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| 26 mm | 1/120 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone |
#Efeu und #Moos
#Muttergeschichten #Pflegeheim
Vor einiger Zeit hatte ich eine arte-Dokumentation über Bärtierchen gesehen, die erstaunliche Eigenschaften haben: Sie gelten als nahezu unzerstörbar, sind im Weltraum oder im Eis der Antarktis zu finden, sie überleben Strahlung, Kälte und große Hitze gleichermaßen. Diese Superkraft gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Auf der hier fotografierten Eichenrinde teilen sich vielleicht nicht nur Efeu und Moos den Lebensraum, es könnten auch Bärtierchen unter dem Moos sitzen. Weil sie mikro - also winzig klein - sind, müsste man schon ganz genau unter das Moos schauen, um welche zu entdecken.
Bärtierchen haben es im Laufe der Evolution geschafft, sich perfekt an
schnell wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Ihr Trick: Bei extremer
Hitze trocknen sie aus, bei Kälte gefrieren sie. "Sie fallen in einen
Dornröschenschlaf, ohne zu sterben." (National Geographic)
Menschen hingegen sind Makroorganismen, brauchen deutlich mehr Platz, und darüber hinaus Privatphäre. Für eine Wohngemeinschaft auf engstem Raum ist nicht jede(r) gemacht, das ist gewöhnungsbedürftig. Gestern war im Pflegeheim Mitbewohnerinnenwechsel. Die Nacht zuvor hatte meine Mutter allein im Zimmer zugebracht, mit Fernseher und Fernbedienung allein zu Haus, sozusagen, also so, wie sie es in den vielen Jahren zuvor gewohnt war. Ich glaube es hat ihr gefallen, mal wieder ihre Ruhe zu haben, und die Tür hinter sich zumachen zu können, auch wenn der Nachtdienst alle drei Stunden den Raum betritt und nach ihr schaut.




