Sonntag, 12. April 2026

Baby, es gibt Reis?

27 mm | 1/100 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Minimalismus  #Linien  #monochrom #Grautöne 
#Muttergeschichten

Das sind nicht etwa die Überbleibsel einer Hochzeit, es ist nur das Kopfsteinpflaster vor dem Glascontainer. Der Form nach zu urteilen, dürfte es sich um die wichtigste Zutat für Milchreis handeln.  Das ist ein Gericht, das meine Mutter früher sehr gerne mochte, ganz im Gegensatz zu mir. Im Pflegeheim gibt es sehr oft Milchreis, weil es wohl eine Speise ist, die bei den hochbetagten Bewohnern generell gut ankommt. Erstaunlicherweise isst meine Mutter dieses Gericht gar nicht mehr, weil "die das nicht können". Es ist also nicht so zubereitet, wie die Mutter es gerne hätte. Das gleiche gilt für Rühreier und diverse andere Leibgerichte. 😒

Seit etwa zwei Wochen geht es meiner Mutter nicht besonders gut, sie war zunehmend schlapp und müde, jetzt hat sie auch noch "Magen-Darm". Seit ein paar Tagen muss sie sogar das Bett hüten. Verschärfte Bedingungen also, die der Stimmung nicht zuträglich sind, weil wir unsere Ausflüge in die Cafeteria derzeit nicht machen können. Weil sie das Essen momentan im Zimmer serviert bekommt, fehlen die sonstigen Erlebnisse aus dem Wohnbereich, die normalerweise für Abwechslung und entsprechend Gesprächsstoff sorgen. 

Ein musikalisches Wunschkonzert über Youtube auf dem Smartie hilft in solchen Situationen. Bei meinem letzten Besuch waren innerhalb meiner Besuchszeit drei Pflegekräfte mehrmals im Zimmer, die Ansprache ist also da.

Auch die Mitbewohnerin gibt sich ordentlich Mühe, die Mutter bei Laune zu halten und hilft viel mit, was leider nur bedingt die gewünschte Wirkung erzielt. Hilfsbereitschaft ist super, es darf nur nicht zu viel des Guten sein. 😓

Nun hoffen alle, dass sich der Magen und der Darm schnell wieder beruhigen. Dass die Mutter nichts isst und zu wenig trinkt, ist ihre individuelle Strategie bei solchen Anlässen, wird aber im Pflegeheim nicht so geschätzt.

Gestern Nachmittag ist bei mir eine telefonische Bestellung für alternative Getränke eingegangen, also bin ich nochmal los, um beim heutigen Besuch eine Fuhre der gewünschten sprudelnden Süßgetränke zu liefern. Es ist wahrlich nicht so, dass es im Pflegeheim nichts zu trinken gäbe, aber was den Geschmack von Getränken (und Essen) angeht, ist die Mutter wahrlich nicht die Einfachste. 
Den schwarzen Tee, den man ihr letzte Woche serviert hatte, habe ich probiert. Als versierte Teetrinkerin, die ich ja auch bin, fiel mein Urteil ausgesprochen positiv aus. Meine Mutter lässt sich trotzdem nicht dazu bewegen, auch nur eine halbe Tasse davon zu trinken. Dass die Kanne nach meinem Besuch leer war, hatte die Pflegerin sehr überrascht, aber ich hatte gebeichtet, dass ich mich aus innerfamiliären Motivationsgründen um das Getränk gekümmert hatte. 😅

Nun müssen wir sehen, wie sich die Lage der Dinge im Raum weiter entwickelt. Schließlich steht der 88. Geburtstag der Mutter in Kürze an, und es feiert sich nicht so gut, wenn das 'Geburtstagskind' krank ist. 😒

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