Das Konzept einer Talkshow besteht darin, dass ein Gastgeber (Moderator oder Talkmaster) unterschiedliche Gäste zu einem gelenkten Gespräch in ein Fernsehstudio einlädt. Manchmal entwickeln sich dabei auch Gespräche unter den Gästen.
Über Talkshows kann man wahrlich geteilter Meinung sein. Die meisten halte ich für Zeitverschwendung, vor allem die sogenannten "Daily Talks" auf Privatsendern. Manche Talkshows sind unterhaltsam, zum Beispiel 3nach9 von Radio Bremen. Viele der leichten Unterhaltungs-Szenarien kranken jedoch daran, dass die prominenten Gäste auf Marketing-Tour sind. Ihr Auftritt dient dem Zweck, ein neues Buch, einen neuen Film, oder eine neue Platte zu promoten. Im Gegenzug beantwortet man ein paar persönliche Fragen. Wenn die Moderatoren nicht auf Zack sind, entwickelt sich nur ein oberflächliches Geplänkel mit Haha-Gelächter. Polit-Talkshows wie Hart aber fair und die anderen üblichen Verdächtigen bedienen vor allem das "Empörungsmanagement". Wer sich diese inszenierten Aufreger antut, und danach nicht einschlafen kann, muss sich nicht weiter wundern.
Eine etwas angenehmere Kategorie sind die "einfühlsamen" Sendungen: Der allseits beliebte Markus Lanz liefert allabendlich mit prominenten Gästen ein buntes Potpourri ab. Vielleicht kennen Sie noch den umstrittenen Jürgen Fliege (bis 2005), Reinhold Beckmann (bis 2014), oder die Kultsendung Domian (bis 2016).
Mein heutiger TV-Tipp ist das NACHTCAFÉ, das schon seit 1987 vom SWR ausgestrahlt wird. Es handelt sich dabei um eine der ältesten thematischen Talkshows hierzulande. Sechs bis acht Gäste sprechen über eigene Erfahrungen zu Themen aus dem gesellschaftlichen Bereich. Schwerpunkte sind Familie, Beziehung, aber auch gesellschaftspolitische Fragen.


































