Samstag, 14. Februar 2026

Vogelkunde-Intermezzo

400 mm | 1/320 s | f4 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

 #Blaumeise

Eigentlich hatte ich wieder ein Eichhörnchen im Visier, aber die haben Sie schon oft genug gesehen. Also gibt es heute eine kleine, visuelle Vogelkundestunde. 😅

Für die kleinen Piepmätze, die es im Winter auch auf Nüsse und Sonnenblumenkerne abgesehen haben, hat mein 400 mm Tele nicht für ein "formatfüllendes" Porträt gereicht. Da musste ich nochmal eine Ausschnittvergrößerung machen, damit man die kleinen Schönheiten besser sieht. 😍

400 mm | 1/200 s | f4 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

  #Kleiber

Während der scheue Kleiber die Sonnenblumenkerne bevorzugt, holen sich die Meisen gerne die größeren, geschälten Nüsse aus dem Eichhörnchenfundus. Im Sommer kommen sie mehrmals täglich zu einem erfrischenden Bad, wenn man eine größere, flache Wasserschüssel bereitstellt. Die Eichhörnchen verschmähen danach das Vogelbadewasser...

Mit verschiedenen Meisenknödelsorten hatte ich bisher noch keinen Erfolg bei den Meisen, und das bunt gemischte Ganzjahresvogelfutter aus dem Drogeriemarkt kommt auch nicht besonders gut an. Heikel? 😕  Urbane Singvögel können sich das leisten, weil sie nicht nur die Isarauen durchstreifen, sondern auch auf vielen Balkonen und in den naheliegenden Schrebergärten einen gut gedeckten Tisch vorfinden. 

Bekommen Sie auf Ihrem Balkon oder im Garten auch regelmäßig tierischen Besuch? Da gibt es ja allerlei Möglichkeiten: Vom Federvieh über Igel bis hin zu Füchsen und Wildschweinen, je nachdem, wo man wohnt. Nicht alle Besucher sind gleichermaßen willkommen.

264 mm | 1/500 s | f3,5 | ISO 500 | Lumix FZ1000
#Amsel

Diese Amsel kennen Sie vielleicht schon aus dem Beitrag Arbeitsmusik. Amseln baden auch sehr gerne, und fressen am liebsten Beeren, also Rosinen im Winter. Ich liebe ihren Gesang, aber wenn sie sich regelmäßig auf dem Balkon aufhalten, kacken sie einem zum Dank die Brüstung und den Boden voll. Da steh ich nicht so drauf, darum gibt's Amselfutter bei mir nur bei sehr kaltem Wetter. 

Dass eine Wildente auf einem Balkon im dritten Stock nistet, war eine der größten Überraschungen meines Lebens. Mein Mann hatte sie im ersten Jahr gewähren lassen, aber nur dieses eine Mal, weil wir in der Wohnung damals noch nicht wohnten, und nur zum Renovieren vor Ort waren.  
Je wärmer es im Frühjahr wurde, desto mehr fing es an, in der Loggia nach Pumakäfig zu stinken. Wenn sich eine vollgefressene Ente dann noch vor Ort entleert, wollen Sie das nicht aufputzen müssen. 😒 

Tierliebe hat ihre Grenzen. Für die Tauben, die sich immer noch im jeden Frühjahr bei uns einnisten wollen, liegt ein mit winzigen Papierknödeln gefülltes Blasrohr bereit. Eine Wasserpistole geht auch. Man muss allerdings persönlich vor Ort sein, um diese Abwehrmethoden einzusetzen.😅
Flimmernde CD-Scheiben oder eine Krähen-Atrappe aus Plastik haben die Tauben längst durchschaut. Da hilft im Zweifelsfall nur ein Netz, oder konsequentes Eingreifen wenn sie angeflogen kommen. 

2000 mm | 1/125 s | f6,3 | ISO 400 | Nikon Coolpix P1000

 #Ringeltaube - nicht zu verwechseln mit der gemeinen #Stadttaube

Auf dem Balkon ist mir noch nie eine Ringeltaube begegnet, und die betteln auch nicht nach Futter. Zu erkennen sind sie an einer weiß gefärbten Halskrause, und natürlich an ihrer Größe. Die sind riesig! 😲

Krähen wiederum beobachten die Eichhörnchen und jagen ihnen die Nüsse ab. Gelegentlich tauchen vereinzelte Elstern auf, oder im Spätsommer zwei super scheue Eichelhäher. Die kleinen Schwalben, die es im Gelände ebenfalls gibt, wohnen weiter oben unter'm Dach. Die sind eher zu hören als zu sehen, und die absoluten Überflieger sind die Turmfalken. Sie nisten auf dem Turm der Heilig-Kreuz-Kirche, der deshalb über den Sommer für Besucher gesperrt ist. Dieser Kirchturm mit einem Falken findet sich übrigens auch im Flaschenlabeldesign des Giesinger Bräu - und sogar auf den Kronkorken. 😎

Sobald ich einen dieser schönen Raubvögel vor die Kamera bekomme, erfahren Sie es sofort, aber dafür muss ich die Nikon P1000 mit ihrem wirklich lange Ofenrohr-Zoom griffbereit haben. Im Beitrag Hoch hinaus können Sie sehen, dass es in dieser Ecke Münchens viele und große zusammenhängende Grünflächen gibt, und das ist nicht nur für Sing- und Raubvögel eine lebenswerte Umgebung, sondern auch für verrückte Vögel wie mich. 😉 

Siehe auch: Mückenalarm und FußballwetteDarth Vader?!, Menschen im Park, Flieg, Vogel, flieg!, Manche mögen's wild, Da lachen ja die Hühner, Federnkunde, Was kommt denn jetzt?Komischer Vogel, Mandarinen-Ente, Gegenverkehr, Antarktische Gefühle, Grüße aus Entenhausen, #Tierisch, Hoch hinausSammeln Sie Kronkorken?

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