Freitag, 3. Juli 2026

Bücherzelle

27 mm | 1/2500 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 #Telefonzelle  #Bücherzelle  
#München  #Untergiesing
#Sommer2026

Die alte Telekom-Telefonzelle in der Untergiesinger Hans-Mielich-Straße war schon ziemlich lange ein echter #Schandfleck und ist es von außen betrachtet leider immer noch. 😞 Es gibt aber auch eine gute Nachricht dazu: Jetzt ist sie (wieder) zu einem Offenen Bücherschrank geworden. 👍 Das war sie schon einmal, vorübergehend, vor ein paar Jahren. So richtig Lust auf Lesen hat sie damals nicht gemacht.  Jetzt stehen ein paar improvisierte Regale drin. 

Wer immer die Initiative ergriffen hat: Im Vergleich zum bisherigen Zustand des Zellen-Innenlebens ist das schon eine deutliche Aufwertung. 👍 Als ich vor drei Monaten zuletzt gewagt hatte, die Tür zu öffnen, sah es noch so aus...

Da kommt einem das kalte Grausen. 😭

Ich bin sicher nicht die Einzige, der dieser Gedanke durch den Kopf gegangen ist. Das kann man nicht so lassen, da muss was passieren! Ist die aktuelle "Umwidmung" der Zelle eine offizielle Aktivität aus dem Stadtviertel oder eine private Initiative? Auf der Innenseite der gläsernen Zellentür hat jemand handgeschriebene Zettel angebracht, die das Objekt als "Bücherzelle" ausweisen und dazu einladen, Bücher zu bringen und zu nehmen. Lesen kann man das nur schlecht, weil das Glas von außen mit Farbe vollgesprüht ist. 😒
Auf jeden Fall begrüße ich die neue Entwicklung, die aber nur dann von Dauer sein könnte, wenn die Zelle genutzt und saubergehalten wird, und von außen ein etwas einladenderes Design erhielte. Doch bevor sich irgendjemand diese Mühe macht:

#Typisch deutsch: Das darf man nicht einfach so! 😤

Das Ding gehört immer noch der Telekom und es steht auf öffentlichem Grund. Also Frage an Perplexity AI: In Deutschland gibt es immer noch alte Telefonzellen der Telekom, die nicht mehr in Betrieb sind. Was muss man tun, um sie als "Offene Bücherschränke" zu nutzen? 

"Die sauberste Antwort ist: Nicht „einfach aufstellen“, sondern erst Eigentum/Nutzungsrecht erwerben, dann eine kommunale Freigabe, dann das Betriebskonzept." 

Ach du Schande, sowas in der Art hatte ich mir schon gedacht. 😰😓
Das nennt man #Bürokratie, und der handgeschriebene Zettel sieht nicht direkt "offiziell" aus. Tauchen wir ein in den Dschungel:

"Für eine alte Telekom-Telefonzelle als Offenen Bücherschrank braucht man heute in der Praxis vor allem zwei Dinge: die Verfügungsgewalt über die Zelle selbst und die Zustimmung des Standorts bzw. der Kommune, wenn sie im öffentlichen Raum stehen soll. Die Telekom hat den Verkauf alter Telefonzellen zwar früher ermöglicht, erklärt aber inzwischen ausdrücklich: „Der Kauf einer alten Telefonzelle ist leider nicht mehr möglich“.

Grundsätzlich kann so ein Bücherschrank von Kommunen, Vereinen, Bürgerstiftungen oder privaten Initiativen betrieben werden, solange sie die Zelle rechtmäßig erworben haben oder eine andere Nutzungsvereinbarung besitzen und den Aufstellort geregelt haben. Beispiele zeigen, dass solche Projekte oft von Bürgerstiftungen oder Ehrenamtlichen getragen werden und Bücher dann öffentlich getauscht werden können.

Wenn eine Zelle bereits privat oder über einen Dritten beschafft wurde, braucht man für den Betrieb als Bücherschrank typischerweise noch: eine Standortfreigabe, eventuell eine Baugenehmigung bzw. Abstimmung mit der Kommune, sowie ein tragfähiges Konzept für Pflege, Befüllung und Haftung. Bei öffentlich zugänglichen Bücherschränken ist außerdem wichtig, dass sie nicht als Ablage für Altpapier oder Müll missbraucht werden; kommunale Beispiele betonen deshalb klare Nutzungsregeln und regelmäßige Kontrolle." 

Nun kann man sich noch über die Haftungsfragen informieren lassen, und welche Versicherungen abgeschlossen werden müssen, falls die Bücherzelle brennt oder umfällt. "Eine Betriebshaftpflicht ist für den Betreiber der wichtigste Schutz." 😔 
Spätestens an dieser Stelle ist klar: Das hier dürfte auch wieder nur eine vorübergehende Angelegenheit werden. Ich frage mich deshalb, wann die Telekom ihre verdreckten alten Telefonzellen endlich aus dem Straßenbild entfernt?! 😠 

"Nach aktuellem Stand plant die Telekom, die alten öffentlichen Telefonzellen „Schritt für Schritt“ abzubauen, nennt aber kein verbindliches Enddatum mehr. Frühere Zielmarken waren Ende 2025, doch Berichte aus 2026 sagen, dass die Entfernung noch nicht abgeschlossen ist und in rund 30 Prozent der betroffenen Orte weiterhin Rückbau aussteht. 

Wenn du möchtest, formuliere ich dir eine kurze Anfrage an die Stadt München oder an die Telekom, um den Status einer bestimmten Telefonzelle zu klären."

Wenn ich jetzt nichts anderes zu tun hätte, würde ich Perplexity das machen lassen, und mir gleich die konkreten Ansprechpartner raussuchen lassen. Bis die Telekom den Schandfleck final abmontiert, wünsche ich der "Bücherzelle" erst mal viel Glück und einen störungsfreien Betrieb... 📚🍀

Siehe auch: 160 Jahre Telefon, Oh Valentine...Magenta ist nicht Pink, Telefon?, Design-Klassiker der Zukunft, Nach Hause telefonierenPhilosophische PoesieOrsofon: Das Ensemble, Überrasching, Popkulturelle KlebekunstTante-Emma-Laden in der Zeitkapsel, Ins Museum?

Weiterführende Links

  •  Die letzten Groschen sind gefallen - Telekom (2022)
  • Zwischen Nostalgie und Nutzlosigkeit: In Deutschland verfallen die Telefonzellen – bis sie abgebaut sind, wird es noch dauern - Stern (2024) 
  • Elektroschrott am Wegesrand: Der Abbau alter Telefonzellen dauert und dauert  - Tagesspiegel (Februar 2026)

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