Freitag, 24. April 2026

o. T.

28 mm | 1/3000 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 #Tulpenmagnolie  #Blüten  #Ziergehölze
#Kreativität #Wortklauberei
#Frühling2026

Die Überschrift Augenweide hatte ich schon einmal für ein anderes Frühlingsfotomotiv verwendet. Hier würde der knackige, wenngleich altmodische Begriff auch passen, aber dann bestünde Verwechslungsgefahr.

Mit aktuell zweitausendneunundachtzig 😳 veröffentlichten Beiträgen in diesem Blog muss ich mir immer wieder was Neues einfallen lassen - eine kreative Herausforderung, aber mir gefällt das. Es ist eine spezielle Form von Gehirnjogging, oder auch Kreativitätstraining. 😊

Kennen Sie das auch: Sie laufen durch eine Ausstellung, und jedes zweite ausgestellte Kunstwerk hat ein Wapperl dran, auf dem o.T., steht - also "ohne Titel". Bei Fotowettbewerben kommt dieser titellose Titel oft vor, und er ist kein Zeichen von Amateurhaftigkeit: auch etablierte Künstler*innen, deren Werke in angesehenen Museen oder Galerien hängen, machen davon Gebrauch. 

Manchmal ist o.T. ja ganz passend, damit man sich selber etwas zum komplett unverständlichen Motiv ausdenken kann, aber manchmal kommt es mir auch so vor, als wäre dem Künstler wirklich nix eingefallen. 😒 Natürlich kann man sich mit Bildtiteln wie "Magnolie" oder "Eichhörnchen" behelfen, die dann einfach nur das beschreiben, was man auch ohne den Titel erkannt hätte. 😴
"Magnolie 325" oder "Magnolie Untergiesing" wäre in so einem Fall noch ein bisschen spezifischer. 😜 Humorbegabte Menschen könnten auch "Kuckuck" unter ein Magnolienwerk schreiben, oder "Hurzelpurz!", aber wenn man nicht gerade Helge Schneider ist, käme sich der geneigte Betrachter wahrscheinlich verarscht vor. 😠😒
Sagen wir so: Ein kreatives Werk wird nicht besser oder schlechter, wenn man ihm keinen Titel gibt. Ein kreativer Titel wäre natürlich das Sahnehäubchen fürs Gesamtkonzept. 😃😮😎

Es ist wirklich nicht einfach: Bild- oder objektschaffende Menschen sind in der Regel visuell oder haptisch orientiert, also begabt darin, etwas zu sehen 👀 oder mit den Händen zu formen ✋. Das ist neurologisch etwas völlig anderes, als mit mehr oder weniger abstrakten Wörtern herumzujonglieren - da sind andere Bereiche im Gehirn aktiv. 

Bei mir streikt das System, wenn meine Augen mathematische Formeln oder auf Papier geschriebene musikalische Noten ins neuronale Netz senden. Dann reagieren meine grauen Zellen im Schädel mit Häh? und der Magen meldet, dass er bitte nicht mit so etwas Unleckerem konfrontiert werden möge. 😞😵
Ein Buch mit sieben Siegeln kriegt man halt nicht auf, und das ist gut so, weil dann die Apokalyptischen Reiter kämen, und das wäre das Ende der bisherigen Welt. Hm... Gäbe es danach eine neue, und wie sähe die dann aus? Besser als die bisherige vielleicht? 😕 Wenn es dort keine blühenden Magnolien oder Menschen mehr gäbe, wäre ich dafür, diese Siegel unangetastet zu lassen. Wenn es um einen scheinbaren Mangel an Begabung geht, könnte man durch spezifisches Training etwas daran ändern. 😊

Mathematisch begabte Menschen sind übrigens oft sehr musikalisch. Ob das umgekehrt auch so ist, müsste ich wissenschaftlich fundiert recherchieren. Ich kenne nur Musiker, die gerne praktisch musizieren, aber trotzdem nicht besonders gut im Rechnen oder mit ihrer Steuerklärung sind. Wussten Sie, dass Björn und Benny von den ABBAs keine Noten lesen konnten, als sie ihre größten Hits komponierten? Das ist doch eine ermutigende Erkenntnis für alle, die ebenfalls mit diesem kryptischen Symbolgekritzel auf Kriegsfuß stehen. 

Mein Mann wiederum schüttelt regelmäßig den Kopf, weil ich jeden Tag schreibe, und dann erzählt er mir, wie schrecklich der Deutschunterricht in der Schule war, und wie ungerne er schreibt. Ja, die Schule... Glauben Sie nicht, dass ich den Deutschunterricht toll fand - ich habe als Kind einfach gerne und viele Bücher verschlungen, weil sich darin tolle Geschichten ereigneten. 😎 
📺 Dazu ein kleiner TV-Tipp am Rande: In der Sendung Stadt Land Kunst auf arte finden Sie einen Beitrag über James Krüss. Aus dessen Feder stammt unter anderem der Roman Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Wo liegen Ihre Stärken? 
Was ist für Sie ein sprichwörtliches "Buch mit sieben Siegeln", also völlig unverständlich? 
Haben Sie einen "Workaround" gefunden, also eine Möglichkeit, eine (scheinbar) fehlende Begabung auszugleichen? Wieso fällt mir da als Beispiel gerade das Wort Steuerberater ein? 😅

Zum Schluss möchte ich nochmal auf das Wort Augenweide zurückkommen: "Im Wettbewerb Schönstes bedrohtes Wort gehörte es zu den 47 Wörtern, die sechs Mal oder häufiger eingesandt wurden. Im Deutschen wird damit ein sehr schöner und wohltuender Anblick beschrieben. Der Begriff leitet sich nicht von den heutigen Bedeutungen Weide als landwirtschaftliche Nutzfläche oder von der Pflanzengattung Weiden (Salix) ab, sondern von der mittelhochdeutschen Bedeutung von „Weide“ als Labsal oder Speise. Synonym für Augenweide kann Augenschmaus sein." (Wikipedia)

Das ist nun wirklich ein total veraltetes Wort, darum habe ich es auch nicht als Überschrift verwendet. 😉 Was verschmausen Sie am liebsten mit Ihren Augen, und - was sagt Ihr Magen währenddessen? Schokoriegel vielleicht? 😏 Wenn jetzt Ihr Magen knurrt, dann lesen Sie den Beitrag Erfahrungswerte?

Magnolien sind beim Verzehr "leicht giftig", leider nicht bienenfreundlich, und trotzdem wunderschön. 😍  Diese hier ist, grob geschätzt, acht Meter hoch. 

Genießen Sie den Frühling mit allen Sinnen, ob mit oder o.T. 

Siehe auch: Augenweide, BlütenexplosionIm BlütenrauschVom Aufblühen, DorntülpchenDas ganze Bild: Kirschblüte, Tulpen aus...Kurzer Fotostop, Gelbmurks, Schön für's Auge#Blüten, #SinneskanäleExcel-Kopf, #Kreativität

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