Donnerstag, 22. Januar 2026

Verlorengegangenes

27 mm | 1/25 s | f1,6 | ISO 400 | Smartphone

#LostThings  #Handschuhe #blau
#Winter25/26

Die Winterzeit ist die Zeit der verlorenen Handschuhe. Zuletzt waren es zwei einzelne Kinderhandschuhe, die ich auf meinem Morgenweg an verschiedenen Stellen entdeckt hatte. Sie hätten sich für das Modeprojekt "Rollgardina Pfefferminz" angeboten, also einfach aus zwei verschiedenen übriggebliebenen Handschuhen ein neues, ungleiches Paar zusammenstellen. Ob Kinder sich dafür begeistern lassen, einen blauen Schnappi an der einen, und an der anderen Hand ein pinkes Winterfigürchenmodell zu tragen, weiß ich allerdings nicht. Die jeweilige Kombination muss schon zur Person passen. 😅

Dummerweise habe ich mein Rollgardina-Paar, bestehend aus einem bunt gestreiften und einem schwarzen Handschuh, selber verloren. Diese Designer-Kombi hatte mir unterwegs einige lobende Erwähnungen beschert 😍😃, dann hatte ich sie in einem Supermarkt am Einpack-Tresen liegengelassen. Der Verlust war mir ziemlich schnell aufgefallen, denn als ich draußen wieder auf mein Fahrrad steigen wollte, war es immer noch genauso kalt wie auf dem Hinweg mit den Handschuhen.

Unachtsamkeit hat ihren Preis: Obwohl ich sofort in den Laden zurückkehrte, war mein asymmetrisches Designer-Duo schon verschwunden. Das ist blöd, aber inzwischen habe ich eine neues Paar zusammengestellt. 😂

Bei der neuen Variante fällt der Unterschied niemandem auf, weil beide Modelle schwarz sind und nahezu identisch aussehen. Nur die dezenten, farbigen Schmuckelemente am Handgelenk haben verschiedene Farben. Das wiederum erleichtert mir das Anziehen, weil ich das rechte und linke Exemplar sofort voneinander unterscheiden kann. In Summe führt diese Asymmetrie zu einer beträchtlichen Zeitersparnis: Wieso bringen Handschuhdesigner nicht an allen Modellen so einen kleinen Unterscheidungs-Schnibbel an? 😁

Wieviele Handschuhe haben Sie schon verloren oder irgendwo vergessen? 

Auf dem Oktoberfest 2025 wurden bis zum letzten Veranstaltungstag "hochgerechnet rund 4.500 Fundsachen registriert. Das sind 400 beziehungsweise zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Verloren wurden unter anderem 1.100 Kleidungsstücke, 800 Geldbeutel, 600 Ausweise, 400 Smartphones, 370 Schlüssel, 280 Brillen oder Sonnenbrillen, 150 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 40 Hüte und Uhren (und eine Knirschschiene für die Zähne). Rund 900 Fundsachen konnten noch während der Wiesn wieder ausgehändigt werden." (BR24, Oktober 25)

Morgen läuft die Frist ab, und 2.600 Gegenstände befinden sich noch im Fundbüro. Das wird eng: "Zum Abholen ist ein Termin nötig, den vereinbart man online. Fix sein lohnt sich, denn Kleidung etwa soll im Sommer versteigert werden, Schlüssel werden nach drei Monaten vernichtet." (TZ, 20.1.26) 

Das KVR braucht eine plausible Beschreibung oder einen Nachweis, dass der Gegenstand Ihnen gehört und: Sie bezahlen den Kostenersatz (Gebühr), der für jeden Fundgegenstand berechnet wird. Vergesslichkeit hat auch beim Wiesn-Fundbüro einen Preis... 

Siehe auch: SchnappiRollgardina Pfefferminz, FantschuhKitsch oder Kunst?Ein ungleiches Paar, MorgenausbeuteHallo, hier!, Sachenfinder, Gut abgehangen, Abhängen, Wenigstens gut versorgt#LostThings, #blau

Weiterführende Links

  • Oktoberfest-Bilanz 2025: Eine Achterbahn-Wiesn geht zu Ende - BR24 
  • Das passiert nach der Wiesn mit den Fundsachen - T-Online 
  • Wiesn-Fundbüro: 2600 Sachen sind noch da, Abholfrist endet bald - TZ München 
  • Stadt München, Wiesn Fundbüro - Infoseite

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