Mittwoch, 19. August 2026

Regenschauerlich

27 mm | 1/500 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 #Zierahorn  #Wetterlagencheck
#Hitzewelle  #Regen
#Sommer2026

Morgens aus dem Fenster oder vom Balkon schauen ist jetzt wieder sinnvoll: Bleibt es in den nächsten fünfzehn bis dreißig Minuten trocken? Die Wettervorhersage ist ja nicht ganz so detailliert, wenn es um den lokalen Mikrokosmos geht. 😅

Als der Meteorologe im Frühstücksfernsehen heute total begeistert ein - trübes und tristes - Regenwetterfoto präsentierte, stöhnte mein Mann missbilligend. 😒 Er findet diese Wetterfotos im Fernsehen total überflüssig, die Wettervorhersage auch meistens, muss sie sich meinetwegen aber trotzdem anschauen. Darum soll der Wetterheini schnell zur Sache kommen, und nicht lange herumlabern. 
Für mich ist es wichtig zu wissen, was mich draußen erwartet, um entscheiden zu können, welche Kleidung ich morgens anlege, damit es mich unterwegs oder abends auf dem Heimweg nicht kalt erwischt. 😓 Außerdem liebe ich diese Wetterkarten und das ganze Drumherum, weil ich dann auch sehen kann, ob es in Kiel, Bremen, Berlin oder Dresden genauso oder völlig anders wettert als bei uns. 😊

In den letzten Wochen war die Vorhersageshow weniger relevant, weil es beständig heiß, sonnig und somit super einfach war, das passende Outfit zu wählen. Es war der erste Sommer, in dem ich stets nur in eine Ecke des Kleiderschranks gegriffen habe, die ansonsten nur sporadisch zum Zuge kam. Gut, dass ich all die leichten Shirts nicht in einem Anfall von Minimalismus entsorgt hatte. Darüber nachgedacht hatte ich wohl. 😅

Gestern wusste ich, was auf mich zukam - Regen! Erwischt hat es mich trotzdem, und zwar volle Kanne. Die ersten Regenschauer waren schon durchgezogen und es hatte mächtig von oben geplatscht. Meine Abfahrt verzögerte sich bis zur maximal möglichen Deadline, und als es gerade gut aussah, schwang ich mich aufs Fahrrad. Aus den Wolken regnete es nicht mehr, dafür tropfte das kühlende Nass aus dem dichten Laub der vielen Straßenbäume noch in dicken Tropfen herunter. 🌳💧💧💧
Normalerweise kann man sich unter diesen Bäumen unterstellen, wenn es regnet. Verkehrte Welt, dachte ich amüsiert, und machte mich daran, den Candidberg hochzufahren. Keine Bäume, keine Unterstellmöglichkeit. Genau in diesem Moment setzte der Starkregen ein: Innerhalb einer Minute war ich von oben bis unten so platschnass, als hätte mir jemand drei Eimer Wasser über den Kopf gekippt. Nach fünfhundert Metern Steigung durchnässt bis auf die Haut! Ich hätte einen Regenmantel gebraucht, wie er von Hochseefischern getragen wird, oder gleich ein Neopren-Outfit. 🌦🚲🤿

Es war nicht schlimm, weil es immer noch warm ist, und der Regen war es auch. Am Ende meiner kurzen Strecke - 8 Minuten in Bewegung laut Fahrrad-App - hat es mich auch nicht mehr gestört, dass mehrere Ladungen Pfützenspritzwasser zusätzlich von der Seite kamen, als einige Autos an mir vorbeifuhren. Das war Wasserspaß zum Nullkostentarif, und ich sah aus, wie die sprichwörtlich getaufte Maus. 😂 Gut, dass es kein Businesstermin war, sondern nur ein Pflegeheimbesuch, also fast wie zuhause. 😜 Nur zum Fotografieren hatte ich unterwegs keine Lust, ich war ja auch spät dran. 

Als ich am Ziel erfrischt vom Fahrrad abstieg, war das erste Wort, das mir von einer Seniorin entgegenschlug, ein wütendes "Scheißwetter!!!" 😡😠😤 Was sonst? 

"Endlich Regen!", sagte ich, schloß mein Fahrrad ab, und ließ mir im Wohnbereich ein frisches Handtuch reichen, um die triefende Frisur auf meinem Kopf wieder einigermaßen herzurichten. Föhn, Kamm, Haarspray - alles griffbereit.
"Du kannst eine von meinen Leggins anziehen", bot meine Mutter an, und eins ihrer T-Shirts hätte auch noch zur Verfügung gestanden, war aber nicht nötig: Bei der Wahl der Kleidungsstücke hatte ich schon darauf geachtet, dass es sich um schnell trocknende Materialien handelt. 😅
Eine angebrochene Eierlikörflasche musste geleert werden, Kaffee und Kuchen gab es auch gerade auf dem Zimmer, und so manche neue Neuigkeit. ☕👵 Am Ende der Kaffeestunde war mein Outfit wieder trocken, und der Nachhauseweg verlief ohne weitere witterungsbedingte Komplikationen. 👍
"Jetzt kann der See wieder aufgefüllt werden", merkte meine Mutter noch an, und meinte damit den elementar wichtigen Sylvensteinspeicher, dessen Pegel seit Februar um rund elf Meter gesunken war. Bei kräftigen Regenfällen kann er binnen eines Tages um einen Meter oder mehr nach oben gehen. (Welt

Das ist bisher noch nicht der Fall. Zumindest hat der lokale Monsunschauer den unangenehm miefigen Geruch von vorgestern beseitigt, und den Pegelstand der Isar kurzfristig über die Ein-Meter-Grenze gehoben. Die Hochwassermeldestufe beginnt bei 2,40 Meter. Ein Tag "Scheißwetter" reicht also noch nicht zum grundsätzlichen Aufatmen.

Übrigens: Die Landeshauptstadt München hatte die bis einschließlich 1. August 2026 geltende Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht verlängert. Grundlage hierfür war eine aktuelle Einschätzung der Stadtwerke München (SWM) zur Versorgungslage. (muenchen.de

Kurios: Heute vor vier Jahren Für's Protokoll 

Siehe auch: WassernachschubPfützenlauf, Fotomotiv/ationWasserspaß zum günstigen Preis?Zwölf Grad, Regen,  8°C RegenUnterwegs im RegenWassertreten, Weitsprung, Blupp!, Eine andere Ebene, Gratwanderung, Hochwasser Meldestufe 1

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