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| 27 mm | 1/350 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone |
#Überbleibsel vom #Hinterhofflohmarkt
#Herbst2026
Am Wochenende war in unserem Stadtviertel der diesjährige Hinterhofflohmarkt. Es war SEHR viel Trachtenmode im Angebot, die auch SEHR gut angenommen wurde, denn es sind gerade SEHR viele Touristen in der Stadt. Viele davon schlendern auch über die hiesigen Flohmärkte, bevor sie zum Oktoberfest weiterziehen. 😊 Ebenfalls im Angebot: Weihnachtsdeko. 😉 Neben Audio-CDs für 10Ct pro Stück hatte ich auf dem Flohmarkt auch etliche Digitalkameras in der Hand: Spiegelreflexsysteme mit Wechselobjektiven - keine 20 Jahre alt, inklusive Fotorucksack... 😅
Wenn man kurz nach Ende der Veranstaltung durch die Straßen schlendert, kommt man an besonders vielen Überbleibseln vorbei, die noch nicht weggeräumt wurden, oder ganz bewusst noch eine Zeitlang liegen oder hängen bleiben, um doch noch von jemandem mitgenommen zu werden. Zeit für Jäger und Sammler und für mich natürlich: Fotofutter. 😉 Gekauft habe ich auch etwas, und ein paar Sachen sogar geschenkt bekommen, unter anderem ein wirklich tolles Notiz-Tagebuch für Minimalisten. Mehr dazu an einem anderen Tag. 😁
Die Google-KI hat mir wieder in Windeseile wissenswerte Hintergründe zu meinem #Streetmotiv geliefert. 👍 Gscheidhaferl und Kulturinteressierte lade ich zum Weiterlesen ein. Wenn Sie einfach nur andere Bilder sehen wollen, dann klicken Sie hier: #BildimBild, #DasGanzeBild oder #Fotofutter?
"Bei dem Bild an dem Garagentor handelt es sich um ein historisches Schulwandbild mit dem Titel „Germanisches Gehöfte (Vor der Völkerwanderung)“.
Das Motiv wurde ursprünglich 1888 von dem deutschen Maler und Illustrator Johannes Gehrts (1855–1921) geschaffen. Es erschien ab 1889 im Leipziger Schulbilderverlag von F. E. Wachsmuth als Teil der Reihe „Ad. Lehmann’s kulturgeschichtliche Bilder“.
Solche Anschauungstafeln wurden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert im Geschichtsunterricht an Schulen eingesetzt, um Schülern das Leben früherer Epochen visuell zu vermitteln.
Johannes Gehrts war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert einer der bekanntesten und produktivsten deutschen Illustratoren. Seine Werke zeichnen sich durch eine sehr detailgetreue, handwerklich meisterhafte Linienführung aus. Aus heutiger Sicht sind seine Darstellungen der Germanen stark romantisiert und historisierend – sie spiegeln eher den Zeitgeist und den Nationalstolz des späten deutschen Kaiserreichs wider als den exakten, modernen archäologischen Forschungsstand.
- Revolution des Unterrichts: Bevor es Beamer, Fernseher oder erschwingliche, reich bebilderte Schulbücher für jedes Kind gab, waren Schulen visuell sehr karg. Die Einführung von großen, farbigen Schulwandbildern (oft im Steindruck-/Lithografie-Verfahren hergestellt) ab den 1870er Jahren war eine pädagogische Revolution.
- „Ad. Lehmanns kulturgeschichtliche Bilder“: Die Reihe, aus der dieses Motiv stammt, war der absolute Goldstandard im Geschichtsunterricht. Das Ziel war es, weg von der reinen Jahreszahlen-Abfrage zu kommen und den Schülern das „echte Leben“ (Wohnen, Kleidung, Handwerk, soziale Hierarchien) einer Epoche greifbar zu machen. Lehrer nutzten sie, um Geschichten drumherum zu erzählen.
- Robust für den Schulalltag: Da diese Bilder im Unterricht täglich auf- und abgerollt, an Haken aufgehängt und von Hunderten Kinderhänden bestaunt wurden, klebte man sie meistens auf stabilen Karton oder verstärkte sie auf der Rückseite mit Leinenstoff – oft mit einer Öse oder Kordel zum Aufhängen, genau wie es bei dem Fundstück auf dem Foto oben zu sehen ist.
Heute sind solche gut erhaltenen Wandbilder beliebte Sammlerstücke und Dekorationsobjekte für Liebhaber von Vintage- und Historienkunst."
Die neueste pädagogische Revolution ist das elektronische Gerät, oftmals mit KI. Ob die auch eines Tages schräg an einer analogen Garagenwand hängt? 😟 Die aktuelle Medienwelle zu diesem Thema ist bei mir auch angekommen. Da fragt sich ein Autor, ob es in zehn Jahren noch Menschen geben wird. Ja, würde ich meinen, denn die brauchen wir für OlympiJa. 😏
Siehe auch: Ohne Menschen geht es nicht, Das Bild hängt schief, Bild gefällig?, #BildimBild, #DasGanzeBild, Hinterhofflohmarkt: Partystimmung, Flohmarkt in der Maxvorstadt, Bevor Sie sterben, Umfunktioniert, Für Jäger und Sammler, Sonnenseite kunterbunt, #Fotofutter
Weiterführende Links
- Germanisches Gehöfte - Motiv bei artvee.com
- Johannes Gehrts - Wikipedia

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