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| 27 mm | 1/570 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone |
#ModernesLeben #urban
#minimalistisch #gelb
Adveniat ist Latein und bedeutet: er/sie/es komme an. Oh, möge das Päckchen doch ankommen! Naja - es kommt schon irgendwie und irgendwo an. Wenn man Glück hat, landet es in einer nicht allzu weit entfernten Packstation, wo man es schon am nächsten Tag ab zwölf Uhr mittags holen kann. Gerade wenn sich verderbliche Ware im Päckchen befindet, wäre eine Übers-Wochenende-bis-Montagnachmittag Wartezeit kritisch.
Die Packstation ist eine wirklich praktische Erfindung der Neuzeit. Da muss man nicht lange anstehen, wenn man etwas zu verschicken hat, und kann sogar um Mitternacht zur Tat schreiten - vorausgesetzt es gibt noch freie Fächer. 😓
Der gelbe Wandschrank ist einfach zu bedienen, insbesondere bei Abholungen. Bei unserer wirklich großen XXL-Schachtelfachinstallation im urbanen Raum kommt der spaßige Moment hinzu, in dem man sich fragt: Welches der vielen Türchen wird sich gleich öffnen, und die sehnsüchtig erwartete Schachtel freigeben? 😁
Es lag abends einfach nur eine Abholkarte im Briefkasten, mit der Behauptung, dass die Sendung nicht persönlich zugestellt werden konnte. 😒 Mein Mann war die ganze Zeit zuhause, an der Tür geklingelt hatte niemand. Ich verstehe, dass es für die Zusteller einfacher ist, die Sendungen zentral in einer Packstation zu hinterlegen. Das geht viel schneller, als über mehrere Etagen von Tür zu Tür zu hetzen.
Bei unserem Minipäckchen war die persönliche Abholung kein Problem: An der Packstation komme ich auf dem Weg zum Pflegeheim sowieso vorbei, und für mein Fahrrad finde ich überall einen Parkplatz. Bei sperrigen oder schweren Sendungen bin ich nicht so entspannt. Ich finde es bedenklich, dass es anscheinend zu einer Strategie wird, einfach zu behaupten, dass niemand die Tür geöffnet habe. Passiert das bei Ihnen auch (immer öfter)?
DPD hält bei uns in dieser Hinsicht den absoluten Negativrekord 😡, gefolgt von Hermes und GLS. Mit UPS habe ich kaum zu tun, und bei DHL hat es bisher am besten geklappt. Der Satz "konnte nicht persönlich zugestellt werden" kann auch so interpretiert werden: Der Zusteller konnte es nicht, und das mag nicht zuletzt an den harten Arbeitsbedingungen in dieser Branche liegen. 😒
✨25 Jahre Packstation!
Die ersten gelben Schränke wurden Ende 2001 in den Pilotstädten Dortmund und Mainz aufgebaut. Derzeit gibt es bundesweit mehr als 16.500 Automaten (Stand: Januar 2026), überwiegend in großen Ballungszentren. In ländlichen Regionen sieht es eher mau aus.
Im September 2023 lag die Zahl der registrierten Packstation-Kunden bei über 23 Millionen. Das Paketabholsystem trägt seit 2004 den Titel Weltweit innovativstes Postprodukt. Verliehen wurde dieser Titel von den World Mail Awards. Das ist der Branchen-Oscar der Postindustrie, der jährlich in 10 Kategorien vergeben wird. (Wikipedia)
Kritik gibt es auch: "2023 erhielt die Deutsche Post DHL Group den Datenschutz-Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie Verbraucherschutz bereits zum zweiten Mal, weil „sie die Technik ihrer Packstationen so umgestellt [hat], dass man dort kein Paket mehr abholen kann ohne Smartphone und die Nutzung der Post & DHL App“.
Das stimmt in unserem Fall nicht, der Barcode auf der Benachrichtigungskarte hat ausgereicht. Allerdings könnte theoretisch jeder mit diesem Zettel unser Päckchen aus dem Schrank holen, weil am Automaten keine Identitätsprüfung stattfindet. In diesem Fall war ich darüber ganz froh, weil mir der Zirkus mit der arte.tv Registrierung noch gut im Gedächtnis ist. Dass die Post & DHL App ungefragt Daten an Tracking-Unternehmen sendet, ist nicht prickelnd.
Kein Ende in Sicht
Die Kritik, "dass die Ersetzung von Postfilialen durch Paketstationen einen „Versuch darstelle, sich den Pflichten der Grundversorgung bei der Briefzustellung zu entziehen“ lässt sich im praktischen Alltag beobachten. 😔 Bis 2030 sollen aus den aktuell 16.500 Packstationen 30.000 werden.
Der Bedarf ist da, weil wirklich unendlich viel online bestellt oder anderes Zeug durch die Gegend geschickt wird. Wir sind jedenfalls froh, dass unser winterliches Care-Paket aus Bremen advenit!, also angekommen ist. So können wir mit unseren Freunden nächste Woche das traditionelle Kohl&Pinkel Essen veranstalten. Frischen Grünkohl gibt's mittlerweile auch im Münchner Supermarkt, und das Bier aus der grünen Flasche sowieso, aber wenn es um diese speziellen Würste geht, geht nichts über das Bremer Original. 😋 Dank an den innerfamiliären Speziallieferdienst! 🙏
Gibt es bei Ihnen auch so ganz spezielle, regionale Produkte oder Dinge, die Sie nur in oder aus der "Heimat" bekommen? Und: Haben Sie eine Packstation in Ihrer Nähe, die Sie in weniger als zehn Minuten erreichen können? Dass das für 90% der Bevölkerung in Deutschland so sei, erklärte DHL schon im Jahr 2009. 😅
Siehe auch: Briefankündigung, Sie haben Post!, Ein Plädoyer für die Urlaubskarte, Liebesbriefe?, Post liefert Ende 2024 nicht mehr?, Segnung der digitalen Moderne, Verschachtelt, Design-Klassiker der Zukunft, Appsala, Briefwahl, Irrläufer, #gelb, #minimalistisch, Mobile Schamanen-Hotline?, Backwaren ToGo-Automat, Rendite mit Selbstbedienung, Spontanbedarfserfüllungsmaschine
Weiterführende Links
- adveniat - Latein-Wörterbuch frag-caesar.de
- Packstation - Wikipedia
- Pinkel - Wikipedia
- Kohl&Pinkel Rezept bei chefkoch.de

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