Dienstag, 28. November 2017

Randnotizen der Digitalisierung


In unserem Stadtviertel wurden unlängst alle Telefonanschlüsse digitalisiert. Das neue Internetfernsehen funktioniert prima, und außerdem gibt's den Fire TV Stick, Netflix und Youtube im Wohnzimmer - all diese tollen neuen Sachen. Im Zuge der technischen Erneuerung gibt es eben auch Verlierer: der alte Röhrenfernseher hat  ausgedient. Erstaunlich, wie viele es davon noch gibt. Davon kann man sich derzeit in den Straßen Giesings selbst ein Bild machen.

Gleich und gleich gesellt sich gern. Wenn sowieso schon einer auf dem Grünstreifen steht, dann kann derjenige, der sich beflissen fühlt, den Müll zu entsorgen, die anderen auch gleich mit zum Wertstoffhof nehmen. So funktioniert Outsourcing. 
Gab es nicht ganz ganz ganz früher mal so etwas wie einen offiziellen Sperrmülltag im Stadtviertel? Das war eine super Sache, Abenteuer pur. Was man da nicht alles am Straßenrand finden konnte: Möbel, Lampen, Regale... Flohmarkt kostenlos. Oft wechselten ungeliebte Dinge über Nacht den Besitzer. Aber so funktioniert das heute eben nicht mehr. Jetzt ist Wertstoffhof!

Dienstag, 7. November 2017

Gleich und gleich gesellt sich gern

















Eigentlich hätte dieses Fotomotiv wieder einen guten Kandidaten für die Reihe "1000 Meisterwerke" abgegeben. Als ich am 1. November zum Fitnessstudio lief, musste ich bei der Ansammlung von inhaltsleeren Coffee-To-Go Bechern natürlich anhalten und ein Foto schießen. Das ganze Stadtviertel sah nach dem Fußballspiel am 31.10. ziemlich erbärmlich aus. Trotz Feiertag mussten die Mitarbeiter der Straßenreinigung eine Sonderschicht einlegen, und dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar. Warum?

Freitag, 29. September 2017

Die letzten Sonnenstrahlen

25 mm | 1/60 s | f8 | ISO 160 | Lumix FZ1000

 

Im Dünenwald bei Breege auf der Insel #Rügen

#Reise  #nachgereicht

Siehe auch: Temperatursprung, Morgendosis, Sonnenstern, Falschlicht#Sonne
Digital Detox, Bleibende Eindrücke, Licht- und Hirngespinster

 

Weiterführende Links

Tourist-Infos Insel Rügen - Homepage

Mittwoch, 27. September 2017

Zu später Stunde

144 mm | 10 s | f8 | ISO 100 | Lumix FZ1000

#Sellin  #Rügen  #Ostsee
#Sehenswürdigkeiten  #Tauchglocke

Langzeitbelichtung mit Stativ

#Reise  #nachgereicht

Siehe auch: Hintergründig13.11.2025 16:55:07.654

Weiterführende Links

Blaue Stunde - Wikipedia
Tauchgondel - Wikipedia
Tauchgondel Sellin - ruegenmagic.de
Tourist-Infos Insel Rügen - Homepage

Unter Wasser

46 mm | 1/1250 s | f3,2 | ISO 250 | Lumix FZ1000

Blick aus der #Tauchgondel Sellin auf #Rügen

Ich bin lieber am als im Wasser, und tauchen kann ich gar nicht. Menschen, die - mit oder ohne Ausrüstung - ins nasse Element abtauchen, haben meinen tiefen Respekt. Ein U-Boot würde ich auch nicht freiwillig betreten, außer wenn es fest verankert im Hafen liegt, oder wenn es sich um eine Filmkulisse in der Bavaria Filmstadt handelt. 😅
Meine Unterwasser-Erlebnisse beschränken sich auf einen Besuch in einer SeaLife-Ausstellung, und eine Fahrt mit der Tauchgondel Sellin auf der Insel Rügen. Dort waren wir etwa zwanzig Minuten lang dreieinhalb Meter unter Wasser. 

Hintergründig

25 mm | 1/1000 s | f2,8 | ISO 125 | Lumix FZ1000

#Sellin  #Rügen  #Ostsee
#Sehenswürdigkeiten

Warten auf die Blaue Stunde.

#Reise  #nachgereicht

Siehe auch: Da war noch was, Zu später Stunde, Magritte wEISsbLAU, Und wer bist du?

Weiterführende Links

Blaue Stunde - Wikipedia
Seebrücke Sellin - Wikipedia
Tourist-Infos Insel Rügen - Homepage

Mittwoch, 20. September 2017

Mitfahrgelegenheit?

400 mm | 1/800 s | f4 | ISO 125 | Lumix FZ1000

Am Ende eines langen Fototages...

#Reise  #nachgereicht

Siehe auch: Tischlein deck dich, Ganz viel Obst...
Wann geht's los?

Weiterführende Links

Waren an der Müritz - Tourismus Info

Ganz viel Obst...

28 mm | 1/17 s | f1,6 | ISO 640 | Smartphone
 

So eine Fotoreise ist anstrengend.
Kaffee- und Kuchenpause in Waren an der Müritz

#Reise  #nachgereicht
Siehe auch: Apfelgemetzel, Chillout, Verschnaufpause, Heisskalt, Kuchenbacken,
Kräuterlikör 22 Karat
, Bloß keine Diät!, Tischlein deck dich, Mitfahrgelegenheit?,
Obstgarten, Jetzt doch!KaffeeplauschMögen sie Brokkoli?

Weiterführende Links

Waren an der Müritz - Tourismus Info
Dat Tortenhus - Homepage

Sonntag, 17. September 2017

Tischlein deck dich

122 mm | 1/80 s | f3,9 | ISO 200 | Lumix FZ1000

#Hafen

... nein, hier ist es noch zu früh. Das Ausflugsschiff ist noch festgezurrt, keiner da. Morgennebel steigt aus dem kühlen Wasser auf,  die Hafenpromenade und die Gassen und Plätze der Stadt sind noch leer. Es ist die beste Tageszeit, um sich in Ruhe einen ersten Eindruck zu verschaffen, welche fotografierenswerten Motive uns in den nächsten Tagen erwarten. #Fotoreise

Siehe auch: Ganz viel Obst...#Reise  #nachgereicht, Wann geht's los?

Weiterführende Links

Mittwoch, 30. August 2017

Lasse Gras darüber wachsen

In der Reihe "1000 Meisterwerke der Digitalromantik 4.0" stellen wir Ihnen heute ein Werk vor, das sich für den Ehrenpreis der Fahrradstadt München bewirbt. Lasse Gras darüber wachsen lautete das Motto, das im Frühjahr und Sommer 2017 eine konsequente Umsetzung erfuhr.
Man könnte meinen, dass die hier gezeigte fotografische Aufnahme der Kampagne einer Umweltpartei entspringt, die auf die perfekte Vereinbarkeit von Natur und Technik aufmerksam machen möchte. Nirgends wird das Konzept einer "grünen Stadt" besser visualisiert als hier, doch weder Green City noch Claudia Roth haben mit diesem Meisterwerk etwas zu tun.


Während der eilige Passant an derlei Objekten hastig vorbeischreitet, und sie lediglich in die Kategorie kurzfristig abgestellte Verkehrsmittel einordnet, bleibt der Kunstinteressierte unvermittelt stehen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Schlechtes Argument

25 mm | 1/100 s | f8 | ISO 125 | Lumix FZ1000

 

 #BullshitBingo  #Plakat

23. Juli 2017
nachgereicht im November 2023

Freitag, 21. Juli 2017

Schön ist das nicht...

"Die Welt ist dabei, in Stücke zu fallen,
und Leute wie Adams und Weston fotografieren Felsen!"

Henri Cartier-Bresson





Montag, 10. Juli 2017

Kein Riese

Ich glaube sie meinten "no rice" (kein Reis), aber ganz sicher bin ich mir nicht.



Was man in diesem Asia Markt aber IMMER bekommt, ist mindestens eine Plastiktüte, egal wieviel man kauft. Man braucht schon ein gewisses Standvermögen, um die Kassiererin daran zu hindern, den einzelnen Bund Koriander in Plastik zu versenken.

Auf das globale Plastikproblem angesprochen erklärte die - stets missmutige - Dame neulich im Laden: "Sagen Sie das den Politikern."

Tatsächlich ist es so, dass "sehr leichte Plastiktüten (dünner als 15 Mikrometer) – zum Beispiel für Obst und Gemüse" nicht unter die neue Tütenverordnung fallen, und deshalb auch weiterhin kostenlos ausgegeben werden dürfen. 

Ja, da stehen wir Ökos mit unseren mitgebrachten Ökobeuteln, gucken dumm aus der Wäsche und lernen, dass wir keine Chance haben, mit unserem lächerlichen Weltverbesserungsquatsch. Wir sind eben keine Riesen. Die Kenianer sind uns da einen Schritt voraus.

Nachtrag: Wie es um das Plastik bestellt ist, kann man unter anderem bei Bild der Wissenschaft nachlesen. "Acht Milliarden Tonnen Plastik wurden in den letzten fünfundsechzig Jahren produziert, zwei Drittel davon gammeln heute als Müll auf Deponien oder verschmutzen Umwelt und Meere. Damit sei dies ein unkontrolliertes Experiment globalen Maßstabs, warnen die Wissenschaftler." Sagen Sie das den Politikern - oder nehmen Sie einfach keine Plastiktüten mehr von Verkäufern an, die ihnen welche aufdrängen. Papiertüten sind übrigens auch keine Alternative, am besten ist immer noch der tausendmal benutzte mitgebrachte Einkaufsbeutel, selbst wenn er aus Plastik ist.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Macht der Gewohnheit
















Nein, das ist kein neuer Sportplatz. Oder vielleicht doch?

Es ist wahrscheinlich typisch deutsch, dass ich mir um solche Kleinigkeiten Gedanken mache, aber die typisch deutsche Gründlichkeit,  mit der sich die Stadt München einem Alltagsproblem widmet, fordert mich geradezu heraus. Außerdem beobachte ich gerne Menschen und Situationen, und versuche, mir einen Reim darauf zu machen. 

Die hier gezeigte Wiese mit Trampelpfad kenne ich nun schon seit über dreißig Jahren. Als ich letzte Woche meine übliche Abkürzung hangabwärts joggen wollte, waren fleißige Handwerker gerade dabei, einen Zaun zu errichten. Er reichte bis zur Laterne und ich wusste sofort, was sie vorhatten: Schluss mit Lustig, hier wird jetzt nicht mehr über die Wiese getrampelt!
Jawoll, dachte ich, und bog demonstrativ hinter der Laterne links ab. Ja, manchmal kann ich richtig trotzig sein und dieses Gefühl ein paar Sekunden lang auskosten. Das ist kindisch, aber es vermittelt so ein wunderbares Gefühl von Macht. Jemand will dir etwas verbieten und du tust es trotzdem. Ja, so sind wir Menschen. Manche mehr, manche weniger; die meisten handeln reflexartig, und manche tun solche Dinge ganz bewusst.

Als ich abends wieder an der gleichen Stelle vorbeikam, diesmal mit dem Fahrrad, und brav auf der geteerten Strecke, war der Zaun bereits vollendet, aber kein Hindernis für einen jungen Mann, der sich elegant darüber hinweg schwang.

Dienstag, 27. Juni 2017

Gelbe Seiten

Die Reihe "1000 Meisterwerke der Digitalromantik 4.0" findet heute ihre Fortsetzung. Wir widmen uns dem Opus "Gelbe Seiten", das auf eine über hundertjährige Tradition zurückblicken kann. Im Frühsommer 2017 bildete es den Kern einer flächendeckenden Street-Art Installation, die in deutschen Großstädten wie München zeitweilig für Aufsehen sorgte. Zumeist waren die sonnengelben Türme in Hauseingängen oder auf Treppenstufen zu finden, doch es gab auch raffiniertere Interpretationen zu bestaunen. Dies ist eine davon.


















Wir stehen vor einer Skulptur, die dem Betrachter durch ihre freundliche Farbigkeit unmittelbar ins Auge springt. Dargeboten auf einem stahlgrauen Altar erkennen wir ein Arrangement von geheimnisvollen Büchern, die lose gestapelt von links nach rechts eine aufsteigend-optimistische Linie bilden.  Das Werk findet seinen Höhepunkt in einem einzeln aufgerichteten Objekt, einer in Plastikfolie verschweißten Ausgabe des preisgekrönten Meisterwerks Gelbe Seiten für München 2017.

Dieses Arrangement, das nicht zufällig der Auslage einer Buchhandlung nachempfunden ist, will auf sich aufmerksam machen. Mehr noch: der geneigte Leser ist eingeladen, sich eines dieser Prachtexemplare mitzunehmen.

Montag, 15. Mai 2017

Es tut sich was




















Dieses leckere und nette Dankeschön war heute früh in unserem privaten Briefkasten.

Was ist passiert?
Wir waren den Anblick der kostenlosen Wochenzeitungen leid, die im Treppenhaus in der Ecke landeten. Also haben wir unsere Nachbarn im Haus mit einem Aushang darüber aufgeklärt, wie sie diese unerwünschte Werbung loswerden können. Wir haben Aufkleber (Amazon) für die Briefkästen besorgt und kostenlos verteilt. Dabei stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass 80% der HausbewohnerInnen die Zeitungen schon lange nicht mehr haben wollten.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kunst to Go

Heute möchte ich Ihnen ein Meisterwerk der Digitalromantik 4.0 nahebringen. In diesem sonnendurchfluteten Idyll aus dem Jahr 2017 sieht man erst auf den zweiten Blick, dass sich die Künstlerin mit dem Sujet "Zweirad" beschäftigt hat. Der zerschlissene Plastiksattel in der rechten Bildmitte springt nicht sofort ins Auge. Erst wenn der Betrachter den Lenker des pedalgetriebenen Fahrzeugs erspäht, wird deutlich, wo sich das leuchtendgrüne Hauptobjekt befindet: auf einem Gepäckträger.

Die angedeuteten Teile einer Efeuhecke am rechten Bildrand lassen ahnen, dass sich das oft als "Drahtesel" bezeichnete Transportmittel an einem Wegesrand befindet. Das Fehlen einer typischerweise mit Fahrradschutzhelm bekleideten Person legt nahe, dass dieses Zweirad zum Zeitpunkt der digitalen Fotoaufnahme nicht aktiv betrieben wurde. Vielmehr scheint das Objekt schon seit längerer Zeit auf die Rückkehr seines Eigentümers zu warten.

Es ist nicht bekannt, ob diese Person wegen eines länger anhaltenden Regens auf das hier gezeigte Zweirad verzichtet hat, oder sich einfach nur im Park verirrt hat. Doch erst jene Abwesenheit hat die unvergleichliche Installation aus verknitterter Aluminiumfolie, halb zerdrückten PET-Flaschen, Coffee-To-Go-Bechern unterschiedlicher Couleur und zerknülltem Papier ermöglicht. Kunst to Go! lautet folglich auch der Titel dieses bis dato unübertroffenen Meisterwerks.







































Die sauber verlegten rechteckigen Platten am Boden stehen symbolisch für die Ordnungsliebe der Menschen, die tagtäglich jene hier im Hintergrund gezeigte Schwelle überschreiten. Hier verlassen Menschen den öffentlichen Weg. Sie treten ein in den grün bewiesten Park, erleben ihre Naturverbundenheit und kehren erfrischt zurück. Ihre Ordnungsliebe ist es auch, die sich in der kunstvollen Anordnung oben genannter Objekte widerspiegelt. Sie liegen nicht mehr im Park und auch nicht neben dem Zweirad. Nein, sie wurden sorgsam arrangiert.

Dienstag, 2. Mai 2017

Cat Content geht immer

Entschuldigung: Cat Content ist ein englisches Wortkonstrukt. Beim Schreiben versuche ich unnötige Anglizismen zu vermeiden, Werbesprache und Marketingkampfbegriffe sind mir ein Graus. Trotzdem habe ich mich diesmal ganz bewusst dafür entschieden, von Cat Content zu sprechen. Damit sind Inhalte (content) gemeint, die sich um Katzen (cat) drehen, vornehmlich Videos und Fotos. In den sozialen Medien und auf Youtube gibt es davon jede Menge. Meistens sind es grottenschlechte Fotos und ebenso schlechte Videos, aber sobald eine Katze auf der Bildfläche erscheint, wird der Verstand ausgehebelt. Die sind ja sooooo süüüüß! Der Inhalt wird angeklickt, angeschaut, geteilt und der Gefällt-Mir-Knopf läuft heiß. Bei Katzen wird offensichtlich eine Art Kindchenschema aktiviert, auch bei mir.

Interessanterweise gibt es auch Dog Content, also Inhalte mit Hunden, aber es gibt keinen Horse Content (Pferde) und erst recht keinen Kid Kontent als Begriff. Man findet lediglich "Content for Kids". Damit sind Inhalte gemeint, die für Kinder geeignet sind. Nun würde ich eigentlich annehmen, dass es genauso viele Menschen geben müsste, die Kinder ebenso süß finden wie Katzen. Trotzdem haben die samtpfötigen Vierbeiner im Internet die besseren, nein, die besten Karten. Das mag daran liegen, dass es unverfänglicher ist, Katzen beim Spielen zuzuschauen. Wer sich Kindervideos anschaut, gerät schnell in Verdacht, nicht ganz sauber zu sein.
Ob man eher auf Hunde- oder Katzenvideos steht, hängt davon ab, ob man im realen Leben ein Haustier der einen oder anderen Sorte besitzt. Ich hatte früher zwei Katzen und somit ist klar, welcher Fraktion ich angehöre. 😺
 
Wenn ich mal schlechte Laune habe, oder eine Aufheiterung brauche, weiß ich, wo ich fündig werde. Meine Lieblings-Internetkatze ist Maru (Mumogu) aus Japan. 

Freitag, 7. April 2017

Bitte klingeln Sie mal woanders!

Die Packstation im Erdgeschoss - darüber hat die FAZ im Dezember 2015 berichtet und einen netten Beitrag in der Sendung quer des BR gab es ebenfalls zu diesem Thema. Beide journalistischen Beiträge enden mit dem Fazit, dass "die freundliche Oma von nebenan die Stütze der Paketgesellschaft bleibt" oder dass es wenigstens toll für das nachbarschaftliche Miteinander sei, wenn man sich gegenseitig hilft.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: ES NERVT TIERISCH, wenn es alle dreißig Minuten an der Tür klingelt!


Der ganz normale Wahnsinn in einer Erdgeschosswohnung










An guten Tagen ist es nur DHL oder Amazon. An schlechten Tagen kommt morgens um neun die Postbotin, die eine übergroße Briefsendung nicht einfach im Hausflur platzieren möchte, um zehn Uhr klingeln fremde Leute, die dem Nachbarn etwas in den Briefkasten einwerfen möchten, und dann beginnt das große Schaulaufen sämtlicher Paketdienste, von A wie Amazon bis U wie UPS.

Mittwoch, 5. April 2017

Schubladendenken













"Gegen das Schubladendenken wehrt sich nur,
wer in keine Schublade passt." (Dr. House)

Schubladen sind etwas ausgesprochen Praktisches. Wenn man ordentlich ist, muss man nicht lange suchen. Man weiß man sofort, in welche Schublade man greifen muss, um das Besteck, die passenden Computerkabel, die Batterien oder Speicherkarten für die Kamera zu finden. Auch beim Denken helfen Schubladen: Das ist der Fotograf, das ist der Banker, das ist der Fachmann für ...

Blöd ist, wenn man beim Einsortieren nicht genau hinschaut, oder wenn man zuwenig Schubladen hat. Zu viele Schubladen sind auch nicht gut: Am Ende weiß man nicht mehr so genau, ob die Akkus oben links oder rechts in der Mitte sind. Dann braucht man entweder ein gutes Gedächtnis, eine gute Beschriftung oder viel Zeit zum Suchen.

Es gibt kleine, mittlere und große Schubladen, und es gibt immer Sachen, die nirgends so richtig reinpassen. Solche Dinge landen dann im Keller, oder man vergisst, wo man sie untergebracht hat. Das Ungewöhnliche und Sperrige hat es schwer, im praktischen und im übertragenen Sinn.
Kompliziert ist es auch mit den Dingen, die thematisch in mehrere Schubladen passen. Ein rotes Spielzeugauto passt in die Kategorien rot, Auto, Spielzeug. Es könnte aber auch in der Kategorie Kindheitserinnerungen oder Flohmarkt landen. Solch emotionale Bezüge sind manchmal schwer nachzuvollziehen und eine große Herausforderung für Suchalgorithmen.

Wie schwierig es ist, die richtigen Schlagwörter zu finden, habe ich bei der Suche nach Fotomotiven in einer Bildagentur erlebt. Die Seite zeigte mir nur selten das, was ich wirklich brauchte. Das Programm hatte auch nach Monaten nicht viel dazugelernt. Selbst der Internetriese Amazon tut sich schwer mit mir. Da werden mir Männer-T-Shirts und Heavy-Metal-Musik vorgeschlagen, obwohl ich LaBrassbanda und Haindling gekauft habe. Vielleicht liegt es daran, dass mein Mann unser Amazon-Prime-Fernsehprogramm zusammenstellt? Ganz sicher ist es untypisch, dass eine Frau vorwiegend in den Kategorien Elektronik, Computer und Foto herumstöbert. Ich bin natürlich dankbar, dass mir kaum Werbung für Beauty-Produkte, Kleider oder Schuhe unter die Augen kommt, aber ich frage mich schon gelegentlich, was mir alles entgeht. Die sogenannte "Filterblase", in der eigene Überzeugungen stets verstärkt und abweichende Themen systematisch ausgeblendet werden, halte ich für keine erfreuliche Entwicklung. Wie soll man kreativ sein und auf neue Ideen kommen, wenn man immer das Gleiche und Bekannte zu sehen und zu lesen bekommt?

Ich werde also mal wieder aufräumen, alle realen und gedanklichen Schubladen öffnen und durchlüften. Ich bin neugierig, welche verloren geglaubten Schätze dort auf mich warten. Zudem kann ich bei diesem Frühjahrsputz umsortieren, ausmisten und Platz schaffen für neue, interessante Inspirationen. 
 

Sonntag, 1. Januar 2017

Geh mir aus der Sonne...!

Als sich Diogenes von Sinope im Kraneion sonnte, trat Alexander der Große an ihn heran und sagte: "Fordere, was du wünschest!", worauf Diogenes antwortete: "Geh mir aus der Sonne."

Was man für einen unfassbaren Affront halten kann, war nichts anderes als ein Ausdruck absoluter Genügsamkeit. Aber dazu muss man die Protagonisten und die ganze Geschichte kennen. 😎
Manchmal sind es ja auch die Feinheiten der Sprache: Hat Diogenes gesagt "Geh mir aus der Sonne!", oder "Geh mir nur ein bisschen aus der Sonne..."? Und in welchem Tonfall?
Geschichts- und Geschichteninterpretation haben ihre Tücken, wenn man ein paar hundert Jahre später Quellentexte liest, oder gar Übersetzungen davon.

„Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse", lässt Antoine de Saint-Exupery den Fuchs in seiner Geschichte vom Kleinen Prinzen sagen. Vorsicht mit den Wörtern alles, immer und nie. Sprache ist nicht die Quelle ALLER, aber vieler Missverständnisse. Im Internetzeitalter erst recht, darum sind Begegnungen von Mensch zu  Mensch und von Herz zu Herz so wichtig. Miteinander reden statt übereinander ist auch nicht verkehrt.

Siehe auch:  Ein Pastewka sind drei Anhalter in der Galaxis, Schubladendenken, Fuchs und Hase 2023, Weihnachtsstern, Fensterln, Finden Sie den Oktopus, Dadaffiti, Schnitzel!, Sachen gibt's!, Wörtlich genommen#Sonne, Happy Börsday, Immanuel, Reflektorstern, Sonne oder Mond?

Weiterführende Links

  • Die Begegnung Alexander des Großen mit dem Philosophen Diogenes - cultura-lista.de

Mittwoch, 9. November 2016

Der erste Schnee
















Als Kinder haben wir uns jedes Jahr mächtig gefreut, wenn im November die ersten Schneeflocken am Himmel tanzten. Der tiefgraue Himmel und die weiße Pracht waren eine Verheißung: Bald ist Weihnachten, bald gibt es Geschenke und bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Schlittenfahren. Damals blieb der Schnee meistens noch liegen und es war mehr als heute. Vielleicht ist diese Erinnerung aber auch falsch - im Rückblick verklären sich manche Dinge. Als ich heute früh aus dem Fenster schaute, und den Schnee sah, dachte ich nur: Oha... jetzt ist es wieder soweit. Es wird Winter 😒

Wetter ist für mich schon immer ein spannendes Thema gewesen. Nicht umsonst gibt es in diesem Blog eine eigene Rubrik mit "Wetterfotos". Ich liebe es, die Veränderungen in der Natur zu beobachten, das wechselnde Licht und die Farben des Himmels, der zu jeder Jahreszeit andere Nuancen hat. Den Wetterbericht im Fernsehen finde ich spannender als die Nachrichten, die Namen der deutschen TV-Meteorologen sind mir geläufiger als die mancher Promis. Wenn Donald Bäcker im Morgenmagazin den Unterschied von Glatteis und Eisglätte erläutert, höre ich aufmerksam zu, und ich folge Benjamin Stöwes Twitter Account...

Wetter ist für mich kein Small Talk Thema

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Als ich zehn war (Blogparade)

Zwetschgenmann Lutz Prauser lädt ein zur Blogparade "Als ich zehn war"... Es war Raimund Verspohls Beitrag über seine Zeit als "Analogue Native", der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.
    Mit zehn Jahren fängt – fast – ein anderes Leben an. War das so?, fragt Lutz Prauser.
      Absolut: Ein radikaler Einschnitt.
      Als ich zehn war, änderte sich in meinem Leben so ziemlich alles. Zwei Wochen vor meinem zehnten Geburtstag kam mein Bruder* auf die Welt. Aus war's mit der Ruhe. Ich bekam zwar das größere der beiden Kinderzimmer, aber die Lärmquelle direkt nebenan wurde für mich in den darauffolgenden Jahren zu einer permanenten Folter. Sorry, Bruder, du konntest nichts dafür. Dass du heute Musiker bist, freut mich übrigens sehr :-) Das Timing damals war unglücklich und die Rahmenbedingungen eher schlecht.
      * Korrekt formuliert müsste ich "Halbbruder" schreiben, aber wir sind zusammen aufgewachsen, also ist er mein Bruder. Fertig, aus.

      Es heißt, dass die Babyboomer Glückskinder seien. Solche Verallgemeinerungen schätze ich nicht so sehr. 1964 war der geburtenstärkste Jahrgang mit durchschnittlich 3718 Geburten in Deutschland pro Tag. Folglich wurde diese Monster-Generation auch gleichzeitig eingeschult. 1974 besuchte ich die vierte Grundschulklasse einer Schule, die nur 100 Meter von unserer Wohnung entfernt lag. Wir lebten in Haar bei München in einem aus dem Boden gestampften Neubaugebiet der "Neuen Heimat" - Wohnblöcke im Stil der frühen Siebziger. Das hatte damals noch keinen unangenehmen Beigeschmack, es waren die modernsten Wohnungen im Ort, groß und bezahlbar.

      37 Schüler - beim Fototermin fehlten einige.
      Während des Jahres kamen neue dazu, andere gingen.

      In der neu eröffneten Grundschule waren Klassenstärken mit vierzig Schülern und mehr ganz normal. eine Zeitlang waren wir 52, weil ständig neue Schüler während des Schuljahres dazu kamen, und andere wieder verschwanden. Der Lärmpegel und die bedrückende Enge in den Klassenzimmern waren sicher auch Ursachen dafür, dass ich nicht gern zur Schule ging. Jedenfalls meldete ich mich so oft wie möglich wegen Übelkeit und Kopfschmerzen krank. Meine schulischen Leistungen waren entsprechend mittelprächtig. Dass ich den Übertritt ins Gymnasium trotzdem schaffte, war nur der sehr engagierten Klassenlehrerin zu verdanken, aber auch dem Druck, den meine Mutter damals auf mich ausübte. Es war der Klassiker: Den Kindern soll es später besser gehen, als den Eltern, also ab aufs Gymnasium!

      Donnerstag, 6. Oktober 2016

      #marketingfuzzidummsprech

      Als ich dieses Plakat sah, hatte ich fertig. 

      Ja was, welches Plakat? Hm, die neue Datenschutzrichtlinie hat es wohl verschluckt, es wurde einfach aus meinem Blog entfernt. Das Motiv stammte aus dem Jahr 2013 und zeigte die Werbung eines Reiseunternehmens, auf der stand:

      "REISEN SIE MEER"

      Unlängst habe ich gelernt, dass man heutzutage kein Angebot mehr abgibt, sondern an einem "Pitch" teilnimmt. Das ist wieder so ein Wort, bei dem mir die Haare zu Berge stehen. Ja, ich benutze auch englische Wörter, und das nicht zu knapp. Computer, Tablet, Smartphone - alles Englisch. Ich bin wirklich die Letzte, die damit ein Problem hat.

      "Pitch" und "Bitch" klingen ziemlich ähnlich, ob das ein Zufall ist? Also nicht verwechseln und deutlich sprechen! Googeln Sie mal nach der Übersetzung, falls Sie des Englischen nicht mächtig sind...

      Da fällt mir Leonardo di Caprio in Bestform ein: The Wolf of Wall Street. In diesem Film gibt es eine Szene, bei der Sie an das schöne Marketingwort "Elevator Pitch" denken und es nie mehr vergessen werden. Im Trailer sieht man diese Szene nicht, der ganze Film dauert knapp drei Stunden. Wer ihn bis zum Ende durchhält, wird womöglich ganz laut "Tschakka!" rufen und zum nächsten Pitch rennen. Ich wollte daraufhin meine Motivationsbücher aus den 1990er Jahren im Altpapier entsorgen, aber wie sich im Herbst 2018 herausstellen wird, wäre das keine gute Idee gewesen. Die Motivationstrainer sind wieder im Anflug. Hoffentlich richten Sie diesmal nicht den gleichen Mist an wie vor zwanzig Jahren!


      Nicolai Goschin schreibt auf medium

      Fuck off, Pitches!

       

      Mittwoch, 14. September 2016

      Wiesn 2016: Nein danke.















      "Wir dürfen uns das Oktoberfest nicht vermiesen lassen", sagt der Wiesn-Chef.
      In den letzten Jahren war ich immer mindestens einmal auf der Wiesn, oft sogar mehrmals. Einmal nur zum Fotografieren, einmal zum Eintauchen in den alljährlichen Wahnsinn, und einmal ganz gemütlich mit meiner Mutter auf der Oidn Wiesn für die Nostalgie. Früher waren wir auch mal mit Kollegen zum Feiern dort, wenn eine Firma für uns reserviert hatte.

      Letztes Jahr war ich pünktlich zum Wiesnstart eine Woche lang im Krankenhaus und danach weder fit noch geneigt für einen Wiesnbummel. Heuer gibt's ein neues Sicherheitskonzept: Rucksackverbot und Zäune rund ums Festgelände.
      Rucksackverbot heißt: "Richtig" Fotografieren mit mehreren Objektiven und Stativ dürfte problematisch werden. Das ist nicht gar so schlimm, weil es gute kleine Kameras und Gorillapods gibt. Wir werden 2016 also vor allem Handyfotos zu sehen bekommen. 

      Freitag, 9. September 2016

      Always look on the bright side of life

      Mein buddhistischer Gleichmut wird manchmal schwer auf die Probe gestellt. Wenn das passiert, frage ich mich als erstes: Liegt's an mir? Bin ich in letzter Zeit aggressiver geworden und wenn ja: Woran liegt das?















      Seit über siebzehn Jahren übe ich Zen-Meditation. Ich kann mich fast jederzeit bewusst entscheiden, ob ich mich über etwas aufregen will, oder ob ich es einfach sein lasse. Ich kann das Gefühl des Ärgers beobachten, zuschauen, wie es in mir aufsteigt. Ich spüre, wie das Adrenalin in meinen Adern kocht, wie es die Atmung beeinflusst und die Muskeln zum Zittern bringt. Ich spüre auch, wenn dieser Effekt wieder nachlässt. Ich kann tief durchatmen, um den Entspannungsprozess zu beschleunigen, und ich kann mich aus Situationen entfernen, die meinen Gleichmut beeinträchtigen.

      Ich weiß, wo der Schalter in meinem Kopf ist, den ich umlegen kann, wenn ich mich nicht echauffieren will. Auf diese Weise kann ich mich aus fast allem raushalten, was mich ansonsten in Rage bringen würde. Dummerweise kommen manche Situationen - sogenannte Schlüsselszenen - immer wieder. Es sind die Momente, in denen mich "das Leben" mit Aufgaben konfrontiert, die allein durch Gleichmut nicht zu lösen sind.

      Am besten trifft es dieses Zitat, bei dem ich das Wort "Gott" bewusst weglasse:

      Gib mir die Gelassenheit,
      Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. 


      Okay, die Gelassenheit ist prinzipiell vorhanden und ich weiß, wie ich sie "einschalte".
      Den Mut, Dinge zu ändern, habe ich grundsätzlich auch.
      Was jetzt noch fehlt, ist die Weisheit der Unterscheidung.

      Worüber sollte ich mich gerechterweise aufregen und worüber nicht?
      Was kann ich ändern, was nicht?

      Ein Experiment

      Montag, 18. Juli 2016

      #webseidank


      Nach fast einem Jahr Sendepause ist die Blogparade von unserleben.digital ein wunderbarer Anlass, mal wieder etwas hier zu posten.

      Die Seite betrachtenswert.de war mein großes nichtkommerzielles Internet-Herzensprojekt, das in den letzten Jahren unter die Räder gekommen ist.

      Bei der Frage "Was hat mir das Web (menschlich) Gutes getan?" sind sofort viele Erinnerungen hochgekommen.


      Als erstes fiel mir ein, dass ich in den späten 90er Jahren auf unglaublich viele tolle Internetseiten gestoßen bin, die mir geholfen haben, mich persönlich weiter zu entwickeln. Ganz vorneweg war das die Seite zeitzuleben.de, die ich bis heute sehr schätze.

      Aus diesem Umfeld heraus bin ich über Foren und Diskussionsgruppen auf viele Menschen mit ähnlichen Interessen gestoßen: Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Fotografie. Aus einigen online Begegnungen wurden reale Treffen, es entwickelten sich echte Freundschaften, die bis heute fortbestehen. Motiviert durch andere "Web-Amateure" haben wir noch vor der Jahrtausendwende angefangen eigene Gruppen aufzubauen und eigene Seiten ins Netz zu stellen - ohne kommerzielle Hintergedanken. Dabei haben wir unglaublich viel gelernt, jeder für sich und wir von einander. Das Umfeld habe ich immer als unterstützend, fördernd und hilfsbereit empfunden. Schließlich hat mir das Web dann auch ermöglicht, beruflich neue Wege einzuschlagen.

      Montag, 9. Mai 2016

      Schaufensterbummel





      "Das geheimnisvolle Leben der #Schaufensterpuppen"

      Foto-Exkursion 9. Mai 2016
      nachgereicht im August 2023

      Kamera: Lumix FZ1000

      Aufnahmedaten
      Bild 1: 135 mm | 1/80 s | f3,9 | ISO 400
      Bild 2: 160 mm | 1/100 s | f3,9 | ISO 800
      Bild 3: 160 mm | 1/100 s | f3,9 | ISO 320
      Bild 4: 51 mm | 1/200 s | f3,3 | ISO 125

      Dieser Beitrag bleibt bis Ende August 2023 bei den aktuellen Blogposts sichtbar, und erscheint danach im Archiv (Mai 2016).

      Siehe auch: Nachgereichtes im Februar 2023RelaxKopflosHeissassa Tirallala...!, Das ist doch..., Für Romantiker, Zeitmaschine, Fotografisches Gedächtnis, Silvesterspaziergang, Wolkenmacher, Gähnende Leere, Pole!, Mondfänger, Verspiegelt

      Nicht zu verwechseln mit dem Langzeitprojekt: Schau-Fenster 😊

      Freitag, 11. Dezember 2015

      Das ist doch...

      ... sicher nur ein erhobener Zeigefinger???

      Tollwood-Winterfestival, 11.12.2015
      #nachgereicht im Dezember 2022

      Siehe auch:
      Der erste Schnee: 2008, 2016, 2022

      Atsvents 3, 2022, Weather with you?,
      Auf den Kopf gestellt
      ,   Das Bild hängt schief, Konfliktscheu

      #skurril, #Tierisch


      Samstag, 21. November 2015

      Turmuhr - Save The Clocktower

      21. November 2015

      Lichtinstallation am Kirchturm in München Giesing anlässlich der Wiedereröffnung nach jahrelangen Renovierungsarbeiten. Als ich die kleinen schwarzen Punkte oberhalb der Turmuhr auf dem Foto entdeckte, dachte ich, es wäre ein Bildfehler. Bei genauerem Hinsehen stellte sich aber heraus, dass es Halterungen sind, entweder für ein Elektrokabel, vielleicht ist es aber auch ein Teil des Blitzableiters.

      Im Film Zurück in die Zukunft nimmt eine Turmuhr in allen drei Folgen eine zentrale Rolle ein. Im ersten Teil schlägt ein Blitz in den Turm ein, was die Rückreise aus der Vergangenheit in die Gegenwart ermöglicht. Zufälle gibt's... 😆

       

      DeLorean DMC-12, London am 3.7.2015

      Siehe auch:  Zeitmaschine, Zurück in die Zukunft, Taktgeber

      Mittwoch, 21. Oktober 2015

      Zurück in die Zukunft


      Fotoexperiment #Durchblick

       
      Wo waren Sie am 21. Oktober 2015?
       
      Anlässlich einer Dokumentation über den Film Zurück in die Zukunft habe ich in meinem Bildarchiv nachgeschaut.
      An diesem Tag habe ich mit der Panasonic Lumix FZ300 gearbeitet, Fotoexperimente und Bilder für das Handbuch gemacht, an dem ich gerade arbeitete, und war nachmittags auf der Auer Dult in München. Dort habe ich zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder Steckerlfisch gegessen. 
      Das ist schon ziemlich präzise, oder? Ich könnte Ihnen anhand der Aufnahmedaten sogar noch die genauen Uhrzeiten mitteilen, wann ich wo gewesen bin. Was auf der einen Seite toll ist, weil man schöne Erinnerungen sammelt, zeigt auf der anderen Seite die Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten - selbst ohne Handy oder GPS-Daten. 
      Falsche Erinnerungen lassen sich mit solchen "Beweisfotos" widerlegen, aber es ist mir auch schon einmal passiert, dass ich das Foto einer Kursteilnehmerin für mein eigenes hielt. Es war versehentlich beim Synchronisieren eines Cloud-Ordners auf meine Festplatte geraten. Wo und wie genau dieser Fehler zustandekam, ließ sich im Nachhinein nicht mehr herausfinden. Seitdem hüte ich mich vor dieser Cloud und habe den Dienst deinstalliert.
       
      Auf der Suche nach den Fotos aus dem Herbst 2015 habe ich noch etwas Interessantes gefunden, das zur Zeitreise und zum Film passt. Schauen Sie mal hier: 21.11.2015 - vier Wochen später. Vielleicht war das diese "Zeitdilatation". 😎 Mir wird bei der Reise durch die Zeit auch gerade ein bisschen schwindlig.


      Weiterführende Links

      Samstag, 29. August 2015

      Apfelsinenmondernte

      #Supervollmond August 2015

      Mein Mann und ich waren an diesem schönen Sommerabend extra in den Perlacher Forst geradelt, um den aufgehenden Supervollmond vom Perlacher Mugl aus zu beobachten. Das ist ein künstlich aufgeschütteter 26 Meter hoher Aussichtsberg. Im Zweiten Weltkrieg gab es an dieser Stelle einen großen Bunker mit Flugabwehrgeschützen, der nach Kriegsende aufgrund seiner massiven Bauweise nicht abgetragen, sondern zugeschüttet und zum Aussichtspunkt wurde.

      Laut Wikipedia und Münchenwiki hat man dort immer noch einen  "schönen Blick über den Perlacher Forst bis zum Alpenhauptkamm." Haha. Wo wir zehn Jahre zuvor eine super Sicht bis zum Horizont gehabt hatten, war zwischenzeitlich nur noch Gestrüpp, und die Bäume im Forst sind seit Erstellung der Wikipedia-Seite auch ein bisschen nachgewachsen. Ich war lange nicht mehr oben, um nachzuschauen, ob die Forstverwaltung die Büsche am Aussichtspunkt ein bisschen gestutzt hat. Zuletzt konnte man den Alpenhauptkamm noch halbwegs sehen, aber das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.

      Aus meinen geplanten Mondfotos wurde in dieser Nacht nichts, aber romantisch war es trotzdem. 😊 

      Fotografiert am 29.8.2015, aus dem Archiv gekramt und nachgereicht im Februar 2023

      Siehe auch: Hänsel und Gretel im Perlacher Forst, Mondfänger, Mondsüchtig, Sturmmond, Mikromond, Finstermond, Mondfest, Leicht umwölkt, Lauschen, Morgendliche Mondmission, Wer ist schneller?, Der Elon kann nix dafür, Vollmondpfosten, Mugl-Tour (2023), Apfelsinenmondbaum

      Weiterführende Links

      Montag, 20. Juli 2015

      Hauptsache drin















      Beim Anblick mancher Briefkästen kommt mir das kalte Grausen. Natürlich, da ist kein Aufkleber drauf, der klarmachen würde, dass der Empfänger keine Werbesendungen oder Wochenblätter haben möchte. Irgendwann passt halt nichts mehr rein. Dass es offensichtlich niemanden gibt, der diesen postalischen Mülleimer leert, scheint gewisse Leute nicht weiter zu stören. Und so vergeht der Sommer, ein Gewitter nach dem anderen sorgt für schwülwarme Luft. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der Starkregen verwandeln das vergilbte Igittpapier im Briefkasteninneren allmählich zu einem Pappmaschee-Klumpen, und endlich ist wieder a bisserl Platz zum Nachschieben.

      Grrrraaaahhh!
      Ich weiß nicht, wem ich zuerst ins Kreuz springen soll:
      Dem Vermieter oder dem Zeitungszusteller?
      Oder sollte ich in buddistischer Gleichmut auch diese Zeitung ins Altpapier werfen und den Briefkasten eigenhändig zukleben?

      Mittwoch, 1. Juli 2015

      Im neuen Gewand

















      Nach einer erneut langen Sendepause im betrachtenswert-Blog ist es mir gelungen, der Seite ein neues Gewand zu verpassen. Ich bin den mahnenden Worten diverser Internetexperten gefolgt, habe die Stichwörter bereinigt und ein paar Layoutprobleme beseitigt.Wie es beim Aufräumen so ist, findet man auch eine Menge alten Schrott.

      Weg damit.

      Im Rückblick sehe ich das Projekt "52 Fotos im Jahr xxxx" mit anderen Augen. Jede Woche ein Foto hochladen ist eigentlich ganz leicht. Jede Woche ein gutes Foto machen, das man sich auch nach sieben Jahren noch anschauen mag, ist schwieriger. Trotzdem ist der Blick auf viele der fotografisch weniger wertvollen Bilder interessant. Das Fototagebuch bringt Ereignisse und Erlebnisse zurück ins Gedächtnis.

      Beim Entrümpeln der Beiträge sind mir versehentlich ein paar davon abhanden gekommen, unter anderem das oben gezeigte Motiv. "Street-Fashion" fasziniert mich immer wieder. Darunter fallen für mich nicht nur interessant gekleidete Menschen, sondern auch die gehäkelte und gestrickte Straßenmode an Laternenmasten, Straßenschildern und Bäumen ... Nicht immer schön als Foto, aber ein Ausdruck unserer postmodernen Zeit. Großmaschig gestrickte Pullover wie man sie in den 80er Jahren trug, werden sicher wieder in Mode kommen. Bis dahin kann man ja seinen Gartenzaun damit schmücken ;-)

      Samstag, 16. Mai 2015

      Uhrwerk blau

      #Spiegelselfie #Photoshopgebastel  #AnalogEffex
       Aufgenommen 16.5.2015, nachgereicht im Februar 2023

      "Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich."  (Steve Jobs)

      Diese Aufnahme zeigt nicht nur eine "normale", digital getaktete Uhr, die Fotografin steht gleichzeitig in einer architektonischen Sonnenuhr.

      Siehe auch: Psychoworld, Reizüberflutung, Wo ist das Wurmloch?, Hilfeeee!, Lasst uns mal kreativ sein, Zeit, ZeitbegriffEs ist Zeit, Wenn du es mal wieder eilig hastKeine Zeit...?, Zeitmaschine, Zeit-Umstellung, Nicht kleckern, sondern putzen!, Nochmal nachgeMESSEn, Everything, Everywhere, All at once, Zeitverschwendung, Zeitnormal, Uhr-ig,  Areal KunterbuntDie Freude am Beobachten