einen Whisky eingeschenkt. Sie hat gelacht, und mich gefragt, was sie jetzt machen soll. Ich gebe die Frage weiter an ChatGPT.

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Donnerstag, 24. August 2023

Ausdauernd

27 mm | 1/320 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Wegwarte  #Sommer23

Die Blüten sind nur morgens von 6 bis 11 Uhr geöffnet, dafür blüht die Wegwarte von Juni bis Oktober, also satte fünf Monate lang! Ich freue mich jeden Tag, wenn ich sie sehe.

Ende Juni hatte ich die ersten Bilder dieses Neuzugangs an der ehemaligen Bienenweide gemacht. Dadurch war die Aufmerksamkeit geschärft, und später habe ich auch direkt am Isarufer viele Exemplare entdeckt. Dort sind die Pflanzen erheblich kleiner, deutlich robuster, und die Farbe der Blüten ist dunkler. Die Isar-Wegwarten haben morgens weniger Sonne, als diese hier.

Mythen gibt es natürlich auch rund um die Wegwarte. Im ausgehenden Mittelalter schrieb man ihr unglaubliche Zauberkräfte zu. Wenn man die Pflanze nach einem bestimmten, bei Wikipedia nicht näher beschriebenen Ritus ausgräbt, soll man im Kampf unbesiegbar und so ganz allgemein unverwundbar werden. 💪 Das klingt sehr gut, lässt sich wissenschaftlich aber leider nicht nachweisen. Wenn man im Internetz weiter recherchiert, findet man bestimmt irgendwo jemanden, der sich mit den Ritualen auskennt. Vielleicht hat die Wissenschaft beim Ausbuddeln oder Pflanzen nur irgendein Detail übersehen. 😆

Mittwoch, 23. August 2023

Rückkehr eines Design-Klassikers

27 mm | 1/10.000 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Glasbaustein  #Glasziegel 

Der Glasziegel ist bei und nach dem Einbau keine hundertprozentig exakte Wissenschaft. Die transparenten Bausteine stehen schon mal ein bisschen schräg, so ganz minimal. Das wird anscheinend durch den Mörtel dazwischen ausgeglichen, und bei nicht-tragenden Wänden ist das wohl kein Problem. Bildbearbeitungstechnisch sind solche Motive eine Herausforderung, besonders wenn man die Kamera bei der Aufnahme nicht ganz gerade gehalten hat, oder gar noch Objektivverzerrungen hinzu kommen. Die Wirklichkeit ist manchmal schräger als das Bild, das wir uns davon machen. 😅

Ob solche Glaselemente schön sind, liegt im Auge der jeweils Betrachtenden, vielleicht finden Sie sie altbacken. Ich mochte diese Dinger schon immer gerne, weil sie eine so schöne, lichtdurchflutete Atmosphäre im Innenraum schaffen, und weil man von Außen nicht reinschauen kann. Schaut man von innen nach außen, kann man auch kaum ahnen, was sich dahinter befindet. Die Welt verschwimmt in abstrakten Lichtbrechungen und Farben... Glasziegel sind sogar Teil der Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Glasbausteine waren in der Architektur eine Zeitlang aus der Mode gekommen, sind jetzt aber wieder voll im Trend. Wer hat's erfunden? Es war der Schweizer Architekt Gustave Falconnier, vor rund hundertvierzig Jahren. Auf der Weltausstellung in Paris 1900 wurden die "briques de verre" ausgezeichnet: geringes Gewicht, wärmedämmende Wirkung, Dauerhaftigkeit und ornamentale Schönheit. Na bitte. 😊
Ob man konkret diese Elemente beim geplanten Abbruch des Gebäudes einzeln herauspicken und wiederverwerten wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Im Baumarkt gibt es die einfachsten Ausführungen derzeit ab 3.99 pro Stück. Wolke, Perlmutt, Aqua - transparent oder farbig? Ich habe leider keine Verwendung dafür, weil ich nichts zu bauen habe. Aber schön, dass vieles, was vorübergehend out war, irgendwann wieder hervorgekramt wird. Man muss nur lange genug warten. 😁

Tipp für Kreative: Einzelne Glasbausteine kann man auch als Vase verwenden oder mit hübschen Gegenständen füllen.

Siehe auch: Mauerwerk, AufgerüstetForm follows function?, VergangenheitKunst am Bau, Brutalistenpisten, Baustellenkunst à la francaise, Eindeutig Neo-Rokoko, Ofenfrisch, Design-Klassiker der Zukunft, 160 Jahre Telefon, Monobloc - Design Klassiker, Mobiles 2022, Präzisionsarbeit, Zeitgeistig

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Dienstag, 22. August 2023

#Meditation

27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 100 | Smartphone


 #Sitzgelegenheit

"Ich glaube, dass Meditation zukünftig so normal im Schulalltag werden könnte, wie ökologisches Bewusstsein schon heute in der Gesellschaft. Ich finde es interessant, dass eine alte Technik die Lösung für ein modernes Problem sein könnte.” – Paul McCartney

“Du beginnst, indem du deine Gedanken wandern lässt und sie dabei beobachtest. Allein die Beobachtung verlangsamt den Geist bis zum völligen Stillstand. Sobald der Geist ruhig ist, halte ihn ruhig. Sei nicht gelangweilt vom Frieden, sei dabei, gehe tiefer in ihn hinein.” – Nisargadatta Maharaj

Siehe auch: Lauschiges Plätzchen, ZeitUnter der Weide, Hanglage, Großstadtdschungel, Und dann wieder: Stille, Quality Time, Aussitzen, In Therapie, Freie Platzwahl, Eigenwillig, Rückzugsorte, Plakative Leere

Montag, 21. August 2023

Aushaltbar

43 mm | 1/400 s | f3,2 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

#Balkonien  #Sommer23

Für ein schattiges Plätzchen im Grünen muss man die Wohnung nicht unbedingt verlassen. Die Nähe zum Kühlschrank hat auch Vorteile. 😊 Freiwillig gelebte Balkonkultur ist was anderes als verordneter Lockdown. 

Heute vor einem Jahr: Brutalistenpisten

Siehe auch: Grüße aus Balkonien, Wunschberuf: Gärtner*in, Festlich, Hurra, es ist Sommer!, Fneiherl fün ACABolle, Fotoserie "Schau-Fenster", Kunst am Bau, Ein Platz im Grünen, Ab in Urlaub?, Fensterweisheit, Heute wird es heiß, Baufortschritt

Sonntag, 20. August 2023

Schwemmlandbewohner

27 mm | 1/4500 s | f4,5 | ISO 50 | -1 3/10 LW | Smartphone Pro Modus

#Treibholz  an der #Isar, farblich aufgepeppt

Bei größeren Hochwasserereignissen sammelt sich immer wieder Treibholz am innerstädtischen Isarufer. Die größeren Baumstämme schaffen es meistens nicht bis in die Innenstadt, sie bleiben schon vorher an den Pfeilern diverser Isarbrücken hängen. Besonders gefährdet sind die Tierparkbrücke und der Flauchersteg. Von dort wird das sperrige Treibgut möglichst schnell entfernt, damit die Brücken keinen Schaden nehmen.
Man könnte die Baumstämme alle abtransportieren und entsorgen, aber anscheinend lässt man einige dieser angeschwemmten Exemplare bewusst am Ufer liegen. Das ist fein, weil sie auch von erholungssuchenden Menschen gerne als Sitzgelegenheiten benutzt, oder wie hier, farblich noch einmal aus dem natürlichen Umfeld hervorgehoben werden. Nötig wäre das zwar nicht, es verleiht den hölzernen Gefallenen aber noch einmal etwas  mehr Aufmerksamkeit.

Vielleicht erinnern Sie sich an das Bild Fabelwesen, den "Roten Mähnenfuchs", den ich im Mai 2023 gepostet hatte? Ich habe ihn jetzt im August noch einmal fotografiert. Warum?

Samstag, 19. August 2023

Kleinod

19 mm | 1/1200 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Feldmüllersiedlung  #Obergiesing  #München

Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es überwiegend im übertragenen Sinne für eine (nicht nur gegenständliche) Kostbarkeit benutzt. (Wikipedia)

Die Feldmüllersiedlung, ein Wohngebiet im Münchner Stadtteil Obergiesing, ist so ein Kleinod. Die Häuser wurden in der Zeit zwischen 1830 und 1860 errichtet, und wirken wie aus der Zeit gefallen. Dass ein ganzes Ensemble von heutzutage niedlich anmutenden Kleinhäusern immer noch steht, und dem Stadtteil eine ganz besondere Atmosphäre verleiht, verdanken wir dem Denkmalschutz. Im Jahr 2017 sorgte der illegale Abriss des Uhrmacherhäusls in der Oberen Grasstraße für Empörung im Viertel, und die mediale Resonanz war groß. Sechs Jahre später klafft schräg gegenüber dieser schmucken Fassade immer noch eine hässliche Baulücke.

Freitag, 18. August 2023

Isar-Tor

19mm | 1/900 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

 #Isar  #München

Dieses minimalistische Objekt aus (vermutlich) Stahl steht schon seit vielen Jahren an der Isar, genauer gesagt zwischen der Brudermühlbrücke im Norden und dem Flauchersteg im Süden. Es ist eine Mischung aus Kunst und Infotafel, sieht imposant aus, und enthält auf der Innenseite einige verblichene Informationen. Die berichten über die vor etwa zwanzig Jahren ergriffenen Maßnahmen zur Renaturierung des Flußbetts, im Zuge des Hochwasserschutzes. Wie wichtig der ist, sieht und hört man immer wieder...

Das Isartor ohne Bindestrich bezeichnet das östliche Stadttor der historischen Altstadt von München. Das ist auch hübsch, und beherbergt das Valentin-Karlstadt-Musäum. Karl Valentin ist der, der mal gesagt haben soll: Heute ist die gute, alte Zeit von morgen. Valentin war Humorist,  nur zur Info. 😏

Siehe auch: Klimmzug, Hochwasser Meldestufe 1Nah am WasserDie beschauliche Seite, Morgens um halb neun, Stolperfalle FlaucherstegBadewetter, Isarstrand, Schattenspender, MorgentauGähnende Leere, FabelwesenSchwemmlandbewohner, Treibholz im WintergrauEntwurzelte Riesen, Wintersonnenwende, Sonn(en)tag, Fotosport oder Biergartentour?

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Donnerstag, 17. August 2023

Miesmäuliges Froschgesicht

27 mm | 1/100 s | f1,6 | ISO 160 | Smartphone

#Schlangenkopf  #Miesmäulchen  #Schildblume  #Turtlehead  #Chelone

Heute gibt's mal wieder halb satirische Blümchenphilosopie. Ich weiß nicht, ob diese Sorte ein Neuzugang am Bach ist, oder ob ich die Schiefe Schildblume (Chelone obliqua) in den letzten Jahren einfach nicht beachtet hatte. Man kann ja nicht alles sehen und fotografieren. 😆

Sieht aus wie ein Froschgesicht, dachte ich mir noch, als ich das Smartie zückte. Bei der Recherche erfuhr ich dann, dass die Pflanze tatsächlich Schlangenkopf heißt, und manchmal auch als Miesmäulchen bezeichnet wird. Ja, das kommt hin. 😆

Im Englischen heißt die Pflanze Turtlehead, also "Schildkrötenkopf". Der Gattungsname Chelone geht - wieder einmal - auf die griechische Mythologie zurück: Der Legende nach hatte eine Nymphe namens Chelone keine Lust, der Hochzeit von Zeus und Hera beizuwohnen. Was für ein Affront, schließlich waren das damals die höchsten Götter! Zur Strafe wurde Chelone mit ihrem Haus in einen Fluss geworfen, wo sie sich in eine Schildkröte (Englisch turtle) verwandelte. Eine Nymphe ist in der Mythologie ein weiblicher Naturgeist, und weil diese Blumen aussehen wie ein Schildkrötengesicht, sind sie seither sozusagen blumige Verkörperungen jener widerspenstigen Chelone.
Da kann ich nur sagen: Passen Sie auf, wer Sie zur Hochzeit einlädt, und machen Sie am besten schon vorher einen Bogen um rachsüchtige GötterInnen. Wer gar nicht erst eingeladen wird, kann hinterher auch nicht fürs Nichterscheinen oder flapsiges Benehmen bestraft werden. 😅

Mittwoch, 16. August 2023

Badewetter

23 mm | 1/430 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Sommer23  #Isar  #Flaucher  #München  #Baumfreunde

Der Sommer ist nicht nur zurück, sondern bleibt auch ein paar Tage länger. Mir tut die Wärme gerade gut, vor allem aber das Licht. Und mein Mann hat heute früh tatsächlich eine Sternschnuppe am wolkenlosen Himmel gesehen. 😊
Die Heizkostenabrechnung fürs Mutterhome ist mittlerweile auch eingetroffen. Ich denke jetzt ganz bewusst an was Schönes, und klappe das Notebook zu. 

Heute nachgereicht: Schnelles Internetz im Jahr 2000
Heute vor einem Jahr: Bitte warten...

Siehe auch: Freibad, Fotosport oder Biergartentour?, Schnee, der auf Ceran fällt, Chillout, Hurra, es ist Sommer!, Stolperfalle Flauchersteg, Sonn(en)tag, Isarstrand, Schattenspender, Zu später Stunde, Glücklicher Prentice

Dienstag, 15. August 2023

Mobiliar

22 mm | 1/280 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Giesing  #München
#Stadtmöblierung

In der Unteren Grasstraße gibt es zwar kein Gras, dafür aber jede Menge Sitzgelegenheiten, sei es vor schönen Geschäften, oder in / vor einer der vielen "umliegenden" Kneipen. #Feiertag

27 mm | 1/490 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

Siehe auch: Kleinod, Ofenfrisch, Pizzafrisur, Selektiv wahrgenommen, Schick, Tanz mit der Vergänglichkeit, Stadtentwicklung live miterleben, Monobloc blau, Wir wollen Sie gesund, Magritte wEISSbLAU, Neueröffnung, Dahoam is dahoam, Heim und Handwerk

Montag, 14. August 2023

Flugbetrieb

245 mm | 1/1250 s | f4 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

#Kondensstreifen

Der Sommer ist zurück! Ganz früh am Morgen ist der Himmel oft noch ganz klar, und dann geht's los.
"Kondensstreifen sind linienförmige, von Flugzeugen verursachte Zirruswolken. Der Energiehaushalt der Erdatmosphäre wird stark von Wolken beeinflusst. Wolken reflektieren einerseits einen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung, sodass sie auf die Erdoberfläche kühlend wirken. Andererseits vermindern Wolken die Abstrahlung von Wärme vom Erdboden in den Weltraum; dadurch wirken sie erwärmend. Welcher dieser Effekte letztendlich überwiegt, ist u.a. von der (optischen) Dicke der Wolken abhängig. [...] Über die deutlich erkennbaren Kondensstreifen hinaus bilden sich jedoch auch Wolken, die sich von natürlichen Zirren nicht mehr unterscheiden lassen. Derzeit wird versucht, den Einfluss dieser zusätzlichen Bewölkung zu bestimmen."

Den gesamten und ausführlichen Text finden Sie beim DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), in der Abteilung Institut für Physik der Atmosphäre. (Quelle) Warum man Kondensstreifen manchmal sieht, und manchmal nicht, wird dort auch erklärt. Das Wort "versucht" finde ich im Zusammenhang mit Forschung nett. Jedi Meister Yoda sagt: "Es gibt kein Versuchen, es gibt nur tun oder nicht tun." 😏 Ich gehe davon aus, dass man Versuche anstellt, um die Rechenmodelle mit Daten zu füttern, und hoffe schwer, dass die Antwort am Ende nicht ausgerechnet "42" ist.

Siehe auch: Gewimmel am Himmel, Verfilzt, Wolkendiffusor, R2D2 ruft 2023 DZ2, Boreoutbewältigung: Musikmedizin, Flieg, Vogel, flieg..., 42 - Die Antwort auf (fast) alle Fragen, Weltuntergang, Naturschauspiel, Wow, Feinripp am Himmel, Die Wetter-Apps sind ungenau!

Mit Sternschnuppen kann ich leider nicht dienen, hätte aber noch ein paar Bilder vom sonntagmorgendlichen Flugbetrieb anzubieten.

Sonntag, 13. August 2023

Sonntagsruhe

400 mm | 1/800 s | f4 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

 

Heute wieder mit einer neuen #Sitzgelegenheit.
Wo sitzen Sie gerne (wenn Sie nicht vor dem Computer sitzen)?

Siehe auch: Sonn(en)tag, Gähnende Leere, Grüße aus Balkonien, Mobiliar, Chillout, Improvisieren, Sonnenhungrig, Zeit, Quality Time, Me Time: Bodenständig, Zu groß

Samstag, 12. August 2023

Sternschnuppen Wochenende

2400 mm | 1/125 s | f7,1 | ISO 400 | -2LW | Nikon Coolpix P1000


 

Wenn man nicht oder nicht gut schlafen kann, ist es wenigstens schön, in einen klaren Nachthimmel schauen zu können. Obwohl es heißt, dass man über Großstädten wegen der Lichtverschmutzung kaum Sterne am Himmel sehen könne, waren heute früh doch eine ganze Menge davon in nordöstlicher Richtung auszumachen. In dieser Richtung soll auch der Meteorschauer der Perseiden zu beobachten sein. Die Sternschnuppendichte erreicht heute Nacht (von Samstag auf Sonntag) den Höhepunkt. Ich wünsch' Ihnen eine gute Sicht - oder einen guten Schlaf, je nachdem, was Sie zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens bevorzugen. 😊

Siehe auch: #Mond

Weiterführende Links:

Freitag, 11. August 2023

Schach, aber nicht matt

18 mm | 1/1600 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

 

#Perlacher Forst

Eigentlich hatte ich nach einem Teich gesucht, der sich irgendwo in dieser Gegend befinden soll, aber ich bin wieder ohne App geradelt. Ein Schachbrett mitten auf der Wiese ist auch nicht schlecht. 😃 Ein Grund mehr, sich nochmal auf die Suche nach dem Teich zu machen. Umwege erhöhen nicht nur die Ortskenntnis, sondern auch das fotografische Glück. Und ja, hurra - der Himmel ist wolkenlos!

Siehe auch: Der perfekte Moment, Routenplan B, Mugl-Tour, Mondfänger, Apfelsinenmondernte, Hänsel und Gretel im Perlacher Forst, Fotosport oder Biergartentour, Pyramedial, Raumgreifend, Verschwiegene Orte, Orientierungsschwierigkeiten!?, Rückzugsorte

Donnerstag, 10. August 2023

Bionik: Das Genie der Natur

27 mm | 1/270 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Dolly oder #Shaun das #Schaf?

Albert Einstein soll gesagt haben, dass man vor allem ein Schaf sein müsse, um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können. Das heutige Fundstück ist seiner Herde entweder entwichen, oder wohl eher unterwegs verloren gegangen. Was Menschen alles auf der Straße verlieren, ist immer wieder faszinierend. Die Natur, die hier recht plastisch und realitätsnah in Miniaturform als Spielzeug nachgebildet wurde, ist noch viel faszinierender. Darum möchte ich Ihnen heute eine dreiteilige Doku-Reihe ans Herz legen, die noch bis Anfang September in der Mediathek verfügbar ist. 

Der Dreiteiler des ORF/3sat ist nicht mehr ganz taufrisch, gibt also nicht die aller-aktuellsten technischen Entwicklungen wider. Für einen Einstieg ins Thema Bionik ist die Sendereihe aber hervorragend geeignet. Bionik beschäftigt sich mit dem Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik. Man geht davon aus, dass die belebte Natur durch evolutionäre Prozesse optimierte Strukturen und Prozesse entwickelt, von denen der Mensch lernen kann. (Wikipedia)

Sie wussten sicher nicht, dass es Experimente gab oder gibt, bei denen (noch einfache) Roboter mit Fliegen gefüttert werden, und aus den Verdauungssäften Energie gewinnen, um sich fortbewegen zu können? Das ist nur eins der wahrlich spannenden Themen, aus denen man fantastische Science Fiction Thriller entwickeln könnte: Kampfroboter, die Menschen fressen, zum Beispiel. Mein Mann meinte, das sei viel zu aufwändig, und wahrscheinlich hat er recht. Solarstrom geht einfacher. 😁

Also, vielleicht doch erst mal die Doku(s) schauen, garantiert naturwissenschaftlich, und mit Fakten untermauert:

Seit vier Milliarden Jahren existiert unser Planet. In dieser Zeit hat die Natur unzählige Antworten auf die Herausforderungen des Lebens gefunden. [...] Draußen in der Wildnis ist fast jedes unserer technischen Probleme bereits gelöst - wir müssen nur hinsehen. Und lernen, das Genie der Natur richtig zu erkennen. (3sat)

Siehe auch: Töne sichtbar machen: Kymatik, Verquarkste Ufopilze, Schwammerlsarg, (Wie) geht das?, Blaumiesel, Tapirus bavaricus montaniensis, Artenvielfalt, Zurück zur Natur, Doch kein Apfel, Avis gespensticus qualleniensis, #LostThings, Tierfreunde, Aprilkäfer

Weiterführende Links

Natur/Wissenschaftsdoku Das Genie der Natur, #Bionik in der 3sat Mediathek, verfügbar bis 4.9.23

Mittwoch, 9. August 2023

Die Wetter Apps sind ungenau!

#Photoshopgebastel

"Wann wird's mal wieder richtig Sommer", intonierte meine Mutter gestern den uralten Schlager von Rudi Carrell, und fragte mich, ob das ein richtiger Schlager gewesen sei, oder ob man dieses Lied für den Carrell extra komponiert hätte. Da musste ich jetzt wieder Google fragen. Nein, die Melodie stammt von einem US-amerikanischen Protest Folk-Song. Ob der deutsche Text vom charmanten TV-Moderator aus den 1970er Jahren geschrieben wurde, steht nicht explizit dabei. Ein Hit war es, und auch heute kennt jeder diese olle Kamelle, weil die Frage nach dem richtigen Sommer jedes Jahr aufs Neue aufkommt. 😆

Letzte Woche hieß es noch: Nächste Woche wird es wieder warm. Diese Woche ist es immer noch genauso kalt, nass und windig wie in den letzten beiden Wochen. Meine Mutter friert natürlich, und lässt sich wieder ihre Winterpullover bereitlegen. Sie lacht nur noch kopfschüttelnd, wenn sie die Meteorolog*innen in diversen Fernsehkanälen dabei beobachtet, wie sie "herumeiern", vor- und zurückrudern, und irgendwie versuchen, ihre ungenauen Zufallsvorhersagen zu aktualisieren.
Meine Mutter ist wohl nicht die einzige, der diese Unzuverlässigkeit aufgefallen ist. Und so liest man in den aktuellen Schlagzeilen der Tagespresse, dass man sich auf diese Wetter-Apps einfach nicht verlassen sollte. Die haben noch nie 100%ig funktioniert, oder der ahnungslose Anwender versteht schlichtweg nicht, was die Vorhersagen bedeuten. Ach so. Ja klar.

Dienstag, 8. August 2023

Schlapp ToGo

Die Spielsaison im Stadion an der Grünwalder Straße hat am Wochenende wieder begonnen, mit einem Sieg für den TSV1860. Diesmal also keine Schlappe. 😁 Der zum Spielende einsetzende monsunartige Regen hat größere Feierlichkeiten danach offenbar verhindert. In den darauf folgenden Tagen hat der Sturm alles Mögliche und Unmögliche durch die Nebenstraßen gewirbelt, und die Stadtreinigung hatte offensichtlich noch keine Zeit, die Hinterlassenschaften zu beseitigen. 

Zeitgeist auf Wanderschaft
Was mich früher im Sinne der urbanen Verunreinigung noch geärgert hat, betrachte ich mittlerweile als faszinierende Fundgrube. Diese Zufallsmischung aus zerquetschten und zerfallenden Bechern, Verpackungen, bedruckten Papier- und Plastikschnipseln erscheint mir wie ein kaleidoskopischer Kosmos, ein Abbild der jeweiligen Gegenwart. Wo sich vor zwei Jahren noch Hygienehandschuhe und FFP2-Masken ein Stelldichein gaben, lungern jetzt wieder Getränkebecher, Pommestüten und allerlei Botschaften im Bordstein herum. Deshalb fällt das jetzt unter #StreetArt.

Schlapp ToGo ist nur eines der heute entstandenen Meisterwerke. 

Montag, 7. August 2023

Morgendosis

100 mm | 1/160 s | f7,1 | ISO 200 | Canon EOS 40D
Aufgenommen in #Amsterdam, August 2009

Fotografisch ist momentan nicht viel los bei mir, und zudem ist das Wetter ausgesprochen launisch. Die verbale Konfettitüte, die mir meine Mutter morgens ins Gesicht schleudert, sorgt immerhin für ein wenig Abwechlung. Konfetti-News: Ob ich will oder nicht, erhalte ich einen Bericht über den AfD-Parteitag, und erfahre Sekunden später, dass das Parfüm aus den 1950er Jahren länger gehalten hat, als die modernen Mixturen, deren Duft viel zu schnell verfliegt, selbst wenn es die gleiche Marke ist. Nachdem sich das Untier in Berlin längst als Wildschwein entpuppt hat, ist an dieser Front Ruhe eingekehrt. Dafür will meine Mutter am Wochenende beobachtet haben, dass eines der Eichhörnchen eine tote Maus im Blumentopf vergraben wollte. Diese Story wollte ich zuerst nicht glauben, aber Google hat solche Einzelfälle tatsächlich bestätigt. Und ich dachte Eichhörnchen wären niedliche Vegetarier. Man lernt nie aus...

Die neueste Skurrilität im Mutterhome besteht in der Spekulation, dass nicht nur ihr Geburtsdatum, sondern auch ihr Geburtsjahr falsch sein müssen. Ganz konkret spekuliert meine Mutter momentan über die Möglichkeit, dass sie mindestens zehn Jahre jünger ist, als in ihren Ausweispapieren steht. Dummerweise passt das nicht zu ihren Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg und lässt sich also schnell entkräften. Ich bin gespannt, welche Theorie ihr morgen dazu einfällt. 

Sonntag, 6. August 2023

Weitsprung?

27 mm | 1/190 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone



#Aprilwetter im #Sommer23

Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur unpassendes Schuhwerk. Wer keine Angst vor nassen Füßen hat, geht hier einfach geradeaus. Mit Anlauf springen wäre auch noch eine Möglichkeit. 😅 Ansonsten gilt sinngemäß die buddhistische Weisheit:

Das Leben birgt viele Umwege in sich.
Die Kunst besteht darin,
dabei die Landschaft

- oder auch die #Stadtmöblierung -
zu bewundern.

Siehe auch: Wetterfühliger Herbert, Gratwanderung, Sommer 2019Land unterNasse FüßeDie beschauliche Seite, Schattenprozession, Abstrakte Kunst, Der Klima-Michel, Signalgelb, Stille(s) Wasser, Regenfrühling, So wird es nicht bleiben, Schnee, der auf Ceran fällt, Hundrose im Hundswetter

Samstag, 5. August 2023

Freitag, 4. August 2023

Wasserfestes Heilkraut

400 mm | 1/800 s | f4 | ISO 125 | -1 LW | Lumix FZ1000 ii

 

#Blutweiderich  #Isar  #München
 
Der Blutweiderich mag es feucht, und bei etwas höheren Wasserständen steht die Uferpflanze schon mal mitten im Wasser. Es hat ja auch viel geregnet in letzter Zeit. Diese hübsche Pflanze, die man auch als Zierpflanze an Gartenteichen findet, blüht von Juni bis September. Sie ist anspruchslos und pflegeleicht, und dazu "ein Nektarspender von besonderem Wert". Für die Schmetterlingsraupen der Nachtpfauenaugen ist sie eine wichtige Futterpflanze.

Eine einzelne Pflanze des Blutweiderichs kann bis zu drei Millionen (!) Samen produzieren, die sich durch Wind und Wasser ausbreiten, und gut am Gefieder von Wasservögeln haften, die dann bei der Ausbreitung mithelfen. Wie so oft handelt es sich um eine interessante und essbare Pflanze, die auch noch ein paar andere für den Menschen nützliche Eigenschaften hat. Abgesehen davon ist sie einfach schön anzusehen, und ein toller Farbklecks in der sommerlichen Landschaft. 

Donnerstag, 3. August 2023

Bodenständig

21 mm | 1/595 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Sommer23  #Isar  #München

"Down to earth": Nach dem Ausflug zum Mond war die morgendliche Froschperspektive am Isarufer heute ein willkommener Ausgleich. Das Wetter wechselt alle paar Stunden, es ist wie im April, nur deutlich wärmer. Der boeige Wind hat mich an meine Wander-Reisen in Island erinnert...
Die das Fotomotiv begleitende Geräuschkulisse wiederum war typisch München: vorne rauscht die Isar, hinten der Mittlere Ring. Dazu das kreischende Lalü-Lala eines Einsatzfahrzeugs im Stau, und von links das laute Scheppern und Dröhnen eines schweren Zangenbaggers, der wohl ausgerückt war, um irgendwo im Park einen Weg freizumachen. Der Wind rauscht heute auch ganz gewaltig, da muss man leider mit noch mehr herabfallenden Ästen rechnen.
Auf der Kiesbank gegenüber nahm eine Frau im eisigen Isarwasser ein morgendliches Bad. Sie ließ sich ein paar Meter vom kalten Strom flussabwärts treiben, und setzte sich anschließend mit ihrem Smartphone in die Sonne. Sie hat mich daran erinnert, dass ich morgens mal wieder kalt duschen könnte, denn das tut - nach dem anfänglichen Kälte-Schock - unglaublich gut, und ist super für Kreislauf und Immunsystem.

Auch die morgendlichen Runden ins Grüne tun mir gut, und solche Aktivitäten bezeichnet man neuerdings als Me Time. Englisch klingt alles viel cooler und weniger umständlich. Me Time heißt, dass man sich Zeit für sich selbst nimmt. Ich-Zeit klingt wirklich blöd und auch irgendwie egoistisch, auch wenn es das gar nicht ist. Das Wort Selbstfürsorge wiederum wirkt altbacken, spießig, und weckt nebenbei Assoziationen an Sozialbehörden. Bleiben wir also bei Me Time oder Auszeit, solange es nichts Passenderes gibt. Ich nenne es gerne kreativen Freiraum.

Mittwoch, 2. August 2023

Vollmondnächte im August

600 mm | 1/100 s | f5 | ISO 400 | -2LW | Nikon Coolpix P1000
 
#DerErste

Ja, es ist wieder Vollmond. 😀 Wolken kommen mir persönlich nicht ganz ungelegen. Bei meiner bequemen Art der Mondfotografie sorgen sie für etwas mehr Abwechslung, vorausgesetzt es handelt sich um halbwegs lichte und / oder schnell ziehende Exemplare. Das war heute Nacht der Fall, und meine innere Uhr hat mich tatsächlich zweimal aufgeweckt, damit ich das Spektakel nicht verpasse. 

Es war richtig schön, und ausgesprochen kurzweilig, mit den schnell ziehenden und sich immer wieder verändernden Wolkenformationen. Auch insgesamt ist viel los, da draußen, im Weltall. Leider komme ich neben der Marmeladen-Flugbahnphysik im Mutterhome nicht so oft dazu, meinen Blick nach oben und über den Tellerrand schweifen zu lassen. Don't look up? Oh doch! Es ist mal wieder an der Zeit. 😎

Dienstag, 1. August 2023

Morgenausbeute

#Bekleidungssortiment

Es kommt schon einiges zusammen, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft. Oder sollte ich besser schreiben: "mit selektivem Blick"? Der Kinderschuh von letzter Woche hat übrigens nach Hause zurückgefunden. Das weiß ich in diesem Fall so genau, weil ich das Bild auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de gepostet und Antwort erhalten hatte. Manchmal ersetzt das Internetz das Fundbüro. 😊
Eine Kaffeetasse mit dem Aufdruck "See you on the Beach" hätte ich heute auch mitnehmen können - zu verschenken -, aber das passt thematisch nicht zu meinem aktuellen Lebensentwurf. "Putzteufel-Pausenkrug" wäre besser, denn meiner Mutter fällt momentan sehr viel aus der Hand. Heute früh hatte sie Marmelade genascht, und dabei ist ihr die Marmelade vom Löffel gesprungen. Sie hat mir genau erklärt, wie es sich mit der physikalischen Fall- und Flugdynamik von Marmelade verhält, von wo der klebrige rote Klecks abspringt, wo er aufkommt, und wie er von dort aus den Teppich erreicht. Mit ihrer Senioren-Greifzange und einem Papiertaschentuch hatte sie schon erste Hilfe geleistet, damit sie den Marmeladenklecks nicht auch noch mit dem Rollator überfährt. Die professionelle Bodenreinigung ist hinterher mein Job. Wenn's nur ein Klecks Marmelade ist, ist es ein guter Tag.

Siehe auch: Fußbekleidung, Gut bewacht, Ruckedigu, Hallo hier!, Man muss lernen, mit seinen Schlappen umzugehenÖkologischer Fußabdruck, Querläufer, Aschenputtel 2022, Maskenwechsel, Gut abgehangen, Hitze-Opfer, Bommelunder, SchnappiHitze-Opfer, Warum klebt der Käse an der Wurst?