Mittwoch, 12. August 2026

Urbaner Wegesrand Naturminimalismus

27 mm | 1/950 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Grünstreifen am #Wegesrand 
#Natur  #Design  #minimalistisch #grün
#Hitzewelle  #Sommer2026

Wenn es überhaupt Löwenzahn ist, dann ist es nicht nur das verhasste Unkraut, das sich hier in der Abflussrinne entlang des Bordsteins eingenistet hat. 😲 Soweit ich auf einen ersten flüchtigen Blick feststellen konnte, ist hier auch der Breitwegerich am Start, eine "unverwüstliche und pflegeleichte" und zudem uralte Heilpflanze - oben rechts im "Grünstreifen". Die ist masochistisch veranlagt, denn "sie mag es, wenn auf sie getreten wird, denn so tragen beispielsweise Wanderer die Samen an den Schuhen weiter." (NDR Ratgeber)

Weg mit dem Zeug, das verstopft den Gulli, und dann steht die Straße bei Starkregen unter Wasser? Oder besser stehenlassen, damit das Wasser langsamer ablaufen kann? 😕 Ich bin keine Expertin, was Abwassermanagement angeht. Ich entdecke nur, dass es auch in der fünften Hitzewelle des Sommers ziemlich grünes Grünzeug gibt, das sich selbst zu helfen weiß. Wenn es uns gelingt, dessen nützliche Eigenschaften sinnvoll zu nutzen, wäre das von Vorteil für alle, Stichwort Bionik. Andere Pflanzen wiederum leiden sehr unter der Hitze und Trockenheit. 😔

😲 Faszinierend, aber auch tückisch: "Die Ausbreitungsgeschichte des Breitwegerichs ist eng mit der Kolonialisierung der Erde durch die Europäer verknüpft. Ursprünglich in Eurasien beheimatet, hefteten sich die winzigen Samen des Wegerichs an die Schuhe, Kleider, Wagenräder und Pferdehufen der Siedler. (…) Die indigenen Völker Nordamerikas gaben der Pflanze daher den treffenden Namen „Fußstapfen des weißen Mannes“, denn wo die Siedler auftauchten, wuchs kurz darauf auch der Wegerich.

Dass der Breitwegerich auf Wegen wächst, auf denen keine andere Pflanze überlebt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis extremer Spezialisierung. Seine großen Blätter liegen flach am Boden an und entgehen so dem Fraß von großen Weidetieren sowie dem Schnitt von Rasenmähern. Die charakteristischen Blattnerven sind mit elastischem Stützgewebe (Kollenchym) verstärkt, das wie Stahlseile in einem Autoreifen wirkt: Selbst wenn ein schwerer Wanderschuh oder gar ein Traktorreifen über die Pflanze walzt, werden die Leitbahnen nicht gequetscht und das Blatt reißt nicht ab. Gleichzeitig treibt er seine Wurzeln tief in jene extrem verdichteten Böden, in die andere Pflanzenwurzeln nicht mehr vordringen können." (pflanzen-vielfalt.net 👆) 

Wer im Hinblick auf Natur und Bionik nicht unerwähnt bleiben darf, ist Leonardo da Vinci, der nicht nur Künstler war, sondern sich im weiteren Verlauf seines Lebens "mehr und mehr für das Wissen über die Natur interessierte, und fasziniert von deren Vielfalt und Schönheit war. " (Wikipedia) 
Ich kann den Mann so gut verstehen... 😊 Für ihn hatte Malerei etwas mit Naturphilosophie zu tun.  "Zu seinen Lebzeiten wurde insbesondere von seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten nichts veröffentlicht. Erst im 19. und 20. Jahrhundert fanden sich die Manuskripte in Bibliotheken und privaten Sammlungen und wurden somit erst spät gewürdigt." 

Gut, dass da Vinci kein Minimalist war, sonst wüssten wir nichts davon. Seine Notizbücher, Zeichnungen und Skizzen bestehen aus ca. 6000 Blättern. 😅  Für das fünfzehnte Jahrhundert ist das momumental. Im digitalen Zeitalter kommen bei Ihnen wahrscheinlich mehr an Dokumentseiten zusammen, selbst wenn Sie nur das Allerwichtigste ausdrucken würden oder müssten. Allein die Aufbewahrungsfrist für Steuerdokumente verhindert absoluten Minimalismus, es sei denn, man digitalisiert wirklich alles. 📷😊

Siehe auch: Pflasterstein-Design(Kein) KornkreisNatur @workÖkologischer FußabdruckGrünalarm, ÜberlebenskünstlerUnkraut vergeht nicht?Floristik, #grün#Botanik, Bionik: Das Genie der Natur

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