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Dienstag, 7. Oktober 2025

Gscheide Haferlschuhe

24 mm | 1/320 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

#Loferl und  #Haferlschuhe zur #Lederhose
#Tracht  #Mode #Oktoberfest2025 

Gscheidhaferl tragen nicht automatisch Haferlschuhe, obwohl es sich bei dieser Fußbekleidung durchaus um gutes und vor allem solides Schuhwerk handelt. Der Haferlschuh ist zwar Teil vieler alpenländischer Trachten, aber auch ein ganz normaler Alltags- und Arbeitsschuh. Die Wadenwärmer nennt man Loferl, die man unter keinen Umständen zu etwas anderem als zu Trachtenschuhen trägt. Falls es Sie interessiert, finden Sie bei den weiterführenden Links noch weitere Hinweise zu den relevanten Do's and Dont's für ein modisch korrektes Auftreten. 😊

Anhand der getragenen Kleidung kann man auf dem Oktoberfest längst nicht mehr erkennen, ob es sich bei den Festbesuchern um Einheimische oder um Touristen handelt. Letztere haben deutlich aufgerüstet, und tragen teilweise "echte", also hochwertige Tracht, die sich von den billigen Plagiaten der letzten Jahre deutlich unterscheidet. Respekt, kann ich da nur sagen, auch wenn ich selbst weder ein Dirndl noch eine zum Ereignis passende Lederhose besitze, und folglich auch nicht in dieser "Uniform" aufs Festgelände gehe. 😤

Als Uniform (österreichisch häufig umgangssprachlich Montur) bezeichnet man gleichartige Kleidung, um optisch einheitlich (lateinisch-französisch: uniform) in der Öffentlichkeit aufzutreten. (Wikipedia)

Finden Sie die Bezeichnung Uniform für Trachtenmode unangemessen? Lassen Sie sich überraschen, was alles als Uniform gilt. Welche tragen Sie? Um das herauszufinden, lege ich Ihnen heute die wirklich aufschlussreiche Dokumentation Uniform, Macht, Mode - Uniform des Lebens nahe, die Sie sich in der arte-Mediathek anschauen können. 😎 

Wie ich aus der Presse erfahren habe, waren die einem Hendl (also Hühnchen) oder einer Maß (Bierkrug) nachempfundenen Kopfbedeckungen in diesem Jahr nicht der Renner. Das ist eine der erstaunlichen und guten, wenngleich weniger wichtigen Nachrichten aus der Oktoberfestbilanz 2025. 

Siehe auch: Festgelände, Heimvorteil 🍺🥨, WhatsPop, Nicht in Bierlaune, Trachten, Wonach trachten Sie?, Sommermode 24, Rollgardina Pfefferminz, Intelligente Kleidung, Stille Eleganz, Kopflos, Sehenswürdig, Sockenalarm, Ein Einhorn, bitte!, Alle machen das so!, Geht alles!, Bild- und Lebenswelten, Fit wie ein Turnschuh?, Lauter linke Füße?, Ausgelatscht, Hitzefrei?, #Mode, #Gscheidhaferl

Weiterführende Links

Freitag, 21. Juni 2024

Einmal kärchern bitte

107 mm | 1/800 s | f8 | ISO 125 | Lumix FZ1000

#Skulpturen  #Sehenswürdigkeiten  #Gegensätze
#Luitpoldbrücke #München #Bogenhausen #Lehel
#Sommer2024

An der Münchner Luitpoldbrücke gibt es vier überlebensgroße allegorische Figuren, die die vier Stämme Bayerns darstellen sollen. Die "Frau mit den Trauben" befindet sich am westlichen Isarufer, sie repräsentiert die Pfalz, und wurde von August Drumm gestaltet. Im Hintergrund erhebt sich der 'Friedensengel', der am östlichen Hochufer der Isar in Richtung Stadtzentrum blickt.

Das ist ein informativer Text, aber ganz schön langweilig. Ich finde, die namenlose Hüterin der Trauben sieht etwas mitgenommen aus. Da müsste mal wieder ein bisschen durchgekärchert werden, Moose und Flechten haben ja nun wirklich nichts auf Kunstwerken zu suchen. Die güldene Figur daneben, die auf einer hohen Säule und zusätzlich auf einer Anhöhe steht, hat es deutlich besser. Sie balanciert in luftiger Höhe, weit über den schwärzenden Autoabgasen. Gold nimmt den Schmutz nicht so schnell an, wie grob verwitterter, poröser Stein. Achte als Künstler auf das Material, mit dem du arbeitest, fällt mir dazu ein, sonst bröselt dir alles über kurz oder lang weg. 😅

Freitag, 9. Mai 2025

Frisch

27 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 125 | Smartphone

#Flieder  #Blüten #detailverliebt #pink
#Frühling2025

Schon wieder ein Fotomotiv aus der Rubrik #detailverliebt... Das momentane Wetter mit seinen "flachen" Lichtverhältnissen gibt draußen gerade nicht so viel zum Fotografieren her. Kalt ist es auch, was zumindest beim Flieder dafür sorgt, dass er noch etwas länger frisch gehalten wird. Heute habe ich mir Handschuhe zum Radfahren mitgenommen, weil kalte Finger nicht so gut über die Autorinnentastatur flutschen wie warme. 😁

Die Eichhörnchen sind hungriger als in den letzten, warmen Wochen: Heute hatten sie schon vor 10 Uhr die gesamte Tagesration abtransportiert. 😦 Dass sie ihre Vorräte auch in meinen mit Wildblumensamen bestückten Blumenkästen vergraben ist schlecht, so ein Nager trampelt nebenbei leider auch die jungen Sprößlinge platt. Da halte ich es mit der Theorie von Darwin: Wenn eine Pflanze das nicht aushält, ... dann eben nicht. 😜 Ich fange jetzt nicht an, Eichhörnchenverbotszonen auf dem Balkon einzurichten, dazu sind die Kerlchen einfach zu putzig. Außerdem habe ich drinnen eindeutig wichtigere Dinge zu erledigen. Es wird allmählich ordentlicher im Kreativbüro, das 3D-Puzzle ist entflochten, und mein Mann hat gestern herausgefunden, wie man diese krasse WC-Sitzerhöhung vom Sanitärporzellan entfernt.

Donnerstag, 18. Januar 2024

Gscheidhaferl-Gesetz §1

24 mm | 1/30 s | f2,2 | ISO 400 | Smartphone
 

#Hintertür für #Muttergeschichten
#Candidplatz #Untergiesing #München

Begutachtet man das Ärztehaus am Candidplatz aus dieser Perspektive, kann man schon zur An- oder Einsicht kommen, dass an diesem Gebäude etwas getan werden muss. Dass es nun gleich ein vierundsechzig Meter hoher Turm werden soll, der neben und auf den vermoosten "Altbestand" gepropft wird, findet nicht jede*r hier im Viertel gut. Ich auch nicht, weil ich unter anderem nicht möchte, dass die Leute von der geplanten "öffentlichen Dachterrasse mit Weitblick" auf unseren Balkon glotzen, und uns den Blick auf den Sonnenuntergang vermiesen. Das ist natürlich total egoistisch, und sollte dem angeblich nachhaltigen Monsterbau nicht im Wege stehen.
Es gibt viele und deutlich bessere Gründe, warum man hier etwas kleinere Brötchen backen, und aufeinanderstapeln sollte. Genehmigt ist das Projekt noch nicht, aber das sagt gar nichts. Okay, in China wäre der Turm längst fertig und in Betrieb. Die fackeln da nicht so lange herum, und für meine Anmerkungen bekäme ich vermutlich einen Punktabzug in meinem Sozialverträglichkeitskonto. Sind Sie immer lieb und freundlich? 😏

Triggerwarnung: Kennen Sie diese Einblendungen, wenn Sie einen Film streamen? Da steht oben am Bildrand, worauf Sie sich gefasst machen müssen, wenn Sie sich die nachfolgende Sendung anschauen. Es können dann Begriffe erscheinen wie: Fluchen, Alkohol, Rauchen, Sex, Drogen, Gewalt... Werden Sie nicht nervös: Mein Mann und ich sind Cineasten und Quentin Tarantino Fans, da kommt man ohne solche Warnhinweise gar nicht weiter.
Ich habe mir überlegt, ob ich selbige für meinen Blog auch einführen sollte. Vielleicht macht so eine Warnung die Sache gleich viel interessanter. 😆 Also, wenn Sie jetzt weiterlesen, können Sie nicht behaupten, ich hätte Sie nicht gewarnt, es wird #derb.

Freitag, 31. Dezember 2021

Gscheidhaferl

Gscheid bedeutet nichts anderes als gescheit (klug), woraus im bayerischen und im schwäbischen Dialekt das Wort gscheid wird.

Ein Haferl bezeichnet im bayerisch-österreichischen Sprachraum eine Tasse. Obwohl die Endung für eine Verniedlichung und Verkleinerung steht, handelt es sich beim Haferl um eine große Tasse, darum wird man in der bayerischen Gastronomie auch gerne einmal gefragt, ob man eine Tasse oder ein Haferl Kaffee möchte. 

Der Begriff Gscheidhaferl bezeichnet Menschen, die zu jedem noch so verschwindend geringen Fakt stets etwas beizutragen haben, und zumeist ein Quäntchen mehr und "Fundierteres" dazu zu sagen haben. Übersetzung: "Besserwisser" oder "Klugscheißer". Hier sind sie richtig, hier werden Sie geholfen.

Darauf ein Haferl von der gscheiden Krönung und nebenbei: Einen guten Rutsch. 😁 

#Bayrischkurs

Siehe auch: #Wortklauberei, Wieviele Finger sind das denn?, Freifläche, Dazulernen, Gscheidhaferl-Gesetz §1, Segnung der digitalen Moderne, Wie geht es denn jetzt weiter?, KI Support mit Bildanalyse, Baumschatten

Samstag, 9. November 2024

Wie geht es denn jetzt weiter?

27 mm | 1/210 s | f1,6 | ISO 200 | Smartphone

#Geschenkpapier  #Invasion
#Muttergeschichten

Ja, wie geht es denn jetzt weiter? Diese Frage steht im Raum und sie wird im Fernsehen eifrig diskutiert. Vorgezogene Neuwahlen - wer, wie, wann, was, wo? Alles ist in Aufruhr, vor allem aber meine Mutter. Ob der Steinbrink jetzt auch neu gewählt wird, oder wie heißt der gleich noch, unser oberster Präsident?

Wissen Sie es? Ich fand mich gestern also im Bereich der Politischen Bildung wieder, und dachte nur: oh no. Muss das jetzt sein? Was muss, das muss...
Der Bundespräsident heißt Frank-Walter mit Bindestrich, das musste ich nachschauen, den Nachnamen Steinmeier konnte ich im Muttergespräch sofort geraderücken. Ich war mir aber nicht ganz sicher, ob eine Vertrauensfrage des Kanzlers die Wahl des Bundespräsidenten beeinflusst, also lieber erst mal im Internetz die vage Ahnung - basierend auf altem Schulwissen - mit faktengecheckten Fakten absichern. Ich will meine alte Mutter schließlich nicht mit eigenen alternativen Fakten in die Irre führen. 😅 Am Ende verliere ich noch meine Gscheidhaferl-Kompetenz, und das geht natürlich gar nicht. 😂

Sonntag, 4. Februar 2024

Voll hochbegabt

27 mm | 1/640 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone
 

#Sonnenaufgang im #Februar
#Stimmungsaufheller im #Winter2023/24

Gleißendes Morgenlicht in warmtönigem Orange... Es ist erst Anfang Februar, sieht aber schon aus wie im März. Es fühlt sich auch so an: ausgesprochen angenehm. Merken Sie auch, dass die Sonne deutlich früher aufgeht? Okay, dazu muss man Frühaufsteher sein. 😊 Sonnenlicht hebt die Laune, und ich habe heute schon herzlich gelacht. Das kam so:

Beim Überfliegen meiner E-Mails erfuhr ich, dass heute angeblich mein Namenstag sei. Häh? Ich bin mit dem Glaubenssatz aufgewachsen, dass ich keinen Namenstag habe. Also habe ich die Information im Internetz überprüft, und müsste jetzt der Firma, die mir T-Shirts (vermutlich mit meinem Namen) verkaufen will, eine Gscheidhaferl-Klarstellung schicken: Auf der feiertage24.com Internetseite sind nicht weniger als elf Termine aufgelistet, an denen ich meinen Namenstag zelebrieren könnte, der vierte Februar ist aber nicht dabei. Ich hätte im Januar zweimal, und könnte im August sogar dreimal feiern, und so über's Jahr verteilt weitere sechs Male. Warum nicht? Dazu bestelle ich mir ein T-Shirt mit dem Aufdruck: "Die Schakkeline ist voll hochbegabt!" 😂

Haben Sie einen Namenstag, und wenn ja: kennen Sie Ihr Datum und feiern Sie dieses Ereignis?

Dienstag, 17. Oktober 2023

Engelische Tram-Tangene

27 mm | 1/20 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone


 

#Häh?

Es trug sich zu, im Jahre des Herrn 2023, dass die große Aufmacherschlagzeile einer Münchner Lokalzeitung gewisse Schwächen zutage förderte, mit denen man im dritten Jahrtausend natürlich hatte rechnen müssen. Während die sogenannte Künstliche Intelligenz in manchen Kreisen frenetisch gefeiert wurde, standen die mit biologischer Intelligenz ausgestatteten Passanten morgens vor dem analogen Zeitungskasten. Sie blickten sich verwundert an und um, manche auch mit einem verwirrten oder fragenden Gesichtsausdruck: "Was wollen mir diese Zeilen sagen? Welches Mysterium des Universums habe ich verpasst?"

Mittwoch, 10. April 2024

Aprilkäfer

28 mm | 1/250 s | f2 | ISO 80 | Nikon Coolpix P7700

#Marienkäfer #Siebenpunkt 
an #Saharastaub oder #Pollen
#Frühling2024

"Marienkäfer sind bei der Bevölkerung beliebt und tragen die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache", heißt es bei Wikipedia. In meiner Kindheit bestanden einige meiner Altersgenossen darauf, dass es sich bei diesem Käfer nicht um einen Marienkäfer, sondern um einen Junikäfer handelt. Das hat mich schon damals irritiert, weil die kleinen Krabbler nicht erst im Juni auftauchten, sondern schon im Mai. Der Maikäfer wiederum sieht völlig anders aus, und ist weitaus weniger beliebt, weil er gerne Waldbäume, Rebstöcke, Obst- oder Ziergehölze völlig kahl frisst. Darum war er auch eine Zeitlang fast verschwunden, weil nahezu ausgerottet.
Der Begriff Junikäfer wiederum steht für mindestens sieben verschiedene Käferarten, aber definitiv nicht für Marienkäfer, was ich als Kind aber weder wusste noch hätte beweisen können. Internetz und Wikipedia bieten heutzutage gewisse Vorteile beim Erwerb und Ausbau von Allgemeinwissen, und natürlich bei Gscheidhaferl-Diskussionen 😆

Donnerstag, 14. Mai 2026

Herrenpartie

88 mm | 1/80 s | f8 | ISO 500 | Lumix FZ1000

#Glas  #blau  #minimalistisch
#detailverliebt
#Feiertage #Vatertag #Frühling2026

Feiern Sie heute, und wenn ja: Was, mit wem und wie? 😁 

Vatertag wird auf der ganzen Welt gefeiert, aber überall anders und an unterschiedlichen Tagen. In Deutschland heißt er regional auch Herrentag oder Männertag, womit meine Gscheidhaferlfrage beantwortet wäre, ob Herren oder Männer, die keine Väter sind, überhaupt mitfeiern dürfen. 😉 Aber sicher. 

Wenn es einen Muttertag gibt, muss es auch einen offiziellen Vatertag geben. Verantwortlich für dessen Einführung (in den USA) ist Sonora Louise Smart Dodd aus Spokane, Washington, die 1909 einen Antrag für die Gründung des Vatertags bei den örtlichen Behörden stellte. Sie wollte damit die Kraft und die Selbstlosigkeit ehren, die ihr verwitweter Vater seinen sechs Kindern entgegengebracht hatte. 
Vater- und Muttertag kamen dann auch nach Europa, sind historisch gesehen also noch relativ jung. Das damit verbundene, weltweite Brauchtum ist jedoch weitaus älter. 

Montag, 7. Juli 2025

Drehort

27 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 100 | Smartphone

 #Catering fürs #Filmteam
#Drehort #Candidplatz  #München

Am Münchner Candidplatz wird gerade (wieder) irgendwas gedreht, und wenn ich schaulustig oder Autogrammjägerin wäre, könnte ich zu diesem Drehort gehen und gucken, welche SchauspielerInnen involviert sind. Ich habe den Mann vom Catering gefragt, was gedreht wird, habe aber vergessen mich zu erkundigen mit wem. Das sagt schon alles: meine Prioritäten sind völlig anders gelagert. 😅 

Der freundliche Mitarbeiter kannte und nannte mir den vorläufigen Arbeitstitel, erwähnte noch, dass es eine Produktion fürs ZDF ist, und es ist auch noch völlig offen, wann der Film gesendet wird. Wahrscheinlich interessiert er mich sowieso nicht, was (leider) für viele deutsche TV-Produktionen gilt. Mein Mann hatte erst gestern wieder festgestellt und angemerkt, dass er den (guten) amerikanischen Schauspielern die Figuren, die sie jeweils verkörpern, total "abnimmt", weil sie in ihren Rollen echt und authentisch rüberkommen. Viele deutsche Darsteller wirken auf ihn (meinen Mann) viel zu "gestelzt" und unnatürlich, so dass er überhaupt nicht in die jeweils gezeigte Story hineinfindet. 

Darüber hatte ich früher nie nachgedacht, aber seitdem mich mein Mann mich auf diesen Unterschied aufmerksam gemacht hatte, sehe ich ihn auch.

Mittwoch, 27. Juli 2022

Scherzkeks

Verbotsschilder sind lästig, darum werden solche Hinweise gerne ignoriert. Hier ist das eindeutig anders. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, und das Regelwerk kreativ umformuliert. Was gestern noch verboten war, ist heute boten. Hm. An dieser Stelle hätte das Gscheidhaferl einen Verbesserungsvorschlag, der jedoch das Vorhandensein eines schwarzen Filzstifts erfordert. Dafür käme man mit weniger weißer Farbe aus. Im Gesamtergebnis wäre der neue Text schöner und weitaus eleganter. 

  1. Die Korrektur von Anbringen zu bringen ist wunderbar, könnte man sich aber sparen.
  2. Lassen Sie das Wort verboten stehen, und pinseln Sie nur das v aus: erboten
  3. Nun machen Sie mit ein bisschen weißer Farbe und dem schwarzen Filzstift aus dem o ein e, und schon steht an der Wand: bringen von Plakaten erbeten.

Jetzt werden Plakate gebracht, aber wenn Sie Anbringen stehenlassen, heißt es:

Anbringen von Plakaten erbeten.

Es genügt ein Buchstabe, und schon wird aus dem Verbot eine Einladung! Sie brauchen weniger Farbe und Sie sind schneller fertig mit Ihrem Kunstwerk. Das wiederum hat den Vorteil, dass Sie weniger Gefahr laufen, bei Ihrem schöpferischen Akt von potenziellen Zeugen beobachtet zu werden. Wenn Sie ein paar Tage später in der Zeitung oder auf einem Aushang lesen sollten: "Vandalismus am Verbotsschild - Polizei sucht Zeugen - Hinweise erbeten", können Sie milde lächeln.

Siehe auch: Witzbolde am Werk,  Sachen gibt's!, Regelwerk, Dadaffiti, Geheimbotschaft?, Situationskomik, Zu wörtlich genommen, Scherzkeks, Gscheidhaferl, Eindeutig Neo-Rokoko, Echt jetzt?, Rätselhaft, Pizzafrisur, Engelische Tram-Tangene, Was ist...?, Hilfreiche Lektüre, Pozilei!, Warnhinweis

Mittwoch, 23. Oktober 2024

Segnung der digitalen Moderne

Wieder was für #Gscheidhaferl 😁

Ach, Sie kennen das: Da wird Ihnen ein Paket angekündigt, und es kommt nicht daher. Die Gründe dafür mögen vielgestaltig sein, es ist ja auch nicht eilig. Nach fast einer Woche will man dann aber doch nicht untätig bleiben, und man schaut mal wieder nach, wo sich das Objekt der Begierde gerade aufhält. Das ist ja kein Problem, weil jede Sendung eine Tracking-Nummer hat, und das System ganz genau weiß, wo sich die Schachtel zum jeweils gegenwärtigen Zeitpunkt aufhält. Aber warum? Kinder, die dauernd nach dem Warum fragen sind schon unheimlich nervig. 

Haben Sie Ihre Eltern auch mit diesen Warum-Fragen gequält? Das macht Spaß, weil sie irgendwann nicht weiter wissen, wenn man konsequent in einer Endlosschleife nach dem Warum fragt. Kluge Eltern wissen, dass die Antwort auf den Urknall hinausläuft. Ohne den wären wir nicht da, wo wir uns heute befinden, und unterwegs ist einiges passiert. Von der Erfindung der gemütlichen Feuerstelle im steinzeitlichen Höhlenheim bis zum  Lastenfahrrad mit Elektroantrieb gibt es viel zu erklären, wenn das Kind wissensdurstig ist. 😅 Genervte Eltern sagen relativ schnell: "Warum, warum ist die Banane krumm?" 🍌 Dabei ist ausgerechnet das wirklich total einfach zu beantworten. "Jetzt lass mich endlich in Ruhe mit deiner dummen Fragerei!" ist der Offenbarungseid im Eltern-Interview: Schachmatt. 😎 Dann kriegt man als benachteiligter Boomer einen 24-bändigen Brockhaus zu Weihnachten, und fragt sich, warum das iPhone nicht dreißig Jahre früher auf den Markt kam.

Gut, dass wir jetzt das Internetz haben, das antwortet schon sehr lange auf viele, und selbst auf die unmöglichsten Fragen. Die Antworten sind nicht immer richtig, aber wenn es um eine auf dem Logistikweg verirrte Schachtel geht, kann das mit der Antwort ja nicht so schwierig sein. Das denkt man so als Optimist. 😇

Sonntag, 22. Juni 2025

Sonnwend-Drehbuch 🌞

25 mm | 1/530 s | f2,2 | ISO 50 | Smartphone

 #Kreidemalerei mit #Sonne  
#Zitate #KI

Anlässlich der #Sommersonnenwende2025 😎🌞 wollte ich nicht schon wieder mit dem ganzen intergalaktischen Kram daherkommen. 😉 Darum hatte ich mir nur ein hübsches Zitat gesucht, und folgendes gefunden:

„Das Glück ist wie die Sonne. 
Ein wenig Schatten muss sein, 
wenn es dem Menschen wohl werden soll." 

Diese Einschätzung stammt von Otto Ludwig, und weil Sie den wahrscheinlich genauso wenig kennen wie ich, habe ich 'mal kurz nachgeschaut', wer das war. Nicht dass ich aus Versehen irgendeinen unbeliebten Bösewicht zitiere und hinterher Prügel dafür bekomme. 

Otto Ludwig war ein deutscher Schriftsteller, der im 19. Jahrhundert den Begriff des "poetischen Realismus" geprägt, und - unter anderem - einen als sehr spannend bezeichneten psychologischen Roman geschrieben hatte. Musik hatte er auch studiert, bei keinem Geringeren als Felix Mendelssohn Bartholdy -  "Vom Himmel hoch, da komm ich her..."

Den Namen Alfred Döblin, seines Zeichens Psychiater und Schriftsteller haben Sie vielleicht auch schon einmal gehört oder gelesen: Aus seiner Feder stammt der Roman "Berlin Alexanderplatz" - weltberühmt. Döblin bewunderte nun ausgerechnet die Arbeiten von diesem Otto Ludwig!

Samstag, 18. November 2023

Dazulernen

27 mm | 1/640 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

#Baumfreunde  #Herbst2023

Ja, schon wieder Bäume 🌲🌳 Ich habe mich gerade gefragt, ob ich mittlerweile mehr Baum- als Facebookfreunde habe, und worauf ich eher verzichten könnte, wenn ich mich entscheiden müsste. 😏 Das kann man natürlich nicht miteinander vergleichen. Viel eher steht die Frage im Raum, wie ich meine wertvolle Lebenszeit auf die so unterschiedlichen Lebensbereiche, die analoge und die digitale Welt, verteile. Auch innerhalb dieser beiden "Sphären" muss ich mich tagtäglich entscheiden, womit und mit wem ich meine Zeit verbringe. Notwendigkeiten und Möglichkeiten gibt es viele, und dazu das schöne Sprichwort, dass man nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann. 

Freitag, 11. Juli 2025

Pozilei!

27 mm | 1/250 s | f1,6 | ISO 50 | Smartphone

 #Auto  #Spiegelung
#Veranstaltungen

Gestern war richtig was los... bei der Polizei am Mariahilfplatz im Münchner Stadtteil Au: Tag der Offenen Tür bei der Polizeiinspektion 21. Die ist für meinen Mann und mich nicht zuständig, weil sie im benachbarten Stadtviertel liegt, wir sind aber trotzdem hin. Die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen, und für meinen Mann war es ein interessantes Update. Er hat, wie ich selbst auch, schon seit Jahrzehnten kaum noch Berührungspunkte zu seinem ersten, urprünglich erlernten Beruf. 

Wie geht es Ihnen, wenn Sie mit der Polizei zu tun haben? Normalerweise nicht so gut, weil irgendwas Unangenehmes im Raum steht. Die Polizei als "Freund und Helfer", wie sie mir als Kind nahegebracht wurde, erlebt man aber auch gelegentlich. So ein Tag der Offenen Tür ist eine gute Gelegenheit, "Berührungsängste abzulegen", wobei man das natürlich nicht wörtlich nehmen darf. 😉 

Es war ein großes Familienfest, bei dem insbesondere die vielen, überwiegend kleinen Kinder ganz viel Spaß hatten: Nachwuchsförderung mit Hüpfburg, Kinderschminken und Bobby-Car Verkehrsparcours. Für die Erwachsenen gab's einen Biergarten mit Speis und Trank, organisiert und serviert von der lokalen Belegschaft. 

Freitag, 17. März 2023

Richtig oder falsch?

  #Frühblüher  #Natur  #Frühlingsboten

"Es wurde Licht!", könnte man heute fast sagen. Endlich mal. Wenn Sie das Blümchen im Foto als Schneeglöckchen bezeichnen, bekommen Sie einen Eintrag im Klassenbuch, es sei denn, Sie sagen, dass es sich um ein falsches Schneeglöckchen handelt. 

An dieser Blume ist prinzipiell nichts falsch, aber es ist eben kein Schneeglöckchen, sondern eine Frühlingsknotenblume. Das ist jetzt wieder so eine botanische Spitzfindigkeit, und genau das Richtige für Gscheidhaferl. 😏 Um die Verwirrung komplett zu machen: Diese Pflanze nennt man in manchen Regionen auch Märzenbecher, Märzbecher, Märzglöckchen oder Großes Schneeglöckchen. Vergessen Sie das am besten ganz schnell wieder. Das ist Volksmund, nicht Botanikersprech.

Merken Sie sich einfach, dass die Frühlingsknotenblumen einen runden und kelchartigen Kopf haben. Die mit den mageren, länglichen Blüten sind die "richtigen" Schneeglöckchen und sehen so aus:

Donnerstag, 5. Februar 2026

Horizonterweiterung

26 mm | 1/60 s | f2,2 | ISO 64 | Smartphone

 #Hausfigur mit #Violine 
#Architektur #Musik
#München  #Giesing

Kennen Sie Johann Christian Innocenz Bonaventura Cannabich? Ich auch nicht, der ist schon lange tot. Gehört hatte ich seinen Namen noch nie, was daran liegt, dass ich mich nicht besonders für klassische Musik interessiere. Lediglich die Cannabichstraße im schönen Untergiesing ist mir ein Begriff, zumal die Straßenschilder öfter mal humoristisch verunstaltet wurden. Es soll schon Leute gegeben haben, die nicht genau hingehört und nach der Cannabisstraße gesucht haben. 😂

Die Skulptur am Eck der Cannabichstraße hat meinen fotografischen Blick angezogen: Hausfiguren und Kunst am Bau sind ja Teil meiner diversen Langzeitfotoprojekte. Diese hier stellt einen Violinisten dar. Eine Recherche anhand der Straßennamen gibt am schnellsten Auskunft über die historischen Namensgeber*innen. Um es kurz zu machen: Cannabich war ein Zeitgenosse und sehr guter Freund von Wolfgang Amadeus Mozart, und den kennt (fast) jeder. Um Cannabich zuzuordnen, muss man sich aber schon besser mit klassischer Musik auskennen.  

Das wirklich Geniale an unserer modernen Lebenswelt ist, dass man sich einfach zu Youtube durchklicken kann, um sich Werke eines vor über 200 Jahren verstorbenen Komponisten anzuhören. 😲 Eine gewisse Berühmtheit muss man natürlich schon zu Lebzeiten erlangt haben, um im dritten Jahrtausend im Internetz aufzutauchen. 

Montag, 10. März 2025

Geistig fit?

400 mm | 1/15 s | f11 | ISO 125 | Lumix FZ1000 ii

#Sonnenuntergang  #Lichtgemälde #abstrakt  #Orange
#Muttergeschichten  #Pflegeheim

Mein Fotoprojekt zum Thema #Licht&Farbe, mit dem ich in der Adventszeit etwas gehadert hatte, ist nicht in Vergessenheit geraten. 😁 Diesmal sind beim vertikalen Kameraschwenk glühende Lichtsäulen entstanden. Die Bildergebnisse sind bei dieser Aufnahmetechnik nur ungefähr vorhersehbar, und wenn ich die Fotos hinterher durchblättere, ist es jedes Mal, wie beim Öffnen einer Wundertüte. Alles ist möglich: Man hofft natürlich auf das überraschende Geschenk 😍, erlebt aber auch so manche herbe Enttäuschung. 😒

Das überraschende Wunder, das ich im Kontext mit meiner Mutter erlebe, besteht darin, dass sie seit ihrem Umzug ins Pflegeheim eine ganz andere geistige Fitness an den Tag legt als vorher in ihrem häuslichen Umfeld. Sie wirkt auf mich weniger verwirrt, besser orientiert und erheblich klarer in ihren Aussagen. Schon vor, aber speziell nach dem völlig schrägen Weihnachts-Panaudium schien sie dem Tod in die Arme zu torkeln, jetzt überlegt sie, wie sie mit ihrem Leben in der neuen Umgebung künftig zurechtkommen soll.