Mittwoch, 18. März 2026

Duschen Sie kalt?

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 #Blüten im #Morgenfrost
#Scharbockskraut
#Fit&Gesund im #Frühling2026

An den Bäumen und Sträuchern öffnen sich schon die ersten Knospen und die Natur ist prinzipiell bereit für das Aufblühen. Das gelbe Scharbockskraut kann den Frost gut wegstecken, ich wiederum habe nochmal zur Winterjacke gegriffen. Brrr. 

Im unlängst erwähnten Motivationsbuch gab es eine Empfehlung, dass man morgens kalt duschen soll. Nicht primär aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil man sich damit selbst die Botschaft vermittelt, dass man ein Gewinner ist, weil man schon frühmorgens zum ersten Mal den inneren Schweinehund besiegt hat. Die Bettdecke nach dem Aufstehen sofort ordentlich übers Bett drapieren, wäre auch so eine Übung. 😕 

Was machen Sie morgens unmittelbar nach dem Aufstehen? 😏 Erst mal Kaffee? ☕😎👍

Schon seit einiger Zeit gibt es den Trend, dass Menschen in eisigen Gewässern schwimmen gehen, gerne morgens und gegebenenfalls im Neoprenanzug. Gesehen habe ich das schon, an der schönen Isar und entlang des Auer Mühlbachs und zu allen Jahreszeiten. 😲
Für mich ist Eisbaden definitiv keine Option. Kalt duschen schon eher, allerdings in einer Weichei-Variante: Ein kalter Guss für Gesicht, Arme und Beine ist aushaltbar. Das wusste schon der Herr Kneipp, dessen Wassertherapien 💧 (noch) nicht wisssenschaftlich nachgewiesen sind, und dennoch in so mancher Reha-Klinik Anwendung finden. 

"Die Vermutung: Die kalten Güsse nach Kneipp sind ein intensiver Reiz für den Körper und stärken so die Abwehrkräfte. Zur Abhärtung genügt es, die Güsse an einzelnen Körperstellen durchzuführen". (NDR) Ich beobachte jedenfalls, dass ich hinterher nicht mehr so fröstelig bin, weil der Körper unmittelbar nach der Anwendung anfängt, von innen heraus zu heizen. 😊 Es kurbelt den Kreislauf an, aber wenn ich mich nicht wohl fühle oder gar erkältet bin, lasse ich das sein - Gewinner hin oder her.

Zur Zeit teste ich eine andere mögliche Gewohnheit, die ich schon kannte. Für mich selbst hatte ich sie bisher nicht ernsthaft in Betracht gezogen: Frühgymnastik. 😜
Empfohlen wurde mir das von meiner Ü80 Nachbarin, die ich seit drei Wochen mit ins Fitnessstudio nehme. Letztes Jahr hatte sie mich gefragt, ob ich ihr das Studio mal zeigen würde, weil sie so eine Muckibude fürs Krafttraining noch nicht kannte. Dann war sie gestürzt, hat sich wieder aufgerappelt und ist jetzt umso motivierter, etwas für sich zu tun. Yoga und Wassergymnastik hatte sie schon ausprobiert, gefällt ihr aber nicht, und das regelmäßige Nordic Walking allein ist zu einseitig. 😲

Also hat sie mittlerweile das Laufband, den Crosstrainer und die Ruderzugmaschine im Studio ausprobiert, und weil sie früher viel Fahrrad gefahren ist, ist sie gleich beim ersten Besuch auf das sogenannte Spinning-Bike gestiegen. Das ist die moderne Variante des Fahrradergometers. Einige der Geräte, die man fürs Krafttraining braucht, kannte sie von einem früheren Reha-Aufenthalt. 
Wenn man ein paar Donnerstage älter ist, sind oft nicht mehr alle Knochen heil, die Beweglichkeit teilweise eingeschränkt, und dann kommt es (in jedem Alter) drauf an, ob man sich hängen lässt, oder eben nicht. Wer in jungen Jahren oder sein Leben lang Sport getrieben hat, hat es definitiv leichter, diese Gewohnheit bis ins höhere oder gar hohe Alter beizubehalten. Ich kenne eine mittlerweile über 90jährige, die noch zuhause wohnt, mit Rollator unterwegs ist, aber immer noch jeden Tag eisern ihr Trainingsprogramm mit den "Vorturnern" des Bayerischen Rundfunk durchzieht. 👵💪 

Nun also Senioren-Frühsport für mich? 😅 Dass mir meine Nachbarin ausgerechnet den Sendeplatz um 9:10 Uhr empfohlen hatte, den ich als Fit mit Philipp aus dem Mutter TV kannte, hat die Sache nicht besser gemacht. Ich erinnere mich nur zu gut an das schallende Gelächter meiner Mutter, wenn im Fernsehen irgendwo, und insbesondere im Österreichischen Fernsehen, Morgengymnastik auf dem Programm stand. Die reinste Witznummer!? 

Der Hinweis meiner Nachbarin, dass der Philipp das nicht mehr macht, dass die Sendung jetzt Fit mit den Stars heißt, und seitdem ganz schön anspruchsvoll geworden sei, hat mich dazu gebracht, diese zehn Minuten Frühsport auszuprobieren. Mal sehen, was mein Körper dazu sagt. Also habe ich mir extra einen täglichen Erinnerungstermin in meinen Computerkalender eingetragen. Dann verlasse ich meinen Schreibtisch, schalte die Glotze ein, und... siehe da: Es ist gar nicht schlecht. Aus der Puste komme ich zwar nicht, und kann die meisten Übungen locker mitturnen, aber die eine oder andere ist schon dabei, die ich noch nicht gemacht hatte. Die gut zehn Minuten sind schnell vorbei, und wenn ich das täglich durchziehe, kommt in Summe eine Stunde leichtes Training pro Arbeitswoche dazu. 💪😁

Natürlich kann man diese und noch viel mehr Fitnessvideos jederzeit im Netz abrufen, aber das erfordert erheblich mehr Disziplin als ein knallharter, fester Termin. Aus dem "mach ich später oder igendwann mal" wird keine Routine, darum stehen auch so viele Fitness-Fahrräder oder gar schicke und sauteure Rudermaschinen in Wohnungen und Kellern unbenutzt herum. Man könnte ja jederzeit trainieren... macht es dann aber doch nicht. 

Wo begegnet Ihnen Ihr "innerer Schweinehund" am häufigsten? 🐷
Wie oder womit gelingt es Ihnen am ehesten, ihn zu bändigen? 🐶

Veränderte Gewohnheiten haben Folgen: Nun muss ich meinen Morgenkaffee entweder vor 9:10 Uhr austrinken, oder ihn mir erst nach bzw. während der Turnstunde aufbrühen, sonst wird er zwischendurch kalt. Auf die Redensart, dass kalter Kaffee angeblich schön macht, vertraue ich nicht. Vor allem schmeckt er nicht, außer im Sommer, wenn man ihn - ganz ohne schlechtes Gewissen und genüsslich - in Kombination mit Vanilleeis schlürft. 😋 Wozu macht man schließlich Sport? 😁

Siehe auch: Frostig, Minusgradwegstecker, Neu!?, Ist das ein Nasobehm?, Zucker?!, #Frost, Vom Aufblühen, Blütenmeer#Fit&Gesund, Der innere #Schweinehund

Die Muttergeschichte zum fitten Philipp finden Sie hier: Das N-Wort

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