Donnerstag, 10. Februar 2022

Feinripp am Himmel

 #Wolken  #Schäfchenwolken 
#Streetfotografie 

Die große Schafherde, die gestern am frühen Vormittag über den Himmel zog, sah schon sehr beeindruckend aus. Blauer Himmel, weiße Wölkchen - ein wunderbarer Frühlingstag im Februar mit angenehmen Plusgraden. Doch, so las ich auf einer Wetterseite, seien diese hübsch anzusehenden Himmelswanderer "Wölfe im Schafspelz", denn sie kündigen einen Wetterumschwung an. Auf den warte ich noch: auch heute soll es schön und sonnig bleiben. Ich bin verwirrt.

"Was du immer mit deinem Wetter hast", sagt mein Mann zu mir, wenn ich morgens die Wettervorhersage sehen will. Ja, ich weiß auch nicht. Es hat mich schon immer interessiert. Einerseits gibt es dafür ganz praktische Gründe: Soll ich die Regen- oder Daunenjacke nehmen, zu Fuß gehen oder Radfahren? Da würde ein Blick aus dem geöffneten Fenster genügen. In Wirklichkeit sind Meteorologen meine heimlichen Helden, vor allem wenn sie nicht nur als schnöde Wetteransager:innen auftreten. Ich will Hintergrundinformationen. Dass nicht immer alles so eintrifft, wie es vorhergesagt wurde, ist Teil des Spiels. Die Informationen aus der Vorhersage ergänze ich sowieso mit eigenen Beobachtungen. Nicht einmal das Regenradar im Internet ist absolut zuverlässig. Wetter ist eine komplexe Angelegenheit, da kann der Mensch rechnen und Modelle erstellen, so viel er will.
Wenn Wetter schön aussieht, dann gefällt es auch meinem Mann. 😁

Schafherde: Altocumulus oder Cirrocumulus?

 

 

Der meteorologische Fachbegriff für Schäfchenwolken lautet Altocumulus. Sie bilden sich in mittleren Höhen zwischen zwei- und siebentausend Metern. Ihnen folgen Haufen- und später auch Schauer- oder Gewitterwolken, erklärt eine Wetterseite. Cirrocumuluswolken sehen sehr ähnlich aus, und bewegen sich weiter oben. Sie bestehen überwiegend aus Eiskristallen und bringen keinen Regen. Ah ja. Da muss man schon genau hinschauen. 😉 #wiederwasgelernt

Das sichtbare Wettergeschehen findet nur in den unteren etwa zehn bis fünfzehn Kilometern der Erdatmosphäre statt, der sogenannten Troposphäre. Darüber beginnt die Stratosphäre, sie reicht bis fünfzig Kilometer Höhe, und bildet eine Art Deckel für Wetterphänomene. Wolken können nicht höher hinaus. Deshalb liegt die Reiseflughöhe von Linienflugzeugen üblicherweise bei zehn- bis dreizehntausend Kilometern. Außer bei schweren Unwettern gibt es in dieser Höhe am wenigsten wetterbedingte Störungen.

Für Menschen wird die Luft schon bei knapp dreitausend Metern zu dünn: ohne extra Sauerstoff oder ausreichende Vorbereitung (Akklimatisierung) kommt es zu Anzeichen von Höhenkrankheit. Bei über achttausend Metern beginnt die Todeszone, dort beträgt der Sauerstoffgehalt der Luft nur noch 32% im Vergleich zu Standorten auf Meereshöhe.

Wenn man bedenkt, wie vergleichsweise dünn die Lufthülle ist, die unseren Planeten umgibt, kann man eigentlich nur ehrfürchtig nach oben schauen.

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