Freitag, 25. Januar 2019

Der Magische Kubus - ein Imaginationsspiel


Der Magische Kubus ist ein Imaginationsspiel - und mehr.

Was die einzelnen Elemente bedeuten, sollte man erst nachschlagen, wenn man sein ganz persönliches Bild imaginiert hat.


Und das geht so:



Die Wüste
Stellen Sie sich eine Wüstenlandschaft vor.
Ganz einfach.
Eine Horizontlinie.
Sand. Himmel.

Der Kubus
In dieser Wüstenlandschaft befindet sich ein würfelförmiges Gebilde, ein Kubus.
Wie sieht er aus? Beschreiben Sie ihn.
Wie groß ist er?
Wo befindet er sich? Woraus besteht er?
(es gibt keine Regeln, keine richtigen oder falschen Antworten.
Beschreiben Sie den Kubus, den Sie sehen.)

Mittwoch, 23. Januar 2019

Ab ins Fitnessstudio!

 Was fällt Ihnen zu diesem Aufruf ein?
  1. Ja, müsste ich eigentlich auch... schon... mal wieder? oder
  2. Ne, wirklich nicht!
Als ich bei betrachtenswert.de im Jahr 2002 einen Artikel über Fitnessstudios schrieb, hatte ich gerade meinen Vertrag bei Kieser Training erneuert. Davor wäre es mir auch nicht im Traum eingefallen, in so eine Muckibude zu gehen, aber alles hat eine Vorgeschichte....

Wenn sich das Leben ändert
Bis zum Jahr 2000 hatte ich alle meine Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt und war zwei- bis dreimal pro Woche beim Reiten. Im Urlaub machte ich Wanderreisen. Ich war Single, wog 58 Kilo, hatte einen BMI von 19,8 und konnte essen und trinken, was und wieviel ich wollte - an mir blieb nichts dran.

Dann lernte ich meinen Mann kennen. Ich hörte mit dem Reiten auf, wir fuhren gemeinsam mit dem Auto zur Arbeit und zusätzlich zum mittäglichen Gang in die Firmenkantine kochten wir uns abends immer noch ein leckeres Essen. Mein Mann ist ein begnadeter Koch und serviert abends zum TV-Programm auch gerne mal Kekse oder Chips... Sie können sich denken, was passiert ist. Es geschah schleichend, jedes Jahr zwei Kilo mehr machen nach zehn Jahren... Sie können selbst rechnen.
Ich bemühte mich schon bald, meine Ernährungsgewohnheiten zu ändern, machte mehr Sport, aber der erhoffte Erfolg stellte sich nicht ein. Im Gegenteil: Ich bekam Knieprobleme vom häufigen Joggen. Zwei Ärzte wischten meine Ambitionen mit dem Satz beiseite, dass ich wohl nur überkritisch mit mir selbst sei, ein bisschen Übergewicht würde niemandem schaden. Es dauerte Jahre, bis meine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde. Jetzt ist der BMI wieder runter auf 24, aber die "fetten Jahre" wirken nach. Diäten habe ich nie gemacht, es ist eine Frage der Zeit und der Disziplin, bis ich mich wieder rundum wohlfühle. Die Herausforderung besteht darin, die Lebensgewohnheiten auf Dauer an die neue Situation anzupassen: Mein Körper verarbeitet die Nahrung heute anders, ich brauche einfach weniger. Eine Mahlzeit am Tag reicht völlig aus, aber die Verlockungen sind ständig präsent.

Regelmäßige Bewegung ist ein Muss. Erfreulicherweise reagiert mein Körper auf sportliche Betätigung mit Glückshormonen, was die Sache wesentlich vereinfacht. Wenn ich mich mit anderen Leuten über Sport unterhalte, höre ich immer, wie anstrengend das ist. Stimmt! In den ersten Wochen und Monaten brauchte mein Mann sehr viel Geduld und Überredungskunst, um mich auf die Joggingstrecke zu bringen. Ich habe gejappst und gejammert, weil ich keine Kondition hatte. Heute laufe ich gerne, im Sommer draußen und im Winter auf dem Laufband im Studio. Wenn das Knie oder die Ferse zwackt, wechsle ich auf den Crosstrainer oder fahre eine längere Runde mit dem Fahrrad. Man braucht nicht unbedingt ein Fitnessstudio um sich zu bewegen, aber man braucht einen stählernen Willen. Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem sich der Körper umstellt und von alleine signalisiert, dass er eine Bewegungseinheit haben möchte. Danach bloß nicht wieder faul werden, weil es dunkel ist oder regnet. Die Gunst der Stunde sollte man nicht verpassen, und jetzt kommt das Fitnessstudio ins Spiel.

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Montag, 21. Januar 2019

Wundersame Welt des Web

Unlängst bekam ich eine automatische Nachricht, dass jemand zu meinem Artikel "Schwerkraft Ade" einen Kommentar hinterlassen hatte. Um Spam zu verhindern und um wüste Trolle auszusperren, ist die Kommentarfunktion in meinen Blogs generell so eingestellt, dass ich mir zuerst anschaue, was die Besucher schreiben. Oftmals geht es den Kommentatoren darum, ihre eigene Duftmarke bei anderen Bloggern zu hinterlassen, damit man selbst besser gefunden wird. Das finde ich nicht verwerflich, so funktioniert das Geschäft. Wenn der Kommentar Links enthält, bei denen es sich um reine Marketingmaßnahmen (Spam) handelt, erlaube ich mir aber schon, diese Beiträge zu ignorieren. 

Im konkreten Fall gab es gar keinen Text, nur einen Link. Das kam mir Spanisch vor - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein bisschen Spanisch kann ich, aber es reichte nicht, um den verlinkten Artikel zu verstehen, deshalb bemühte ich die intelligente Übersetzungsmaschine DeepL


Suche nach Gravitonen weist auf die Existenz von Paralleluniversen hin  lautet der Titel, und der nachfolgende Artikel befasst sich mit Quantenphysik. Als Graviton bezeichnet man das hypothetische Eichboson einer Quantentheorie der Gravitation. Dieser Annahme zufolge ist es der Träger der Gravitationskraft. (Wikipedia)

Der Blogger, der meine satirischen Betrachtungen zum Thema Schwerkraft kommentiert hatte, scheint sich auszukennen. Stringtheorie, vereinheitlichte Feldtheorie, Paralleluniversen - alles ist möglich, es lässt sich nur noch nicht beweisen. Natürlich wollte ich wissen, wer da bloggt und wo dieser Mensch zuhause ist: Juan Pablo aus Buenos Aires, ich freue mich, dass Du meinen betrachtenswert Blog gefunden hast. Ich hoffe, wir werden es noch erleben, dass die Wissenschaft die Schwächen der Schwerkraft entlarvt, und dass wir den Paradigmenwechsel, von dem in Deinem Blog die Rede ist, noch erleben werden. (Lassen Sie sich die Beiträge von Google ins Deutsche übersetzen.)

Das WWW ist ein ziemlich verrückter "Ort" und vielleicht wird es eines Tages als das erste wissenschaftlich nachweisbare Paralleluniversum bezeichnet. Hier sind erstaunliche Begegnungen möglich, über alle Kontinente und Sprachbarrieren hinweg! Genau deshalb bin ich hier unterwegs, außer abends und am Wochenende. 😁
Beam me up, Scotty!
 

Donnerstag, 10. Januar 2019

Nichts ist unmöglich

Solange niemand schwarze Schwäne gesehen hatte, war das Auftauchen eines schwarzen Schwans völlig undenkbar, und lag jenseits des menschlichen Fassungsvermögens. Auch heutzutage gibt es mehr Dinge auf der Welt, als wir uns vorstellen können. 😎

Dienstag, 8. Januar 2019

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Des Kaisers neue Kleider

Kennen Sie das Märchen von Hans Christian Andersen? Es handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor, zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, der Kaiser habe gar keine Kleider an. Diese Aussage verbreitet sich in der Menge und das ganze Volk eilt herbei, um sich das anzuschauen. Der Kaiser erkennt, dass das Volk recht zu haben scheint, entscheidet sich aber, die Sache durchzuziehen. Er und der Hofstaat setzen die Parade fort. 


Als ich letztes Wochenende an zwei Kästen mit Münchner Tageszeitungen vorbeilief, wurde ich an dieses alte Märchen erinnert. Die grandiosen Schlagzeilen der TZ und der BILD München priesen die Vorteile des Stadtwanderns an, ein ganz neuer Trend, der ähnlich genial ist wie das Waldbaden, über das ich vor kurzem berichtet hatte. Früher nannte man das Spazierengehen oder zu Fuß gehen, aber das ist wohl nicht gemeint. Stadtwandern richtet sich offenbar an ein Zielpublikum, für das Wandern uncool und altmodisch ist. Wer Joggen zu anstrengend findet und keine Lust auf Nordic Walking hat, kann jetzt Stadtwandern. Eine bisher unentdeckte Nische im Reigen der gesunden Freizeitaktivitäten hat sich aufgetan!

Der geneigte Leser erfährt deshalb aus der Tageszeitung, dass er sich beim Stadtwandern bloß nicht überfordern soll, lieber mit kurzen Strecken anfangen möge, dazu gutes Schuhwerk braucht - wetterfeste Kleidung natürlich auch. Absolut wichtig: die Wettervorhersage beachten! Wer hätte das gedacht.

Wenn ich jetzt Harry G. wäre, würde ich ein Youtube-Video drehen und in die Kamera plärren, ob's dene ins Hirn gschiss'n ham?! 

Samstag, 13. Oktober 2018

Weltverbesserungsquatsch

„Im Kampf gegen den Plastikmüll in unseren Meeren unterstützt uns fast die gesamte Bevölkerung“, sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze. „Die Vermüllung gefährdet Ökosysteme auf dem ganzen Planeten. Wir müssen daher weltweit überflüssiges Plastik vermeiden und den Rest im Kreislauf halten und recyceln.“ (Quelle: Bild der Wissenschaft)

Als ich das Statement der Ministerin las, drängte sich mir sofort der Begriff kognitive Dissonanz auf. Darunter versteht man grob ausgedrückt einen Zustand, in dem Menschen anders handeln als sie eigentlich wollen würden. Oft sind sie sich darüber im Klaren, reden sich die Sache aber irgendwie schön. Am besten erklärt man diesen Fachbegriff aus der Sozialpsychologie mit Beispielen: Eigentlich mögen wir Tiere, aber wir essen sie auf und nehmen es billigend in Kauf, dass sie unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und getötet werden. Dass es neuerdings immer mehr Vegetarier und Veganer gibt ist erfreulich und löblich, aber Fleischkonsum ist nur ein Beispiel von vielen. Kognitive Dissonanz ist nichts Böses, sie bewahrt uns im Prinzip erst einmal davor an einem moralischen Dilemma zu verzweifeln.

Samstag, 6. Oktober 2018

Erfolgsteams


Wir befinden uns schon seit längerem in einer Phase grundlegender Veränderungen. Die Berufswelt wandelt sich ebenso wie das Sozialsystem, mit dem viele von uns aufgewachsen sind. Viele Menschen stellen fest, dass die bisherigen Lebens- oder Berufskonzepte nicht mehr passen, oder nicht mehr funktionieren. In Phasen der Veränderung ist es gut sich bewußt zu machen, dass man nicht alleine ist. Und dass auch andere Menschen in der selben oder einer ähnlichen Situation stecken wie man selbst. Was spricht also dagegen, sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun, und gemeinsam nach individuellen Lösungen zu suchen?

Was ist ein Erfolgsteam?
Eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Man könnte dabei an "Selbsthilfegruppe" denken - Erfolgsteam klingt allerdings ein bißchen peppiger, vor allem aber ist es ziel- und lösungsorientiert. In einem Erfolgsteam steht die Arbeit an einem beruflichen oder persönlichen Ziel im Vordergrund. Das Team hilft den einzelnen Teilnehmern dabei, ihr Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein zu stärken.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Wackeldackel

#Kultobjekte

Es gibt ihn noch - oder sollte ich schreiben: Es gibt ihn wieder? Der Wackeldackel im Auto - das ist der Gartenzwerg für Mobile. Er ist der Bruder des röhrenden Hirschs, ein Inbegriff von Kitsch... Bei mir weckt der Wackeldackel Erinnerungen an die Kindheit: an lange, langweilige Autofahrten. Damals gab es weder Kindersitze noch Sicherheitsgurte, und die Erwachsenen vorne waren noch ganz anders drauf als moderne Helikoptereltern. Der Aufkleber "xyz fährt mit" war noch nicht erfunden. Dafür hatten viele Verkehrsteilenhmer eine Notfallrolle Klopapier im Heckfenster, natürlich mit dem obligatorischen Häkelüberzug und einem lustigen Bommel obendrauf. Wackeldackel und Klopapier-Pudelmütze: das gehört in meiner Erinnerung untrennbar zusammen.

Der Wackeldackel war ein guter Freund: er nickte oder schüttelte den Kopf, wenn man ihn mit dem Finger anstupste, und sein hypnotisierender Blick ließ mich vorübergehend vergessen, wie kotzübel es mir auf auf kurvenreichen Strecken war. Vielleicht sollte ich mir einen Waldi holen und ihn neben den Bildschirm stellen? Ich bin sicher, dass er mir freundlich zunicken wird, wenn ich mal wieder etwas Aufmunterung nötig habe. Eine Häkel-Anleitung für die Klopapier-Abdeckung habe ich auch schon entdeckt...

Internet ist einfach toll!
 
Weiterführende Links

Samstag, 29. September 2018

Sie haben Post!


























#Post  #Briefmarken

Nein, ich meine nicht "Ihr Posteingang enthält neue Nachrichten" sondern: Sie haben Post! So richtig echte analoge Post zum Anfassen. Postkarten oder Briefe mit Briefmarken drauf! 
Die meisten Vorgänge lassen sich heute online oder per E-Mail erledigen, aber wenn es um behördliche oder vertragliche Dinge geht, ist der Brief immer noch unverzichtbar. Ich weiß nicht, ob mein zuständiger Bearbeiter im Finanzamt die Umschläge selber aufmacht und zu schätzen weiß, dass ich immer Sondermarken draufklebe.

Meine Briefmarken hole ich mir im Onlineshop der Post in der Abteilung Philatelie. Es gibt jedes Jahr neue Motive für Sondermarken. Einmal habe ich mir auch aus eigenen Fotos individuelle Briefmarken anfertigen lassen. Das ist etwa so teuer wie Sondermarken mit Zuschlag. Für besondere Menschen oder zu besonderen Gelegenheiten ist es mir das wert. Aber wer hat heutzutage noch die Zeit Briefe zu schreiben?

Mittwoch, 26. September 2018

Samstag, 22. September 2018

Tagträume sinnvoll nutzen


Ertappen Sie sich manchmal dabei, dass Ihre Gedanken irgendwohin abgeschweift sind? Sie schauen aus dem Fenster, aber in Ihren Gedanken sind Sie an einem ganz anderen Ort. Sie stellen sich vielleicht ganz lebhaft vor, wie Sie eine Aufgabe lösen oder ein Gespräch  mit jemandem führen, und dabei nehmen Sie die Realität um sich herum gar nicht mehr wahr... In solchen Momenten erleben Sie so etwas wie einen hypnotischen Zustand. Diese Fähigkeit unseres Gehirns, in Gedanken das Hier und Jetzt komplett zu verlassen, ist im Alltag nicht immer hilfreich. Wir müssten aufmerksam zuhören, aber wir sind nicht bei der Sache. Wenn wir beim Tagträumen etwas Wichtiges übersehen, kann das ziemlich gefährlich werden. Diese Fähigkeit lässt sich aber auch bewusst nutzen, um Stress abzubauen, um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern oder um Lösungen für Probleme zu finden. 

Die Methode dazu bezeichnet man als Fantasiereise (manchmal auch Märchen- oder Traumreise). Dabei handelt es sich um einen gelenkten Tagtraum, der fünfzehn bis dreißig Minuten dauert, und eine klare Struktur und ein Ziel hat. In einer ruhigen und entspannten Atmosphäre sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge eine Geschichte ablaufen, die Ihnen entweder von einer anderen Person vorgelesen oder erzählt wird oder die Sie sich selbst im Kopf erzählen.

Der therapeutische Nutzen von Fantasiereisen ist groß: Sie werden unter anderem therapiebegleitend gegen Schmerzen, Schlafstörungen, bei Ängsten und Phobien oder zur Raucherentwöhnung eingesetzt.

Mittwoch, 19. September 2018

Samstag, 15. September 2018

Schwerkraft ade!























In der Reihe "1000 Meisterwerke der Digitalromantik 4.0"  erfahren Sie heute, warum die Newton'schen Gesetze der Schwerkraft seit dem Jahr 2018 nicht mehr gelten. Schwerkraft ist ein halbwissenschaftlicher Terminus, der sich aus den Worten Schwer und Kraft zusammensetzt. Ein Fahrrad ist schwer, darum braucht man Kraft um es bewegen zu können. Dies gilt insbesondere für Strecken bergauf. So war das zumindest früher, doch es gibt Neuerungen, die auch Sie im Alltag beobachten können. 

Mittwoch, 12. September 2018

Vielen Dank für die Blumen



























Was machen Sie, wenn Sie Blumen geschenkt bekommen?
Diese hier sind über 25 Jahre alt und sehen noch wunderbar frisch aus.
😊

Dienstag, 11. September 2018

Gedenkwoche



Am 11. September 2015 hatte ich Bauchschmerzen und mir war schlecht. Sowas kann vorkommen, dachte ich. Es war Freitagabend und ich wollte mich übers Wochenende "gesundschlafen". An den Samstag kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Als ich am Sonntagmittag mit der Diagnose "Blinddarm" in die Notaufnahme der Rinecker-Klinik taumelte, war ich so benebelt, dass ich die ellenlangen Formulare und Infoblätter, die man mir vor der Not-OP reichte, kaum noch lesen, geschweige denn verstehen konnte. Mein Mann hat alles ausgefüllt und ich habe nur noch unterschrieben. [Inzwischen gibt es eine Patientenverfügung...]

Blinddarmdurchbruch, Bauchfellentzündung... Nach der zweiten OP am 15.9. war ich fertig mit mir und der Welt. Es hätte zu Ende sein können und es wäre mir egal gewesen. Es sei "der übelste Befund, den er seit Jahren gesehen habe", sagte der Chirurg, und eine Krankenschwester meinte, ich hätte echt Glück gehabt: Ein anderer Patient habe mit "so etwas" fünf Monate in der Klinik verbringen müssen.

Ich weiß nicht, welcher oder wie viele Schutzengel im Herbst 2015 um mich herum geflattert sind. Ich weiß nur, dass ich ihnen unendlich dankbar bin, genau wie den Menschen, die mich in dieser Zeit behandelt, besucht und mich mental unterstützt haben. Die WLAN Verbindung im Krankenhaus war auch wichtig. Nicht zum Arbeiten, sondern für die langen schlaflosen Nächte, die ich mit Youtube-Musikvideos besser durchgestanden habe.

Samstag, 8. September 2018

Motivation ist (nicht) alles


"Ein absurder, aberwitziger, lehrreicher Trip in das Herz der Leistungsgesellschaft – und einer umstrittenen Person der Zeitgeschichte", heißt es auf den Seiten der ARD, die den Dokumentarfilm Der Motivationstrainer Anfang September 2018 spät abends ausstrahlte. In einem Interview mit den Filmemachern klang an, dass der Protagonist Jürgen Höller mit der unkommentierten Doku zunächst nicht besonders glücklich war, am Ende aber doch seinen Frieden damit gemacht habe. Das passt zu Höllers Methode. Sein Co-Trainer Mike Dierssen sagt an einer Stelle im Film: Verzeihen kann nur der Starke

Sie kennen Jürgen Höller nicht?
Höller wollte schon als Kind Millionär werden, und das hat er auch geschafft. So richtig bekannt wurde der gelernte Speditionskaufmann in den 1990er Jahren. 1999 war er nach eigenen Angaben der erste Mentaltrainer der Fußball-Bundesliga. Ausgerechnet Christoph Daum hatte Höller engagiert, was natürlich passt: Kokain und Selbstüberschätzung gehen gerne Hand in Hand, aber trotzdem bitte keine vorschnellen Urteile. Lesen Sie diesen Artikel bis zum Ende. Dort finden Sie auch weiterführende Links.

Samstag, 1. September 2018

Die Last des Alltäglichen


Am Wochenende, wenn ich mich gerne ausruhen würde, gibt es stets Dinge zu tun, die ich liebend gerne outsourcen würde. Waschen, putzen, bügeln, kochen und so weiter. Fenster putzen!!! Ojeeee! Könnten wir nicht auch eine Putzperle engagieren, die das alles für uns erledigt?

Nein, sagt mein Mann, und manchmal hasse ich ihn dafür. Als ich neulich wieder einmal mit dem Putzlappen durch die Wohnung wischte, hatte ich so etwas wie eine Erleuchtung. Ausgerechnet beim Saubermachen wurden mir die Dimensionen der Räume deutlich bewusst. Es gibt nicht nur das Sofa, den Fernseher und das Bett, sondern auch das Bad, die Küche, den Abstellraum, das Arbeitszimmer. Wir haben uns so viel Mühe gegeben und so viel Aufwand getrieben, um uns diesen Luxus leisten zu können und jetzt ärgere ich mich darüber, dass ich einmal in der Woche das Bad oder gelegentlich die Fenster putzen muss? Wie doof ist das denn! 

Luxusprobleme!

Mittwoch, 29. August 2018

Waldbaden - der neue heiße Scheiß

Um Ruhe zu finden gehe ich sehr gerne in den Wald. Davon gibt es bei uns in Deutschland erfreulicherweise sehr viel(e) und wir dürfen Wälder auch jederzeit betreten (§14 Bundeswaldgesetz).


Shinrin Yoku
Haben Sie schon einmal den Begriff "Waldbaden" gehört? Shinrin Yoku ist Japanisch und bedeutet auf  Deutsch so viel wie „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“. In Japan ist Waldbaden ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. In vielen Studien wurde die Wirksamkeit des Waldbadens bestätigt. So hat man jetzt wissenschaftlich nachgewiesen, dass allein der Aufenthalt in einem Wald den Blutdruck senkt und Stresshormone reduziert. Ob das an der Ruhe liegt, die der Wald ausstrahlt, oder am besonderen Klima im Wald, ist noch nicht genau erforscht. "Dabei ist es überhaupt nicht notwendig sich körperlich anzustrengen oder sportlich aktiv zu sein. Schon ein gemütlicher Spaziergang ist wohltuend für Körper und Geist", heißt es.

Dienstag, 28. August 2018

Pole!

#Sendlinger Tor  #München  #Dauerbaustelle wegen U-Bahn-Ausbau
Aufnahme August 2018, nachgereicht im Januar 2023
(Die U-Bahn ist noch lange nicht fertig. Fragen Sie in fünf Jahren nochmal nach.)

Die Pole-Position oder Poleposition, auch Pole genannt (engl. pole position, pole für Pfahl, Pfosten, Stange), ist im Motorsport der Startplatz in der ersten Startreihe auf dem sogenannten Starting-Grid (engl. grid, in diesem Kontext für dt. Rasterfeld), der für die Teilnehmer am vorteilhaftesten ist. Die Pole-Position wird vor dem jeweiligen Rennen zumeist durch eine Qualifikation erlangt, beispielsweise durch das Fahren der schnellsten Trainings- oder Qualifikationszeit. (Wikipedia)

Siehe auch: In den Startlöchern, Da seh' ich Rot, Nostalgie in Rot, Unglückliches Design, Noch sind alle Latten am Zaun, Grüner Rennfrosch, Think Big!DreiundzwanzigSmilla Grilla,  #Auto#rot