Montag, 12. Januar 2026

Minusgradwegstecker

27 mm | 1/50 s | f1,6 | ISO 320 | Smartphone

#Blattgrün #winterhart
#Königskerze  #Botanik #Smilla
#Winter25/26

Minus vier Grad, Schneefall und die Blitzeiswarnung des Deutschen Wetterdienstes sind diesem Pflänzchen total egal. Es schmiegt sich an die etwas wärmere Hausmauer, und gut is. Fräulein Smilla hat heute unterwegs zur Kenntnis genommen, dass der morgendliche Winterdienst nicht gerade sparsam mit Streusalz war, auch auf Wegen, auf denen dieses Streugut normalerweise keine Anwendung findet. Zumindest hier ist man perfekt auf das vorbeitet, was im Lauf des Tages auf uns zukommen soll. München zeigt sich diesbezüglich von seiner besten Seite, vielleicht auch als Reaktion auf die aktuellen Satirekommentare im Netz zum Schneechaos im Norden. Hier hat man sowas voll im Griff!? 😉

Bleiben Sie aufrecht, Blitzeis und Schneeglätte sind fies. Heute früh wurde ich schon Zeugin eines Auffahrunfalls mit Blechschaden. Beide Verkehrsteilnehmer scannten gerade mit den Videofunktionen ihrer Smartphones die Deformationen ihrer auf dem Gehweg in Sicherheit gebrachten Fahrzeuge. Bei allem Mitgefühl für den entstandenen Ärger: Die nachvollziehbar wichtige Schadensdokumentation für die Versicherungen sah ein wenig skurril aus - wie bei einem Tatort-Krimi. 😂

Meine botanischen Wegesrandstudien sind bei weitem nicht so spannend, aber falls es Sie interessiert, können Sie jetzt noch weiterlesen und mehr über das heutige Motiv des Tages erfahren. 😊

Was ich beim Fotografieren fälschlicherweise für einen Löwenzahn gehalten hatte, ist wohl eine Königskerze (Verbascum), die auch als Wilder Lattich (Lactuca virosa) bekannt sein könnte, teilt mir die Google KI auf Anfrage mit. "Königskerzen sind traditionelle Heilpflanzen, die bei Lungenerkrankungen wie Grippe, Bronchitis und Asthma eingesetzt werden. Die Blätter haben eine weiche, samtige Textur, weshalb sie auch als „Samtpflanze“ bezeichnet wird. Die Pflanze ist wintergrün und wächst rosettenförmig. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt als heimische Art."

Dass die Blüten der Königskerze auch als Wetterorakel für die Winterprognose verwendet werden, hatte ich schon mal im Fernsehen gehört und gesehen: sogar im Bayerischen Rundfunk bei dahoam is dahoam. Ob diese esoterisch anmutenden Prognosen korrekt waren, könnte man nun verifizieren, denn im Internetz findet man welche aus den letzten Jahren. So könnte man auch nachprüfen, wie der jeweils nachfolgende Winter wirklich war. Dafür bin ich nicht nerdig genug drauf, außer wenn mir eine KI diese Recherche in drei Sekunden liefern würde. Ob sie das kann, will ich jetzt aber nicht ausprobieren. 😏

Unweit dieses grünblättrigen Überlebenskünstlers hatte ich immer noch grüne Kleeblätter - die Reste des zu vernichtenden, weil invasiven Horn-Sauerklees - entdeckt. Der ist momentan nicht so fotogen, aber ebenfalls nur in einem winterlichen Ruhezustand. 😲 
Mein Selbstversuch mit dieser Pflanze ist gelungen: Der vor der Haustür mit Wurzeln ausgerupfte Klee lebt seit August 25 in einem Blumentopf am Küchenfenster. Er ist über den bisherigen Winter hinweg grün geblieben, man muss nur gelegentlich ein paar alte, abgestorbene Pflanzenteile entfernen, damit er als Zimmerpflanze ansehnlich bleibt. Bis in den November hinein hat der Klee mehrmals seine Samen übers Fensterbrett geschossen (Vorsicht, der schießt!) und macht momentan eine (immergrüne) Winterpause. Wenn man diesen Klee endgültig niedermachen will, sollte man Eichhörnchen darauf abrichten, auf ihm herumzutrampeln. 😂

Siehe auch: Aufrecht oder nicht?Überlebenskünstler, Unkraut vergeht nicht?, Girlande, Natur @work, Tausendsassa#winterhart#Botanik, #Smilla, #FrostWinterlicher Tulpengruß

Weiterführende Links

Keine Kommentare: