Sonntag, 1. Januar 2017

Geh mir aus der Sonne...!

Als sich Diogenes von Sinope im Kraneion sonnte, trat Alexander der Große an ihn heran und sagte: "Fordere, was du wünschest!", worauf Diogenes antwortete: "Geh mir aus der Sonne."

Was man für einen unfassbaren Affront halten kann, war nichts anderes als ein Ausdruck absoluter Genügsamkeit. Aber dazu muss man die Protagonisten und die ganze Geschichte kennen. 😎
Manchmal sind es ja auch die Feinheiten der Sprache: Hat Diogenes gesagt "Geh mir aus der Sonne!", oder "Geh mir nur ein bisschen aus der Sonne..."? Und in welchem Tonfall?
Geschichts- und Geschichteninterpretation haben ihre Tücken, wenn man ein paar hundert Jahre später Quellentexte liest, oder gar Übersetzungen davon.

„Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse", lässt Antoine de Saint-Exupery den Fuchs in seiner Geschichte vom Kleinen Prinzen sagen. Vorsicht mit den Wörtern alles, immer und nie. Sprache ist nicht die Quelle ALLER, aber vieler Missverständnisse. Im Internetzeitalter erst recht, darum sind Begegnungen von Mensch zu  Mensch und von Herz zu Herz so wichtig. Miteinander reden statt übereinander ist auch nicht verkehrt.

Siehe auch:  Ein Pastewka sind drei Anhalter in der Galaxis, Schubladendenken, Fuchs und Hase 2023, Weihnachtsstern, Fensterln, Finden Sie den Oktopus, Dadaffiti, Schnitzel!, Sachen gibt's!, Wörtlich genommen#Sonne, Happy Börsday, Immanuel, Reflektorstern, Sonne oder Mond?

Weiterführende Links

  • Die Begegnung Alexander des Großen mit dem Philosophen Diogenes - cultura-lista.de

Mittwoch, 9. November 2016

Der erste Schnee
















Als Kinder haben wir uns jedes Jahr mächtig gefreut, wenn im November die ersten Schneeflocken am Himmel tanzten. Der tiefgraue Himmel und die weiße Pracht waren eine Verheißung: Bald ist Weihnachten, bald gibt es Geschenke und bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Schlittenfahren. Damals blieb der Schnee meistens noch liegen und es war mehr als heute. Vielleicht ist diese Erinnerung aber auch falsch - im Rückblick verklären sich manche Dinge. Als ich heute früh aus dem Fenster schaute, und den Schnee sah, dachte ich nur: Oha... jetzt ist es wieder soweit. Es wird Winter 😒

Wetter ist für mich schon immer ein spannendes Thema gewesen. Nicht umsonst gibt es in diesem Blog eine eigene Rubrik mit "Wetterfotos". Ich liebe es, die Veränderungen in der Natur zu beobachten, das wechselnde Licht und die Farben des Himmels, der zu jeder Jahreszeit andere Nuancen hat. Den Wetterbericht im Fernsehen finde ich spannender als die Nachrichten, die Namen der deutschen TV-Meteorologen sind mir geläufiger als die mancher Promis. Wenn Donald Bäcker im Morgenmagazin den Unterschied von Glatteis und Eisglätte erläutert, höre ich aufmerksam zu, und ich folge Benjamin Stöwes Twitter Account...

Wetter ist für mich kein Small Talk Thema

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Als ich zehn war (Blogparade)

Zwetschgenmann Lutz Prauser lädt ein zur Blogparade "Als ich zehn war"... Es war Raimund Verspohls Beitrag über seine Zeit als "Analogue Native", der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.
    Mit zehn Jahren fängt – fast – ein anderes Leben an. War das so?, fragt Lutz Prauser.
      Absolut: Ein radikaler Einschnitt.
      Als ich zehn war, änderte sich in meinem Leben so ziemlich alles. Zwei Wochen vor meinem zehnten Geburtstag kam mein Bruder* auf die Welt. Aus war's mit der Ruhe. Ich bekam zwar das größere der beiden Kinderzimmer, aber die Lärmquelle direkt nebenan wurde für mich in den darauffolgenden Jahren zu einer permanenten Folter. Sorry, Bruder, du konntest nichts dafür. Dass du heute Musiker bist, freut mich übrigens sehr :-) Das Timing damals war unglücklich und die Rahmenbedingungen eher schlecht.
      * Korrekt formuliert müsste ich "Halbbruder" schreiben, aber wir sind zusammen aufgewachsen, also ist er mein Bruder. Fertig, aus.

      Es heißt, dass die Babyboomer Glückskinder seien. Solche Verallgemeinerungen schätze ich nicht so sehr. 1964 war der geburtenstärkste Jahrgang mit durchschnittlich 3718 Geburten in Deutschland pro Tag. Folglich wurde diese Monster-Generation auch gleichzeitig eingeschult. 1974 besuchte ich die vierte Grundschulklasse einer Schule, die nur 100 Meter von unserer Wohnung entfernt lag. Wir lebten in Haar bei München in einem aus dem Boden gestampften Neubaugebiet der "Neuen Heimat" - Wohnblöcke im Stil der frühen Siebziger. Das hatte damals noch keinen unangenehmen Beigeschmack, es waren die modernsten Wohnungen im Ort, groß und bezahlbar.

      37 Schüler - beim Fototermin fehlten einige.
      Während des Jahres kamen neue dazu, andere gingen.

      In der neu eröffneten Grundschule waren Klassenstärken mit vierzig Schülern und mehr ganz normal. eine Zeitlang waren wir 52, weil ständig neue Schüler während des Schuljahres dazu kamen, und andere wieder verschwanden. Der Lärmpegel und die bedrückende Enge in den Klassenzimmern waren sicher auch Ursachen dafür, dass ich nicht gern zur Schule ging. Jedenfalls meldete ich mich so oft wie möglich wegen Übelkeit und Kopfschmerzen krank. Meine schulischen Leistungen waren entsprechend mittelprächtig. Dass ich den Übertritt ins Gymnasium trotzdem schaffte, war nur der sehr engagierten Klassenlehrerin zu verdanken, aber auch dem Druck, den meine Mutter damals auf mich ausübte. Es war der Klassiker: Den Kindern soll es später besser gehen, als den Eltern, also ab aufs Gymnasium!

      Donnerstag, 6. Oktober 2016

      #marketingfuzzidummsprech

      Als ich dieses Plakat sah, hatte ich fertig. 

      Ja was, welches Plakat? Hm, die neue Datenschutzrichtlinie hat es wohl verschluckt, es wurde einfach aus meinem Blog entfernt. Das Motiv stammte aus dem Jahr 2013 und zeigte die Werbung eines Reiseunternehmens, auf der stand:

      "REISEN SIE MEER"

      Unlängst habe ich gelernt, dass man heutzutage kein Angebot mehr abgibt, sondern an einem "Pitch" teilnimmt. Das ist wieder so ein Wort, bei dem mir die Haare zu Berge stehen. Ja, ich benutze auch englische Wörter, und das nicht zu knapp. Computer, Tablet, Smartphone - alles Englisch. Ich bin wirklich die Letzte, die damit ein Problem hat.

      "Pitch" und "Bitch" klingen ziemlich ähnlich, ob das ein Zufall ist? Also nicht verwechseln und deutlich sprechen! Googeln Sie mal nach der Übersetzung, falls Sie des Englischen nicht mächtig sind...

      Da fällt mir Leonardo di Caprio in Bestform ein: The Wolf of Wall Street. In diesem Film gibt es eine Szene, bei der Sie an das schöne Marketingwort "Elevator Pitch" denken und es nie mehr vergessen werden. Im Trailer sieht man diese Szene nicht, der ganze Film dauert knapp drei Stunden. Wer ihn bis zum Ende durchhält, wird womöglich ganz laut "Tschakka!" rufen und zum nächsten Pitch rennen. Ich wollte daraufhin meine Motivationsbücher aus den 1990er Jahren im Altpapier entsorgen, aber wie sich im Herbst 2018 herausstellen wird, wäre das keine gute Idee gewesen. Die Motivationstrainer sind wieder im Anflug. Hoffentlich richten Sie diesmal nicht den gleichen Mist an wie vor zwanzig Jahren!


      Nicolai Goschin schreibt auf medium

      Fuck off, Pitches!

       

      Mittwoch, 14. September 2016

      Wiesn 2016: Nein danke.















      "Wir dürfen uns das Oktoberfest nicht vermiesen lassen", sagt der Wiesn-Chef.
      In den letzten Jahren war ich immer mindestens einmal auf der Wiesn, oft sogar mehrmals. Einmal nur zum Fotografieren, einmal zum Eintauchen in den alljährlichen Wahnsinn, und einmal ganz gemütlich mit meiner Mutter auf der Oidn Wiesn für die Nostalgie. Früher waren wir auch mal mit Kollegen zum Feiern dort, wenn eine Firma für uns reserviert hatte.

      Letztes Jahr war ich pünktlich zum Wiesnstart eine Woche lang im Krankenhaus und danach weder fit noch geneigt für einen Wiesnbummel. Heuer gibt's ein neues Sicherheitskonzept: Rucksackverbot und Zäune rund ums Festgelände.
      Rucksackverbot heißt: "Richtig" Fotografieren mit mehreren Objektiven und Stativ dürfte problematisch werden. Das ist nicht gar so schlimm, weil es gute kleine Kameras und Gorillapods gibt. Wir werden 2016 also vor allem Handyfotos zu sehen bekommen. 

      Freitag, 9. September 2016

      Always look on the bright side of life

      Mein buddhistischer Gleichmut wird manchmal schwer auf die Probe gestellt. Wenn das passiert, frage ich mich als erstes: Liegt's an mir? Bin ich in letzter Zeit aggressiver geworden und wenn ja: Woran liegt das?















      Seit über siebzehn Jahren übe ich Zen-Meditation. Ich kann mich fast jederzeit bewusst entscheiden, ob ich mich über etwas aufregen will, oder ob ich es einfach sein lasse. Ich kann das Gefühl des Ärgers beobachten, zuschauen, wie es in mir aufsteigt. Ich spüre, wie das Adrenalin in meinen Adern kocht, wie es die Atmung beeinflusst und die Muskeln zum Zittern bringt. Ich spüre auch, wenn dieser Effekt wieder nachlässt. Ich kann tief durchatmen, um den Entspannungsprozess zu beschleunigen, und ich kann mich aus Situationen entfernen, die meinen Gleichmut beeinträchtigen.

      Ich weiß, wo der Schalter in meinem Kopf ist, den ich umlegen kann, wenn ich mich nicht echauffieren will. Auf diese Weise kann ich mich aus fast allem raushalten, was mich ansonsten in Rage bringen würde. Dummerweise kommen manche Situationen - sogenannte Schlüsselszenen - immer wieder. Es sind die Momente, in denen mich "das Leben" mit Aufgaben konfrontiert, die allein durch Gleichmut nicht zu lösen sind.

      Am besten trifft es dieses Zitat, bei dem ich das Wort "Gott" bewusst weglasse:

      Gib mir die Gelassenheit,
      Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
      den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. 


      Okay, die Gelassenheit ist prinzipiell vorhanden und ich weiß, wie ich sie "einschalte".
      Den Mut, Dinge zu ändern, habe ich grundsätzlich auch.
      Was jetzt noch fehlt, ist die Weisheit der Unterscheidung.

      Worüber sollte ich mich gerechterweise aufregen und worüber nicht?
      Was kann ich ändern, was nicht?

      Ein Experiment

      Montag, 18. Juli 2016

      #webseidank


      Nach fast einem Jahr Sendepause ist die Blogparade von unserleben.digital ein wunderbarer Anlass, mal wieder etwas hier zu posten.

      Die Seite betrachtenswert.de war mein großes nichtkommerzielles Internet-Herzensprojekt, das in den letzten Jahren unter die Räder gekommen ist.

      Bei der Frage "Was hat mir das Web (menschlich) Gutes getan?" sind sofort viele Erinnerungen hochgekommen.


      Als erstes fiel mir ein, dass ich in den späten 90er Jahren auf unglaublich viele tolle Internetseiten gestoßen bin, die mir geholfen haben, mich persönlich weiter zu entwickeln. Ganz vorneweg war das die Seite zeitzuleben.de, die ich bis heute sehr schätze.

      Aus diesem Umfeld heraus bin ich über Foren und Diskussionsgruppen auf viele Menschen mit ähnlichen Interessen gestoßen: Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Fotografie. Aus einigen online Begegnungen wurden reale Treffen, es entwickelten sich echte Freundschaften, die bis heute fortbestehen. Motiviert durch andere "Web-Amateure" haben wir noch vor der Jahrtausendwende angefangen eigene Gruppen aufzubauen und eigene Seiten ins Netz zu stellen - ohne kommerzielle Hintergedanken. Dabei haben wir unglaublich viel gelernt, jeder für sich und wir von einander. Das Umfeld habe ich immer als unterstützend, fördernd und hilfsbereit empfunden. Schließlich hat mir das Web dann auch ermöglicht, beruflich neue Wege einzuschlagen.

      Montag, 9. Mai 2016

      Schaufensterbummel





      "Das geheimnisvolle Leben der #Schaufensterpuppen"

      Foto-Exkursion 9. Mai 2016
      nachgereicht im August 2023

      Kamera: Lumix FZ1000

      Aufnahmedaten
      Bild 1: 135 mm | 1/80 s | f3,9 | ISO 400
      Bild 2: 160 mm | 1/100 s | f3,9 | ISO 800
      Bild 3: 160 mm | 1/100 s | f3,9 | ISO 320
      Bild 4: 51 mm | 1/200 s | f3,3 | ISO 125

      Dieser Beitrag bleibt bis Ende August 2023 bei den aktuellen Blogposts sichtbar, und erscheint danach im Archiv (Mai 2016).

      Siehe auch: Nachgereichtes im Februar 2023RelaxKopflosHeissassa Tirallala...!, Das ist doch..., Für Romantiker, Zeitmaschine, Fotografisches Gedächtnis, Silvesterspaziergang, Wolkenmacher, Gähnende Leere, Pole!, Mondfänger, Verspiegelt

      Nicht zu verwechseln mit dem Langzeitprojekt: Schau-Fenster 😊

      Freitag, 11. Dezember 2015

      Das ist doch...

      ... sicher nur ein erhobener Zeigefinger???

      Tollwood-Winterfestival, 11.12.2015
      #nachgereicht im Dezember 2022

      Siehe auch:
      Der erste Schnee: 2008, 2016, 2022

      Atsvents 3, 2022, Weather with you?,
      Auf den Kopf gestellt
      ,   Das Bild hängt schief, Konfliktscheu

      #skurril, #Tierisch


      Samstag, 21. November 2015

      Turmuhr - Save The Clocktower

      21. November 2015

      Lichtinstallation am Kirchturm in München Giesing anlässlich der Wiedereröffnung nach jahrelangen Renovierungsarbeiten. Als ich die kleinen schwarzen Punkte oberhalb der Turmuhr auf dem Foto entdeckte, dachte ich, es wäre ein Bildfehler. Bei genauerem Hinsehen stellte sich aber heraus, dass es Halterungen sind, entweder für ein Elektrokabel, vielleicht ist es aber auch ein Teil des Blitzableiters.

      Im Film Zurück in die Zukunft nimmt eine Turmuhr in allen drei Folgen eine zentrale Rolle ein. Im ersten Teil schlägt ein Blitz in den Turm ein, was die Rückreise aus der Vergangenheit in die Gegenwart ermöglicht. Zufälle gibt's... 😆

       

      DeLorean DMC-12, London am 3.7.2015

      Siehe auch:  Zeitmaschine, Zurück in die Zukunft, Taktgeber

      Mittwoch, 21. Oktober 2015

      Zurück in die Zukunft


      Fotoexperiment #Durchblick

       
      Wo waren Sie am 21. Oktober 2015?
       
      Anlässlich einer Dokumentation über den Film Zurück in die Zukunft habe ich in meinem Bildarchiv nachgeschaut.
      An diesem Tag habe ich mit der Panasonic Lumix FZ300 gearbeitet, Fotoexperimente und Bilder für das Handbuch gemacht, an dem ich gerade arbeitete, und war nachmittags auf der Auer Dult in München. Dort habe ich zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder Steckerlfisch gegessen. 
      Das ist schon ziemlich präzise, oder? Ich könnte Ihnen anhand der Aufnahmedaten sogar noch die genauen Uhrzeiten mitteilen, wann ich wo gewesen bin. Was auf der einen Seite toll ist, weil man schöne Erinnerungen sammelt, zeigt auf der anderen Seite die Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten - selbst ohne Handy oder GPS-Daten. 
      Falsche Erinnerungen lassen sich mit solchen "Beweisfotos" widerlegen, aber es ist mir auch schon einmal passiert, dass ich das Foto einer Kursteilnehmerin für mein eigenes hielt. Es war versehentlich beim Synchronisieren eines Cloud-Ordners auf meine Festplatte geraten. Wo und wie genau dieser Fehler zustandekam, ließ sich im Nachhinein nicht mehr herausfinden. Seitdem hüte ich mich vor dieser Cloud und habe den Dienst deinstalliert.
       
      Auf der Suche nach den Fotos aus dem Herbst 2015 habe ich noch etwas Interessantes gefunden, das zur Zeitreise und zum Film passt. Schauen Sie mal hier: 21.11.2015 - vier Wochen später. Vielleicht war das diese "Zeitdilatation". 😎 Mir wird bei der Reise durch die Zeit auch gerade ein bisschen schwindlig.


      Weiterführende Links

      Samstag, 29. August 2015

      Apfelsinenmondernte

      #Supervollmond August 2015

      Mein Mann und ich waren an diesem schönen Sommerabend extra in den Perlacher Forst geradelt, um den aufgehenden Supervollmond vom Perlacher Mugl aus zu beobachten. Das ist ein künstlich aufgeschütteter 26 Meter hoher Aussichtsberg. Im Zweiten Weltkrieg gab es an dieser Stelle einen großen Bunker mit Flugabwehrgeschützen, der nach Kriegsende aufgrund seiner massiven Bauweise nicht abgetragen, sondern zugeschüttet und zum Aussichtspunkt wurde.

      Laut Wikipedia und Münchenwiki hat man dort immer noch einen  "schönen Blick über den Perlacher Forst bis zum Alpenhauptkamm." Haha. Wo wir zehn Jahre zuvor eine super Sicht bis zum Horizont gehabt hatten, war zwischenzeitlich nur noch Gestrüpp, und die Bäume im Forst sind seit Erstellung der Wikipedia-Seite auch ein bisschen nachgewachsen. Ich war lange nicht mehr oben, um nachzuschauen, ob die Forstverwaltung die Büsche am Aussichtspunkt ein bisschen gestutzt hat. Zuletzt konnte man den Alpenhauptkamm noch halbwegs sehen, aber das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.

      Aus meinen geplanten Mondfotos wurde in dieser Nacht nichts, aber romantisch war es trotzdem. 😊 

      Fotografiert am 29.8.2015, aus dem Archiv gekramt und nachgereicht im Februar 2023

      Siehe auch: Hänsel und Gretel im Perlacher Forst, Mondfänger, Mondsüchtig, Sturmmond, Mikromond, Finstermond, Mondfest, Leicht umwölkt, Lauschen, Morgendliche Mondmission, Wer ist schneller?, Der Elon kann nix dafür, Vollmondpfosten, Mugl-Tour (2023), Apfelsinenmondbaum

      Weiterführende Links

      Montag, 20. Juli 2015

      Hauptsache drin















      Beim Anblick mancher Briefkästen kommt mir das kalte Grausen. Natürlich, da ist kein Aufkleber drauf, der klarmachen würde, dass der Empfänger keine Werbesendungen oder Wochenblätter haben möchte. Irgendwann passt halt nichts mehr rein. Dass es offensichtlich niemanden gibt, der diesen postalischen Mülleimer leert, scheint gewisse Leute nicht weiter zu stören. Und so vergeht der Sommer, ein Gewitter nach dem anderen sorgt für schwülwarme Luft. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der Starkregen verwandeln das vergilbte Igittpapier im Briefkasteninneren allmählich zu einem Pappmaschee-Klumpen, und endlich ist wieder a bisserl Platz zum Nachschieben.

      Grrrraaaahhh!
      Ich weiß nicht, wem ich zuerst ins Kreuz springen soll:
      Dem Vermieter oder dem Zeitungszusteller?
      Oder sollte ich in buddistischer Gleichmut auch diese Zeitung ins Altpapier werfen und den Briefkasten eigenhändig zukleben?

      Mittwoch, 1. Juli 2015

      Im neuen Gewand

















      Nach einer erneut langen Sendepause im betrachtenswert-Blog ist es mir gelungen, der Seite ein neues Gewand zu verpassen. Ich bin den mahnenden Worten diverser Internetexperten gefolgt, habe die Stichwörter bereinigt und ein paar Layoutprobleme beseitigt.Wie es beim Aufräumen so ist, findet man auch eine Menge alten Schrott.

      Weg damit.

      Im Rückblick sehe ich das Projekt "52 Fotos im Jahr xxxx" mit anderen Augen. Jede Woche ein Foto hochladen ist eigentlich ganz leicht. Jede Woche ein gutes Foto machen, das man sich auch nach sieben Jahren noch anschauen mag, ist schwieriger. Trotzdem ist der Blick auf viele der fotografisch weniger wertvollen Bilder interessant. Das Fototagebuch bringt Ereignisse und Erlebnisse zurück ins Gedächtnis.

      Beim Entrümpeln der Beiträge sind mir versehentlich ein paar davon abhanden gekommen, unter anderem das oben gezeigte Motiv. "Street-Fashion" fasziniert mich immer wieder. Darunter fallen für mich nicht nur interessant gekleidete Menschen, sondern auch die gehäkelte und gestrickte Straßenmode an Laternenmasten, Straßenschildern und Bäumen ... Nicht immer schön als Foto, aber ein Ausdruck unserer postmodernen Zeit. Großmaschig gestrickte Pullover wie man sie in den 80er Jahren trug, werden sicher wieder in Mode kommen. Bis dahin kann man ja seinen Gartenzaun damit schmücken ;-)

      Samstag, 16. Mai 2015

      Uhrwerk blau

      #Spiegelselfie #Photoshopgebastel  #AnalogEffex
       Aufgenommen 16.5.2015, nachgereicht im Februar 2023

      "Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich."  (Steve Jobs)

      Diese Aufnahme zeigt nicht nur eine "normale", digital getaktete Uhr, die Fotografin steht gleichzeitig in einer architektonischen Sonnenuhr.

      Siehe auch: Psychoworld, Reizüberflutung, Wo ist das Wurmloch?, Hilfeeee!, Lasst uns mal kreativ sein, Zeit, ZeitbegriffEs ist Zeit, Wenn du es mal wieder eilig hastKeine Zeit...?, Zeitmaschine, Zeit-Umstellung, Nicht kleckern, sondern putzen!, Nochmal nachgeMESSEn, Everything, Everywhere, All at once, Zeitverschwendung, Zeitnormal, Uhr-ig,  Areal KunterbuntDie Freude am Beobachten

      Mittwoch, 31. Dezember 2014

      Silvesterspaziergang

      #Schnee  #Winter

      An der Isar und in den #Isarauen kann man das ganze Jahr über langlaufen oder lange laufen, aber an Silvester 2014 konnte man sogar Skilanglauf betreiben. Die Schneeskulpturen waren noch klassisch und man nannte sie damals in völliger Ahnunglosikeit #Schneemann. 😊

      Fotografiert am 31.12.2014, aus dem Archiv gekramt und nachgereicht am 13.2.2023

       

      Siehe auch: Anlehnungsbedürftig, Ausgelutscht, Clochard:eSchneegestaltIsarvenus, Hexenwerk, Schneeball, Taghelle NachtWinterwetter!

      Mittwoch, 20. August 2014

      Lebst du noch?

      ...oder warum schreibst du nichts mehr???

      Solche Fragen finde ich gelegentlich in meinem Posteingang und es ist ALLERHÖCHSTE ZEIT, sie zu beantworten. Ich hatte mir eine Auszeit genommen, um mir endlich mal einen ganz großen Herzenswunsch zu erfüllen. Fachbücher sind was Feines, Blog-Artikel auch. Ich fotografiere wie eh und je, aber eine Sache ist bisher immer zu kurz gekommen. Um einen Roman zu schreiben, braucht man Ruhe und Abgeschiedenheit. Man darf sich nicht verzetteln. Also habe ich mich in meine Schreibstube zurück gezogen und bin einer Idee nachgegangen, die mich schon lange beschäftigt: Was wäre eigentlich, wenn jemand eine Kamera erfindet, die auf die Gedanken ihres Benutzers reagiert?

      Das ist dabei heraus gekommen:



      Momentan gibt es diesen ersten Teil der Roman-Serie ausschließlich als Kindle E-Book. Man braucht kein Kindle-Lesegerät, die Apps kann man sich kostenlos für PC, Mac, iPhone/iPad oder auch für Android Geräte herunter laden. Inzwischen habe ich selbst auch wieder angefangen Bücher zu kaufen - digitale Versionen. Ich weiß, dass viele Leute immer noch ein echtes Buch in die Hand nehmen wollen. Aber mal ganz ehrlich: Würdet ihr wirklich 20 EUR für eine gedruckte Ausgabe spendieren und mehrere Tage darauf warten, wenn ihr den Inhalt für 2,99 SOFORT haben könnt? Die Marge für mich als Autorin ist in beiden Fällen nahezu identisch.*

      Montag, 24. März 2014

      Wir wollen Sie gesund...



      In München Obergiesing gibt es auf einer Strecke von ca. 800 Metern sage und schreibe acht (!) Apotheken. Man muss rein rechnerisch nicht weiter als 100 Meter laufen, um sich mit legalen bzw. verordneten Drogen einzudecken. Das ist GUT, wenn man vor sich hin kränkelt oder dringend eine Nachtapotheke sucht. Dass es auf der gleichen Strecke etwa genauso viele Bäckereien und Frisörläden gibt, kann ich noch irgendwie nachvollziehen, aber wie können sich auf der TeLa (Tegernseer Landstraße) vier Apotheken im Radius von weniger als 200 Metern halten?
      Muss ich aus der Apothekendichte die dramatische Schlussfolgerung ziehen, dass sich die Mehrheit aller Menschen von Arzneimitteln ernährt? Der Slogan "Wir wollen Sie gesund" klingt für mich in diesem Kontext wie pure Satire.

      Wohl bekomm's!
      Bei den irrsinnigen Ladenmieten haben es kleine Geschäfte mit individuellen Ideen sehr schwer. Meine/unsere Kaufgewohnheiten erledigen den Rest. Deshalb gibt es hier ein paar Insider-Tipps: Schauen Sie mal in der Käse-Alm vorbei. Der abgepackte Supermarktkäse kann da nicht mithalten! Die Beratung ist immer genauso exzellent wie die Produkte. 
      In den Seitenstraßen der Apotheken-Allee gibt's außerdem niedliche kleine Cafés. Das Edelweiß hat nur wochentags und mittags geöffnet, das Kaffee Sonnenschein hat leider dicht gemacht, aber es gibt einen Nachfolger, das Deli's. Gleich nebenan kann man im Wirtshaus Hohenwart ein Bierchen trinken oder kegeln gehen. Die Traditionsgaststätte, in der Gerhard Polt im Film "Herr Ober"zu sehen ist, wurde mittlerweile komplett renoviert. Wer im Giesinger Bräu keinen Platz findet, kann dort guten Gewissens einkehren. Kultstatus hat natürlich auch das Schau ma moi.

      Die beste Pizza in Obergiesing gibt's bei Cannova und von März bis Oktober ist Eis essen ein MUSS bei Riviera. Im kleinen Obstladen neben dem Stadtteilladen kosten die frischen Vitamine etwas mehr als im Supermarkt, aber auch hier zählt etwas anderes: Persönliche Beratung, individuelle Mengen.

      Besonders schön finde ich auch den Flohmarkt-Trödel Hoibe-Hoibe. Von so etwas dürfte es mehr geben! 

      #TeLa  #Giesing  #Ausgehen  #Einkaufen  #Stadtteilkultur
       

      (Originalartikel vom 24.3.2014, aktualisiert Februar 2019)

      Dienstag, 31. Dezember 2013

      Kehraus 2013















      Facebook will mich schon seit einiger Zeit dazu animieren, mir meinen Jahresrückblick für 2013 anzuschauen. Ja, ich habe natürlich draufgeklickt. Ein paar Vorschläge sind auch ganz nett, aber hey: Facebook hat definitiv keine Ahnung, was in diesem Jahr für mich wirklich interessant war.

      Diese Erkenntnis erfreut mich, denn es zeigt, dass weder Likes und noch Klicks im Web und auch die unvermeidlichen Einkäufe bei diversen Online-Anbietern in der Lage sind, einen Menschen vollumfänglich zu durchdringen. Vielleicht bin ich schon so transparent, dass ich unsichtbar geworden bin? Wohl eher nicht. Die Algorithmen werden besser und irgendwann kriegen sie uns alle.

      Trotzdem kann ich ganz entspannt die Personen zeigen, mit denen ich mich zur Jahresabschlusskonferenz getroffen habe. Wer mich kennt, weiß, wer da am Tisch sitzt.

      In diesem Sinn: guten Rusch und auf Wiederlesen in 2014!
       
      Springen wir ins Jahr... 2026? 😅 > Solistensitz 

      Montag, 9. Dezember 2013

      Lasst uns mal kreativ sein...

      Menschen, die "kreativ" sind, werden für diese Eigenschaft bewundert. Leider glauben viele Menschen, dass sie alles andere als kreativ seien. Das stimmt nur zum Teil. Die Kreativität ist da, aber es fehlt der Mut, sie zuzulassen. Das Umfeld, in dem sich die meisten Menschen bewegen, ist oft ausgesprochen kreativitätsfeindlich. Zeitdruck, Leistungsorientierung und "gesunder Menschenverstand" ersticken die kreativen Impulse und verhindern Innovationen, die wir dringend brauchen könnten.















      Seminare, in denen man Kreativitätstechniken lernen kann - Brainstorming, Mindmapping etc. - gibt es zuhauf. Ich habe Mitte der 90er Jahre auf eigenen Wunsch einen solchen Kurs besucht, er dauerte vier Abende lang, und es war eine schockierende Erfahrung. Mein damaliges Fazit: ich habe mich tierisch gelangweilt. 
      Die Techniken an sich sind hervorragend, aber es kommt darauf an, wie und wo man sie einsetzt. Und es kommt immer darauf an, in welchem Umfeld man sich bewegt.  

      Nicht kreativ genug
      Im Seminar, das ich damals besuchte, hatte die "Kreativität" einzig und allein den Zweck, möglichst schnell auf Ideen zu kommen, wie man noch mehr Produkte verkaufen, oder seltsam anmutende Rechenaufgaben lösen konnte. Die meisten Teilnehmer waren Mitarbeiter der Handysparte eines großen Elektronikkonzerns. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass wir damals ein Brainstorming zu neuen Handyfunktionen machen sollten. Wie gesagt, das war Mitte der 90er Jahre... Alle Ideen waren erlaubt, sie sollten nicht bewertet oder kritisiert werden, wir haben nur aufgeschrieben, was uns zu diesem Thema einfiel. 

      Dienstag, 3. Dezember 2013

      Neue Zeitrechnung

      Neue betrachtenswerte Blog-Inhalte

      Auf der Seite Über diesen Blog erfahren Sie, wie dieser Blog entstanden ist, und welchen Zweck er in den letzten sieben Jahren erfüllen sollte. 50% der alten Inhalte habe ich bereits entfernt und...



      Der Countdown läuft 



      Das Aussortieren und Bearbeiten von alten Einträgen ist kein Spaß: zerschossenes Layout, falsche Schriftgrößen, Zeilenumbrüche an den falschen Stellen - es ist der helle Wahnsinn. Es hat nicht alles so funktioniert, wie ich es mir idealtypisch vorgestellt hatte. Ganz abschießen wollte ich die alten Einträge trotzdem (noch) nicht. Wer noch einmal in den Archiven stöbern möchte, hat bis zum 31.12.2013 Zeit dafür, dann folgt die nächste Säuberungsaktion.

      Ich bin selbst gespannt, ob das Gedächtnis des Internet wirklich so unauslöschlich ist, wie immer behauptet wird. Gute Freunde werden nicht müde mich zu trösten: Die NSA hat garantiert eine Kopie von allem. Sollte mich irgendwann die Reue packen, könnte ich ja nachfragen, ob sie mir mit einem Backup aushelfen...? Nein. Der Blick ist nach vorne gerichtet. In diesem Sinne freue ich mich auf viele alte und neue Besucher :-)



      Freitag, 20. September 2013

      O'zapft is!

      Morgen beginnt sie wieder:
      die fünfte sogenannte "Fünfte Jahreszeit".
      Wie freuen uns auf 6 Millionen fröhliche Zecher...

      Siehe auch:
      Altweibersommer im Anmarsch, Lichtblick in der Regenfront,
      Wiesn 2016: Nein danke!, Zerknautscht, Heissassa Tirallala...!, Betreutes Staunen,
      Sommerwetter!Was kommt denn jetzt?

      Dienstag, 2. Juli 2013

      Ein Plädoyer für die Urlaubskarte

      Kurz war der Urlaub, aber er war richtig schön. Diese eine Woche auf den Kanalinseln hat ausgereicht, um die Batterien mal wieder richtig aufzuladen. Dabei hätte die Landung auf Jersey beinahe nicht geklappt: Der Pilot konnte wegen des dichten Nebels die Landebahn nicht sehen, und die Maschine wurde im Landeanflug vom Sturm heftig durchgerüttelt - also Abbruch und nochmal durchstarten. Kein Grund zur Panik, meinte der Kapitän sinngemäß, und fügte hinzu: "Wenn der zweite Anflug auch nicht klappt, dann kehren wir um und landen in Paris."










      Wie bitte???
      Ich hatte mich auf Meer und Küstenwanderungen eingestellt, nicht auf Eiffelturm und Seine-Ufer! Die Erleichterung war riesengroß, als die Maschine schließlich aufsetzte. Diesmal hatte der Pilot den Applaus der Landungsklatscher wirklich verdient - oder hatte er einfach nur den Autopiloten aktiviert? Wir waren alle viel zu aufgewühlt, um nachzufragen. Der Sturm vertrieb noch am gleichen Nachmittag die tief hängenden Wolken und danach folgte eine Woche Sonnenschein. Viel Zeit zum Fotografieren, endlich auch mal wieder Sonnenmotive, und zur Krönung gab es am 23.6. auch noch einen Supervollmond am wolkenlosen Himmel zu bestaunen.

      Einladung zum Entschleunigen
      Es wäre ein Leichtes gewesen, von unterwegs ein paar Bilder ins Blog oder auf Facebook zu stellen, oder fotografische E-Mail-Grüße zu versenden: WLAN gab es im Hotel, ein Laptop ist auch meistens dabei, um die Fotodateien zu sichern. Trotzdem habe ich in diesem Jahr beschlossen, eine gute alte Tradition wiederzubeleben. Ich habe einige echte Urlaubspostkarten gekauft und mit einem handgeschriebenen individuellen Text an die Daheimgebliebenen verschickt. Das kostet Zeit, das kostet Geld, man muss sich einen netten Text ausdenken und man muss das steife Handgelenk dazu bringen, mal wieder Schönschrift zu produzieren. Alles in allem ist es eine wunderbare Übung zum Entschleunigen!

      Dienstag, 25. Juni 2013

      Scherben bringen... Touristen

      28 mm | 1/15 s | f2 | ISO 110 | Nikon Coolpix P7700

      Little Chapel auf der Kanalinsel Guernsey
      #Reise #nachgereicht

      #Devotionalien mit #Gästebuch

      Die Little Chapel befindet sich im Tal von Les Vauxbelets, Saint Andrew, auf der Kanalinsel Guernsey. Das Besondere an diesem Bauwerk ist nicht nur ihre handliche Größe, sondern vor allem das Dekor: Die Wände sind mit unendlich vielen Porzellanscherben, Kieselsteinen und Muscheln verziert. Ob sich der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser davon für sein Hundertwasserhaus in Wien hat inspirieren lassen, ist mir nicht bekannt.

      Die Little Chapel gilt als die kleinste geweihte Kirche der Welt, aber bis es so weit kam, mussten einige Hindernisse überwunden werden. Im Juli 1914 begann Bruder Déodat mit der ersten Version. Angedacht war eine Miniaturausgabe der Grotte und der Basilika von Lourdes, der Rosenkranzbasilika. Die erste Kapelle entstand im März 1914. Sie hatte eine Länge von 9 Fuß und war 4,5 Fuß breit. Ein Fuß sind 30,48 cm, also sprechen wir von einem Raum, der 2,75 x 1,37 Meter groß, beziehungsweise klein war. 😅 Das muss man verstehen, denn die Insel hat insgesamt nur eine Fläche von 63,4 km², da hat man nicht so viel Platz für monströse Bauwerke. 

      Mittwoch, 19. Juni 2013

      Sommer, Sonne, Eisdielenzeit...

































      Also... wenn ich mir ein Eis hole, dann nehme ich immer eine Waffel. Oder ein Steckerl-Eis mit einem Innenleben aus echtem (?) Holz. Diese dämlichen Plastiklöffel konnte ich noch nie leiden. Immerhin: Als Fotomotiv macht sich das neonfarbene Objekt durchaus gut auf dem grauen Straßenpflaster. Und es schärft die Wahrnehmung: Neulich habe ich eine blaue Plastikgabel entdeckt. Ich glaube das gibt ein neues Kapitel in meiner Fotosammlung der "verlorenen Dinge".... Das funktioniert gut für ein "Reframing" meiner hinreichend bekannten Allergie gegen zuviel Müll. 

      Reframing ist eine Technik aus dem NLP - Neuro-Linguistisches Programmieren (Wikipedia). Bei dieser Methode wird zum Beispiel eine negativ besetzte Erinnerung oder Erfahrung durch eine neue, positive Erfahrung ersetzt. Bildlich gesprochen: Man überschreibt eine alte Fotodatei auf der es unschöne Kratzer und Fussel gibt, mit einer neuen, bereinigten Version des Fotos.

      Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: 
      “Wie war dieser Ausflug?” 
      “Sehr interessant!” antwortete der Sohn. 
      “Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” 
      “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.” 
      “Was hast du also gelernt?” fragte der Vater. 
      Und der Sohn antwortete: “Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.” 
      Der Vater war sprachlos. 
      Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

      Quelle: NLP-Portal
       

      Donnerstag, 23. Mai 2013

      Sonnenuntergang mal anders

      1993 Irland
      Blick aus der B&B-Unterkunft











      Das Ungewöhnliche an dieser Fotosequenz ist für mich, dass ich an diesem Abend mehr als zehn Aufnahmen eines 36er Diafilms spendierte, um das wechselnde Lichtspiel fotografisch einzufangen. Heute ist so etwas nichts Besonderes mehr, Fotos kosten nichts und auf der Speicherkarte ist immer genug Platz. 1993 gab es ein Kontingent: ein bis zwei Filme pro Reisetag waren eingeplant, das entspricht 36 bis 72 Aufnahmen. Bei so einem Limit überlegt man sich sehr genau, was man fotografiert. 

      Dass Sonnenuntergänge zu den beliebtesten Fotomotiven gehören, ist nicht weiter verwunderlich. Die dramatische Veränderung von Licht und Farben, die sich innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums ereignet, fasziniert auch mich bis heute. Man braucht keine Kamera, um die Schönheit und Erhabenheit solcher Vorgänge zu erleben. Am Olympiaberg in München versammeln sich jeden Abend viele Menschen, um von dort den Sonnenuntergang zu erwarten und zu beobachten. Natürlich wird dabei auch viel fotografiert und geknipst, aber viele stehen einfach nur da oben und schauen in die Ferne. Für mich hatte dieser Abend etwas sehr Meditatives. Wenn ich diese Bilder nach 25 Jahren anschaue, kommt diese ruhige, kontemplative Stimmung wieder in mir hoch. Ich habe dabei auch noch den Geruch von Torffeuer in der Nase. Den sieht man in den Bildern nicht. Bei einer Recherche habe ich festgestellt, dass man den irischen Torf sogar online kaufen kann, in verschiedenen Duftnoten für den heimischen Ofen. Na, das brauche ich dann doch nicht.

      (Beitrag aktualisiert, 9/2018)

      Dienstag, 16. April 2013

      Vor der Eisdiele







































      Bei mir hängt die Daunenjacke neben der Sommerjacke an an der Garderobe, und die Flip-Flops stehen neben den Moon-Boots... Hoffentlich erwische ich morgens stets die richtige Kombination. 😅

      Siehe auch: Sommer, Sonne, Eisdielenzeit; Elvis lebt!?, Fräulein Smilla beobachtet den Schnee, Heisskalt, Gluthitze, Jetzt doch!Schwalbe?Hitzefrei?Familienausflug

      Donnerstag, 28. März 2013

      Es kann nur besser werden

      Da war doch was!
      Im Februar 2010 gab es schon mal eine Fotoserie:
       

      In diesem Sinne:
      FROHE OSTERN 2013

      Mittwoch, 27. März 2013