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| 27 mm | 1/1150 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone |
#Spiegelungen #BildimBild #Photoshopgebastel
#Architektur #urban #Fotografie 📷
#Herbst2026
Bei manchen Motiven stehe ich mir definitiv selbst im Weg. 😂 Der Anblick der doppelten Spiegelung im urbanen Raum war schon komplex genug, darum wollte ich mein eigenes Antlitz nicht auch noch mit im Bild haben. Also habe ich mich kurzerhand rausretuschiert. 😏
Viele Bildbearbeitungs-Maßnahmen sind mittlerweile so einfach geworden, dass auch bei mir die Versuchung immer größer wird, Fotos zu manipulieren. Meistens geht es ja darum, die Bilder besser aussehen zu lassen, manchmal auch um eine gezielte "Verfremdung der Wirklichkeit", oder aber kreative Spielereien. ChatGPT schickt mir regelmäßig Nachrichten, was es jetzt alles kann. 😅
Was ist überhaupt noch "echt"? 😕
Greifen Sie manchmal zu Bildbearbeitungsprogrammen, sei es auf dem Smartphone direkt oder am Computer? Falls ja: Was bearbeiten Sie - und mit welcher Absicht? Erweitern Sie Ihr Spektrum mit KI?
Hier, im spiegelnden Schaufenster der Rahmenwerkstatt, hing lediglich ein golden gerahmter Spiegel, in dem sich die Straßenszene vor der Christkönig-Kirche im Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg noch ein zweites Mal spiegelte. Dadurch waren die Kirchturmspitzen nach unten gerutscht und plötzlich vergoldet - es wirkte auch ohne extra Bearbeitung ziemlich surreal.
Schloss und Schlossgarten sind definitiv sehenswert, auch wenn man mit den Bildern nicht viel anfangen kann: Da hat die Schlösser- und Seenverwaltung ein Wörtchen mitzureden. Auch deshalb habe ich mich gar nicht mehr um dieses Fotomotiv bemüht, wenngleich "Aufnahmen zu privaten Zwecken (Erinnerungsfotos) in geringem Umfang (ohne Blitz, Stativ, Selfiestick u. Ä.) ohne Genehmigung möglich sind, sofern keine konservatorischen, markenrechtlichen oder organisatorischen Belange dagegensprechen." Ah so... 😅
Ich überlege oft, ob ich den guten Tipp von Ansel Adams befolgen sollte, dass zwölf Bilder im Jahr eine gute Ausbeute sind. Erklären Sie diesen Ansatz der Insta-Gemeinde... 😜
Im Fernsehen gibt es gerade eine Serie mit dem Titel "Ein Leben in zehn Fotos". Das wird selbst bei "normalen" Handynutzern nicht reichen. Wieviele (Erinnerungs)Bilder machen Sie in einem Jahr?
Den in der Dokuserie 📺 vorgestellten Promis wird die Reduktion auf zehn Fotos auch nicht gerecht, selbst wenn es sich um "ikonische Bilder" handelt, von denen man die meisten schon oft gesehen hat. Sie dienen einfach nur als Aufhänger dafür, die Lebensgeschichte der Promis neu zu erzählen. Aber was ist in deren Leben geschehen, wenn gerade kein Fotograf dabei war? Den Unterschied zwischen inszenierter und Schnappschuss-Fotografie muss ich Ihnen nicht erklären. 😉 Was liegt Ihnen näher?
Die Speicherkarte meines Smartphones ist mittlerweile kurz davor, keine weiteren Daten mehr aufzunehmen, obwohl ich meine Bilder regelmäßig radikal lösche. Videos müssen sowieso weichen, aufrüsten lässt sich mein Smartie nicht mehr, und in irgendeine Cloud lade ich meine Bilder grundsätzlich nicht.
Anlässlich meiner jüngsten großen Löschaktion habe ich noch einmal bis ins Jahr 2022 zurückgeblättert. Ein Bild pro Tag hatte ich auf der Speicherkarte behalten, nach über vier Jahren wird auch das eng. Die Systemanalyse ergab: Es liegt eher an den gefräßigen Apps als an meinen "Bildern des jeweiligen Tages". Aber wie oft schaut man sich diese Bilder an? 👀
Ich erlebe es sehr oft, dass mir jemand Fotos zeigen will, sie dann auf dem Handy aber gar nicht mehr findet. Wo war das gleich noch? Irgendwo in Whatsapp & Co, in der eigenen Galerie - und wenn ja: wie lange ist das her, oder von und im Kontakt mit wem ist es aufgetaucht? 😓 Das ist schon schade und frustrierend. Interessant ist aber auch die Funktion, dass sich per App verschickte Bilder oder Nachrichten innerhalb einer gewissen Frist von selbst wieder löschen.
Irgendwann ist jedes Handy platt oder veraltet, die Fotos hoffentlich irgendwo an einem anderen Ort gesichert, und lassen sich von dort aus wieder zugänglich machen. Oder ist es gar eine Erleichterung, dass die technische Vorhersehung für eine Begrenzung der persönlichen Daten- und Bilderflut sorgt? Auch "digitale Materie" bindet, weil man sich darum kümmern muss. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Smartie-Fotos?
Nach mehreren Jahrzehnten Fotografie, die sich bei mir seit einem Vierteljahrhundert rein digital abspielt, freue ich mich immer noch, in alten Archiven herumzustöbern und dabei Aufnahmen zu entdecken, an die ich mich nur noch vage erinnert hatte. Alte Fotos vom Schloss Neuschwanstein müssen auch irgendwo in diesem Archiv herumlungern, analog und digital. Der historische Bau hat sich in all den Jahren kaum verändert, im Gegensatz zum Durcheinander in Münchens Straßen. Das schräge Rahmenwerkstattmotiv werde ich definitiv länger im Gedächtnis behalten. Mit dem Untertitel "Unterwegs zum Steuerberater" wird es zu einer meiner persönlichen Alltags-Ikonen. 😂
Haben Sie auch so etwas wie eine "persönliche, fotografische Ikonen-Sammlung" - also Bilder, die Sie nur einmal anschauen müssen, um sich zu erinnern, womit oder mit wem Sie jenen Tag zugebracht haben? Schauen Sie mal wieder rein, in Ihre Smartie-Fotosammlung. Wer weiß, welche Schätze da noch auf Sie warten, die vielleicht in eine Rahmenwerkstatt gehören. 😊
Siehe auch: Panoptikum, Visuell orientiert, Augenmerk, Verspiegelt, Hilfeeee!, Kalt-warmer Komplementärkontrast, Uhren tragen, Chaos in der City, (Un)Ruhig, #BildimBild, #Photoshopgebastel, #Spiegelungen, o. T.
Weiterführende Links
- Neuhausen-Nymphenburg - Wikipedia, www.muenchen.travel, muenchen.de
- Christkönig-Kirche München - Wikipedia, Homepage
- Schlösser- und Seenverwaltung Bayern Fotogenehmigung - Homepage
- Ansel Adams - Wikipedia
- 📺 Ein Leben in zehn Fotos - fernsehserien.de, im Mediathek-Viewer
- Ikone - Wikipedia

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