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| 20 mm | 1/800 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone |
#Starnberg #Uferpromenade
#Steg am #See
#Spätsommer2026
Aah, die Stege am Starnberger See gehören vermutlich zu den am meisten fotografierten Motiven vor Ort. Da ist es schon schön, vor allem bei Sonnenuntergang, wenn man im Hintergrund die Alpenkette am Horizont sieht, und die glatte Wasseroberfläche nicht nur Ruhe ausstrahlt, sondern auch den bunt glühenden Abendhimmel spiegelt. 😁
Morgens um neun bei diesigem Wetter hat man das alles nicht, aber weil alle so davon schwärmen, wollte ich mir diese Location einfach mal ansehen. Wenn sich so ein Zwischenstopp zufällig ergibt, muss man nicht extra hinfahren. 😉
Auf meiner Rückreise von Tirol war ich sehr früh dran. Die Freundin, die ich besucht hatte, brachte mich mit dem Auto zum Bahnhof, und ein verspäteter Regionalzug kam genau zur rechten Zeit, also keine Wartezeit am Abreise-Bahnsteig. 👍
Umsteigen musste ich unterwegs, weil der Regio nicht wie üblich bis München durchfahren konnte. Und so stand ich vor der Wahl, ob ich in Tutzing oder Starnberg in die S-Bahn umsteige. Allein bis zum Hauptbahnhof ist das eine Zockelstrecke mit gefühlt dreitausend Stopps. 😵
Immerhin hatte der Lokführer des verspäteten Regionalzugs eine gute Nachricht für alle Reisenden, nämlich dass die S-Bahn (die sowieso im 20-Minuten-Takt fährt), auf eben diesen Zug warten würde, und man sich beim Umsteigen deswegen ein wenig beeilen möge. Wow, was für ein Service! 😕
Auf meiner Hinreise hatte der SEV-Bus zur Überraschung der Reisenden nicht auf den verspäteten Zug mit all den Tagestouristen aus München gewartet. Der fuhr im Stundentakt, also 56 Minuten Wartezeit im strömenden Regen. 😒
Einen regulären Linienbus als Schienenersatzverkehr zu deklarieren, ist schon sportlich, auch wenn er vielleicht etwas größer ist, als der übliche. Der nächste war so prall gefüllt wie eine Sardinendose, weil der nachfolgende Zug zufällig pünktlich eingetroffen war, und noch mehr Reisende mitgebracht hatte. Die stürmten alle im Laufschritt auf den einen Bus zu, auf den wir schon eine Stunde lang gewartet hatten. 🚍😳
Die Einheimischen waren stinksauer, die Touristen aus aller Herren Länder nahmen die Wartezeit an diesem Tag weitaus gelassener. Tolle Fotos aus Indien hatten sie auf ihrem Handy - unter anderem eine selbst fotografierte Kobra 🐍. Immerhin gab es am Bahnhof ein sauberes Toilettenhäusl und zwei Möglichkeiten, sich mit Kaffee oder Snacks zu versorgen. ☕😵
Gut, dass es regnete, denn an einem sonnigen Tag hätten die Plätze im Ersatzbus höchstens für eine Zugladung ausgereicht, wenn überhaupt. Der Busfahrer musste jedes Ticket einzeln kontrollieren, öffnete also nur die vorderste Tür, was bei den hinten in der langen Schlange Wartenden vermutlich zu unangenehmen Gefühlen und der berechtigten Frage geführt hat, ob sie überhaupt noch mitgenommen werden. Es hat gerade so gepasst, weil es ja auch Stehplätze gab. Ich war froh, dass ich für mich und mein Gepäck einen - engen - Sitzplatz ergattert hatte.
Mittlerweile hatte der stundenlange voralpine Monsunregen die frühmorgens in die Berge aufgebrochenen Wanderer zurück in die Täler getrieben. Diese Frühaufsteher wollten nun, triefend nass, mit ihren voluminösen Trekking-Rucksäcken auch noch in den ohnehin übervollen Bus zusteigen. 🚌🚏
Sie waren nicht die einzigen, die gut eine Stunde Fahrzeit in einer auf engen Serpentinen fahrenden Sardinendose zubringen mussten. 😫 Ansonsten hatte die lange und gewundene Überlandstrecke durchs Bergland landschaftlich durchaus ihren Reiz: Kochelsee, Walchensee - tolle Orte, fürwahr. Mittenwald ist auch schön, bevor es nach Garmisch-Partenkirchen weitergeht. Wollten die nochmal Olympia machen? 😜
Ich dachte schon, die Münchner Öffis wären voll... weit gefehlt. Im urbanen Chaos kann man wenigstens auf einen E-Roller oder vom Bus in eine Tram oder U-Bahn umsteigen. Draußen 'auf dem Land' und erst recht im Gebirge ist man total aufgeschmissen, wenn der Bus nicht fährt. Mich hat unterwegs der Gedanke getröstet, dass Goethe mit der Postkutsche bis nach Italien gereist ist, und dabei bestimmt auch ganz viele interessante Erlebnisse hatte. 😂
Um nach meiner entschleunigten Auszeit nicht sofort wieder ins Münchner Gedränge einzutauchen, war der Heimreise-Stopp am Starnberger See eine durchaus angenehme, weil selbstgewählte "Wartezeit". Ohne Gepäck hätte ich wahrscheinlich noch einen mehr oder weniger langen Fotospaziergang drangehängt.
Schick ist Starnberg ganz bestimmt, man muss nur wissen wo: "Nach dem Chiemsee ist der Starnberger See noch vor dem benachbarten Ammersee der zweitgröße See Bayerns. Keine andere Gegend in Bayern besitzt unter ihren Immobilien so viele alte Villen und Schlösschen. " (www.bayregio-starnberger-see.de)
Vom Tunnel zu den Bahngleisen darf man sich nicht irritieren lassen. 😉
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| 27 mm | 1/900 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone #Gegensätze |
Wie geht es Ihnen, wenn Sie nach einer schönen - vielleicht auch beschwerlichen - Reise nach Hause zurückkehren? Legen Sie erst mal die Füße hoch oder packen Sie sofort Ihren Koffer aus?
Wie lange dauert es, bis Sie wieder in Ihrem "normalen Alltag" angekommen sind, und was wirkt bei Ihnen (am längsten) nach?
Siehe auch: Dahoam is dahoam, Weite weissblau, Seeblick, Ach, die Bahn..., Warten auf..., Dienstreise, Behördengang, Vollsperrung, Getrübter Blick durchs Fensterglas, Wartezeit, Gehen oder radeln?, hometogo 1982, Stille(s) Wasser, Überbrückung
Weiterführende Links
- Starnberger See - Wikipedia, Bayregio Starnberger See, muenchentravel.de
- SEV / Schienenersatzverkehr - Wikipedia
- "Inakzeptabler Zustand" - Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister kritisiert Bahn nach erneutem Chaos - Radio Oberland, August 2026
- „Zumutung für alle Fahrgäste“: Bürgermeister kritisieren Deutsche Bahn – Chaos beim SEV - Merkur via MSN, August 2026


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