Dienstag, 19. Oktober 2021

Die Antwort auf (fast) alle Fragen: 42

Kennen Sie das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams? Aus diesem Roman stammt das Zitat mit der Zahl 42. 

Worum geht's? Hyper-intelligente, pan-dimensionale Wesen haben einen Computer namens Deep Thought gebaut, um die Antwort auf die „Ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest“ zu erhalten. Dieser Computer rechnet und rechnet und rechnet. Schließlich versammeln sich die Nachfahren der Computerkonstrukteure zur Verkündung der Antwort, und die lautet: 42. Ja, so sieht das aus. 😂

Mir kommt es manchmal ganz genauso vor, wenn Menschen Quantencomputer bauen. Die werden wir sicher für "irgendwas" brauchen können. Vielleicht eignen sie sich mit ihrer Rechenleistung auch dafür, der "KI" (Künstlichen Intelligenz) so etwas wie Gefühle (hoffentlich Empathie) beizubringen. Das jedenfalls sei eine der nächsten großen Herausforderungen, heißt es in neuesten Wissenschaftsmeldungen. Im Roman von Douglas Adams klappt es mit der ultimativen Antwort jedenfalls noch nicht, deshalb beschließt man, einen noch besseren Computer zu bauen, um herauszufinden, wie „die Ultimative Frage“ eigentlich lautete. 

Was lernen wir daraus?  

Es kommt darauf an, die richtigen Fragen zu stellen, vielleicht?
Und wer beantwortet uns dann diese Fragen?

Eine ganz nützliche TV-Sendung trägt deshalb auch den Titel "42 - Die Antwort auf (fast) alles". Es ist eine Art "Sendung mit der Maus" für wissensdurstige Erwachsene, nett gemacht, und durchaus informativ. Dort erhalten wir Antworten auf Fragen wie: "Was, wenn es keinen Schleim gäbe?" oder "Können wir auf dem Mond leben"? Oder auch: "Sollten wir losen statt wählen?" Durchaus ernst gemeint, und mit Beispielen unterfüttert. Wenn Sie zuviel Zeit oder zu viele Fragen haben, schauen Sie mal rein. Oder setzen Sie Ihre Kinder vor den Fernseher. 😉

Siehe auch: Pass auf, was du denkst!, Wenn Unbeteiligte beteiligt sind, Ein Bastewka sind drei Anhalter in der Galaxis, Weltuntergang, Sind Sie up-to-date?, Dreiundzwanzig, OlympiJa

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Montag, 11. Oktober 2021

Pferdeverstand?

"Welches Pferd gehört zu wem?", fragt die Rätselkarte für Kinder an der Parkbank. Ist es so, dass ein ... oh, jetzt muss ich aufpassen... Mensch mit Federschmuck generell auf einem bunt gescheckten Pferd reitet? Ein Zirkusdirektor mit Bart und Peitsche in der Hand sagt einem weißen Schimmel (...), wo es langgeht? Und ein Mädchen mit Reitkappe nimmt grundsätzlich ein Pony?

Für mich haben derlei Lernspielzeuge ziemlich viel mit  #Klischees und #Schubladendenken zu tun. Das ist nichts "für kluge Köpfe", wie die Karte suggeriert. Und wenn Sie sich am weißen Schimmel stören, haben Sie wahrscheinlich noch nie etwas von einem Apfelschimmel, einem Grauschimmel oder einem Rotschimmel gehört. Die gibt es auch, die haben aber nichts mit Blauschimmelkäse zu tun. 

Wollen Sie mehr erfahren?

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Afghanische Pizza?

 

Bei uns im Stadtviertel gibt es einen Laden, dessen Anblick mich verwirrt. Die Aufschrift "afghanische Spezialitäten" zieht meinen Blick regelmäßig an, aber die Aufkleber, die für Rigatoni, Spaghetti und Burger werben, passen da irgendwie nicht so recht ins Bild. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht mögen würde, aber es ist so alltäglich. Geöffnet ist dieser Imbiss erst ab 16 Uhr, das ist nicht meine Zeit, also habe ich mich auf der Internetseite kundig gemacht. Auf den ersten Blick findet man auch dort nur das, was es überall gibt: italienische Küche. Erst wenn man in die Dropdown Menüs eintaucht, findet man das Besondere.

Dienstag, 5. Oktober 2021

Jetzt weiß ich es wieder!

"Die Recherchen haben mich daran erinnert: Die Wirklichkeit ist so viel verrückter als jede Fiktion.
Viele Leute sagten mir: Wenn das alles erfunden wäre, würde man das Buch als völlig lächerlich abtun. Aber es ist alles wahr."  Tom Burgis

Das Zitat, das mir neulich im Artikel Legosteine nicht mehr eingefallen war, stammt aus einer Buchvorstellung, die auf Tagesschau24 in der Mediathek abrufbar ist (6 Minuten). "Das Ganze liest sich wie ein Krimi."

Kleptopia: Wie Geheimdienste, Banken und Konzerne mit schmutzigem Geld die Welt erobern

erschienen im Westend-Verlag, mit Leseprobe.

Montag, 4. Oktober 2021

So wird es nicht bleiben...

Das Leben ist rund,
wenn man sich am Montagmorgen genauso auf die neue Woche freut,
wie am Freitagabend aufs Wochenende. (12. August 2019)


Wenn man sich aufs Wochenende freut, nicht aber auf den #Montagmorgen, dann ist mit dem Job irgendetwas verkehrt. Freut man sich auf den Montagmorgen, nicht aber aufs Wochenenende, ist im Privatleben etwas schief gelaufen. Ganz übel wird es, wenn man sich weder auf das eine, noch auf das andere freuen kann. Dann ist wahrscheinlich Pandemie, oder es gibt andere Gründe. Viele Menschen arbeiten (auch) am Wochenende oder im Schichtdienst, oder kennen diesen klassischen Rhythmus überhaupt nicht (mehr). Was es auch immer sei, im Glück oder Unglück, es gilt die Regel: Auch das geht vorbei. Alles verändert sich immer wieder, egal ob wir aktiv etwas tun, oder nur passiv herumsitzen. Passivität hat den Nachteil, dass man schnell zum Spielball fremder Interessen wird.

Falls Sie sich in irgendeiner dieser Konstellationen wiederfinden: Überlegen Sie, was Sie dazu beitragen können, um eine unangenehme Situation zu verändern. Manchmal reichen schon Kleinigkeiten. Setzen Sie sich Ziele. "Ziele sind wie Lokomotiven, die #Veränderungen hinter sich herziehen."

Für die glücklichen Phasen gilt: Halten Sie immer wieder inne, und genießen Sie die besonderen Momente. Selbst in dunklen Zeiten gibt es welche. Sie sind vielleicht schwerer zu erkennen, manchmal muss man aktiv danach suchen, oder sie sich sogar selbst erschaffen. Feiern Sie jeden noch so kleinen Fortschritt, und lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen. 

Siehe auch: Mutmachung, So wird es nicht bleiben (2019), Orientierungshelfer, Halbzeit 2022 - Und jetzt?, Der Lauf des Lebens, Befremdlich, Kraft tanken, Negative Gefühle, Rosarote Brille, Von A nach B, Me Time, Weitsprung?, Cool down!, Fluchtweg?, Wassernachschub, Regenschauerlich

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Donnerstag, 30. September 2021

Verschwiegene Orte

In den Münchner Isarauen gibt es ein paar Orte, die nur Eingeweihte kennen. Diese Anlagen sind vermutlich so alt wie der Park, und liegen so versteckt im Grünen, dass man sie kaum sieht, selbst wenn man weiß, wo sie sich befinden. Da wird im Sommer Boccia gespielt, oder auch Schach, und etwas weiter entfernt Tischtennis. Bei gutem Wetter sind diese Anlagen sehr gut besucht, sie warten nicht auf noch mehr Gäste. Auffallend ist, dass dort fast kein Müll herumliegt. Offensichtlich hält sich dort eine ganz andere "Zielgruppe" auf, als anderswo an der schönen grünen Isar. Wenn es für mich einen Ort gibt, der so etwas wie das "alte München" repräsentiert, dann ist es dieser. 

Siehe auch: Zeit, Lauschiges Plätzchen, Unter der Weide, Hanglage, Großstadtdschungel, So weit die Füße tragen, Aha-Moment, Nasse Füße, Wie in den Tropen, Traumzeit, Aus dem Gleichgewicht, Frühlingsfotolicht 23, Quality Time, Der perfekte Moment, Schach, aber nicht matt, Wassertreten, Umweg!, Pfützenlauf, Sommerlicher Blütentraum

Mittwoch, 29. September 2021

Dienstag, 28. September 2021

Legosteine?

 

An dieser Parkbank komme ich sehr oft vorbei. Meistens liegt sehr viel Müll auf, um und neben der Bank, was vom Blick auf die Pflastersteine am Boden ablenkt. Heute war ausnahmsweise alles sauber, und so rückte dieses andere Detail in mein Blickfeld. Was geht da vor sich?

Denken Sie auch manchmal über solche Begebenheiten nach? Warum fehlen hier fünfundzwanzig Steine? Wo sind sie jetzt? Wer hat sie mitgenommen? Was ist aus ihnen geworden? Da könnte man fünfundzwanzig Geschichten erfinden: eine Liebesgeschichte, einen Krimi, eine (Tragi-)Komödie...  Eine dieser Geschichten kommt der Realität vielleicht sogar nahe.

Alles Zeitverschwendung? Nein. #Kreativität! Oder auch: #Intuititionstraining. Wenn Sie Kriminalkommissar*in wären, und nach dem Verbleib der entwendeten Steine fahnden müssten: welche logische Erklärungen hätten Sie für den sichtbaren Schwund?

Neulich sagte ein investigativer Journalist in einer Dokumentation sinngemäß: "Wenn sich jemand diese Geschichte ausgedacht hätte, hätte man das für ausgemachten Unsinn gehalten, weil es viel zu verrückt erscheint. Aber es ist alles wahr." 

Wenn ich wieder weiß, welche Doku das war, gebe ich Bescheid. Ich glaube es ging um Öl, Macht und Geld, aber in letzter Zeit habe ich so viele interessante Sendungen (#zdfinfo #arte #3sat) gesehen, dass ich das erst mal sortieren muss.  😊

Mittwoch, 22. September 2021

Equinox

Zweimal im Jahr gibt es einen Kalendertag, an dem Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind: Das Herbstäquinoktium 2021 auf der Nordhalbkugel findet heute, am Mittwoch 22. September statt.

Die Sonne wandert über den Äquator auf die Südhalbkugel. Wenn sie auf ihrer Bahn den Himmelsäquator von Norden nach Süden durchschreitet und sich exakt senkrecht über dem Äquator befindet spricht man von der Tagundnachtgleiche. Das ist der Tag des astronomischen Herbstanfangs. Weil die Erde bei ihrer Rotation um die eigene Achse leicht pendelt, variiert dieses Datum von Jahr zu Jahr und fällt meist auf den 22. oder 23. September.

Zeit des Ausgleichs
Bei der Tagundnachtgleiche geht die Sonne genau im Osten auf und genau im Westen unter. Unsere Vorfahren wussten das auch, und haben manche Stätten so ausgerichtet wie etwa Ġgantija auf Gozo oder die Höhenkammer in den Externsteinen. Es ist ein idealer Tag, um in sich zu gehen, oder Rituale zu feiern, in denen es um ausgleichende Kräfte geht. Was ist nicht in Balance? Was braucht es, um diese Balance wieder herzustellen? Dieser Tag lädt uns ein, alte Glaubenssätze zu überdenken, Bindungen und Versprechen zu erneuern, Dankbarkeit zu spüren und auszudrücken. 

Feste der Geselligkeit sind jetzt angesagt – gut essen und trinken, im Kreise von Freunden und lieben Menschen. 😊 Heute kennen wir das als "Erntedankfest", das seinen Ursprung in vorchristlicher Zeit hat, und mit der herbstlichen Tagundnachtgleiche verbunden war.

Dieser Tag markiert den astronomischen Übergang vom Sommer in den Herbst. Während die Tageshelligkeit auf der Nordhalbkugel weiter abnimmt, bis sie im Dezember ihr Minimum erreicht, sollten wir uns gerade jetzt ganz bewusst mit der Kraft des Lichtes für den Winter aufladen. 

Siehe auch: Der längste Tag, Sonne über Äquator, Wintersonnenwende, Wintersonnwendzeit, Wendekreis, Die Rückkehr der alten Götter, #Sonne, Tagundnachtgleiches Italiener Wochenende, Straßenerleuchtung

Weiterführende Links

Freitag, 17. September 2021

Nightmare


Wittelsbacherbrücke #StMaximilian
#Photoshopgebastel  #Fototherapie
#Corona-Chroniken

Aus der Rubrik "Die dunkle Seite".
Im Deutschen heißt es Alptraum oder Albtraum, im Englischen Nightmare.

Erstellt im September 2021,
nachgereicht im Januar 2024.

Siehe auch: Frag nicht warum, Psychoworld, Reizüberflutung, Wo ist das Wurmloch?, Hilfeeee!,
Lasst uns mal kreativ sein, Seltsam still, Völlig unrealistisch, Lucy in the Sky oder so ähnlich, Fragmentarisch, Traumtänzer

Weiterführende Links
Albtraum - Wikipedia

Donnerstag, 16. September 2021

Alle Jahre wieder...

 

 ... die unvermeidlichen #Herbstmotive, tausendmal gesehen. Aber: Wie sähe "unsere" Welt aus, wenn es sie nicht mehr gäbe? Unvorstellbar? In manchen Regionen gibt's sowas gar nicht. Da ist das ganze Jahr Wüstenplanet. Auf den Mars möchte ich definitiv nicht auswandern. 😉

#Immergrün   #Immergrau  #Immersonne
#Abwechslung  #Farben  #Jahreszeiten
#Natur, Gefundenes Stillleben

Siehe auch: Farbenrausch, Wer scheitet so schnell...?, Hurtig durch den Herbst, Schönfärberei, Farben sammeln, Brrr..., Atsvents 2, Was gibt es da zu sehen?, Immer wieder, immer weiter..., Herr(bst)lich, Weinberg auf Sparflamme

Mittwoch, 15. September 2021

Anachronismus

 

Manchmal sieht man sie ja noch, diese Relikte der Vergangenheit. Sie kommen mir vor, wie Dinosaurier, irgendwie aus der Zeit gefallen. Sie passen nicht mehr so recht in die neue Welt. Während ich mit meiner Kamera herumstreife, wird mir bewusst, wie vieles gerade verschwindet, und wie viel Neues auftaucht. Manchmal kommt dann auch ein bisschen Wehmut auf. Es war nicht alles besser. Es war #anders. Da fällt mir noch ein Spruch von einem Vorgesetzen ein. Der sagte bei seiner ersten Ansprache zu uns Mitarbeitern, die damals noch keine Mitarbeiter*innen waren: "Grow or go!"
Ich dachte still und leise: Go and grow woanders ist auch kein schlechtes Motto. 😉

Siehe auch: Hometogo1982, Wohnen mobil, Überholter Blumengruß, Zeitgeistig, Flow or grow and go?, Design-Klassiker der Zukunft, Halten Sie Abstand!?, Mobiles 2022, Fotografisches Gedächtnis, Licht im Dunkel, Think Big!, Immer wenn es Frühling wird, Mobile Zukunftsforschung, Hoch innovativ, Oh Valentine..., Was'n das?, Dauerparker, Erlebniskarussell, Heißer Ofen

#Erinnerungen  #NeueRealität   #ModerneZeiten 
#Campingmobil  #Reisen  #Auto
#Fahrtwind  #Freiheit

Dienstag, 7. September 2021

Apfelgemetzel

Wie kriegt man Menschen mit Hang zu ungesundem Süßkram dazu, etwas gesündere Alternativen zu futtern? #Apfelbrot. Dieses alte #Rezept habe ich vor über 30 Jahren von der Großmutter eines Jugendfreunds abgekupfert, und es ist immer noch ein echter Renner. Darum habe ich es hier im Blog in die Rubrik "Alte Schätze" einsortiert. 

Das Apfelbrot besteht aus Nüssen, Äpfeln und Rosinen; Zucker, Mehl, Kakao und ein paar Gewürzen. Kein Fett, keine Eier. Es duftet und schmeckt schon ein bisschen nach Weihnachten, ist aber kein klassisches "Früchtebrot", weil der Teig sehr locker ist, und eher wie ein Kuchen daherkommt. Deshalb hält er sich auch nicht so lange, wie sein trockener Verwandter. Bei uns überdauert ein Blech Apfelbrot selten mehr als zwei Tage.

Das hier ist wahrlich kein Koch- oder Küchenblog, aber es ist wieder Herbst, und gerade gibt es viel #Fallobst. Wohin damit? 

Donnerstag, 2. September 2021

Verführerisch!

  #Früchte

 Neidvoller Blick über den Zaun der Kleingartenanlage:
Die Apfelernte in München Südost wird heuer wohl richtig gut und üppig!

#Siebenbrunn #München #Selbstversorger

Siehe auch: Sommerfrucht, Arbeitsmethode Blindflug, Hoffnungsschimmer, Doch kein Apfel, Erntedankschnäppchen

Dienstag, 31. August 2021

Weitsicht

 

Bei der feierlichen Aufstellung der Großskulpturen in grauer Vorzeit
hatte niemand ahnen können,
dass Büsche gelegentlich zu Bäumen heranwachsen. 

Der Gärtner wies jede Schuld von sich.

#Planung  #Kompetenzgerangel  #ismirdochegal

~ ~ ~ ~ ~ ~ 

Dieses Kunstobjekt befand sich im Innenhof des Ärztehauses am Münchner Candidplatz. 
Nachdem die Investorenpläne für den Neubau bekannt wurden, verschwand es aus dem Areal.

Siehe auch: Nocturne
#Candidplatz

Montag, 30. August 2021

Wohin des Wegs?


Was um alles in der Welt veranlasst eine Schnecke dazu, senkrecht an einer überdimensional hohen und kahlen Hausmauer hochzukriechen? Eine Schnecke ist kein Mensch, darum wäre es widersinnig, ihr irgendwelche Ambitionen zu unterstellen: Erstbesteigung? Guinness-Buch der Schneckenrekorde? Eine Wette unter Schnecken? Schneckstagram-Follower beeindrucken? So etwas machen nur Menschen.

Freitag, 27. August 2021

Jetzt oder nie

 
Letztes Jahr hatte ich ein Buch über Sketchnotes aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt. Dabei stand ich sehr oft vor dem Problem, welches Wort oder welche Begriffe ich im Deutschen verwenden sollte. Wie in der Computersprache haben sich viele englische Fachbegriffe in der Szene bereits etabliert, und werden im Deutschen einfach übernommen. Diese Technik des Sketchnoting ist eigentlich sehr alt, wurde aber im anglo-amerikanischen Raum wiederentdeckt. Auch hierzulande verbreitet sie sich seit einigen Jahren. Der Sinn und Zweck von Sketchnotes besteht darin, Vorträge oder Veranstaltungen in einer Kombination aus Schrift und Bild zu dokumentieren. Wie man das genau macht, und wie man das lernen kann, steht im Buch von Emily Mills. Der Vorteil an Sketchnotes: Sie fassen das Wesentliche zusammen, sind hübsch anzuschauen, und werden lieber gelesen als lange schriftliche Protokolle.

Der schönste Satz im Buch von Emily Mills lautet: "Ich kann nicht zeichnen gibt es nicht". So eine Aussage ist vielleicht auch typisch amerikanisch, aber sie macht Mut. Auch wenn ich keinerlei Ambitionen habe selbst visuelle Notizen zu machen, hatte mich dieses Buch inspiriert. Nach vielen Jahren hatte ich endlich wieder Stifte und Papier in die Hand genommen und ein bisschen zeichnen geübt. Dieses Hobby aus meiner Jugend war mit dem Eintritt ins Berufsleben komplett in den Hintergrund getreten.

Donnerstag, 26. August 2021

Galgenhumor

 

Wenn ich für jede verlorene Maske, die ich unterwegs am Boden sehe, fünf Euro bekäme, dann wäre meine Haushaltskasse gut gefüllt. Neulich habe ich mitgezählt: Auf einer Strecke von 800 Metern waren es zehn FFP2 plus eine OP-Maske, ohne dass ich mir bei der Suche besondere Mühe hätte geben müssen. 

Da kam es mir beinahe vor wie Gedankenübertragung, als ich an diesem Strauch vorbeikam. Jemand hatte angefangen, die "Lost Objects" vorweihnachtlich zu dekorieren. Mittlerweile haben die Schutzmasken im Straßengraben die ToGo-Becher mengenmäßig überholt. Bei den Bechern hatte ich schon mal überlegt, ob ein Pfandsystem Besserung bringen könnte. Jetzt #Maskenpfand!? 😜

Keine Idee ist irrwitzig genug, um nicht irgendwann in die Tat umgesetzt zu werden. 

Nebenbei bemerkt: Auch das FFP2-Maskendesign hat sich eindeutig diversifiziert. Schicke Sachen gibt es da mittlerweile.

Siehe auch: Zaungäste, Pacman, Frühling 2020, Maskenwechsel, Avis gespensticus qualleniensis, Schlapp ToGo

Mittwoch, 25. August 2021

Kuchen ToGo


Seit ich meine Mutter zuhause pflege, gehe ich morgens ein- bis zweimal wöchentlich in eine kleine Bäckerei und kaufe dort ein Stück Kuchen oder ein Butterhörnchen für den Nachmittagskaffee. Als ich gestern das gleiche tat wie immer, fragte mich die Verkäuferin, ob ich eine Holzgabel zum Kuchen wolle. Ich machte ein verdutztes Gesicht, aber die Mimik sieht man seit Einführung der Maskenpflicht nicht mehr so deutlich. Eigentlich bin ich Stammkundin in dieser Bäckerei, und habe noch nie nach einer Gabel gefragt, aber sei's drum. Wahrscheinlich sind diese Utensilien neu im Repertoire, und wollen an die Kundschaft gebracht werden.

"Nein", antwortete ich, "wir essen unseren Kuchen zuhause, mit richtigen Kuchengabeln, und Tellern aus Porzellan. ToGo geht gar nicht. Wir sind Genießer und nehmen uns Zeit zum Essen. Ganz altmodisch."

"Ja", seufzte die Verkäuferin nachdenklich, "das ist eigentlich auch besser so."

Durch dieses kleine, unerwartete Gespräch wurde mir wieder einmal bewusst, dass die meisten Leute ihre Snacks direkt aus der Tüte, im Gehen und Stehen futtern. Genau wie den Kaffee, den sie in sich hineinschütten, während sie an der roten Ampel ihre Nachrichten auf dem Handy checken. Multitasking, mit den Gedanken in fernen Gefilden unterwegs, während die Nahrung in den Magen rutscht, und wahrscheinlich nicht mal satt macht. In Ruhe und bewusst genossen wird der Süßkram zwar nicht gesünder, aber er wirkt nachhaltiger auf die Lebensfreude.

Ich habe deshalb auch gar nicht nachgefragt, um welche Art von Holzgabel es sich handelt. Hoffentlich nicht dieses Zeugs aus Pseudo-Bambus...

Siehe auch: Neulich in Babylon, Laubhaufen ToGo, Bücher ToGo, Kaloriensparkalkulation, Trike, Backwaren ToGo Automat, Neonlicht, Einen Cut machen?, Seelenhandel

Samstag, 21. August 2021

Kennen Sie den?

Haben Sie schon einmal den Namen Edward Bernays gehört? Falls nicht, machen Sie sich schlau. Das ist ein sehr interessanter Mann: Er gilt als Vater der Public Relations. Bernays machte nicht nur das Werk seines Onkels Sigmund Freud populär, er bediente sich auch bei der Psychoanalyse und entwickelte auf ihrer Basis Methoden zur Steuerung der öffentlichen Meinung. PROPAGANDA (ein Begriff, den er später selbst in 'Public Relations' umbenannte) ist Bernays Hauptwerk (Amazon).

Vor etwa zwei Jahren gab es eine 45-minütige Dokumentation auf arte, Ausschnitte finden Sie noch bei Youtube. "Bernays beeinflusste nicht nur die Staatslenkung der USA maßgeblich, sondern alle bestehenden liberalen Demokratien. Inwieweit seine Mittel und Werkzeuge heute noch Anwendung finden, ist eine Frage, der wohl jeder selbst auf die Spur kommen muss. Die Dokumentation kann bei dieser individuellen Analyse eine gute Hilfe sein." (arte/Trends der Zukunft - Filmtipp)

Siehe auch: Teuflisch gut, Dramaturgisch notwendig, Manipulationstechniken, die Sie kennen sollten; Freifläche, #Plakat, Eierpanik, Werbung!

Freitag, 20. August 2021

Isarstrand

Neulich waren wir an der Isar, ein bisschen sonnenbaden. Bei dieser Gelegenheit fange ich gerne an, mich rund um meine Badematte nach schönen Kieselsteinen umzuschauen. Mein Suchradius ist dabei exakt definiert: So weit die Arme reichen. Manchmal sammle und arrangiere ich Steine mit Linien, manchmal sind es Steine, die besonders rund, flach oder glatt sind, und diesmal waren es bunte Steine. 

"Was verstehst Du eigentlich unter dem Begriff  'Diversity'", fragte mein Mann unvermittelt. Ich schaute auf meinen Steinhaufen. Sie sind bunt, jeder hat eine andere Form, und eine andere Zusammensetzung. Und trotzdem haben sie eine Gemeinsamkeit: Alle sind Steine. Wenn man sie genau anschaut, dann erkennt man, dass sie nicht makellos, und trotzdem schön sind. Das Isarwasser hat sie an diesen Strand gespült, und da liegen sie nun auf einem Haufen, bis die nächste Flut sie woanders ans Ufer spült. 

#Leben #Gleichnisse #bunt

Siehe auch: Erkenntnis, Nah am Wasser, Isarnaß, Modernes Schamanentum, Wintersonnenwende, Erfahrung, Treibholz im Wintergrau, Hochwasser Meldestufe 1, (Wie) Geht das?, Sonn(en)tag, Wolkentroll, Die Freude am Beobachten, Farbe des Jahres 2026

Mittwoch, 18. August 2021

#Fahrrad des Tages

 

#Fahrrad des Tages! 
#Kunstwerk  #Häkelei

Wer meinen Fotonanny-Blog regelmäßig liest weiß, dass ich verschiedene Fotosammelprojekte verfolge. Fahrräder sind eins der vielen Themen, die mich immer wieder auf den Auslöser drücken lassen. Die Vielfalt an alt- und neumodischen Fahrrädern begeistert mich genauso, wie so manche Details, oder schlicht die Art und Weise, wie sie abgestellt werden. Fünf von bisher acht Beiträgen in meiner Rubrik 1000 Meisterwerke drehen sich um Fahrräder. 

Künftige Fahrradfotos werde ich hier mit dem Label Fahrrad versehen, dann können Sie bei Bedarf gezielt nach diesen Bildern suchen. Hierzu passt:  Ist denn schon Herbst?, Zierrat, Felgenkiller

Was das Strickwerk angeht siehe auch: Sonnenblume aus Öl, Verstrickt, Sockenalarm, Stadtentwicklung live miterleben, Handarbeit


Dienstag, 17. August 2021

Mathe-Genie!

Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Jahrhundertelang suchten neben Mathematikern auch immer wieder Laien vergeblich nach einer Lösung. (Wikipedia)

Also ich finde diesen Lösungsansatz gar nicht so schlecht. Ich bin aber auch nur eine LaiIn. Das ist wie mit dem Ei des Kolumbus: Praktisch und verblüffend einfach. Falls Sie diese Eier-Anekdote noch nicht kennen: bei Geolino wird sie erzählt.

Nächstes Mal lösen wir den Gordischen Knoten. 😉

Siehe auch: Dreiundzwanzig, Formalismus

Montag, 16. August 2021

Und wer ist dein Herzblatt?

  

Ist es die kleine, aber feine Ilse Nikotinn,
die herzhaft rote Fritti Pomm,
oder die unschuldig weiße Effeffpeh,
die Dein Herz höher schlagen lässt?

Trends der Zukunft:

Zigarettenfilter vergiften Umwelt
OP-Masken werden zum massiven Umweltproblem

Men's Health - Gesunde Ernährung
So werden Pommes zu leckeren Fitness-Fritten  

Finde den Fehler.

😎

Siehe auch: Pizzarandliegenlasser!


Donnerstag, 12. August 2021

Alles kann zur Kunst werden

Die künstlerische Verwertbarkeit der Situationen,
die man als Privatmensch durchlebt,
ist allgegenwärtig.


(Albrecht Schuch, Darsteller des Thomas Brasch, in kinokino, Juli 2021)

Mein Alltag ist absolut banal, völlig unspektakulär, meistens total langweilig. Seit ich meine Mutter nach deren Schlaganfall zuhause betreue, und aufgehört habe Fotofachbücher zu schreiben, besteht meine Lebenskunst darin, mit dem immer gleichen Alltag und den sich ständig wiederholenden Tätigkeiten klarzukommen. Manchmal denke ich: das ist wie in einem Zen-Kloster. Aufstehen, essen, arbeiten, meditieren, schlafen und morgen wieder alles von vorne, auf unbestimmte Zeit, vielleicht jahrelang.

Mittwoch, 11. August 2021

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#Zeitgeist  
#Corona-Chroniken

Dienstag, 10. August 2021

Frag nicht warum

#Photoshopgebastel  #Fototherapie

Aus der Rubrik "Die dunkle Seite".

Erstellt im August 2021,
nachgereicht im Januar 2024.

Siehe auch: Nightmare, Psychoworld, Reizüberflutung, Wo ist das Wurmloch?, Hilfeeee!,
Lasst uns mal kreativ sein, Seltsam still, Lucy in the Sky oder so ähnlich