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| 66 mm | 1/100 s | f3,2 | ISO 80 | Nikon Coolpix P7700 |
#Spiegelungen am #Ententeich
#Freibadbächl #Isarauen #München
#Herbst2026
Am Freibadbächl sieht es immer noch ziemlich grün aus. Auch wenn der visuelle Eindruck täuschen mag: Das Wasser ist ziemlich trüb unter den wilden Spiegelungen. Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. 😉
An diesem idyllischen Teich war ich lange nicht. Seit meine Mutter im Pflegeheim lebt, sind andere Wege naheliegender, und die sind meist sehr urban geprägt. Es kommt auch selten vor, dass ich mich schon morgens irgendwo fünf Minuten hinsetzen muss, um Kraft für den Tag zu tanken, und das ist eine wichtige Erkenntnis. 😎
Heute war mir ganz spontan nach so einer Pause; nicht, weil ich sie brauchte, sondern weil ich das glitzernde Morgenidyll eine Zeitlang auskosten wollte. Gute Sonnenstern-Fotos hätte ich gerne mal wieder gemacht, musste aber feststellen, dass ich auf dem kleinen Display meiner Nikon Coolpix kaum sehen konnte, was ich fotografierte. Einen optischen Sucher hat diese "richtige Kamera" nicht, also war es ein bisschen "Arbeitsmethode Blindflug" mit ziemlich viel Ausschuss am Ende des Fotospaziergangs. Auf die Idee, dass ich mir meine Lesebrille unterwegs hätte aufsetzen können, bin ich nicht gekommen. 😂
Es ist nicht alles gut, geschweige denn perfekt in meinem Leben. Es gäbe das eine oder andere, das ich tun könnte, müsste oder sollte, oder irgendwann mal wollte, aber irgendwie erscheinen mir alte Pläne aus der Vergangenheit gerade nicht mehr zeitgemäß. Der Gedanke, dass es okay ist, wie es ist, hat mich überrascht, und auch dass die letzten krassen Jahre ihren Sinn hatten. Das "Universum" hat anscheinend alles richtig gemacht, auch wenn ich damit lange Zeit überhaupt nicht einverstanden war. 😠
Während ich noch verwundert vor mich hin sinnierte, das Loslassen ungemein erleichternd fand, mich aber auch fragte, ob "okay" das richtige Setting für (m)ein Leben ist, gab es im Ententeich urplötzlich eine Riesen-Hektik: Es platschte laut, und das zuvor stille Wasser am Ufer schlug hohe Wellen. Sämtliche Enten, die sich an Land gesonnt und geschlafen hatten, stürzten sich laut schnatternd gleichzeitig in den Teich; sie flatterten oder paddelten hektisch hinaus ins tiefere Wasser. Gleichzeitig drang ein leises Rauschen an mein Ohr, zzzzzzzzzt: Ein imposanter Raubvogel glitt in zwei Metern Höhe Richtung Ufer und landete elegant auf einem Baum.
Dort hielt er eine Zeitlang Ausschau nach seinem Frühstück, doch die Enten hatten gut aufgepasst, sich rechtzeitig gewarnt, und schnell in Sicherheit gebracht. Auf dem Wasser hatte der - vermutlich junge - Greifvogel keine Chance, also flog er schnell wieder davon. Ein unscharfes Foto konnte ich mit meiner Nikon noch machen, um mir von der KI bestätigen zu lassen, dass es ein Habicht war.
Aus so geringer Distanz habe ich noch nie einen Raubvogel gesehen - außer bei den einschlägigen Flugshows im Münchner Tierpark oder auf der photokina (die es seit 2018 nicht mehr gibt). 😅
Auch wenn es noch so idyllisch ist: aufmerksam sollte man schon bleiben - egal ob man gerade als Ente oder als Mensch unterwegs ist. 😉
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Siehe auch: Fünf Minuten Frieden, Aus dem Gleichgewicht, Stille(s) Wasser, Schattenspiegel, Zickzack, Losgelassen, Zur Beruhigung, Reflexionenreflexion, Weißt du noch...?, Kleinstgewässer, Wassernachschub, Gratwanderung, Waldschrat, Negative Gefühle, Fehler in der Matrix?, Nichts ist unmöglich, #Sonnenstern
Weiterführende Links
- Habicht - Wikipedia, NABU, LBV München
- photokina - Wikipedia

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