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Freitag, 30. September 2022

Paradigmenwechsel: UFO wird zu UAP

Harald Lesch, 2011

 "Aliens sind auch nur Menschen" lautete der Titel eines humorigen Vortrags, den Harald Lesch 2011 mit musikalischer Untermalung im Ernst-Mach-Gymnasium in Haar hielt. "Den Lesch" kennt hierzulande fast jeder aus dem Fernsehen, und das schon seit Jahrzehnten. Kaum einer kann Themen aus der Astrophysik und verschiedenen Wissenschaftszweigen so verständlich und nachvollziehbar erklären wie er. Mir fällt da höchstens noch Ranga Yogeshwar ein, den man leider kaum noch im TV sieht.
UFO-Phänomene, von denen die allermeisten gut erklärt werden können, galten bis vor kurzem als grober Unfug und überbordende Phantasien von Menschen, die entweder einen Dachschaden hatten, oder sich wichtig machen wollten. In den letzten Jahren hat es dann aber doch ein paar Veränderungen gegeben, weil ein paar hartnäckige Menschen einfach nicht locker gelassen haben. Seit das Pentagon zugegeben hat, dass es Unidentifizierte Objekte (UAP) gibt, von denen man nicht weiß, was sie sind und woher sie kommen, kann auch die etablierte Wissenschaft nicht mehr an diesem Thema vorbei schauen. Menschen sind neugierig, und das ist gut so.
Im Februar 2022 hat das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik der Universität Würzburg sein Themenspektrum um den Bereich Unidentified Aerial Phenomena (UAP) erweitert. 

Mittwoch, 2. November 2022

Schatten an der Wand

Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden,
wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

Platon

Fein, so kann man sich mit zunehmendem Alter darüber hinwegtrösten, dass man immer häufiger eine Lesebrille braucht. 😅 Platon ist der griechische Philosoph, der das sogenannte Höhlengleichnis erfunden hat. Er verwendet diese Allegorie (ein rhetorisches Stilmittel), um das Verhältnis zwischen der physikalischen Welt und der Gedankenwelt des Menschen zu verdeutlichen: Eine Gruppe von Menschen, die in einer Höhle angekettet ist, schaut auf die bewegten Schatten an einer Wand und glaubt, dass diese die einzige Realität seien. Die Gefangenen wissen nicht mal, dass sie in einer Höhle hocken, und denken: Das ist halt so, das war nie anders, und: die Show an der Wand ist spannend genug. Doch dann bekommt einer der bisher angeketteten Menschen die Möglichkeit, die Höhle zu verlassen.

Montag, 21. Januar 2019

Wundersame Welt des Web

Unlängst bekam ich eine automatische Nachricht, dass jemand zu meinem Artikel "Schwerkraft Ade" einen Kommentar hinterlassen hatte. Um Spam zu verhindern und um wüste Trolle auszusperren, ist die Kommentarfunktion in meinen Blogs generell so eingestellt, dass ich mir zuerst anschaue, was die Besucher schreiben. Oftmals geht es den Kommentatoren darum, ihre eigene Duftmarke bei anderen Bloggern zu hinterlassen, damit man selbst besser gefunden wird. Das finde ich nicht verwerflich, so funktioniert das Geschäft. Wenn der Kommentar Links enthält, bei denen es sich um reine Marketingmaßnahmen (Spam) handelt, erlaube ich mir aber schon, diese Beiträge zu ignorieren. 

Im konkreten Fall gab es gar keinen Text, nur einen Link. Das kam mir Spanisch vor - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein bisschen Spanisch kann ich, aber es reichte nicht, um den verlinkten Artikel zu verstehen, deshalb bemühte ich die intelligente Übersetzungsmaschine DeepL


Suche nach Gravitonen weist auf die Existenz von Paralleluniversen hin  lautet der Titel, und der nachfolgende Artikel befasst sich mit Quantenphysik. Als Graviton bezeichnet man das hypothetische Eichboson einer Quantentheorie der Gravitation. Dieser Annahme zufolge ist es der Träger der Gravitationskraft. (Wikipedia)

Der Blogger, der meine satirischen Betrachtungen zum Thema Schwerkraft kommentiert hatte, scheint sich auszukennen. Stringtheorie, vereinheitlichte Feldtheorie, Paralleluniversen - alles ist möglich, es lässt sich nur noch nicht beweisen. Natürlich wollte ich wissen, wer da bloggt und wo dieser Mensch zuhause ist: Juan Pablo aus Buenos Aires, ich freue mich, dass Du meinen betrachtenswert Blog gefunden hast. Ich hoffe, wir werden es noch erleben, dass die Wissenschaft die Schwächen der Schwerkraft entlarvt, und dass wir den Paradigmenwechsel, von dem in Deinem Blog die Rede ist, noch erleben werden. (Lassen Sie sich die Beiträge von Google ins Deutsche übersetzen.)

Das WWW ist ein ziemlich verrückter "Ort" und vielleicht wird es eines Tages als das erste wissenschaftlich nachweisbare Paralleluniversum bezeichnet. Hier sind erstaunliche Begegnungen möglich, über alle Kontinente und Sprachbarrieren hinweg! Genau deshalb bin ich hier unterwegs, außer abends und am Wochenende. 😁
Beam me up, Scotty!
 

Freitag, 26. Juli 2019

Man lernt nie aus

"Mädchen, du musst noch viel lernen!", sagte mal ein 23jähriger mit erhobenem Zeigefinger zu mir. Ich war gerade zwanzig geworden und ja, ich war ganz schön naiv. Das bin ich in manchen Dingen vielleicht heute noch, aber ich mache Fortschritte.

Das Interessante am Älterwerden ist, dass man immer wieder erkennt, welchem Irrglauben man in früheren Jahren erlegen ist. Es sind nicht immer Fehler, aber Fehleinschätzungen. Der Lernprozess setzt bei manchen Leuten gar nicht ein, bei anderen dauert er bis zum letzten Atemzug.

Mein Profilfoto mit Brille und erhobenem Zeigefinger ist eine Persiflage, aber auch eine Mahnung an mich selbst, nicht dauernd die Oberlehrerin herauszukehren. Ich bin mir dieser Schattenseite bewusst. Wenn es mir eines Tages gelingt, diesen Schatten zu überwinden, höre ich wahrscheinlich auf zu schreiben.


Die herrschende Lehrmeinung
Seit vielen Jahren verfolge ich mit Interesse Wissenschaftssendungen. Dabei wird offenkundig, was für einen Unsinn manche Lehrer während meiner Schulzeit verzapft haben. Im Biochemie-Leistungskurs erklärte unser Kursleiter, dass "wir" (Menschen) allein im Universum sind, und dass wir niemals andere Lebensformen im All entdecken würden, weil dort alles einfach nur lebensfeindlich sei. Das war die herrschende Lehrmeinung in den frühen 1980er Jahren. Unser Biochemielehrer lebt nicht mehr, sonst hätte er noch erfahren, dass Wissenschaftler jetzt viel weiter ins Weltall schauen können, und fast täglich neue Planeten entdecken, auf denen (uns bekanntes) Leben prinzipiell möglich ist.


Freitag, 28. April 2023

Fahrrad-Bild

#Fahrrad

Heute regnet's mal wieder, darum bekommen Sie ein Foto von vorgestern. Nicht, dass ich heute keins gemacht hätte: Ich habe im Regen Unkraut fotografiert, genauer gesagt: Löwenzahn neben dem Supermarkt-Parkplatz. Die Pusteblumen blühen schon, und selbst der Notausgang, neben dem sie stehen, sieht schöner aus, als die hässlichen Betonkästen, über die ich mich gestern so gut echauffieren konnte. 😉 Kirschblüten waren heute auch wieder im Visier, aber das Motiv hatten wir gestern schon. Des Weiteren hätte ich noch Wassertropfen auf Metall anzubieten gehabt, aber das war mir zu minimalistisch und zu profan.

Das Fahrrad hätte ich wahrscheinlich nicht fotografiert, wenn mich der Schriftzug dahinter nicht explizit darauf aufmerksam gemacht hätte, dass man hier ein Bild machen soll. Mein Mann, der diesmal mit dabei war, beobachtete mich zunächst irritiert, weil ich unerwartet von seiner Seite wich, und das Handy zückte. Als er sah, was ich fotografierte, meinte er: "Ja, das ist ein Bild." Wenn ER das sagt, dann ist es wirklich ein Motiv. Ein Bild von einem Fahrrad, für die gleichnamige Sammlung,  und auch irgendwie ein "Bild im Bild". 😅

Wir hatten einen Vortrag vom Lesch besucht, sind aber in der Pause gegangen. Hat uns nicht so zugesagt, die Snooker-WM war spannender. Am Montag ist Finale, und dann ist erst mal eine lange Durststrecke wegen Sommerpause. Insofern kommt mir das freudlose Wetter durchaus gelegen: Bei Biergartenwetter hocke ich nicht so gerne vor irgendeiner Glotze herum. Die Außengastronomie hat es heuer nicht leicht. Meine Mutter meint: "Ich mag gar nicht mehr raus schauen. Das ist ja wie im November." Ja, wir heizen immer noch. 😓

Siehe auch: Nützlich, Stadtverschandelung, Für die gute Laune, Paradigmenwechsel - UFO wird zu UAP, Fast wie echt, München ist grün, Schön abgestellt, Die Zukunft hat begonnen?, Lasse Gras darüber wachsenIst denn schon Herbst?Gut geparkt ist halb gewonnenLebensweisheit: Fahrrad fahren, #Fahrrad

Samstag, 23. November 2024

Schneegeister

27 mm | 1/60 s | f1,6 | ISO 250 | Smartphone

#Schneegeister im #Schneetreiben
#Nacht  #Winter2024

Sie sind da!? Ungefähr so stelle ich es mir vor, wenn ein Ufo im Anflug ist. 👽😎 Aber keine Panik, Sie müssen das nicht der UAP-Meldestelle berichten: Es ist nur eine Straßenlaterne, fotografiert mit einer auf der Handykameralinse gelandeten Schneeflocke. Alles, von oben bis unten, ist total irdisch, und eigenhändig im abendlichen Schneetreiben geknipst. 😁
Diese Aufnahme ist kein klassisches Regenlomo, und was das nun wieder ist, habe ich noch gar nicht erklärt. Dieser Begriff ist vermutlich meine Erfindung; erstmals aufgetreten ist diese Kunstform während meines Islandurlaubs im Sommer.

Mittwoch, 30. April 2025

Jetzt doch!

26 mm | 1/1500 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Foodporn  #Stimmungswandel
#Muttergeschichten  #Pflegeheim
 
Bereits die Auswahl an der Cafeteriatheke war gestern ganz anders als sonst. Bei frühsommerlichen Temperatuern wollte ich das Eis probieren, ohne Sahne, und zu meinem Erstaunen hatte die Mutter Lust auf ein Stück Kuchen. Wir haben also in gewisser Weise die mehrfach zitierte Sau rausgelassen 😅, aber es kam noch besser. 
Die Fehde im Doppelzimmer dauert an, bringt aber auch unerwartete Wendungen mit sich. 
"Ich muss immer lachen", ist kein neuer Mutter-Satz, ebensowenig wie "Ich würde so gerne ein Buch schreiben!", denn "Hier passiert jeden Tag so viel!" erklärte sie atemlos. Ihre  Aussage "Ich halte das nicht mehr lange aus!", klang in diesem Kontext eher nach einem spannenden und abwechslungsreichen Leben, als nach einer Zukunftsprognose. Auf unserem Parabelflug befinden wir uns gerade in einer Phase der Schwerelosigkeit.

Auch ohne Augenarzt haben sich die halluzinogenen Erscheinungen verflüchtigt, und Otto, der Rollator kommt mindestens zweimal pro Woche zum Einsatz, wenn 'Dracula' zur Physiotherapie erscheint. Ein Gang in den Garten steht wohl auf dem Physiotherapieplan, auch wenn meine Mutter unterwegs zur Cafeteria auf Sitzgelegenheiten zum Ausruhen angewiesen ist. Die gibt es, und so wie es klingt, macht sie bei dem Training mit. Vor diesem Grundrauschen überschlagen sich die anderen Ereignisse. Die allergrößte Überraschung gestern war: Meine Mutter spielt jetzt doch beim Mensch ärgere dich nicht mit!  Liest sie heimlich meinen Blog und: wie kam es zu diesem spektakulären Sinneswandel?! 😎

Montag, 13. März 2023

Irrationale Schlüsselfragen

"Der Weise ist sich bewusst, dass der Schlüssel in den Fragen liegt", sagte bereits der griechische Philosoph Platon. Pablo Picasso erklärte, dass Aktion der Schlüssel zum Erfolg sei, Joseph Murphy hingegen hielt Entspannung für ebendiesen.  Ja was denn nun?

So ein #Schlüssel ist schon ein ganz besonderes Ding, und ein Symbolgegenstand der Extraklasse. 😎

Ein Mann sucht nachts unter einer Laterne. Ein anderer Mann kommt hinzu.
„Was suchen Sie denn?“
„Ich habe meinen Schlüssel verloren“
„Wo denn?“
„Na, da vorne, ca. 30 Meter von hier“
„Und warum suchen Sie dann unter der Laterne?“
„Hier ist das Licht besser.“ 

Mein Mann hat neulich einen Schlüssel auf der Straße gefunden, genau den da oben im Foto. Womöglich ist das auch der Schlüssel, den dieser Typ aus dem alten Witz verloren hat? 😂

Montag, 18. Juli 2016

#webseidank


Nach fast einem Jahr Sendepause ist die Blogparade von unserleben.digital ein wunderbarer Anlass, mal wieder etwas hier zu posten.

Die Seite betrachtenswert.de war mein großes nichtkommerzielles Internet-Herzensprojekt, das in den letzten Jahren unter die Räder gekommen ist.

Bei der Frage "Was hat mir das Web (menschlich) Gutes getan?" sind sofort viele Erinnerungen hochgekommen.


Als erstes fiel mir ein, dass ich in den späten 90er Jahren auf unglaublich viele tolle Internetseiten gestoßen bin, die mir geholfen haben, mich persönlich weiter zu entwickeln. Ganz vorneweg war das die Seite zeitzuleben.de, die ich bis heute sehr schätze.

Aus diesem Umfeld heraus bin ich über Foren und Diskussionsgruppen auf viele Menschen mit ähnlichen Interessen gestoßen: Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Fotografie. Aus einigen online Begegnungen wurden reale Treffen, es entwickelten sich echte Freundschaften, die bis heute fortbestehen. Motiviert durch andere "Web-Amateure" haben wir noch vor der Jahrtausendwende angefangen eigene Gruppen aufzubauen und eigene Seiten ins Netz zu stellen - ohne kommerzielle Hintergedanken. Dabei haben wir unglaublich viel gelernt, jeder für sich und wir von einander. Das Umfeld habe ich immer als unterstützend, fördernd und hilfsbereit empfunden. Schließlich hat mir das Web dann auch ermöglicht, beruflich neue Wege einzuschlagen.

Donnerstag, 9. Februar 2023

Ein Satz wie ein Gemälde

"Es war später Januar. Die Freunde saßen auf den Stufen des Schlafhauses, jeder mit einer Zigarette in der Hand. Ein Mond, so dünn und gelb wie ein Stück Zitronenschale, bog sich über ihnen, und in seinem Licht glitzerten Streifen von Bodenfrost wie silberne Schneckenspuren."*

Diese Sätze sind leider nicht von mir, gleich erfahren Sie, wo ich sie gefunden habe. Lassen Sie sich das aber erst noch einmal auf der Zunge zergehen: Ein Mond, so dünn und gelb wie ein Stück Zitronenschale...

Wo findet man so etwas? Im offenen Bücherschrank. 😆 Dort hatte ich unlängst ein handliches Minibuch von *Truman Capote gefunden, und als Wartezimmerlektüre mitgenommen. "Die Stimme aus der Wolke - Stories und Porträts" heißt diese Mini-Ausgabe, nicht viel größer als ein Reclam Heft. Diese ebenfalls zitronengelben Dinger kennen Sie sicher auch noch aus der Schule. Schrecklich... Aber viele Autoren und Autorinnen schreiben wunderbare Sätze, bewegende und spannende Geschichten, für die man keinen Film braucht. Na klar, auch im Internetz und bei Youtube gibt es interessante Sachen, aber da blinkt und blökt es überall. Ein Buch hat mich noch nie angeblunken. 😁 Es hat mich eher dazu gebracht, mir meine eigenen Filme im Kopfkino anzuschauen, und daraus neue Ideen zu entwickeln.

Ich weiß nicht, was Sie beim gelben Zitronenmond vor Ihrem inneren Auge sehen, aber ich bin voll drin in dieser Szene. Wenn ich fotorealistisch malen könnte, wäre das einfach zu visualisieren. Dummerweise kann ich nicht gegenständlich malen oder zeichnen, und um es zu lernen, bräuchte ich eine Menge Zeit. Gibt's da nicht was im Internetz? Aber sicher!

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Himmlisch

200 mm | 1/30 s | f4,5 | ISO 200 | -2LW | Nikon Coolpix P1000

 #Vollmond mit #Photoshopgebastel

Auch wenn ich gestern den exakten Zeitpunkt für das Erscheinen des ersten Supervollmonds 2025 wetterbedingt verpasst habe: Heute früh sah er auch noch super aus. 😎 Die dicken Wolkenschichten hatten sich seit gestern Abend zunehmend gelichtet, also konnte das Mondlicht stellenweise durchscheinen. Das gibt dann meistens interessante Bilder, und sieht hinterher ein bisschen aus, als würde man in einen galaktischen Sternenstaubhaufen blicken. 😍

Ganz so spektakulär und dramatisch waren die Farben nicht, da habe ich etwas in Lightroom herumgeschraubt. Die Aufnahmedaten sind auch nicht ganz korrekt, denn im Originalfoto war der Mond  nur eine bleiche weiße Scheibe ohne Konturen. In einer zweiten Aufnahme habe ich den Mond korrekt belichtet, da sah man keine Wolken mehr. (350 mm | 1/35 s | f4,5 | ISO 400| -2LW)

Damit es insgesamt so aussieht wie Sie es hier sehen, habe ich die beiden Einzelaufnahmen in Photoshop miteinander verheiratet, also nur den Mond in das Wolkenbild hineingesetzt, wo vorher die überbelichtete Scheibe zu sehen war. 😉 Somit ist die Vollmondfotografie entzaubert, nur für den Fall, dass Sie sich wundern, warum Ihre Mondfotos anders aussehen, falls Sie überhaupt welche machen. 

Wussten Sie, dass letztes Jahr östlich von München ein UFO gesichtet wurde? Nein, das geht gar nicht, weil es keine Ufos gibt. Unidentifizierte Flugobjekte heißen korrekt UAP. Zwei britische Piloten haben so ein Etwas fotografiert, und es gibt auch ein kurzes Video.

Freitag, 20. September 2024

Was kommt denn jetzt?

400 mm | 1/125 s | f11 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

#Krähenmond oder #Mondkrähe
Auf jeden Fall ein tagesaktuelles Bild. 😏

"Was kommt denn jetzt???", fragte mein Mann einigermaßen irritiert, als ich heute früh eiligst aus dem Wohnzimmer gerannt kam, als wäre dort ein Feuer ausgebrochen.
"Foto!", rief ich, und stürzte an ihm vorbei ins Vorrats- und Werkzeugkammerl. Dort liegt meine Lumix neben dem 'Tagesrucksack', einigermaßen griffbereit. Als ich auf dem Balkon das Mondkrähenmotiv erspäht hatte, war der erste Gedanke: Ist mein Motiv noch da, bis ich mit der Kamera wieder zurück bin? Bäume und Mond: Ja. Krähe: ungewiss, und ohne Krähe kein Foto.

Die Nikon P1000 mit ihrem weitaus längeren Zoomobjektiv wäre meine erste Wahl gewesen, doch die befindet sich in einem Fotorucksack, der wiederum in einem Schrank verstaut, und zwanzig Schritte weiter entfernt ist als das Kammerl. Bei  meinem Mann heißt dieser Ort Huck, aber kulturelle Unterschiede in Sachen Plattdeutsch versus Bairisch sind in solchen Momenten nebensächlich. Meine situative Schnellkalkulation stand im Vordergrund: Schneller Zugriff auf Kamera ist schlägt längere Brennweite. Wenn ich "Foto!" rufe und renne, dann heißt das: Geh mir aus dem Weg, Ehegesponst, ich hab's eilig!

Samstag, 25. August 2018

Alles digital oder was?

Ohne dass wir uns darüber bewusst sind, haben wir den Übergang ins "digitale Zeitalter" vollzogen. Die Menschheit befindet sich in einer Phase ihrer Geschichte, die etwa genau so bedeutend ist, wie die Ära der Schriftentwicklung. Zwischen zehn Whatsapp-Nachrichten geht der Blick fürs große Ganze schnell verloren. Vielleicht ist es Ihnen schon passiert, dass Ihr Computer abgestürzt oder Ihr Handy kaputtgegangen ist? Wenn unsere Geräte ihr Gedächtnis verlieren, was passiert dann mit uns?


Terminkalender, Kontaktlisten, Navi - das sind ausgesprochen nützliche Dinge. Schon vor zehn Jahren gab es warnende Stimmen, dass das Navigationsgerät im Auto unseren Orientierungssinn beeinträchtigen könnte. Jetzt reden wir nicht mehr darüber, ob selbstfahrende Autos wirklich kommen werden, die Frage lautet eher wann sie uns zur Verfügung stehen. Auch wenn wir schon eine Art Quantensprung hinter uns haben stehen wir gerade erst am Anfang einer ganz neuen Phase.

Die bisherige Entwicklung der Technologie war so rasant, dass Menschen, die nicht online sind, keine E-Mail oder Handy benutzen, in einer Art Parallelgesellschaft leben. Selbst Senioren benutzen Computer, Smartphones oder Tablets, um weiterhin am Leben teilnehmen zu können. Ja, diese Geräte und Anwendungen sind unglaublich bequem. Sie haben uns so viele Möglichkeiten geöffnet, von denen wir früher nicht einmal zu träumen gewagt hätten! Der Preis für dieses Leben ist eine mehr oder weniger große Abhängigkeit.

Es gibt kein Zurück

Montag, 5. Juni 2023

Kalle Kino

#Moped oder #Alien?

Den Vollmond heute Nacht habe ich diesmal richtig verschlafen, weil wir abends noch einen Sci-Fi angeschaut hatten. Der Alien, er mir heute früh auf dem Weg ins Mutterhome begegnet ist, sah dann fast so aus wie der im Film, zumindest solange der Protagonist seinen grusligen Exoskelett-Anzug trug. 👽 Die Mustererkennung des menschlichen Gehirns ist immer wieder faszinierend. 

Nachdem sich der Alien im Film aus gesundheitlichen Gründen nackig gemacht hatte, kam raus, dass er wie ein Mensch funktionierte, zumindest so prinzipiell. Er war auch noch total gutaussehend und sympathisch, einfach zum Verlieben. Sein furchteinflößender Transformer-Anzug entpuppte sich später als super-ökologische Zukunftstechnologie, wenngleich diese in den falschen Händen recht zerstörerisch werden konnte. Wir kennen das... Strickmuster.
Zielgruppe des Films Attraction (2017) ist wohl eher ein Publikum U30, aber wir Oldies haben diesmal durchgehalten: Die Grundidee war ja nicht ganz schlecht, und die technische Umsetzung beeindruckend.

Samstag, 6. Januar 2024

Weihrauch, Myrrhe und Gold

135 mm | 1/250 s | f14 | ISO 100 | Canon EOS 7D

#Räucherstäbchen  #Rauch

Wenn heute Sternsinger bei Ihnen klingeln und Geld wollen, lesen Sie ihnen diesen Artikel vor. Die hauen sofort wieder ab. 😁

Die heidnischen Rauhnächte sind vorbei, und in einigen deutschen Bundesländern ist heute ein Feiertag, Heilige Drei Könige, oder auch Dreikönigstag. Der christlichen Überlieferung nach brachten drei Weise aus dem Morgenland drei Geschenke für den neugeborenen Jesus mit: Weihrauch, Myrrhe und Gold. Die Delegation, die vor gut zweitausend Jahren zum Geburtstagsfest angereist ist, war neuesten Erkenntnissen zufolge größer, es könnten bis zu zwölf persische Könige gewesen sein. Da erzählt jeder Chronist etwas anderes. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar hat man sich erst neunhundert Jahre später ausgedacht, und diese drei waren weder Könige noch sind sie heilig. Na sowas?! So geht Legendenbildung. 😅 Kommen wir lieber zu den Geschenken, denn darüber scheint historisch Einigkeit zu bestehen. 

Freitag, 19. Juli 2019

Von der Vision zur Wirklichkeit

Vor fünfzig Jahren setzte der erste Mensch einen Fuß auf den Mond. Seitdem kennt wohl jeder den berühmten Satz, mit dem kleinen Schritt und dem Riesensprung für die Menschheit. Viele bezweifeln heutzutage, dass das Ereignis damals genau so stattgefunden hat. Mich hat der Anblick der Mondrakete in meiner frühen Kindheit jedenfalls so beeindruckt, dass ich danach im Kindergarten monatelang nur noch Apollo-Raketen gemalt habe. Später habe ich das Gesamtwerk von Jules Verne gelesen. Natürlich war ich auch ein glühender Fan von Raumschiff Enterprise, und schwer verliebt in Mister Spock.



Das ist doch lächerlich!
Was Erwachsene als albernes Kasperletheater einstuften, entwickelte sich zu einer Kultserie, die bis heute in Videospielen und Neuverfilmungen weiterlebt. 2001 - Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick gilt als Meilenstein der Filmgeschichte, und mit Star Wars waren die intergalaktischen Abenteuer endgültig in der Popkultur angekommen.


Samstag, 8. Oktober 2022

Verquarkste Ufopilze

 Dunkler Kohlnabeling - kein Speisepilz

Es ist Herbst und die Pilze sprießen wieder. Gehen Sie selber sammeln, oder kaufen Sie die Leckerlis lieber auf dem Markt? Mit Pilzen kenne ich mich nur vage aus, zudem sind einige Pilzsorten in Bayern immer noch vom Reaktor-GAU in Tschernobyl verstrahlt. Darum lasse ich in der Natur die Finger davon, und setze auf die Zuchtpilze aus dem Supermarkt. Falls Sie dachten, Pilze wären Pflanzen, dann aktualisieren Sie bitte jetzt Ihr Wissensgedächtnis: Pilze sind keine Pflanzen und auch keine Tiere, sondern etwas Eigenes. "Nach heutiger Kenntnis sind die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt", und ausgesprochen faszinierende Wesen. Davon konnten wir uns in der Sendung Quarks erneut vergewissern.

 "Pilze - Wie sie die Welt retten können"
Ach herrjeh, schon wieder die große Keule, BILD-Zeitungsüberschrift. Muss es gleich die Weltrettung sein, oder geht's auch weniger dramatisch? Wahrscheinlich kann man speziell die jungen Zuschauer:innen von TikTok oder Instagram nur mit solchen Schlagzeilen ins Wissenschaftsprogramm locken. Dabei wäre das auch ohne Weltrettungsambitionen spannend genug. Natürlich ging es erst mal mit dem Thema los, dass Pilze ein so toller veganer Fleischersatz sein können. Zeitgeist. Das erinnerte mich an "Salat: Ist der denn gesund?", aber danach wurde es interessant.

Dienstag, 6. Februar 2018

Digitale Revolution: Erlebnisse aus dem Alltag

Im Fotonanny-Blog hatte ich letzte Woche über das Verschwinden von Keegan berichtet. Keegan konnte Bilder, die man auf eine Webseite hochgeladen hatte, in Sekundenschnelle beurteilen. Dabei hat er nicht nur Bildinhalte erkannt und benannt, sondern auch ein Werturteil darüber abgegeben, ob es sich um ein ansprechendes Bild handelte. Sein Wissen basierte auf Informationen und Bildbewertungen von professionellen Fotografen. Ein Fotograf war schließlich auch der Namenspate für den Algorithmus, der nach der Testphase aus dem Netz verschwand. Dass er sehr schnell von Apple gekauft wurde, ist ein Hinweis darauf, welches Potenzial in Keegan schlummert. Er war (ist) fast so gut wie ein menschlicher Foto-Coach, und hat mir klargemacht, wie weit künstliche Intelligenz heute schon entwickelt ist.


Was ist ein Algorithmus?
Vereinfacht ausgedrückt gibt ein Algorithmus eine Vorgehensweise vor, mit der man ein Problem lösen kann. Namensgeber für diesen abstrakten Begriff ist der arabische Mathematiker Al-Chwarismi, der schon im 9. Jahrhundert ein Buch über den Gebrauch indischer Zahlzeichen verfasst hatte. Ich kann mich nur dunkel an die Zeit im Mathematikunterricht erinnern, als das Thema auf dem Lehrplan stand. Mehr noch: Ich war sehr erleichtert, als ich mich damit nicht länger beschäftigen musste. Jetzt holt es mich an einer ganz anderen Stelle wieder ein.

Heute sind Algorithmen vor allem eine Grundlage der Programmierung, und wir haben tagtäglich mit ihnen zu tun: Wenn wir die Grammatikprüfung im Textprogramm verwenden, ein Navigationsgerät benutzen, eine Google-Suche losschicken... Algorithmen sind überall, und sie sind quasi unsichtbar. Wir haben uns so an sie gewöhnt, dass wir sie gar nicht mehr missen wollen oder können.

Wir produzieren enorme Datenmengen
Die Leistung moderner Rechner wächst unaufhörlich, die Anzahl gesammelter Daten auch. Algorithmen durchsuchen all diese Daten nach Mustern und Zusammenhängen, und sie werten diese Daten aus. Deshalb sieht jeder Nutzer andere Ergebnisse, auch wenn der gleiche Suchbegriff zum Beispiel bei Google eingegeben wird. Es ist so verführerisch! Haben Sie einmal eine andere Suchmaschine benutzt, und sich über die komischen Ergebnisse gewundert? Der Algorithmus von Google "weiß" längst, wofür ich mich interessiere, und wird immer versuchen, mir die passenden Ergebnisse zu liefern. Der Algorithmus weiß auch Dinge über mich, die ich selbst noch nicht weiß - so lautet jedenfalls die aktuelle Einschätzung von Experten. Weil sich viele Algorithmen bereits selbst verbessern, wissen die Programmier oft selbst nicht mehr, wie sie im Einzelnen funktionieren. Was immer wir tun: Wir sind nicht allein. Irgendein Algorithmus begleitet uns. Immerhin, es war ein Mensch, der mich nach meinem Artikel auf eine neue Übersetzungsmaschine aufmerksam machte.



DeepL - Eine neue Ära
Ich hatte mich über Google Translate mokiert, das wirklich krude Übersetzungen abliefert. Nicht so DeepL, dessen Entwickler - man staune -  in Deutschland sitzen. Die Server stehen auf Island, meinem Lieblings-Reiseland, das auch dafür bekannt ist, dass man dort den Strom sehr günstig erzeugen kann. Ein Supercomputer, der 5 100 000 000 000 000 Rechenoperationen pro Sekunde erreicht, braucht eine Menge Strom. Eine Zahl mit 16 Stellen sprengt mein derzeitiges Vorstellungsvermögen, aber das ist bei weitem nicht das Ende der Entwicklung. Dieser Computer ist bei weitem nicht der größte und schnellste auf der Welt. In der Pressemeldung von DeepL wird seine Kapazität gut veranschaulicht: "...genug Leistung, um eine Million Wörter in weniger als einer Sekunde zu übersetzen". Das schafft kein Mensch.



Was kommt da auf uns zu?
Ganz praktisch gesprochen: Unglaublich gute Übersetzungen.