Freitag, 27. März 2026

Kaltluft

27 mm | 1/220 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Bärlauch  #Smilla #grün
#Frühling2026

Smilla will es heuer wirklich wissen: die hat sich gestern auf Island ausgetobt und nachgeliefert, was im Januar gefehlt hatte - einen heftigen Wintereinbruch

Bevor ich morgens meine Frühgymnastik mache, bekomme ich am Rande noch den letzten Rest der österreichischen TV-Nachrichten mit, also meistens die Wettervorhersage. Heute wurde vor sich verwirbelnden Hoch- und Tiefdruckgebieten gewarnt, die mit extremen Sturmböen und hoher Lawinengefahr im Gebirge einhergehen. Da sind die moderaten Graupelreste auf dem üppig sprießenden Münchner Bärlauch definitiv kein Anlass, sich zu beklagen. 

Trotz niedriger Temperaturen durchzieht derzeit ein intensiver Knoblauchduft die Luft in den Isarauen. 😲 Dazwischen leuchten die gelben Forsythien, die ersten rosa Blüten an Ziersträuchern habe ich auch schon erspäht, 😍 und im Hintergrund zwitschern überall die Singvögel. 🐦 🎵🎶  Insofern passt das, was ich sehe und höre, nicht ganz mit dem zusammen, was ich unter meiner Winterjacke spüre: Brrr! 😬

Wir haben ja mehrere Sinne, mit denen wir die Welt um uns herum wahrnehmen können oder könnten:

Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen sind die fünf klassischen Wahrnehmungskanäle des Menschen. Könnten schreibe ich deshalb, weil die meisten Leute, die mir unterwegs begegnen, mit den Augen auf ihr Smartphone schauen, und gleichzeitig Ohrstöpsel in den Ohren haben, die wahrscheinlich Musik oder vielleicht auch Podcasts aus dem Smartie übertragen. Damit sind schon mal zwei Sinneskanäle weitgehend belegt, und das Gehirn zu großen Teilen mit den Inhalten aus dem Gerät beschäftigt. Schade irgendwie, denn außerhalb der digitalen Känäle gibt es jede Menge wahrzunehmen. 👀👂✋😋👃

"Das Selbstverständliche bemerken wir immer erst, wenn es fehlt", heißt es im Kulturmagazin Capriccio, und "weil der größere Teil der Menschheit nicht so gerne denkt und forscht, dauert es eine Weile, bis geniale Köpfe etwas Orientierung geben." Der gestrige Beitrag über Jens Soentgen, der nicht nur Chemiker sondern auch Philosoph ist, war wieder richtig gut: Soentgen hat eine "Geschichte der Luft" geschrieben. "Er erzählt kenntnisreich und unterhaltsam von der Entdeckungsreise des Menschen, der erkennen will, was ihn umgibt. Denn lange war Luft für uns ein einziges Rätsel."  

Das ist natürlich kein Wunder - Luft ist schließlich total durchsichtig und somit unsichtbar. 😁 Wenn im Frühling dann auch noch die vielbesungene "Liebe in der Luft liegt", haben wir schon zwei unsichtbare Entitäten. Dass sie trotzdem existieren, würde wohl niemand ernsthaft bezweifeln. 😉 Gibt es - außer dem 7. Sinn - auch noch einen sechsten oder achten Sinn? 😕

Welche unsichtbaren und gleichzeitig total selbstverständlichen "Dinge" fallen Ihnen spontan ein? Einfacher ist vielleicht die Frage: Was ist für Sie selbstverständlich?

Bei mir waren das zuletzt: Keep smiling... und Ruhe bewahren

Siehe auch: Mehr oder weniger, TraumzeitÜberwältigend, ReingemogeltZuckersüß und intensiv blumig, Mückenalarm und Fußballwette, SchönwettersturmIm TunnelWie gut ist Ihre Propriozeption?#Smilla, #grün

Weiterführende Links

  • Heftiger Wintereinbruch: Hauptstadtregion in Island total abgeriegelt - nordisch.info
  • Sinn (Wahrnehmung) - Wikipedia 
  • Wahrnehmungskanäle - HSB Akademie
  • Großes Rätsel: Die Entdeckungsgeschichte der Luft - Capriccio in der Mediathek, verfügbar bis 26.3.2028
  • Der 7. Sinn - Wikipedia
  • Der 7. Sinn: Die Mutter der Verkehrserziehung -  zdfheute
  • Der 6. Sinn / The Sixth Sense Film - Wikipedia

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