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| 27 mm | 1/120 s | f1,6 | ISO 64 | Smartphone |
#TV-Tipp fĂŒr #Serienjunkies
Die Serie Twin Peaks ist uralt, aus den frĂŒhen 1990er Jahren, ... und mein Mann und ich lieben sie! Zur Zeit sind alle Folgen auf dem Sender arte verfĂŒgbar, und wir tauchen gerade zum dritten Mal in das Meisterwerk von David Lynch ein.
Mein Mann beschreibt die Serie so: "Spannend, grotesk, lustig, schrÀg, z.T. gruselig, hörenswerte Musik von Angelo Badalamenti und sowieso absolut sehenswert! Manchmal werden sogar tibetische Mönche und der Dalai Lama konsultiert, um den mysteriösen Mordfall zu klÀren."
Als sogenannte Cineasten sind wir keine reinen Film- oder Serienkonsumenten, sondern auch an Themen interessiert, "die ĂŒber den reinen Unterhaltungswert hinausgehen". Wenn man sich einen guten Film oder eine Serie mehrmals anschaut, tauchen jedes Mal andere Aspekte auf, die man beim ersten oder zweiten Mal nicht so bewusst wahrgenommen hat. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass ich vor allem auf diesen skurrilen Agenten Dale Cooper abfahre. đđ
Eine seiner beliebtesten Gewohnheiten ist es, mit seinem Mikrokassettenrekorder, den er immer bei sich trĂ€gt, Sprachaufnahmen fĂŒr eine mysteriöse Frau namens „Diane“ zu machen, die oft alltĂ€gliche Beobachtungen und Gedanken zu seinem aktuellen Fall enthalten.
Cooper ist exzentrisch und intellektuell und hat ein tiefes Interesse am Mystischen, insbesondere an Tibet und der Mythologie der amerikanischen Ureinwohner. Drei Jahre vor den Ereignissen der Originalserie hatte er einen Traum ĂŒber Tibet, der ihn davon ĂŒberzeugte, dass Intuition und TrĂ€ume ihm helfen könnten, Verbrechen aufzuklĂ€ren, indem er unbewusst Muster und ZusammenhĂ€nge in verstreuten Beweisen findet. Einige seiner Ermittlungsmethoden erscheinen unlogisch und unverstĂ€ndlich, aber manchmal scheinen sie zu funktionieren. đ
Einige der skurrileren Aspekte von Coopers Persönlichkeit besteht in seiner Neigung, beim Aufnehmen von Nachrichten fĂŒr Diane zu schwafeln, und seine ungewöhnliche Liebe zum Detail, einschlieĂlich der genauen Anzahl der Haare, die er am Abend zuvor in seiner Dusche gefunden hat." đ
Ja, das ist schon speziell. Man muss ihn ja nicht heiraten und jeden Tag aushalten. Da er gewisse Ăhnlichkeiten mit mir hat, verstehe ich schon, dass mein Mann von mir manchmal genervt ist. đ Wenn Sie Agent Cooper nicht mögen, gibt es in der Serie noch eine ganze Reihe von anderen fiktiven Persönlichkeiten, die - jede fĂŒr sich genommen - ausgesprochen faszinierend sind. Die Frau mit der schwarzen Augenklappe, die mit WattebĂ€llchen eine absolut gerĂ€uschlose Vorhangschiene fĂŒr ihre WohnzimmervorhĂ€nge erfindet, ist ein anderes schönes Beispiel. Wenn in der Polizeistation die Donuts đ©đ©đ©đ©đ© zur Besprechung serviert werden, ist alles zu spĂ€t. Agent Cooper quasselt die ganze Zeit, und der wirklich attraktive Sheriff Harry S. Truman... ach, gucken Sie sich das am besten selber an. đđđ
Dass es in Twin Peaks um eine gruslige Mordserie geht, deren AufklĂ€rung natĂŒrlich im Vordergrund steht, ist bei meiner dritten Runde Twin Peaks eher nebensĂ€chlich. Ich weiĂ ja, wie es ausgeht, darum kann ich mich an den vielen anderen kleinen Details erfreuen: Die Art und Weise, wie David Lynch und Mark Frost die surreale Geschichte in Bilder und Dialoge umgesetzt haben, die einzelnen Charaktere und deren Verbindungen zueinander, dazu die verschiedenen Locations, und wie der Spannungsbogen ĂŒber drei Staffeln aufrecht gehalten wird. Achten Sie auch auf die Musik, die manchmal nur aus einem diffusen Hintergrundrauschen besteht, oder gar den höchst irritierenden Eindruck erweckt, dass ein Smartphone im Hintergrund summt... Es ist einfach nur genial! đ
„Es ist schwer, eine Serie zu finden, die seit den 1990er Jahren auf Sendung ging, die nicht in irgendeiner Form von Twin Peaks beeinflusst wurde. Sie wurde mit dreizehn Filmpreisen ausgezeichnet und fĂŒr 39 weitere nominiert. DarĂŒber hinaus wurden Kyle MacLachlan (Agent Cooper), Piper Laurie (Managerin des SĂ€gewerks) sowie das Schöpferteam Lynch/Frost 1991 mit jeweils einem Golden Globe ausgezeichnet." (Wikipedia)
Hier ist noch der "Klappentext" von arte: "David Lynchs Meisterwerk, eine einzigartige Symbiose aus Seifenoper und Filmkunst, lĂ€sst uns in die AbgrĂŒnde einer amerikanischen Kleinstadt eintauchen und fĂŒhlt sich wie ein böser Traum an, aus dem man niemals erwachen möchte. Diese Anthologieserie vereint alle ihre VorgĂ€nger in sich und dient zugleich als Grundstein fĂŒr preisgekrönte Serien von heute."
Welche Serie(n) lieben Sie? Welche haben Sie sich mehrmals angeschaut - oder bei welchen wĂ€re das mal wieder dran? Fangen Sie mit Twin Peaks an, Breaking Bad und Lost stehen bei mir noch auf der Wiederholungswunschliste. đ Machen Sie sich fĂŒr die langen FilmnĂ€chte mindestens eine "verdammt gute Tasse Kaffee!" ☕đ
Siehe auch: NervenzerreiĂend gruslig!, Mom and Dad: Schaff dir bloĂ keine Kinder an, Happy Birthday, Steven Spielberg!, Popkultur: Löffel verbiegen, West World, Bitterböse, Zur Hölle mit den anderen, Sei lieb - bete und gehorche, Endlich wieder Kino..., Soylent Green, Kalle Kino, Durchgeknallt?, Mehr Style fĂŒr's Mutterhome, Auf den zweiten Blick, LĂ€uft..., Schlecht getrĂ€umt?
WeiterfĂŒhrende Links
- Dale Cooper - Wikipedia (Englisch)
- Twin Peaks - Wikipedia
- Die Serie in der arte-Mediathek und im Mediathek-Viewer, verfĂŒgbar bis 19.12.2026
- Musik von Angelo Badalamenti - Spotify, Youtube, Amazon Audio CD (sponsored Link)
- Breaking Bad - Wikipedia
- Lost - Wikipedia
- Cineast - Wikipedia

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