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| 117 mm | 1/4000 s | f8 | ISO 80 | Nikon Coolpix P7700 #Photoshopgebastel |
#Blauglockenbaum #Sonne #Wetter
#Muttergeschichten #Pflegeheim
#Sommer2026
Jetzt sind die lauen Sommernächte endlich da 😎... und ich schlafe um acht Uhr abends ein?! 😵 Nicht nur das: Ich schlafe sogar durch. 😴 Woran liegt's? 😕 Klar, am Wetter. 😅 Die krassen Temperatursprünge sind schon anstrengend, aber das allein ist es nicht.
Meine Mutter sah auch total müde und erschöpft aus, als wir in der Nachmittagshitze im Cafeteriagarten saßen. Während ich versuchte, im Schatten der großen Blauglockenbaumblätter zu bleiben, genoß sie die sommerliche Hitze, auf die wohl die meisten von uns lange genug gewartet haben. 😌🌞
Die zweite Halbzeit des ersten Deutschlandspiels ⚽ hatte meiner Mutter hervorragend gefallen, sie freut sich auf noch mehr Tore, und will das nächste Spiel vom Bett aus in ihrem Zimmer verfolgen. 😀 Dass das nächtliche Fußballprogramm Müdigkeitsspuren hinterlässt, ist nachvollziehbar. Es ist aber nicht nur die TV-Unterhaltung, sondern eine Mixtur aus unerquicklichen Umständen, die meiner Mutter zu schaffen machen. Vor dem Hintergrund ihres Gesundheitszustandes mit all den begleitenden Einschränkungen, gerät das Pflegepersonal mitunter in die Schusslinie, und "Mitbürger im engsten Umfeld" schütten auch noch Öl ins Feuer. 😓
Als ich mein Fotomotiv mit der extra dafür mitgebrachten Coolpix-Kamera fotografierte, lag ein ausführliches Gespräch mit der Pflegedienstleitung des Wohnbereichs und einer Pflegekraft hinter uns, also eine Situation, die niemand gerne auf sich nimmt. 😒😠😢😳
Das Gespräch lief nicht so, wie meine Mutter sich das erhofft, wohl aber befürchtet hatte 😤😣. Sie hätte gerne gehabt, dass ich das Personal zur Schnecke mache 😡, und dass es hinterher eine sofortige und dauerhafte Lösung für ihr komplexes Gesamtproblem gibt. Zaubern kann ich leider nicht, und ich bin auch kein Kampfhund, den man auf andere Leute hetzt. Ich wollte erst mal hören, was genau so dramatisch war, und gerne aus Sicht der daran Beteiligten.
Auf die Frage, was die kritisierte Pflegekraft künftig anders oder besser machen könnte, damit die beiden besser miteinander auskommen, gab meine Mutter keine Antwort. Überrascht hat mich das keineswegs. Ich hatte ein paar Ideen, denn das Szenario erinnerte mich zutiefst schauerlich an die Zeit, als ich meine Mutter noch zuhause betreute. Schon damals hatte ich mir fast jeden Tag Klagen über den Pflegedienst anhören müssen. Wenn das Bett nicht richtig gemacht ist, und der Pullover schräg auf dem Stuhl hängt, kippt die Stimmung schnell. 😓 Natürlich war die Sache, die wir zu besprechen hatten, nicht so banal.
Wenn du ein Problem hast: löse es. ☑
Wenn es sich nicht lösen lässt: Mach kein Problem daraus. 👆👀
Diesen Satz hatte ich neulich irgendwo aufgeschnappt, und dieser knackige Tipp klingt einfacher, als er sich im realen Leben umsetzen lässt. Viele "Probleme" sind lösbar, manchmal so schnell, dass man sie gar nicht erst als Problem betrachtet. Andere wiederum sind unglaublich hartnäckig oder wiederkehrend. Da lohnt sich die Ursachenforschung: Wo dreht man sich immer wieder im Kreis, und warum? 🎠
Zu erkennen, und sich einzugestehen, dass man selbst auch ein Teil des Problems ist, ist ausgesprochen schwer. Um es galanter und in Psycho-Sprache auszudrücken: Was ist der eigene "Anteil" an einer unangenehmen Situation? Wenn man diesen Anteil erkannt hat, was schon schwer genug ist, müsste man an sich selbst, also am eigenen Verhalten etwas verändern, was noch schwieriger ist. Die eine hat immer recht, und die andere stets das letzte Wort...
Zu erwarten, dass andere Menschen sich ändern, nur weil man sich über sie ärgert, klappt in den seltensten Fällen. Wenn immer nur die anderen schuld daran sind, dass sich jemand schlecht fühlt: hellhörig werden. 😓😭😤😣😠😫😡 Aber ja: In einem Gefühl oder Zustand von Ohnmacht ist die Sicht total verstellt, da braucht man professionelle Hilfe.
Wenn jemand seinen Job nicht richtig macht, was stellenweise auch eine Frage der Erwartungshaltung ist, kann man den Beschwerdeweg beschreiten, oder einen Mediator einschalten. Manchmal ist es so, dass in einem Konflikt Leute in die Schußlinie geraten, die zur falschen Zeit einen schlechten Moment haben, nicht supercool reagieren können, und eine geballte Ladung aufgestauter Wut abbekommen - Blitzableiter-Phänomen. Was man mit dem eigentlichen Gegner nicht ausfechten oder lösen kann, wird an jemand anderem ausagiert.
Pflegekräfte sind Menschen, die wirklich eine Menge aushalten (müssen), und ungefiltert alles abbekommen, was den Heimbewohnern schräg im Gebälk hängt, und da kommt im Lauf eines Tages oder einer Woche viel zusammen. Natürlich haben sie auch einen "Anteil" an der Situation. 😓
Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: Sie wissen gar nicht, wie Ihnen geschieht, wenn Sie auf andere Menschen treffen, und total angeblafft werden? Je nachdem, ob Sie selbst gerade gestresst, unglücklich oder stinksauer sind, gibt ganz schnell ein Wort das andere und ... Puff 😡💥 Wer ist schon immer tiefenentspannt und in der Lage, sich in die Situation anderer Menschen mit einer völlig anderen Wahrnehmung hineinzuversetzen? 😔 Shit happens, wie kriegen wir den wieder weg?
Wenn die akute Situation vorbei ist, kann man sich entschuldigen, Schwamm drüber, oder man kann sich künftig aus dem Weg gehen, also andere Dienstpläne machen.
Das weitaus wichtigere Dauerproblem meiner Mutter mit ihrer Mitbewohnerin wäre auch prinzipiell lösbar, erfordert aber mindestens eine Verhaltensänderung ihrerseits. No way. 😤 Und so war das mühsame Beschwerdemanagement vermutlich der Auslöser für meine Müdigkeit. Solange ich für mich selbst kein Problem daraus mache, kann ich durchschlafen und am nächsten Morgen gut erholt wieder aufstehen. 👍
Meine Mutter ist hartnäckig und kämpferisch veranlagt, also geht es im Heim voraussichtlich weiter wir bisher. Läuten wir die nächste Runde ein. 🥊 🔔
Dass sie oft leidet, sehe ich sehr wohl und empfinde Mitgefühl für sie, aber Achtung #Worklauberei: Mitgefühl ist etwas anderes als MitLEID. Die Probleme meiner Mutter sind nicht automatisch meine. Wenn ich unter der Situation genauso leiden würde wie sie, wäre niemandem geholfen. Für die Gratwanderung, sie in ihren Bedürfnissen zu unterstützen, ohne dabei meine eigenen zu vernachlässigen, und obendrein ihre organisatorischen Angelegenheiten zu regeln, brauche ich Kraft und einen kühlen Kopf.
Darum ist Abgrenzung wichtig, und das ist die Verhaltensänderung, die ich in zwei Jahren Therapie gelernt und trainiert habe. Jeder Heimbesuch ist eine neue Übungseinheit. Also ja, ich weiß, wie schwer das ist, mit diesem "Problem lösen wo es geht, oder keins daraus machen" - oder auch die eigenen Anteile daran zu erkennen. 😔
Dagegen war das heutige Photoshopgebastel vom faszinierenden Blauglockenbaum, bei dem ich für eine sonnig-bunte Stimmung gesorgt habe, eine der wirklich schnell lösbaren Aufgaben. Wollen Sie wissen, wie das Foto aussah, bevor ich den visuellen Stimmungsaufheller angewendet habe? Wenn das im echten Leben nur auch so einfach wäre. 😉
Siehe auch #Muttergeschichten: Fußball Live!, Stiftausleihe, Gemeinsamer Lebensraum, Regentag mit Aufheiterung, Zwischenruf, Sekt oder Selters?, Halluzinogen, oder ein paar von den älteren Geschichten: Heute ist wieder so ein Tag..., Zombie!?, Personalfragen, Hitze-Opfer, Frisuren und irgendwas mit 'ik', Sind Sie alt?, Marmeladengemetzel, Hoppala...
Auch wichtig: Emotionale Erpressung
Oder heute lieber: #Sonne und Schnee, der auf Ceran fällt? An dieser Stelle: Gute Besserung, Torsten Sträter!!!
Weiterführende Links
- Blauglockenbaum - Wikipedia, mein-schoener-garten.de, waldwissen.net
- Torsten Sträter - Update zu Tumor-Erkrankung bei wa.de

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